Links/Rechts 15.5.15

Grafik: Wikipedia
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… „“Wenn auch die Mächtigen der Welt gegen das Recht und gegen den einmütigen Willen des Tiroler Volkes die staatlichen Grenzen anders gezogen haben, wenn so scheinbar der beispiellos heldenmütige Kampf der Tiroler Standschützen und ihrer Kameraden in den Tiroler Bergen vergeblich war, die Stätten, wo sie gekämpft haben und wo sie gefallen sind, bleiben nach wie vor die unverrückbaren wirklichen Grenzen Tirols.”“ …

LC: Süd-Tirol – Heimatland unter südlichen Sternen

… „“Beim Treffen in Sotschi hat Kerry die Ukraine teilweise gegen Syrien eingetauscht. Die Amerikaner sehen wohl die Perspektivlosigkeit ihrer Erwartungen an eine positive Entwicklung in der Ukraine, und gleichzeitig ist Russland dazu bereit, ihnen in Syrien nicht mehr im Weg zu stehen und das Assad-Regime stürzen zu lassen. Wenn das so weitergeht, kommen bald erste Andeutungen über einen Regime change in Kiew.”“ …

chartophylakeion: Wieder vom Weißen Pulver

… „Brigadegeneral Ahmed Asiri, Sprecher der Militärkoalition unter Führung Saudiarabiens, betonte seinerseits, das Schiff mit den in Iran gesammelten Hilfsgütern werde ohne Zustimmung der Uno nicht durchgelassen.“ …

sputnik: Teheran droht mit Krieg falls sein Hilfsgüter-Schiff für Jemen attackiert wird

… „Der Kreuzer war im September 1982 in der damals noch sowjetischen und heute zur Ukraine gehörenden Werft Nikolajew mit dem Namen „Riga“ auf Kiel gelegt worden. Nach drei Umbenennungen erhielt das Schiff 1990 seinen heutigen Namen. Im Januar 1991 wurde die „Admiral Kusnezow“ offiziell in den Dienst gestellt.“ …

sputnik: Russlands einziger Flugzeugträger fällt für Jahre aus

… „Dort hätte es von „Schülern mit palästinensischen Wurzeln“ die Frage an Merkel gegeben, warum Deutschland Waffen nach Israel exportiere. Die Tagesschau sendet die Antwort der Kanzlerin nicht, sondern berichtet zu unverfänglichen Bildern aus großer Entfernung in indirekter Rede“ …

