Archiv für den Monat: Dezember 2017

Links/Rechts 30.12.17

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… „In seiner Verfassungsbeschwerde hatte Gröning vorgetragen, er sei mit 96 Jahren zu alt, seine Gefängnisstrafe anzutreten. Auch sein Gesundheitszustand lasse eine Haft nicht zu. Diese Beschwerde blieb ohne Erfolg.“ …

Anm.: Als wenn das alles (ansehen zu müssen) nicht schon schlimm genug und eine Lebenslast gewesen wäre; noch die Leichen wollen sie fleddern.

wie kann man eigentlich Verfassungsbeschwerde führen bei fehlender Verfassung?

ard: Verfassungsbeschwerde abgelehntEx-SS-Mann Gröning muss Haft antreten


… „„Man muss die Fakten kennen und man kann das nicht einfach den Bürgern sagen.““ …

Gegenfrage: 27.12.1980: Vorfall im Rendlesham Forest, Großbritannien


… „Beijing ist in diesem Punkt sehr schweigsam gewesen. Der Petroyuan wurde nicht einmal in den Dokumenten der Nationalen Entwicklungs- und Reform-Kommission genannt nach dem 19. Nationalen Kongress der Kommunistischen Partei im Oktober.“ …

einartysken: China plant, den Würgegriff des Petro-Dollars zu brechen


… „„Es ist abscheulich, wie sich Menschen verhalten, die noch vor kurzem von Völkerfreundschaft geredet haben“, betonte Klinzewitsch.“ …

sputnik: Krim-Brücke leichtes Angriffsziel? Moskau antwortet ukrainischem General


… „Am Mittwoch hätten amerikanische Hubschrauber aus mehreren Distrikten der Provinz Dayr al-Zawr Kommandeure der IS-Gruppe evakuiert. Dies sei bereits das zweite Mal der Fall.“ …

Gegenfrage: Das US-Militär evakuiert laut Angaben der syrischen Nachrichtenagentur SANA Kommandeure des Islamischen Staats. Dies sei bereits zum zweiten Mal der Fall.


… „“To me, the ‘Jewish lobby’ is one of the anti-Semitic themes that have endured for centuries. It is this myth there are these very powerful Jews who control foreign policy or the media or banks or whatever… That [the comments] come from the heir to the throne is unsettling, to put it mildly,” he told the Daily Mail.“ …

RT: ‘Foreign, European Jews’ caused ‘great problems’ in Middle East – Prince Charles in 1986 letter


RT: Spezial: „Lunik IX“ – Reise in die größten Roma-Slums Europas (I)


 

Litauen war ehemals mächtige europäische Großmacht

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Nach dem vernichtenden Sieg über die Schwertbrüder gelang es dem litauischen Fürsten Mindaugas Mitte des 13. Jahrhunderts, die zersplitterten Stämme zusammenzufassen. Dies war notwendig nicht zuletzt wegen der »Litauerreisen«, die die Ordensritter in den nachfolgenden Jahren immer wieder unternahmen – angeblich zum Zwecke der Missionierung und zur Eroberung Schemaitens (nördlich von Kaunas) als Landbrücke von Livland ins spätere Ostpreußen, tatsächlich aber entartet zu blutigen »Vergnügungsreisen« für Ritter und Fürsten, bei denen die »Heiden« regelrecht abgeschlachtet wurden.

Zäh verteidigten die Litauer dennoch ihre Position und dehnten sogar ihr Territorium aus. Unter Gediminas (1316-1341) begann der endgültige Aufstieg zu einer Großmacht. Schemaiten, das der Orden vorübergehend erobert hatte, wurde zurückgewonnen, Kiew und das Fürstentum Smolensk litauischer Herrschaft unterstellt. Gediminas Söhne Algirdas und Keistutis, die bis 1380 nebeneinander residierten, vergrößerten den Mächtebereich noch weiter: Im Süden entlang des Dnjepr bis über Kiew hinaus, im Osten an der Oka bis auf 150 km vor Moskau und im Norden bis an die obere Lowat.

Schicksalhaft wurde der 18. Februar 1386 für Litauen und für den Fortgang der ostmitteleuropäischen Geschichte insgesamt. Jogaila, ältester Sohn aus der zweiten Ehe des 1377 verstorbenen Olgerd und Alleinherrscher seit 1382, heiratete die polnische Königin Hedwig, jüngste Tochter des 1370 verstorbenen Königs Ludwig von Ungarn, der auch die polnische Krone getragen hatte. Hedwig, damals ein 12jähriges Kind, leistete der Eheschließung mit dem über 20 Jahre älteren Großfürsten aus Litauen verständlicherweise Widerstand.

