Lebensmittel: wie Monsanto heimlich die EU unterwandert

monsanto maiserschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten – Danke an Armeeverkauf

Was die Europäer essen, dürfte in Zukunft entscheidend vom Saatgut-Konzern Monsanto bestimmt werden. In Brüssel hat sich Monsanto bereits tief in den EU-Strukturen festgesetzt. Das Unternehmen entsendet gemeinsam mit anderen Industrie-Vertretern hochrangige Mitarbeiter in die EU-Gremien, und erstellt die wissenschaftlichen Studien für neue Getreide-Sorten gleich selbst. Den Bürgern bleiben die Vorgänge verborgen – bis es womöglich zu spät ist.

Der Widerstand der Bürger Europas gegen die geplante Saatgut-Verordnung der EU ist massiv und hat die EU sichtlich überrascht. Umweltschützer und Vertreter kleinbäuerlicher Strukturen versuchen, zu verhindern, dass künftig jeder Einsatz von Sorten für Obst und Gemüse in Europa einer Regulierung durch Brüssel unterliegt (hier).

Die EU-Kommission wird kommende Woche eine entsprechende Verordnung präsentieren und versucht im Vorfeld, die Wogen zu glätten (hier).

Doch tatsächlich kann nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten keine Entwarnung gegeben werden. Vor allem Kleingärntner müssen fürchten, dass sie vollends dem wirtschaftlichen Diktat einiger weniger Großkonzerne unterworfen werden. Wenn es sich für den Handel wegen erheblicher administrativer Hürden und zusätzlichen Kosten mittelfristig unattraktiv wird, noch andere Sorte als jene von den großen Playern vertriebene zu verkaufen, dann ist die Artenvielfalt in der Ernährung in Europa weiter bedroht. Schon heute sind etwa 90 Prozent der Arten, die es im Saatgut noch vor hundert Jahren gab, ausgerottet.

Dann sind am Ende auch die Privatpersonen betroffen: Wenn die EU nun behauptet, dass Privatleute anbauen können, was sie wollen, ist das wohlfeil: Wenn man nur die von einem Oligopol verkauften Sorten erwerben kann, hat die Vielfalt zwangsläufig ein Ende.

Denn Vereinheitlichung entsteht nur teilweise durch Regeln. Sie vollzieht sich zu einem viel stärkeren Maß durch wirtschaftlichen Druck.

Der bereits seit längerem vorliegende inoffizielle Entwurf wird am 6.Mai ohne große Änderungen als endgültiger Gesetzesentwurf eingebracht werden, erfuhren die DWN aus der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft. Sowohl im Bundeslandwirtschafts-Ministerium als auch in Österreich will man den Entwurf abwarten, bevor man über inhaltliche Änderungen sprechen könne.

Umweltschützer raten jedoch, dass der neue Entwurf im Kontext der Entwicklung am Lebensmittel-Markt gesehen werden müsse.

Der Text auf einem Blatt Papier ist das eine.

Es kommt auf die politische Umsetzung an. Und es kommt darauf an, wer eigentlich der Stärkere ist in diesem ungleichen Kampf.

Sind es die Bürger, die darüber entscheiden können, wie sie sich ernähren wollen?

Oder sind es die großen Konzerne, die die Bürger als Kunden sehen, denen man eine Ware verkaufen kann, mit maximalem Profit?

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Ein Gedanke zu „Lebensmittel: wie Monsanto heimlich die EU unterwandert

  1. gestriger Kommentar bei DWN – sehr erhellend:

    La Paloma sagt:

    Aus dem englischen google-uebersetzter kurzer Auszug:

    Die großen Landgut, bekannt als Pocantico oder Pocantico Hills , hat eine Fläche von 1.380 Hektar (3.410 Acres). An seiner Spitze, die 1.420 Hektar (3.510 Acres) estate kennzeichnete ein Bewohner beschäftigt Wachleute, Gärtner und Arbeiter, und hatte eine eigene Landwirtschaft, Vieh und Lebensmitteln. Es hat einen Neun-Loch, reversible Golfplatz, und auf einmal hatte fünfundsiebzig Häuser und siebzig privaten Straßen, die am meisten von Rockefeller Senior und seinem Sohn entwickelt. Eine langjährige Witz über das Anwesen witzelt: “Es ist, was Gott gebaut hätte, wenn er nur das Geld hatte.”

    ganzer Link
    http://en.wikipedia.org/wiki/Kykuit

    Jaja, eigene Landwirtschaft (garantiert biologisch vermute ich), Vieh und Lebensmittel!

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