DWN: Manipulation: Merkel verhängt Zensur über die ARD-Tagesschau

RT: NATO chief admits efforts to stabilize post-Gaddafi Libya failed

Ein Gedanke zu „Links/Rechts 15.5.15

  1. Zum besseren Verständnis muß noch kurz auf Kamerad Walter eingegangen werden. Der tauchte nämlich damals zu den abenteuerlichsten Zeiten bei uns immer nur zu Kurzbesuchen auf. Das kam daher, weil der Walter eine Festanstellung bei einer Zeitung mit total unregelmäßigen Arbeitszeiten ergattert hatte. Die Rede ist von Walter Becker aus Kirchen, den man Anfangs, als der Franzmann seinen Heimatort besetzte nur den “Blonden Bäkääech” nannte. Die Franzosen hatten nämlich geglaubt, daß er einen ihrer Besatzungssoldaten angeschossen hätte und nahmen ihn mit der Frage, ob er der blonde Becker sei, fest. Natürlich war Walter bei der Waffen-SS und nahm es hin, mit seinem ihm angeborenen besonderen Humor. Leider habe er den Kerl nicht erschossen, und das tue ihm außerordentlich leid, erklärte er freundlich seinen Besatzungsrichtern. Trotzdem wanderte der blonde Becker erst mal wieder für zwei Jahre hinter Stacheldraht. Später bekam er den Spitznahmen Revolverbecker, denn er war in der Lage fast jede Handfeuerwaffe zu besorgen, von denen er auch immer eine Mehrzahl besaß. Durch diese Waffenleidenschaft entwickelte Walter Becker schon früh ein sehr “freundschaftliches Verhältnis” zur Polizei. Das wurde ganz besonders innig, nachdem er sich als Kriegsfreiwilliger bei Ägyptens Präsident Nasser zum Kampf gegen die Juden gemeldet hatte. (Da war der gute Walter bereits verheiratet und Vater von vier Kindern!) Bedauerlicherweise war Herr Nasser an der militärischen Erfahrung des Herrn Becker nicht interessiert. Man, was waren wir alle enttäuscht, als Walter uns das Absageschreiben aus Kairo mit dem ägyptischen Staatssiegel zeigte. Die SBZ dagegen hätte ihn sofort genommen, aber Walter kannte die Kommunisten von der Ostront nur allzugut und wollte nicht zu ihnen. Dabei fuhr er als einer der wenigen Deutschen schon damals aus politischer Überzeugung ein gesamtdeutsches Auto, nämlich einen Wartburg, den er persönlich in Eisenach abholte und bar bezahlte. Wie man sieht, war die Meinungsfreiheit in den Fünfzigern und Sechzigern des letzten Jahrhunderts für die Masse des Volkes Wirklichkeit. Daß es dann noch völlig anders kam, erlebte Herr Becker, als es fast achtzigjährig von einem deutschen Gericht für Jahre in die Koblenzer Karthaus weggeschlossen wurde. Sein schweres kriminelles Vergehen bestand darin, daß er sein einmal gegebenes Ehrenwort nicht brechen wollte. Er hatte nämlich mal wieder eine Waffe weitergegeben und weigerte sich, der Polizei den Nahmen des Empfängers zu benennen. Dieser letzte lange und dazu noch schikanöse Knastaufenthalt hat meinem Freund Walter gesundheitlich ruiniert. Er verstarb anno 2010. Bis zuletzt trug er Alltags wie Sonntags nur seinen Tarnanzug mit dem Muster seiner Waffen-SS. Und darin wurde er auch feierlich in sein ihm heiliges Soldatengrab gelegt. Wie sich erst viel später herausstellte, hatte unser Walter, der sich rund um die Uhr im persönlichen nationalen Widerstand befand, damals im Zusammenhang mit, und Umweg über sein Gesamtdeutsches Auto, den Wartburg aus Eisenach, ungewollt folgenschwere Kontakte in die SBZ. und damit auch zur Stasi geknüpft.

    Nun waren die Männer mit der Tonbandanlage erstmal bei uns in der Wohnung, und Kamerad Walter bretterte pflichtbewußt mit seinem SBZ-Wartburg hin zu seiner Arbeitsstelle. Die Tonbandtruppe bestand aus drei Männern und wurde von meiner Mutter sofort aus der Wohnung komplementiert. Man habe jetzt überhaupt keine Zeit und alle, auch ihr Sohn, müßten arbeiten meinte sie. Am Abend, wenn der Vater von der Arbeit zurück sei, dann dürften sie aber gerne wiederkommen, erklärte meine Mutter, eine ehemalige BDM-Führerin, den Bekannten unseres Freundes Walter.