Doch die politischen Motive standen für jene polnischen Adligen, litauischen Diplomaten und den einflußreichen deutschen Kaufmann und Berater Jogailas, Stadthauptmann Hanulo von Wilna, im Vordergrund: Der litauische Herrscher hatte drei Tage vor der Trauung das römische Christentum angenommen und sich darüber hinaus verpflichtet, sein Land der Krone Polens »auf ewig« anzugliedern, auch sein Volk taufen zu lassen und »verlorene polnische Gebiete« wiederzuerobern. Derartige Gelüste sollten in der weiteren Geschichte Polens immer wieder auftauchen. Zur Zeit Jogailas ging es vor allem um die (keineswegs ursprünglich polnische) Region Pommerellen sowie das an Ungarn gefallene Rotreußen (später Ostgalizien) und um die Zurückdrängung der Ordensmacht insgesamt.

Als König Wladyslaw II. von Polen nahm Jogaila die versprochene Christianisierung seiner Untertanen in Form von Massentaufen vor. Gleichzeitig regierte sein Vetter Vytautas von Traken (Trakai) Litauen. Die dort von Keistutis 1382 errichtete Wasserburg war eine der modernsten europäischen Festungen ihrer Zeit und ist, nahe der Straße von Wilna nach Kaunas, heute eine touristische Attraktion.

Litauen erreichte unter Vytautas die größte Ausdehnung: als ein mächtiges Imperium von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer, insgesamt rund 520.000 Quadratkilometer. Außerdem gelang es Vytautas, die weitestgehende Unabhängigkeit seines Großfürstentums von Polen sicherzustellen.

Die permanente Rivalität Litauens und Polens mit dem Deutschen Orden eskalierte durch den Streit um Schemaiten. Am 15. Juli 1410 kam es zu einer der folgenreichsten Schlachten des Mittelalters. Bei Tannenberg in Ostpreußen wurde das Ordensheer von der polnisch-litauischen Union vernichtend geschlagen und der Hochmeister Ulrich von Jungingen getötet. Sein Nachfolger Heinrich von Plauen mußte im Ersten Thorner Frieden 1411 auf Schemaiten verzichten, das er ohnehin nie hatte erobern können, und umfangreiche Zahlungen an die Sieger leisten.

Mit Vytautas (1430) und Jogailas (1434) Tod war die glorreiche Zeit litauischer Herrscher vorüber. Die Union mit Polen, obgleich »auf ewig« geschlossen, zerbrach und wurde 1446 im Unionsvertrag von Brest als Personalunion, die beiden Staaten ihre Unabhängigkeit auch formal beließ, nur halbwegs wiederhergestellt.

Doch im Osten wuchs zugleich eine neue Gefahr heran, die über die nächsten Jahrhunderte hinweg das Schicksal des Baltikums bestimmen sollte. Iwan III. begann von Moskau aus eine neue Etappe des »Sammelns der russischen Erde«. Schritt um Schritt verschob sich das einstige Mächtegleichgewicht zwischen dem römisch-katholischen Litauen und dem orthodoxen Rußland zugunsten der Russen.

Das ehemalige Erzbistum Riga und das Ordensland nördlich der Düna wurden 1566 als Herzogtum Livland Litauen angegliedert. Doch die Bedrohung aus Moskau, wo inzwischen Iwan IV., der Schreckliche, regierte, wuchs. In dieser Situation folgten die Litauer dem jahrzehntelangen Drängen der Polen und Unterzeichneten am 1. Juni 1569 den Vertrag zur »Union von Lublin«, der einen gemeinsam zu wählenden Herrscher vorsah, der zugleich automatisch Großfürst von Litauen war. Die Souveränität Litauens schwand damit weitgehend. Deutliches Zeichen dafür ist die nur in polnischer Sprache abgefaßte Unions-Urkunde. Litauen mußte außerdem seine ukrainischen Gebiete an Polen abtreten und einem Kondominium mit Polen über Livland zustimmen. Am 7. Juli 1572 verstarb mit dem litauischen Großfürsten und gleichzeitigen polnischen König Sigismund II. August der letzte männliche Sproß des litauischen Jogaila-Hauses.

Siehe auch:
Ukrainer
Donkosaken
Krimtataren
Ingrier-Esten-Letten-Litauer
Litauen-Lettland-Estland
Weißruthenen-Weißrußland
Idel-Uraler
Nordkaukasier
Aserbeidschaner
Turkestaner
Armenier
Georgier
Ostfinnen
Westfinnen
Das Balten-Gebet
Baltikum-11. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Teilrepubliken-Sowjetunion
Sowjetunion-Staatsorgane
Sowjetunion-Wirtschaft
Sowjetunion-Technisierung
Sowjetunion-Landwirtschaft
Sowjetunion-Das Land
Sowjetunion-Schlußwort
Goten-Waräger-Deutsche
Sowjetunion-Russen

