Irak: „schlimmer als die Zionisten“

irak dperschienen bei einartysken

Vorwort zur Autorin von Einar Schlereth: …. Sie ist eine Künstlerin und lebt irgendwo im Exil. Sie schreit ihr Leid über Iraks Schicksal mit Leidenschaft und ungeheurer Wut in die Welt hinaus, weshalb sie von vielen Seiten angegriffen wurde. Aber ich verstehe ihre Wut. Ich war immer wieder überrascht, wie ähnlich meine Gefühle waren (und immer noch sind). Was in Irak geschehen ist – und immer noch geschieht – ist ein solch gigantisches Verbrechen, wie es weder von Hunnen oder Mongolen begangen wurde. Ein Land, das wahrlich in die Steinzeit zurück gebombt wurde. Wo alles mit penibler Sorgfalt zerstört wurde – Millionen Kinder, Frauen, Männer, Alte und Junge, das Land radioaktiv verseucht, was tausende und aber tausende Missgeburten hervorruft und zahllose Krebskranke, die Infrastruktur von der Kanalisation bis zur Trinkwasserreinigung, von den Bildungsanstalten bis zu den Krankenhäusern, von der Stromversorgung bis zur Industrie und bis hin zur systematischen Ermordung von Wissenschaftlern, Professoren, Künstlern, Sängern, Malern, Schriftstellern durch zionistische und amerikanische Todesschwadronen. Von der bewussten Zerstörung von Bibliotheken, Museen, Kulturdenkmälern und dem Diebstahl ungezählter alter Kunstwerke ganz zu schweigen. Jeder, der sich dies alles mal plastisch vor Augen führt, wird diese Frau verstehen können. Hoffe ich.

.

von Layla Anwar
16. Februar 2013

Rasende Proteste in ganz Irak … tausende und aber tausend Menschen verlangen das Folgende:

  • Ende der sektiererischen Shia-Herrschaft
  • eine neue Fassung der irakischen Verfassung (die von den Amerikanern und Iranern geschrieben wurde)
  • Ende der willkürlichen Tötungen und Verhaftungen, Vergewaltigungen und Folter aller Verhafteten auf Sekten-Basis sowie ihre Freilassung
  • Ende der diskriminierenden Politik bei Anstellungen, Erziehung etc., die sektenabhängig ist
  • Zuteilung der Regierungsdienste an alle
  • Ende der Korruption
  • keine Trennung zwischen Shiiten und Sunniten, ein Islam für alle irakischen Muslim und ein Irak für alle Iraker

Die Proteste in Anbar, Fallujah, Sammara, Baquba, Tikrit, Kirkuk, Mosul … und in verschiedenen Teilen von Baghdad betonen immer wieder:

  1. ihre spontane Natur einer „Volksrevolution gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit“,
  2. ihre friedliche Natur, d. h. unbewaffnet
  3. ein Willkommen für alle, sich den Protesten anzuschließen unabhängig vom Glauben oder Rasse als EIN irakisches Volk und
  4. einen Marsch nach Baghdad.

Sammara, Anbar, Mosul, Baquba, Tikrit, Kirkuk, Fallujah usw. sind belagert. Dies ist eine Politik der sektiererischen Shia-Regierung, um sicherzustellen, dass die Proteste nicht Baghdad erreichen.

Und innerhalb der allgemeinen Abschirmung der Provinzen und der Hauptstadt gibt es die Belagerung der Sunni-Viertel (Aadhamiya, Ameriya, Saydiyya) in Baghdad, um einen allgemeinen Marsch auf Baghdad zu verhindern.

Das am schlimmsten betroffene Viertel durch exzessive Sicherheitsmaßnahmen, Checkpoints, Stacheldrahtverhaue, Zementblöcke, Durchsuchungen, Verhaftungen ist Aadhamiya, das bereits seit über einer Woche eingekesselt ist.

WEITERLESEN bei einartysken

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.