    Dieser Aufforderung kam das Trio anscheinend gerne nach. Die Burschen müssen abends vor unserer Wohnung so lange gewartet haben, bis sie sahen, daß mein Vater das Haus betrat; denn nur wenige Minuten später klingelte es. Nachdem wir dem sich selbst eingeladen habenden Besuch Sitzplätze angeboten hatten, forderte meine Mutter die drei zur Teilnahme am gerade beginnenden Abendessen auf. Für mich völlig überraschend lehnten unsere Gäste dieses Angebot dankend ab. Zur damaligen Nachkriegszeit war es nämlich selbstverständlich, daß man als Besucher einer Familie immer an einer Mahlzeit teilnahm, sofern man dazu eingeladen wurde. Gut, unsere Besucher wollten nicht mit essen, sondern sofort mit dem Aufbau der Tonbandanlage beginnen. Dazu gingen sie in einen Nebenraum, in dem dann in Windeseile ein kleines Tonstudio entstand. Man, was war ich platt, als ich wenig später dort das hochmoderne sündhaft teure Tonbandgerät samt Zubehör erblickte, welches einem der drei Burschen ja anscheinend gehören mußte. Ein derartiges Wunder an Technik hatte ich bis dahin noch nie gesehen. Nun mag das daran gelegen haben, daß meine Eltern kein Fernsehgerät im Hause duldeten, und ich mir meine Informationen hinsichtlich Technik immer aus den Zeitschriften besorgen mußte. So ergab es sich, daß ich spontan nach den technischen Einzelheiten der vor mir stehenden Tonbandanlage fragte. Aber auch diesbezüglich kam eine völlig ungewöhnliche Reaktion; denn keiner der drei Herren hatte einen blassen Schimmer von dem Ingenieurwissen welches ihrer Anlage zugrunde lag. Auch das war für die damalige Zeit völlig untypisch; denn jedes Schulkind kannte die technischen Besonderheiten all seiner Elektrogeräte, die ihm geschenkt wurden. Im Umgang mit der Anlage war das Tontrio dagegen einsame Weltklasse. Jeder Griff war genauestens einstudiert und saß perfekt. Auch das erschien mir bei einen einfachen Hobbytonbandbetreiber mehr als seltsam. Es gab also sofort mehrere Anzeichen, welche mir an unseren regen Besuchern verdächtig vorkamen. Aber die wurden schnell vergessen, als wir die ablaufenden Bänder hörten.

    Bis weit nach Mitternacht lauschte meine Familie den verschiedensten Ausführungen des Herrn Adolf Hitler. Auf Nachfragen bezüglich ihres beruflichen und politischen Hintergrundes führten unsere Gäste aus, daß sie beruflich im Außendienst und politisch für die NPD tätig seinen. Am zweiten Weltkrieg hatte keiner von ihnen aktiv teilgenommen. Entweder war man noch zu jung, oder man war als Auslandsdeutscher in Süd Afrika im Internierungslager. Da meinem Vater die Veranstaltung so gut gefiel, bot er dem Trio alles an alkoholischen Getränken an, was gerade im Hause vorhanden war. Doch auch dieses Angebot wurde von den Herren dankend abgelehnt. Weil damals in konservativen Kreisen zu jedem Anlaß gesoffen wurde, war mein Vater von der Ablehnung wenig erfreut und beendete die Vorführung mit dem Hinweis, daß deutsche Männer, die keinen Alkohol trinken fast immer etwas Kriminelles zu verbergen haben. Natürlich hatte unsere ganze liebe Nachbarschaft die Führerreden mitbekommen; denn die Gäste von der NPD hatten ja auch mal zeigen wollen, zu welch außergewönlicher Lautstärkenwiedergabe ihr Gerät befähigt war.

    In unserer Nachbarschaft waren alle politischen Richtungen vertreten. Sogar NS-Widerständler, Polizisten, Pfarrer und Lehrer gehörten dazu. Aber niemand hat sich damals über die nächtliche Übertragung der Hitlerreden beklagt, sondern nur über die damit verbundene Lautstärke. Schließlich war Hochsommer und die Mitbürger schliefen damals bei geöffnetem Fenster. Es war allerdings damals bei uns üblich, daß der Teil der Nachbarschaft, der gerade von der Mittagsschicht heim kam, sich mit dem Teil der Nachbarschaft, welcher gerade Frühschicht hatte, nach zehn Uhr abends nochmal in einer Ecke traf, um bei einer Bierflasche die Tageserlebnisse auszutauschen. Daher ging es bei uns zwischen 22:00 Uhr und 24:00 Uhr immer recht lebhaft zu; denn es wurden in dieser trauten Runde auch leise deutsche Lieder gesungen. Die meisten Nachbarn waren dafür, daß die fremden Herren nochmal wiederkommen sollten, damit sie sich die Reden noch mal in aller Ruhe anhören sollten. Und so geschah es auch. In den nächsten Wochen wurden mehrere unterschiedliche Wohnstuben zu NS-Propagandastätten, ohne daß jemand darüber bei einer Behörde vorstellig geworden wäre.

