Schlagwort-Archive: Zintan-Brigaden

DEBKA bestätigt Flucht von Saif al-Islam

 

von John Schacher

 

Nun kommt nach einer Grabesstille wieder Bewegung in die Sache: die israelische Nachrichtenfirma DEBKA meldet in ihrem Review zum 8.6.2012:

 

 

„Qaddafi’s son Saif al-Islam escapes Libya
He got away from the Zintane militia holding him to Niger or Cyprus the day before Qaddafi officials go on trial in Tripoli!“
 

„Quadhafi´s Sohn Saif al-Islam flüchtet aus Libyen:

Er entkam aus der Haft der Zintan-Brigaden nach Niger oder Zypern, einen Tag vor dem Prozeßbeginn gegen Quadhafi-Beamte in Tripolis!“

Weitere Einzelheiten gibt es zum jetzigen Zeitpunkt verständlicherweise nicht und es sind eigentlich auch in nächster Zeit aus dem Grünen Lager keine zu erwarten. Im Fall seiner erfolgreichen Flucht wäre Saif al-Islam doch nur wieder einer der meistgesuchten Männer auf diesem Planeten. Doch mit ihm als Führungsfigur könnten dem Grünen Widerstand Flügel wachsen.

Die Hauptfrage ist aber, wann der NTC und die NATO der Weltöffentlichkeit ihre Niederlage eingestehen werden. Verkniffenere Gesichter wird man selten gesehen haben… Saif sie ein!

Quelle: DEBKA Review vom 8.6.2012

Libyen: Rabatz am Flughafen Tripolis

von John Schacher

Die Ereignisse um das zwischenzeitlich als erledigt gemeldeten Eindringens bewaffneter Kräfte auf das Gelände des internationalen Flughafens in Tripolis werden bei My-Metropolis ausführlich behandelt. Der Kern der Angelegenheit ist die Forderung nach Freilassung von Abu Ajila Habachi (oder Abu Elija), dem Anführer der aufgetretenen Rebellen-Fraktion, welcher vor kurzem am Flughafen verhaftet wurde und verschwunden ist.

Die im Mainstream gemeldeten „Quadhafi-treuen Kräfte“ waren es jedenfalls nicht, die hätte man sicher nicht einfach wieder laufen lassen. Es ist zwar richtig, dass Tarhouna eine der früheren Regime-Hochburgen (Warfalla) war, aber eben eine frühere… die aufgegeben und nicht sehr hartnäckig verteidigt wurde. Seit Kriegsende ist Tarhouna in Händen der Rebellen-Milizen, deren Chef der verschwundene Abu Ajila Habachi ist, dessen „Rückgabe innert 3 Tagen“ seinen Männern von den nach letzten Meldungen die Situation nun kontrollierenden Zintan- und Tripolis-Brigaden zugesagt wurde.

Der Flughafen soll innerhalb von 24 Stunden seine normale Tätigkeit wieder aufnehmen.


 

Libyen: der Bürgerkrieg am 31.3.2012

von John Schacher

Der Kommandeur des Stammes Suleiman Maihoub Abu Bakr ist von Toubou-Kämpfern getötet worden. Dies wurde vom Journalisten Ahmed Abdullah, einem Korrenspondenten in Sabha, bestätigt.

Eine Abordnung von Scheichs aus Zintan, den Nafusa-Bergen und Azwaip kam heute morgen in Ubari an, um über die Zusammenstösse in Ubari zu beraten. Auch über das Schicksal von 100 gefangenen Zintan-Kämpfern soll verhandelt werden.

Zur weltweiten Beachtung: In Sabha ansässige Zeugen berichten, dass NTC-Kämpfer in das Hospital von Sabha eingedrungen sind und alle Verwundeten vom Toubou-Stamm töten, unabhängig davon, ob es sich um Zivilisten oder Patrioten vom grünen Widerstand handelt.

Aktuell wird gemeldet, dass Kampfjets des NATO-NTC die Städte Sabha und Tijar bombardiert haben. Es resultieren Dutzende tote und verwundete Zivilisten. Dies Stammesältesten der Toubou sagen, dass es hiernach keine Möglichkeit für den Frieden mehr gibt. Die Ältesten beschuldigen den NTC, mittels ausländischer Söldner geplant ethnische Säuberungen und Massen-Vergewaltigungen durchzuführen.

