Schlagwort-Archive: WK II

es ging nur um eine hauchdünne Frist von Wochen oder Tagen…

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Danke an Armeeverkauf

Nach jahrelangem Streit und Zögern unternahmen die Engländer und Amerikaner in größter Eile im Jahre 1944 ihre Landung auf dem Kontinent. Selbst ein Fehlschlagsrisiko von 50 Prozent wurde dabei in Kauf genommen.

Tatsächlich hatten die nüchtern rechnenden Westalliierten für dieses gefährliche Wagnis gewichtige Gründe, über die fast siebzig Jahre nach Kriegsende immer noch gern der Mantel des Schweigens gehängt werden soll.

Das Dritte Reich entwickelte Atomwaffen und die dazu notwendigen Trägersysteme in Form von mehrstufigen Raketen. Dokumente, die teilweise 60 Jahre der Geheimhaltung unterlagen und im Jahre 2005 freigegeben wurden, zeigen auf, dass es die Geheimwaffen der zweiten Generation tatsächlich gab.

Die Angst der Amerikaner vor einem nuklearen Beschuss New Yorks und anderer Ostküstenstädte war real!
Der amerikanische Major Alexander de Seversky, Ingenieur, Göring-Vernehmer und 1947 von US-Präsident Harry Truman für seine Verdienste ausgezeichneter Luftfahrtexperte, äußerte nach dem Krieg sogar, dass es nur den angloamerikanischen Flächenbombardements zu verdanken sei, dass die deutsche Atombombe nicht vor den amerikanischen eingesetzt werden konnte! (Quelle: “Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe“, Edgar Mayer, Thomas Mehner)

Der Invasionsentscheid wurde den Alliierten leichter gemacht, da sie einen kriegsentscheidenden Trumpf in ihrer Tasche wußten:

Als am 6. Juni 1944 die alliierte Invasion Frankreichs (›Operation Overlord‹) begann, waren die deutschen Verteidiger, die von der Vorbereitung der Invasion wußten und sie längst erwartet hatten, plötzlich wie blind und taub. Ein Großteil von ihnen wurde, wie es die Engländer ausdrückten, ›in den Unterhosen überrascht‹.

Selbst als sich die Meldungen über die Landung immer mehr konkretisierten, zögerte die deutsche Führung weiter, an eine Invasion zu dieser Stunde und in diesem Küstenabschnitt zu glauben. Die nach lange vorbereiteten Alarmplänen zum Eingreifen bereitgestellten deutschen Reserven kamen völlig verspätet und chaotisch einzeln nacheinander zum Einsatz, und Wochen waren notwendig, um ein zentrales Kommando für die Aktionen der Wehrmacht, SS, Luftwaffe und Marine an der Westfront in Frankreich herzustellen. Die präzise deutsche Militärmaschine, die den Alliierten noch in Italien im Frühjahr 1944 erfolgreich Abwehrschlachten bei weit ungünstigerem Kräfteverhältnis geliefert hatte, kam völlig aus dem Takt und versagte. Vor allem auf der Kommandoebene reihten sich Fehler an Fehler.

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Massaker von Katyn: Medwedew bestätigt unmittelbare Schuld der Sowjetführung

Bild RIA NOVOSTI

Smolensk, 11.4.2011

Für die Ereignisse in Katyn, wo im Zweiten Weltkrieg tausende polnische Offiziere erschossen worden waren, ist laut Russlands Präsident Dmitri Medwedew die damalige sowjetische Staatsführung verantwortlich gewesen.

Andere Darstellungen widersprächen den historischen Tatsachen und der Moral, sagte Medwedew am Montag in Smolensk nach Gesprächen mit seinem polnischen Amtskollegen Bronislaw Komorowski.

Medwedew versprach, sämtliche Ermittlungsunterlagen zu dem Massaker von Katyn an Polen zu übergeben. Polens Präsident Komorowski sagte seinerseits, auch Polen wolle das Katyn-Kapitel schließen. „Doch bevor man das Kapitel schließt, muss man es zu Ende lesen.“

Medwedew und Smolensk gedenken in Smolensk der Flugzeugkatastrophe vom 10. April 2010, bei der der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski und weitere 95 Menschen umgekommen sind. Kaczynski, seine Frau sowie weitere ranghohe polnische Politiker und Militärs waren zu Trauerveranstaltungen nach Katyn unterwegs, als ihr Flugzeug auf dem Flughafen Smolensk die Landebahn verfehlte und am Boden zerschellte.

Während des Zweiten Weltkrieges waren im Wald bei Katyn tausende polnische Offiziere vom damaligen sowjetischen Geheimdienst NKWD erschossen worden. Das Massaker war jahrzehntelang ein Stolperstein in den russisch-polnischen Beziehungen. Moskau hatte nach der Perestroika zugegeben, dass die Polen bei Katyn nicht wie früher behauptet von den Nazis, sondern vom sowjetischen Geheimdienst umgebracht worden waren.

Die Ermittlungen zu Katyn waren lange Zeit geheim. Seit dem vergangenen Jahr übergab die russische Generalstaatsanwaltschaft die Kopien von 148 Bänden Untersuchungsmaterial an die polnische Seite.

Im April 2010 machte bereits Russlands Regierungschef Wladimir Putin den sowjetischen Diktator Josef Stalin persönlich für die Tragödie verantwortlich. Die Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments) stufte in einer speziellen Erklärung den Massenmord von Katyn als eine Tragödie für beide Länder und Willkür des totalitären Regimes in der damaligen Sowjetunion ein.

Quelle: RIA NOVOSTI