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alle Vögel sind schon da

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Wenn der Leser ganz besonderes Glück hat, oder wenn er an den Grenzen unseres Vaterlandes wohnt, begegnet er vielleicht zufällig einer jener seltenen Arten, nach denen selbst der Ornithologe von Fach oft jahrzehntelang vergeblich Umschau hält, solange er nicht die beschränkten Gebiete ihres Vorkommens aufsucht.

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

Bildverzeichnis aller Vögel unten.

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Fantastische Vogelstimmen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Ein Ausspruch Kants über den ästhetischen Wert der Singvögel.

Die „Natur, die keinem Zwange künstlicher Regeln unterworfen ist,“ kann dem „Geschmacke für beständig Nahrung geben“. — „Selbst der Gesang der Vögel, den wir unter keine musikalische Regel bringen können, scheint mehr Freiheit und darum mehr für den Geschmack zu enthalten als selbst ein menschlicher Gesang, der nach allen Regeln der Tonkunst geführt wird; weil man des letztem, wenn er oft und lange Zeit wiederholt wird, weit eher überdrüssig wird. Allein hier vertauschen wir vermutlich unsere Teilnehmung an der Lustigkeit eines kleinen beliebten Tierchens mit der Schönheit seines Gesanges, der, wenn er vom Menschen (wie es mit dem Schlagen der Nachtigall bisweilen geschieht) ganz genau nachgeahmt wird, unserem Ohre ganz geschmacklos zu sein dünkt“

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Seltenere Arten und Ausnahme-Erscheinungen der deutschen Singvogelwelt

Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg
Wenn der Leser ganz besonderes Glück hat, oder wenn er an den Grenzen unseres Vaterlandes wohnt, begegnet er vielleicht zufällig einer jener seltenen Arten, nach denen selbst der Ornithologe von Fach oft jahrzehntelang vergeblich Umschau hält, solange er nicht die beschränkten Gebiete ihres Vorkommens aufsucht.

Wie schon eingangs bemerkt, habe ich diese Arten hier weggelassen, um den Überblick nicht zu erschweren, will sie aber der Vollständigkeit wegen kurz anführen, um im Falle ihres Vorkommens ihre Bestimmung zu erleichtern.

Die Alpenbraunelle oder der Flühvogel, Prunella collaris (Scop.), Abb. 1, ist größer als die Heckenbraunelle. Sie brütet auf dem Riesengebirge, den Alpen und in verwandten Formen weit nach Asien hinein. Der den Kreuzschnäbeln ähnliche, aber größere Hakengimpel, Pini-cola enudeator (L), Abb. 2, erscheint als nordischer Wintergast in Ostpreußen, während ebendaselbst der etwa sperlinggroße Karmingimpel, Carpodacus erythrinus (Pall.), Abb. 3, als Sommervogel auftritt.

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