    Weil von den drei Herren selbst bisher noch gar nicht die Rede gewesen ist, sollen sie kurz skizziert werden. Der Wortführer war etwa 40 Jahre alt schmal und dunkelhaarig. Der jüngste sah sehr gut aus, war blondhaarig, von sportlicher Figur aber kräftigem Körperbau und etwa 18 Jahre alt. Der Dritte im Bunde, ein unscheinbareres Dickerchen, sprach so gut wie nie. Er befolgte aber immer ganz genau die Anweisungen seiner Kollegen. Ihn schätzte ich auf Anfang dreißig. Ihrer Aussprache nach, stammten die drei alle aus Westfahlen.

    Ich persönlich hatte es von Anfang an eigentlich nur mit dem blonden Burschen zu tun. Dieser kam auch schon bei unserem Erstkontakt ohne große Umschweife, als er mit mir alleine war, sofort und direkt auf ein Jugendlager in Tirol zu sprechen, in das er mich gerne mitnehmen wollte. Natürlich fühlte ich mich geschmeichelt verwies aber auf die vielen unerledigten Arbeiten, welche noch vor mir lagen. Aber davon wollte der Bursche gar nichts wissen. Ihn interessierte viel mehr, ob ich bereits Erfahrung im Bau von Sprengsätzen gesammelt hatte. Gut, die hatte ich, aber das war damals nichts Besonderes, weil sich fast alle Jungen mit dem Bau von einfachsten Knallkörpern beschäftigten. Natürlich reichten dem Besucher meine Kenntnisse bei weitem nicht aus. Wie man einen Strommastmasten umlegt, das sollte schon das Mindeste sein, was ich an Erfahrung mitbringen sollte, meinte unser Gast. Und nun lernte ich ungewollt im Schnellverfahren auch die Theorie dazu. Dann ging es Schlag auf Schlag; denn jeden Tag wurde mir ein neuer Lehrstoff vermittelt. So lange ich dabei meiner Arbeit nachkam, ließen mich meine Eltern mit dem neuen Kameraden gewähren. Erst als diese stockte, und mich meine Mutter beim Schießen mit der Pistole sah, da kam es zu ersten Verspannungen mit den Gästen. Diese verstärkten sich nochmals ganz besonders bei mir, als auch davon gesprochen wurde, einen Staudamm zu sprengen; denn das kam für mich überhaupt nicht in Frage. So gingen die ersten Ferientage mit unerwarteten Abenteuern ins Land. Gar nicht abenteuerlich fand mein Vater diese Geschehnisse, von denen er abends erfuhr, wenn er von der Arbeit heimkehrte. Und mein Alter Herr, Mitglied der Waffen-SS, (SS-Geschädigter) der reagierte sofort. Er forderte die örtlichen BRD-Behörden offiziell auf, die Herren, welche beabsichtigten, mich für den Partisanenkrieg zu rekrutieren, “sofort aus dem Verkehr zu ziehen”, aber nichts geschah. Das kam natürlich allen erfahrenen Erwachsenen mehr als “spanisch” vor. Nur Kamerad Becker meinte, daß man doch an dieser Tatsache nur überdeutlich ablesen müsse, daß es sich bei den drei Herren aus Westfahlen um ganz harmlose Zeitgenossen handele. Die Tonbandvorführungen hatte man inzwischen eingestellt. Die beiden älteren von den drei Herren bekam man nur noch ganz selten zu sehen. Nur der blonde Bursche war immer in der Nähe, mal bei Nachbarn, mal bei uns. Weil er bei jeder sich bietenden Gelegenheit immer hilfreich mit anpackte, war er rasch zum Liebling aller Frauen geworden. Die Männer sahen es dagegen gar nicht gerne, wenn er ihren Frauen und Töchtern im Garten half, während sie selbst im Betrieb schuften mußten. Schnell beklagte man sich über den Fremdling im Pfarrhaus und bei der Polizei. Aber nichts geschah. Es geschah auch nichts, nachdem die Polizei ausführlich vom Scharfschießen des Burschen in den Obstplantagen informiert worden war.

    Wird hoffentlich fortgesetzt

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