Libyen: Machtverlust und Tanker-Blamage

BRD perso zeidanerschienen bei ARD

Das libysche Parlament hat den Regierungschef abgesetzt. In einem Misstrauensvotum stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten für ein sofortiges Ende der Regierungsverantwortung von Ali Seidan. Libyen hat damit keinen Premierminister mehr. Verteidigungsminister Abdalla al Thanni soll die Amtsgeschäfte vorübergehend übernehmen, in spätestens 15 Tagen wollen die Abgeordneten einen neuen Regierungschef wählen.

… Am Wochenende war ein Tanker unter nordkoreanischer Flagge von der libyschen Regierung festgesetzt worden, weil er mit Öl im Wert von 30 Millionen Dollar auslaufen wollte – das Geschäft hatten die Milizen gemacht. Regierungschef Seidan drohte, den Tanker notfalls zu bombardieren, um die Milizen zu stoppen – auch wenn er damit eine Umweltkatastrophe auslöse, so der Regierungschef.

Ali Zeidan Libya PMSchließlich hieß es, der Tanker liege im Hafen von Sidra streng bewacht fest, schwer bewaffnete Boote würden den Tanker umringen. Doch allzu gut war die Bewachung offenbar nicht: In der vergangenen Nacht konnte das riesige Schiff heimlich auslaufen und befindet sich jetzt in internationalen Gewässern – die libysche Regierung hatte es nicht geschafft, den Coup der Milizen zu verhindern. Für die eh schon schwache Übergangsregierung von Seidan ist das eine Katastrophe, die jetzt zur Absetzung des Regierungschefs führte.

In der Küstenstadt Sirte kam es nach Angaben des Nachrichtensenders Al Arabija zu Zusammenstößen zwischen Milizen der selbst ernannten Autonomieregierung und ehemaligen Rebellen aus der Stadt Misrata, die loyal zum Parlament stehen. Die Ex-Rebellen, die dem Vernehmen nach auf den Parlamentspräsidenten hören, sollen den Befehl erhalten haben, die Besetzung von Ölanlagen durch Separatisten und bewaffnete Banden mit Gewalt zu beenden. Auch in anderen Städten kam es zu Ausschreitungen und Anschlägen.

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Erinnerung an das „verschwundene“, „eingefrorene“ libysche 2011er-Vermögen:

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Ebenfalls verschwunden: mindestens 120 Tonnen Gold aus der libyschen Nationalbank. Hier wurde England genannt. Zeitliches Zusammentreffen mit der Rückführung des venezuelanischen Goldbestandes von der Bank of England nach Caracas. Bekam Chavez deshalb den agressiven Krebs verpasst??

3 Gedanken zu „Libyen: Machtverlust und Tanker-Blamage

  1. Die Kriegstreiber haben Libyen platt gemacht um das Öl zu stehlen. Das Geld und Gold haben sie schon gestohlen und aufgeteilt. Doch die bösen Rebellen sind schlauer, sie verkaufen Öl und das Geld kommt in die eigene Tasche. Ich empfinde Schadenfreude für die Kriegstreiber, aber nicht für das Volk. Sie haben nichts mehr, sie leiden nur noch mehr. Was ich sage, der Krieg war SINNLOS und für nichts mussten Menschen sterben. Diese irren Politiker wie die USA, Israel, EU, Kanada, Katar etc. sind nichts anders als bösartige Psychopathen.

  2. Zeidan war eine Marionette des Westens. Aber irgendwie hatte man den Eindruck, daß er die Islamisten wenigstens ein bißchen bremste. Nach seinem Sturz sehe ich jetzt schwarz, was das Schicksal der inhaftierten Ghaddafi-Söhne. Bei einem Todesurteil hätte das „Weichei“ Zeidan bestimmt interveniert.

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