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Libyen: Positives aus Bani Walid

von John Schacher

Die News aus Bani Walid sind mittlerweile zur Achterbahnfahrt der Gefühle geworden. Nichts ist mehr schlüssig – selbst mit dem über die Monate gewachsenen Gefühl für die Lage ist nichts mehr anzufangen. Man sollte fast gar nichts mehr berichten, bis der Nebel sich aufgelöst hat.

Während Morris derzeit jüngstes Video Massen an Heimkehrwilligen in die Wüstenstadt zeigt, die an der Weiterreise gehindert werden, erscheint bei Libia-S.O.S. eben ein Film, das eine Rundfahrt durch ein menschenleeres Bani Walid zeigt und im Begleittext über einen großen Etappensieg informiert. Nachfolgend eine wörtliche Übersetzung ohne Gewähr für die Richtigkeit:

Letzte Meldung: Laut der letzten Bestandsaufnahme liegt die Anzahl der Toten bei der Agression gegen Bani Walid auf Seiten von Misrata bei 2754 eliminierten Ratten. Bani Walid befindet sich zur Stunde unter vollständiger Kontrolle des Grünen Widerstands. Bani Walid ist sicher, die Menschen können zurückkehren und den Zustand ihres Eigentums in der Stadt überprüfen. Bani Walid ist jetzt dank der Tapferkeit der libyschen Stämme und der Grünen Revolution wieder Bani Walid!


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Die bewaffneten Banden versuchten von Anfang an Führer des Warfalla-Stammes in allen Städten Libyens zu entführen und zu ermorden. Sie wußten um ihren Einfluß auf den mit nahezu 2 Millionen mächtigsten Stamm und dessen Fähigkeit, den Verlauf der Dinge zu verändern. Die Strategie der Besatzungsregierung und ihrer kapitalistischen Desinformations-Medien war idiotisch:

Sie verlegten Hunderte von Gefangenen nur aus den Kerkern von Misrata in die Wüste ausserhalb von Bani Walid. Es handelte sich dabei um Quaddafi-loyale ehemalige Armeeangehörige und Funktionäre der Jamahiriya, denen grüne Flaggen, Fotos von Quadhafi und entladene Gewehre verpasst wurden, um die Öffentlichkeit glauben zu machen, es seien Angehörige der 32. Brigade (Khamis-Brigade) oder anderen Institutionen der Jamhiriya. In Wahrheit hatte man sie aber aus den Kerkern geholt und in Uniformen der libyschen Armee gesteckt.

Diese getürkten „Gefangenen“ wurden dann mit Mobiltelefonen gefilmt, um den der Agression wohlmeinenden Kommunikationsmedien zugespielt zu werden. Damit sollte die öffentliche Meinung manipuliert werden, um ein Ende der Hilfe für Bani Walid zu erreichen.

Das Besatzungsregime verkündete daraufhin seinen falschen Sieg und das Ende der Feinseligkeiten, doch in Wahrheit ging der wahllose Beschuss von Bani Walid unvermindert weiter.

Die bewaffneten Banden bombardieren das Stadtzentrum und es besteht auch die Gefahr, dass das Krankenhaus zerstört wird. Die libysche Regierung möchte den Warfalla-Stamm demütigen, möglichst sogar auslöschen, um möglichst schnell im Süden gegen den Tubu-Stamm und jene Städte freie Hand zu bekommen, die sich bereits von den bewaffneten Banden befreit haben. Frankreich plant derzeit einen Krieg gegen die afrikanischen Länder Mali und andere – wie auch einen totalen Krieg gegen die Tubu. Dafür soll das Besatzungs-Regime den Tubu in den Rücken fallen. Die Stämme sollten sich gegen den gemeinsamen Feind vereinigen, um nicht einer nach dem anderen ausgerottet zu werden.

Quelle: libia-sos

 

 

Libyen: Bani Walid-News am 24.10.2012

von jungen Warfallas erbeutete Trucks

von John Schacher

Aus Bani Walid werden heute bemerkenswerte Erfolge der Verteidiger gemeldet. Einer Abteilung von jungen Warfalla-Kämpfern ist es offenbar gelungen, ein großes Kontingent von 71 Pick-up-Trucks mit montierten Maschinengewehren von den Misrata-Banden zu erbeuten, ohne sie zu zerstören.

Auch wird die Vernichtung einer großen Gruppe von Söldnern berichtet, die man beim Eindringen in die Wüstenstadt gekonnt in eine tödliche Falle gelotst hatte. Die Körper der mehrere Hundert zählenden Toten bedecken die Strassen, der klägliche Rest der Angreifer sei geflohen, so die Meldung.

Mittlerweile haben sich die Belagerer darauf verlegt, von „sicherer Position“ aus mit Panzern wahllos in die Stadt hinein zu feuern. Etwa 15.000 Familien sollen bislang aus Bani Walid geflüchtet sein, um so dem blutigen Terror zu entgehen. Viele von ihnen seien im knapp 90 Kilometer entfernten Tarhouna untergekommen.


