neuer Pranger: aufhören ist so leicht…

Skandal (2)erschienen bei Michael Winkler

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Aufhören oder immer das gleiche schreiben, eine Nadel mehr in das dicke Fell setzen, mit der gleichen Sturheit gegen die Korruptokraten anrennen, die nur noch Vertreter der eigenen Brieftasche, aber nicht mehr die des Volkes sind? Man erlegt keinen Elefanten mit einem Taschenmesser, das ist richtig, doch es gilt zu dokumentieren, und sei es nur für einen selbst, daß man sich nicht abgefunden hat mit Dekadenz und Zerfall, mit Unfähigkeit und Trägheit.

Später, wenn der totale Merkelstaat sein Nürnberg gefunden hat, wenn die sich unfehlbar dünkende Justiz selbst gerichtet wurde, wird die Frage gestellt, wo sie gewesen sind, die anständigen Deutschen, die dann selbstgerecht und dem neuen Winde nachlaufend die Straßen bevölkern, als das Unrecht begangen worden ist, das man hätte verhindern müssen? Oh, ich weiß es, ich werde es auch dann noch wissen! Das waren jene, die mit „Hinterdeppendorf ist bunt statt braun“ hemmungslos den eigenen Niedergang herbeidemonstriert haben.

Es ist so leicht, sich hinter Plakaten zu verstecken und das auch noch als Zivilcourage zu bezeichnen. Es ist so leicht, wegzuschauen, wenn die gehätschelte Minderheit Verbrechen begeht, und noch leichter, freudig hinzusehen, wenn das Justizverbrechen mit gemeinsamer Hand begangen wird, Kreuziget ihn! zu rufen, wenn alle Kreuziget ihn! brüllen. Die Deutschen sind wenig genug geworden, doch die anständigen Deutschen, die aufrecht durch die Geschichte gegangen sind, waren schon immer sehr viel weniger.

Und deshalb, deshalb fällt Aufhören schwer, auch wenn es den eigenen intellektuellen Anspruch beleidigt, immer das gleiche schreiben zu müssen, weil sich in diesem Staat alles nur zum noch schlechteren ändert. Es gilt, ein Zeichen zu setzen, daß die vielen, die nur gesichtslos Zeichen setzten wollen, nicht alle sind. Es gilt, der Fahne zu folgen, mag sie sichtbar sein oder nicht. Mehr noch, es gilt dem eigenen Gewissen zu folgen. Dem Gewissen zu folgen, ja, auch nur ein Gewissen zu haben in einer Zeit, in der Gewissenlosigkeit zur Staatsräson erhoben worden ist, erfordert Mut, Durchhaltevermögen und Hartnäckigkeit.

Den Sieg über einen äußeren Feind zu erfechten, kostet Blut, Schweiß und Tränen. Den Sieg über einen Feind im Inneren zu erringen, ist noch weitaus schwerer. Beim Feind darf man mutig dreinschlagen, doch der Gegner im Inneren könnte morgen schon der gute Nachbar sein, der aufrechte Freund, der nur verblendet war und irregeleitet wurde. Eine schlechte Regierung ist oft eine Strafe Gottes, doch wer in einer Demokratie schlecht regiert wird, hat sich diese Strafe zehnfach verdient, ja, tausendfach, wenn er schweigt und akzeptiert.

Wir leben in Merkeldeutschland, wir erleben den totalen Merkelstaat, als Knechtschaft und Unterdrückung. Seit 25 Jahren geht es uns schlechter, und nur, weil der große neue Flachbildschirm so viel bunter ist als das alte Röhrenmonster, zeigt er kein besseres Fernsehprogramm. Das neue Auto ist größer, kann dies und jenes, doch wie viel haben wir dafür bezahlt? In Stunden? In Lebenszeit? In Blut, Schweiß und Tränen? Genau das wird immer übersehen. Oh ja, ich habe inzwischen Satelliten-Fernsehen, ich weiß selbst nicht, wie viele Programme, rund um die Uhr, alle in Farbe. Trotzdem kann ich nur ein einziges Programm gleichzeitig sehen, und die vielen Kanäle erlauben mir vor allem die Auswahl, welche 27. Wiederholung ich im Hintergrund laufen lasse, während ich am Rechner arbeite.

Meinungsumfragen belästigen uns allenthalben, doch hat je eine Meinungsumfrage etwas geändert? Unsere Meinung interessiert nicht wirklich, die Anrufer wollen uns nur Dinge verkaufen, dabei sind sie selbst nur Sklaven auf der Galeere, müssen rudern, rudern, rudern, sonst trifft sie die Peitsche. Einst sichere Arbeitsplätze sind längst prekär geworden, die Sorge um die eigene Existenz treibt die Menschen um. Es wird von Jahr zu Jahr schlechter, alles immer unsicherer, dabei wählen die Menschen seit Jahrzehnten Politiker, die alle versprochen haben, daß es besser würde.

Kann das Versagen der Demokraten, das Versagen der Demokratie noch einleuchtender dargestellt werden? Nie ging es den Völkern schlechter als heute, nachdem sie Jahrzehnte durch ihre eigenen Volksvertreter regiert worden sind. Die Nationalsozialisten konnten im offenen Cabrio durch die Menge fahren, das kostbare Leben der Volldemokraten muß auf Schritt und Tritt beschützt werden, bis hin zum transportablen Aquarium, in das der US-Präsident gestellt worden ist.

Aufhören? Jetzt? Nein! Es gibt genügend Volksverräter, da muß ich nicht auch noch dazugehören!

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