Eine internationale Untersuchung wäre dringend erforderlich. Der libysche Verteidigungsminister Al Juvali hat seinen Rücktritt eingereicht.

In Sabha wurde eine Gruppe von aus Benghazi kommenden Söldnern Ziel von Grünen Scharfschützen. Mehrere dieser NTC-Terroristen wurden dabei getötet oder verwundet. In den letzten 3 Tagen werden 230 Tote und etwa 428 Verwundete innerhalb der Reihen der NTC-Rebellen gemeldet. D


Die Toubou-Kämpfer haben die während des Waffenstillstandes geräumten Gebiete wieder eingenommen. Die NTC-„Rebellen“ haben sich in die Region um Touyouri zurückgezogen, diese Stadt in der Zone El Karama wurde brutal bombardiert.

Eine schwangere Frau wurde von den NTC-Rebellen ermordet, weil sie ihnen keine Auskunft über die Stellungen der Toubou-Kämpfer geben wollte.

Nach den Vorkommnissen in Sabha fliehen viele „Rebellen“ über die Grenze zu Tunesien in Ras Jadir.

Ein Frau namens „Fátima“ rief bei „Libia Kanat“, dem TV-Kanal des NTC an, um zu melden, dass „Rebellen“ in Gebiet Sakra Sabha in private Häuser eindringen und plündern, besonders wenn sie Frauen darin vermuten. Die Anruferin gab an, selbst ausgeraubt worden zu sein, worauf es der Fernsehjournalist  mit der Angst zu tun bekam und ohne weitere Erklärung einfach auflegte.

Die “Rebellen” haben im Süden das Kraftwerk gesprengt, welches Sabha elektrische Energie liefert. Dadurch sind neben Sabha auch die Regionen Murzuq, Uecia und Traghen ohne Strom.

Die Städte Umm, Elaraneb und Katroun sind unter der Kontrolle der Toubou-Kämpfer.

Ein Verstärkungs-Konvoi aus Misrata in Richtung Sabha wurde in einen Hinterhalt gelockt, was zur Tötung und Verwundung von zahlreichen – auch hochrangigen – „Rebellen“ führte.

Die Stadt Hijara bei Sabha ist durch ein rücksichtsloses NATO-NTC-Bombardement zerstört worden, doch hat sich die Stadt in eine Falle für die „Rebellen“ verwandelt.

Das Stadtgebiet von Tobruk steht unter Kontrolle des Grünen Widerstandes und der Libyschen Befreiungsarmee.

Neun schwer bewaffnete Pickups mit Söldnern haben die Stadt Ajdabia in Richtung Sabha verlassen.

Kriminelle “Rebellen” aus Ragdaline Jamile und Zawiya sowie Zouara kämpfen in El Assa nahe der tunesischen Grenze miteinander. Über Verluste ist bisher noch nichts bekannt.

Der Kampf geht weiter, während der NTC sich bemüht, Verstärkungen aus allen Städten heranzuziehen und schnell zusätzliche ausländische Söldner anzuwerben. Doch der NTC hat das Problem, dass sich die Kämpfe auf das ganze Land erstrecken, auch bis nach Tripolis.

Toubou-Kämpfer nahmen Nahe Sabha zwei Ratten lebend fest: Omar al-Said und Ibn Mustafa Al-Amin vom Battallion „El Dardir”.


Video aus Sabha (Hijara-Disrikt) über die Zerstörungen durch die NATO-NTC Luftangriffe:


Hier protestieren Studentinnen vor dem NTC-Hauptquartier in Sirte und rufen „Allah, Muammar, wa Libya bas“:


Quelle: LibyaSOS, libiasos.blogspot.de

PS: Und hier noch als „Schmankerl“ ein Mitschnitt eines „Rebellen-Besuches“ durch eine Beobachtungskamera. Wahrscheinlich handelt es sich um die unlängst gemeldete Szene, in der ein über Hotelrechnungen verärgerter Rebellen-Kommandant in der Hotellobby herumgeschossen hat: