Schlagwort-Archiv: Wahrheit

die wahrhaftige Deutsche Pfingstpredigt

lichtvon Hans mein Igel

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Natürlich! Der Geist wächst im Mikrometerbereich. Und wo er einmal wächst, sprengt er alle Ketten. Und es ist nichts und keine Kraft, die ihm widerstehen kann. Absolut nichts.

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Dementsprechend ist diese Kraft des Geistes natürlich auch am schwersten als Spielfeldkamerad anzuerkennen für die Geistlosen und für die geistig weniger Begabten. Denn er, der Geist, kommt aus dem Nichts zu spät, beansprucht dann alles – und hat auch noch die Frechheit und ein Recht darauf, alles zu bestimmen für jedermann.

Ja, das ist wohl ungeheuerlich meine Herren von hüben und von drüben.

Im Grunde also ist der Geist ein Skandal.

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das Wort zum Sonntag 3.5.15

von H.-P. Schröder

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fällt dieses Mal aus. Stattdessen gibt es „Die Olympiade der Schikanierung der Opfer“.

 

LE CHAMPIONNAT DE LA VICTIMISATION !

Monsieur Dieudonné faites votre jeu,  s` il vous plait:


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Hinweis: Mit englischen Untertiteln. Einfach anklicken, da wo der Stern ist: Einstellungen. Viel Spaß !

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im Auge des Sturms

Khamis al-Quadhafi - Viva Jamahiriya!
Khamis al-Quadhafi – Viva Jamahiriya!

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

In Israel weiß man seit mindestens 4 oder 5 Tagen nicht nur, dass es die syrische Armee gewesen ist, welche chemische Kampfstoffe eingesetzt hat, sondern kennt sogar den Ort, von dem aus die Raketen abgefeuert wurden (Westhang des Bergs Kassiun) und von wem (155. Brigade der 4. Syrischen Armeedivision). Dazu natürlich die Namen der Kommandeure der Einheiten, welche die chemischen Kampfstoffe an die Abschußpositionen lieferten sowie die Namen derer, die schließlich den Befehl ausführten.

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Noch dazu wird dann allerdings schon gemutmaßt, dass es wahrscheinlich nicht Baschar, sondern dessen böser Bruder Maher gewesen sei, der die Initiative in der Sache hatte. Diese Konfiguration erinnert ein wenig an Libyen, wo man das Bild eines unberechenbar brutalen Khamis Gaddafi zeichnete, über den “der Diktator” keine Kontrolle mehr hat. Mit anderen Worten, man wirft das Bild eines Kontrollverlust im syrischen Staat an die Wand.
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Auf der Suche danach, woher diese Information in den Äther gelangt sein mag, kommt man zu einer alten Bekannten: DEBKAfile.
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Die Debka ist nun natürlich eine durchtriebene Schickse. Manchmal liest man dort die Wahrheit, so, wie man sie sonst nirgends nachlesen kann. Manches andere Mal serviert sie Wahrheit gemischt mit reiner Phantasie, und desöfteren redet sie puren Bullshit. Alles das aber so professionell, dass man als europäischer Laie kaum eine Chance hat, dort das eine vom anderen zu unterscheiden.
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Aber. Wenn die auf Debka präsentierte Version davon, dass US-geführte Commandos am 17. August von Jordanien aus nach Syrien eingedrungen sind und sie vom heißblütigen Maher mit unlauteren Mitteln weggerunkst wurden, auch nur zu 1% wahr ist, dann werden die Gründe für die förmliche Hysterie, welche die westliche Welt ergriffen hat, recht klar.
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zum 1. Mai oder: es bleibt dabei, die Zeiten sind vorbei!

von H.-P. Schröder

Das Sozialplakat zum ersten Mai will, wie jedes Sozialplakat ein Ausdruck gelebter Kunst, weder zum Denken anregen, noch den Denker aufregen, es steht nicht im Solde von Flickschustern und Änderungsschneidern, es ist zufrieden mit allem was ist, es bringt nur hie und da eine nette Verzierung an, eine gefällige Aufbereitung, nett gemacht, nett gedacht, nett gelacht, es möchte unterhalten, belustigen, in schönen Farben glänzen. Alles ist gut und wird noch besser. Wir erwarten nichts, wir fordern nichts, wir sind dazu geschaffen, jede erforderliche Haltung anzunehmen. Wir kommen diesem Verlangen mit großer Freude nach. Eine Zensur findet nicht statt. Was wir mit diesem Plakat, wieder einmal, beweisen.

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Gesegnete Ruhe 

Zum Tag der Arbeit,
nimmt man sich heraus,
aus dem im Kreise laufen,
da putzt man sich
und legt die Fäuste in den Schrank,
die Hände legt man in den Schoß,
man macht nicht blau,
man ist nicht krank.
Der Graf putzt heute selbst sein Schloß.

Was gestern noch im Kaufrausch tobte
trägt heut` die Leere im Gesicht.
Der Wühltisch fühlt sich unbenutzt,
erkennt die Chance der Lehre nicht.

Man bleibt, gelassen,
trinkt Kaffee im Wintergarten
und lässt die Redner, träumend,
auf dem Marktplatz
Blasen schäumend,
auf heißen Tee
und Revoluzzer warten.

Steifgefroren fährt ein Kind,
vor rotgefärbter Festtribüne,
im Kreis auf einer Holzdraisine.
wo ein, zwei Fähnchen weh´n im Wind.

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Vorbei  ! Vorbei !!! V (2)