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Aus Tripolis wird gemeldet, dass die Notaufnahmen des mittlerweile überfüllten Haupt-Krankenhauses aus Sicherheitsgründen geschlossen werden musste, da die bewaffneten Horden einen normalen Dienst am Patienten extrem erschweren oder gänzlich unmöglich gemacht haben (genau wie beim letzten Mal). Rund 200 schwer- und schwerstverletzte Söldner – darunter auch viele Tote – wurden mit einem Flugzeug der UNO zur Behandlung ausgeflogen und landeten auf dem Flughafen Carthago in Tunis.

Ebenfalls ausgeflogen hat man kürzlich die Gefangenen Abdullah al-Senussi und Baghdadi Mamoudi, welche aus der Mitiga-Basis per Helikopter mit unbekanntem Ziel verlegt wurden

26 Zivilisten wurden bei einer Demonstration Pro-Jamahiriya ermordet und rund 200 verwundet. Doch nichts darüber erscheint in der Presse!

Im Ain Zara-Gefängnis (Tripolis) haben die Insassen aus Protest gegen die Vorkommnisse in Bani Walid einen Brand gelegt. Die Tripolis immer noch kontrollierenden Al-Qaeda-Söldner griffen daraufhin brutal durch und haben im Fall weiterer Vorkommnisse die Erschiessung aller Gefangenen angekündigt.

Die Strasse in die Region Janzour wurde gesperrt, um den Demonstranten ein Auftreten vor dem Sitz der UNO unmöglich zu machen und damit eine internationale Medienberichterstattung der Schlächterei in Bani Walid zu verhindern.

In Benghazi sind Söldner (wieder einmal) in das Steuer-Ministerium eingedrungen und haben gegen das Ausbleiben ihres Soldes für die „17. Februar-Revolution“ protestiert. Auch hier fanden Großdemonstrationen für die Beendigung der Massaker in Bani Walid statt. Die Demonstranten griffen dabei das Sendebüro des pro-amerikanischen Senders „Al Hurra“ an, um der Bevölkerung korrekte Informationen über die Vorkommnisse in Beni Walid zugänglich zu machen.

Sirte: 9 aus Bani Walid flüchtende Fahrzeuge der Misrata-Milizen wurden beim Überqueren des Großen Flusses in Richtung Sirte vom Widerstand aufgebracht.

Tobruk: auch hier laufen Hilfs-Demonstrationen für die Beendigung der Menschenschlächterei in Bani Walid:

 


 


NATO-Hubschrauber metzeln wahllos jedermann in Benghazi – ein Meer aus unschuldigem Blut

Mörder unter sich

von John Schacher

Leonores Libyen-Blog, dessen im ersten Moment oft unwahrscheinliche Meldungen sich aber in der Vergangenheit als letztlich richtig herausgestellt hatten, meldet die NATO im Blutrausch: nachdem ihre Felle nun endgültig den Bach heruntergegangen sind, reagieren die NATO-Kriegsverbrecher in blinder, ungezügelter Wut mit einem Hubschrauber-Massaker, der wohl letzten verbliebenen Waffe (wenn man Bombardierung und Lenkwaffen ausklammert).

Einwohner berichten direkt aus Benghazi über Telefon von wahllosen Massakern der NATO-Helicopter „Gunships“, die alles Bewegliche auf den Strassen niedermähen soll. Es wird dort von einem Meer aus Blut gesprochen.

Leonores Quellen melden weiter:

Libyens Staatschef Muammar al-Ghadafi hat sein großes Mitgefühl mit den Menschen des Stammes Warfala, die gestern in Benghazi getötet wurden, ausgedrückt.

Schon vom Beginn des Konflikts an haben die bewaffneten Rebellen die in Benghazi lebenden Mitglieder des libyschen Stammes der Warfala zur Teilnahme an der Rovlte gepresst, aber sie haben sich stets geweigert, da der Großteil des Stammes in Beniwal lebt und die Warfala Unterstützer der libyschen Regierung sind. Unter keinen Umständen brechen sie mit ihrem Stamm, lieber mit den Rebellen.
Die Rebellen rächten sich: wann immer es ein Problem gab, gingen sie in die Straßen, wo in Benghazi Warfala leben und eröffneten das Feuer auf die Gebäude. Sie haben einige Kinder getötet und Menschen, die sich auf ihren Balkonen aufhielten.
Gestern dann, nachdem Al-Qaida/bewaffnete Rebellen gezielt 120 Personen aus dem Stamm der Warfala enthauptet hatten, erhoben diese sich gegen die bewaffneten Rebellen und wurden unmittelbar von den Truppen des ermordeten Younes unterstützt, um die Verbrechen der Rebellen zu stoppen.

Derzeit gibt es ein Treffen in Al Brega, um den dortigen Hafen im TV zu zeigen, und wie es den Arbeitern und der dortigen Bevölkerung geht.

Momentan finden in folgenden Stadtteilen von Benghazi schwere Gefechte statt: Arrahba, Haleilaiti und Azalmani.

Heute Nachmittag gab es eine schwere Bombenexplosion in Benghazi: sie betraf die Fabrik Almasat, wo die Büros der Chefs der bewaffneten Rebellen gewesen waren.