Links/Rechts 28.12.17

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… „„Ich muss zugeben, dass mich die erstaunliche Nichtprofessionalität von Poroschenkos Team sehr verwundert hat. Als (der ehemalige georgische Präsident Michail – Anm. d. Red.) Saakaschwili schon im Ausland war, haben sie ihn wieder ins Land gelassen“, so Rękas. „Nachdem sie ihn in Lwiw isoliert hatten, ließen sie ihn wieder nach Kiew. Nachdem sie ihn in Kiew festgenommen hatten, erlaubten sie ihm, auf die Straßen zu gehen und Gebäude zu stürmen. Was macht Saakaschwili weiter? Er wird Poroschenko vor aller Augen wahrscheinlich die Hosen ausziehen.““ …

sputnik: „Demnächst zieht Saakaschwili Poroschenko vor aller Augen die Hose aus“ – Experte


… „Die offiziellen Leitlinien schreiben zwar vor, dass eine Geschlechtsumwandlung (gegengeschlechtliche Therapie) erst ab 16 Jahren begonnen werden darf. Daran hält man sich in den meisten Fällen aber nicht mehr. Schon Dreizehnjährige werden irreversibel umgepolt.“ …

DU: Pubertätsblocker – Ein neuer Trend im Genderwahn?


… „soll … hätte … vermutlich … seien … werden könnten … beriefen .. soll es geben … gehen davon aus.“ …

Anm.: wenns eng wird, kommen immer widerliche Athrax-Geschichten – ohne Beweise bzw. aufgeflogene. Anwendungsfakten jedoch bestehen für Phosphor, Streubomben, Giftgas …

sputnik: Will Pjöngjang Südkoreaner ausrotten? Überläufer immun gegen Milzbrand


rt: 60 cigarettes & glass of wine a day: Norway’s oldest man, 107, shares his secrets for long life


 

Malaria

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Malaria heisst auf deutsch: schlechte Luft. Malaria ist der Name einer Infektionskrankheit, die besonders in sumpfigen Niederungen vorkommt und deshalb auch Sumpffieber genannt wird. Man glaubte, dass aus den Sümpfen oder aus der frisch aufgerissenen Erde krankmachende Dünste und sogenannte Miasmen aufstiegen. Wegen der in bestimmtem Wechsel auftretenden Fieberanfälle heisst die Krankheit auch Wechselfieber.

Die Krankheit ist vor allem in warmen Ländern häufig, besonders in den Tropen. In Italien ist besonders die Campagna bei Rom als Fieberherd gefürchtet, aber auch bei uns in Deutschland kommt die Malaria vor. So im Flussgebiet der Altmühl und des Maines; ferner wurde Malaria u. a. beobachtet in Potsdam, Leipzig und der Nordsee; da besonders in Wilhelmshaven gelegentlich der Erbauung des Kriegshafens. Man hat ausgerechnet, dass auf der ganzen Erde 100 Millionen Menschen an der Malaria leiden. In Indien allein sterben jährlich an Malaria etwa 1.200.000 Menschen.

Obwohl wir in Deutschland selbst wenig Malaria haben, ist die Krankheit uns seit dem Erwerb der Kolonien sehr verhängnisvoll geworden. Viele Söhne des deutschen Volkes, die voll Begeisterung für Deutschlands Ruhm übers Meer gezogen sind, wurden drüben von der tückischen Krankheit weggerafft. Nicht in offener Feldschlacht sanken sie dahin, vom Speer des Feindes getroffen; auf kummervollem Krankenlager, fern von der Pflege ihrer Lieben, siechten sie dahin und erlagen dem Stich einer winzigen unscheinbaren Mücke, des Moskito. Wenige Jahrzehnte erst ist es her, dass man diesen Feind erkannt hat, dass man weiss: die Malaria wird nicht in Form von giftiger Sumpfluft eingeatmet, sondern sie wird durch den Stich einer Mücke, des Anopheles makulipennis, und zwar nur des Weibchens dieser Gattung, auf den Menschen übertragen. Dieses sticht den Menschen, weil es zur Ablage seiner Eier Blut nötig hat, und eine Infektion des Menschen erfolgt nur dann, wenn sich der Moskito selbst schon früher an einem Malariakranken angesteckt, injiziert hat und somit selbst erkrankt ist.

Lange mühevolle Arbeit im Laboratorium und am Mikroskop hat es gekostet, bis diese Tatsachen entdeckt wurden. Das Hauptverdienst an diesen Entdeckungen gebührt dem französischen Militärarzt Laverau, dem englischen Militärarzt Ronald Ross und dem deutschen Professor Robert Koch. Alle unbestimmten Theorien haben der klaren Tatsache weichen müssen: an Malaria erkrankt ein Mensch nur dann, wenn durch den Stich eines selbst kranken Anophelesweibchens die Malariakeime in sein Blut übertragen worden sind. Malaria weiterlesen