EU-Kommission will alles nicht offiziell registrierte Saatgut und alle nichtregistrierten Pflanzen verbieten

Saatgut-Pflanzpaket-fuer-Familienerschienen bei Kopp – Danke an Armeeverkauf

von Mike Adams

Eine neue Saatgutverordnung der EU-Kommission sieht vor, den »Anbau, die Reproduktion oder den Handel mit Gemüsesaatgut zu verbieten, das nicht von einer noch zu schaffenden EU-Behörde, der EU-Behörde für Pflanzenvielfalt, untersucht, zugelassen und akzeptiert« wurde.

Die Verordnung trägt den Titel »Gesetz zu pflanzlichem Reproduktionsmaterial«. Demnach sollen die Regierungen die Kontrolle über praktisch alle Pflanzen und das gesamte Saatgut übernehmen. Heimgärtner, die ihre eigenen Pflanzen mit nichtzugelassenem Saatgut ziehen, werden nach diesem Gesetz zu Verbrechern gestempelt. Den Entwurfstext, der inzwischen schon aufgrund der scharfen Kritik durch die Gärtnerzunft überarbeitet wurde, finden Sie in englischer Sprache hier.

»Diese Verordnung wird die professionelle Entwicklung verschiedener Gemüsesorten durch Heimgärtner, Biobauern und kleinere kommerzielle Anbaubetriebe umgehend zum Erliegen bringen«, erklärte Ben Gabel, Gemüsezüchter und Leiter des The Real Seed Catalogue. »Heimgärtner haben ganz andere Bedürfnisse. So pflanzen sie etwa mit der Hand und nicht maschinell, und sie können oder wollen diese hochwirksamen chemischen Sprühmittel nicht einsetzen. Da die für Heimgärtner geeigneten Arten nicht den strengen Kriterien der Behörde für Pflanzenvielfalt, der es im Wesentlichen um die Zulassung des Saatguts der landwirtschaftlichen Großbetriebe geht, genügen, wäre es kaum mehr möglich, diese Arten zu registrieren.«

Praktisch alle Pflanzen, alles Gemüsesaatgut und alle Anbaubetriebe sowie Heimgärtner sollen erfasst werden.

Das Internetportal RealSeeds.co.uk warnt davor, überhaupt zu versuchen, die Verordnung durch das Lesen zu verstehen:

»Beim Lesen ungefähr der ersten fünf Seiten, die eine Art ›kurze Zusammenfassung‹ darstellen sollen, wird man nicht verstehen, worum es bei dieser Verordnung eigentlich geht. Diese Zusammenfassung entspricht nicht dem, was einmal als Verordnung verabschiedet werden soll. Gesetzeskraft erlangen nur die tatsächlich verabschiedeten Artikel, diese Zusammenfassung hat keine rechtlich bindende Wirkung und ist nur als Hilfe für die Öffentlichkeit und die Abgeordneten gedacht. Sie soll Hintergrundinformationen liefern und den Verordnungsentwurf in einen geeigneten Zusammenhang stellen, so dass die Leute wissen, was passiert und warum.

Mit dieser Verordnung war schon immer das Problem verbunden, dass die Zusammenfassung so viele nette und kuschelige Worte über den Schutz der Artenvielfalt, eine Vereinfachung der Gesetzgebung und allgemeiner Verfahren usw. verliert, die wir nur zu gerne erleben würden – aber die einzelnen Artikel der Verordnung bedeuten das genaue Gegenteil. Und die Zusammenfassung entspricht eben nicht dem, was später Gesetz werden soll.

Nehmen wir beispielsweise die Zusammenfassung der Entwürfe 1, 2 und 3, in der davon gesprochen wird, die Verfahren für die Arten von ›Amateuren‹ zu erleichtern. Aber die gesamte Kategorie der Heimgärtner-Gemüsesorten, über deren Registrierung wir fünf Jahre lang mit dem britischen Ministerium für Umwelt, Lebensmittel und Angelegenheiten des ländlichen Raums (DEPRA, Department for Environment, Food & Rural Affairs) verhandelt hatten, wurde in den Artikeln gleich zu Anfang verworfen. Aber die Zusammenfassung und entsprechende, darauf fußende Pressemitteilungen erklären immer noch, wie diese Kategorie dazu beitragen wird, die Artenvielfalt zu bewahren! Die Zusammenfassung ist ein völliger Schwindel. Hüten Sie sich davor, sich auf ihrer Grundlage eine Meinung zu dieser Verordnung zu bilden.

Seien Sie also gewarnt. Sie müssen die Verordnung unbedingt selbst lesen und die Zusammenfassung ignorieren, da sie nicht dem zur Abstimmung stehenden Verordnungstext entspricht und nicht die Absichten der Verordnung widerspiegelt.«

Hier geht es um die vollständige Kontrolle der Nahrungsmittelversorgung und die Kriminalisierung von Anbauern und privaten Gärtnern. Und dieses Ziel streben alle einflussreichen Regierungen an, nachdem sie sich genug die dazu erforderliche Macht gesichert haben. Ihrem Wesen nach streben alle Regierungen danach, die völlige Kontrolle über das Leben aller Menschen zu erreichen. Und wenn man der Regierung keine klaren Grenzen setzt (wie etwa durch die in der Verfassung verankerten Menschen- und Bürgerrechte), wird sie sich vielleicht rücksichtslos über alle Freiheitsrechte hinwegsetzen, einschließlich des Rechts, seine eigenen Nahrungsmittel anzubauen.

Weiteres Material zu diesem Thema: Open-Seeds.org, RealSeeds.co.uk

Quelle: Natural News, Kopp (Übersetzung)

3 Gedanken zu „EU-Kommission will alles nicht offiziell registrierte Saatgut und alle nichtregistrierten Pflanzen verbieten

  1. ZUR ERINNERUNG !!
    http://www.das-wilde-gartenblog.de/2012/02/09/obst-und-gemuese-im-eigenen-garten-demnaechst-genehmigungspflichtig/

    Claudia am 9. February 2012
    Obst und Gemüse im eigenen Garten demnächst genehmigungspflichtig?

    Neuseeland ist zwar weit weg, aber in einer globalisierten Welt kann das, was dort passiert, morgen schon Gesetzesvorlage in der EU sein. Deshalb ist höchste Wachsamkeit (und auch gern voraus eilender Protest) angesagt …

  2. EU-Behörde für Pflanzenvielfalt.
    Was für ein Paradoxon!

    Es wird Zeit den menschenverachtenden Parasiten in Brüssel zu zeigen, wer der Herr im Hause ist!!!

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