Sand – die neue Umweltzeitbombe

von Stefan Doliwa


.

Grüß Euch,

der Film über das Thema Sand geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Link: http://www.arte.tv/guide/de/plus7/?em=046598-000  (wurde aus der arte-Mediathek entfernt!)

Dieser Film zeigt sehr eindeutig, wie abgehoben unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft ist, von der wir alle abhängig sind. Ich war erst im Oktober in China und war über die dortigen Betonwüsten bei Shang-Hai entsetzt. Obwohl es dort auf dem Umland von Shang-Hai blühte, sah ich keine Fliege, Mücke, geschweige denn ein anderes Insekt. Mir kamen die Bauern in den Sinn, die die Bäume mit Pinseln bestäuben. Ich empfand diese leblose Natur als schrecklich. So, wie im Oktober hatte ich China noch nie erlebt. Und wenn ich daran denke, daß diese Neuruinen nur mit Meeressand gebaut wurden, dann frage ich mich, wie lange sieht die Natur noch zu?

Im Meer schwimmt 4x mehr Plastik als Plankton. Durch eine Sendung im Alpenparlament weiß ich, daß Phosphor ausgehen wird, und damit die moderne Landwirtschaft schlagartig zusammen brechen muß. Der normale Menschenverstand sagt: So kann es nicht weiter gehen, und trotzdem ändert sich nichts. Die möglichen Alternativen werden aus kurzfistiger Profitgier nicht erforscht. Wohin soll dieses endlose Wachsen, noch hinführen, bis wir begreifen, daß es zum Glücklichsein gar nicht so viel braucht?

Wir brauchen dringend neue Ansätze für ein nachhaltiges Wirtschaften. Wir müssen begreifen, daß die meisten Resoucen endlich sind und wir mit Ihnen haushalten müssen. Die Grundversorgung muß, so gut es geht, wieder in die Hände der einzelnen Nationen. Das betrifft sowohl die Nahrungsmittelindustrie, die Bekleidungsindustrie und die Lebensmittelversorgung. Wie schlecht es hierum steht, sieht man daran, daß die meisten Lebensmittel in Europa mittlerweile aus China kommen. Was bei einer Krise sein wird, will ich gar nicht näher hinterfragen, weil sonst sind Filme wie „The Road“ sofort Wirklichkeit.

Ich habe zwei Dateien beigefügt. Die eine zeigt auf, wie die Lebensmittel mittlerweile aus China kommen. Die andere Datei ist von mir. Ich machte mir mal Gedanken darüber, daß die industrielle Grundversorgung durch die Globalisierung ins Ausland verlagert worden ist. Interessant ist auch, daß dem Bergbau der wirtschalfliche Aufstieg folgte. Ohne Bergbau der Abstieg.

Daher ist es notwendig, daß wir als Konsumenten lokale Produkte dem Vorzug geben. Wir brauchen keinen Fisch aus China, keinen Wein aus Australien oder Fleisch aus Südamerika. Erst, wenn wir diese Produkte aus der Heimat fordern, wird ein nachhaltiges Wirtschaften zum Wohle der Natur und der Gesellschaft möglich sein.

Ich hoffe ihr habt einen wundervollen Start in den Sommer.

Liebe Grüße

Stefan Doliwa

www.vorgesorgt.info

Anlagen

news lebensmittel (PDF)

Grubenunglücke (PDF)

2 Gedanken zu „Sand – die neue Umweltzeitbombe

  1. Stefan, Super geschrieben, sehr gut gedacht. Ich kauf gar nichts aus China, aus der Region ist es am besten beim Bauern, Selbstbedienung mit einer Kasse draussen. Eier, Salate, Hönig, Joghurt, Käse und vieles mehr. Man kann die Gemüse und Salate draussen selbst pflücken. Es gibt sogar einen Kühlschrank im Schatten, alles gut geschützt vor Sonne oder Regen. Fleisch kann man dort beim Bauern holen. Ich merkte der Unterschied, bei selbstgemachte Joghurt oder Käse hat es viel mehr Geschmack, als vom Supermarkt. Bei Tomaten saftig, frisch, nicht trocken wie bei gespritzte Tomaten. Dafür gehe ich eben gerne zu Fuss, weil es weit weg ist. Warum immer aus China? Weil es billiger ist, aber nicht gesund und die Chinesen selbst werden krank von all dem Spritzmittel und giftiges Zeug. Wir alle sind auch mitschuldig, wir sollen nichts mehr aus China kaufen, solange sie schlecht bezahlt werden und auch solange sie Gift spritzen. Dazu noch die Transport durch die halbe Welt, das tut keinem gut, niemand.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.