Schlagwort-Archive: Syrien Krieg 2012

Putin gibt Erdogan letzte Warnung

 

erschienen bei italian irib

BEIRUT – Die libanesische Tageszeitung Addyar behauptet, in den Besitz eines Dialogs zwischen Putin und Erdogan hinsichtlich Syriens gekommen zu sein:

 

Putin zu Erdogan: „Der Einsatz auch nur eines einzigen türkischen Soldaten in Syrien bedeutet Krieg mit Moskau!“

Erdogan: „Wir verwahren uns entschieden gegen diese Art von Bedrohung.“

Putin: „Ich brauche ihre Akzeptanz nicht und bin in der Lage, meine Warnung wahrzumachen. Wir sind bereit für den Krieg und ich scherze nicht.“

 

Stoppt den Krieg – Hände weg von Syrien

erschienen bei denkbonus

Aus aktuellem Anlass:

Freidenker-Brief Nr. 3/2012 vom 28. August 2012

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Das „Frankfurter Solidaritätskomitee für Syrien“ ruft zu einer Demonstration unter dem Motto „Stoppt den Krieg – Hände weg von Syrien“ am Samstag, dem 1. September 2012, dem diesjährigen Antikriegstag, in Frankfurt am Main auf.

Zweck der Demonstration ist es, ein Ende der völkerrechtswidrigen aggressiven Einmischung der USA und anderer NATO-Mitgliedsstaaten sowie arabischer Monarchien in Syrien zu fordern und der in westlichen Ländern weit verbreiteten falschen Auffassung entgegenzutreten, dass es sich bei dem Krieg in Syrien um einen Bürgerkrieg oder einen „Volksaufstand“ gegen Präsident Baschar al-Assad handele. Die Demonstranten wollen der Öffentlichkeit die Wahrheit zu Gehör bringen, dass durch die Einschleusung ausländischer Terrorbanden nach Syrien, die von antisyrischen Medien verharmlosend wie unzutreffend als Kämpfer der inneren Opposition bezeichnet werden, Staat und Gesellschaft destabilisiert und religiöse Zwietracht gesät werden soll, dass jedoch der größte Teil des syrischen Volkes zur Abwehr dieser Aggression und zur Verteidigung eines modernen, säkularen Staates auf der Seite der offiziellen Staats- und Sicherheitsorgane steht.

Breites Teilnehmerspektrum erwartet

Westerwelle unterstützt amtlich syrische Opposition

von John Schacher

entdeckt von armeeverkauf

Es fällt einem nicht mehr viel ein, wenn man solche Geständnisse im Mainstream liest. Wie korrupt ist diese BRD denn noch?

Handlungen wie das Gründen von Exilregierungen oder terroristisch fundierter Umsturzbewegungen fallen doch eindeutig unter kriegsähnliche Handlungen und sprechen jeder Diplomatie Hohn:

„In Berlin erarbeitet eine Gruppe syrischer Oppositioneller Zeitungsberichten zufolge seit Monaten Konzepte, wie es in Syrien nach einem Sturz Assads weitergehen könnte. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwoch) und die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichten, wird das Projekt mit dem Namen „Day After“ von der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Partnerschaft mit dem US-amerikanischen United States Institute of Peace (USIP) organisiert.

Auch die Außenministerien beider Länder unterstützten das bislang geheime Projekt. Unter den insgesamt 50 Oppositionellen seien Ex-Generäle, Wirtschafts- und Justizexperten sowie Vertreter aller Volksgruppen und Konfessionen, darunter Muslimbrüder wie säkulare Nationalisten, Männer wie Frauen.“ (Quelle: web.de)

Das die moslemische Welt so unbeschreiblich einfältig auf die Religions-Propaganda hereinfällt und sich quasi selbst den Stengel abnagt, ist eine Sache. Das der kriegsursächliche Westen dabei nicht mal eigene Heere braucht, die andere. Es kommt hoffentlich bald der Tag, an dem die Kräfte des Islam sich einen und der westlichen Agression geschlossen ein „NEIN!“ zuzurufen imstande sein werden. Nur dann ist die Sicherheit der Zivilbevölkerung grundsätzlich möglich. Die daraus entstehende große Macht wird dann zum Problem des Westens werden.
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Was jedoch dem Faß den Boden ausschlägt, ist das Verhalten des deutschen Außenministers, das seit seinem „Lapsus“ bzgl. Libyen jeder Beschreibung spottet. Dass wir deutsche Steuerzahler nun mittels unserer „Institute“ die syrischen Blutbäder finanzieren helfen, erschliesst der oben zitierte Artikel (letzter Abschnitt) und ist ein Skandal erster Güte!
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Syrien: aus der Sicht eines Augenzeugen

erschienen bei Stimme Russlands

Danke an Steffen

Wjatscheslaw Krasjko, Reisender und unabhängiger Journalist, der unlängst aus Syrien zurückgekehrt war, erzählte in einem Exklusivinterview für die „Stimme Russlands“ vom Leben des Landes, das die angespannte Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf sich lenkt. Drei Wochen lang konnte er die Ereignisse von innen her verfolgen —  bemüht zu begreifen, was sich in Syrien wirklich abspielt.

Nach Damaskus begab sich Wjatscheslaw Krasjko am 29. April. An jenem Tag gaben die Regierungstruppen und die Oppositionellen in Übereinstimmung mit dem Plan des Sondergesandten der UNO und der LAS, Kofi Annan, die Feuereinstellung bekannt. In Syrien reiste er über Libyen ein. In den drei Wochen hielt er sich im Süden dieses Landes, in der Stadt Dera, auf, in der die Unruhen im März 2011 ausbrachen, besuchte Bosra, das einstige Touristikzentrum, das heute von Aufständischen praktisch vollständig blockiert worden ist, Tartous, in dem sich der russischen Stützpunkt befindet und die größte syrische Hafenstadt Latakia. Wjatscheslaw Krasjko hatte vor, die wichtigste Sehenswürdigkeit Syriens, Palmira, sowie Homs zu besichtigen. Aber die dortigen Einwohner rieten ihm das nachdrücklich ab, weil es dort zu gefährlich sei:

„Als ich mich in Damaskus aufhielt, gab es dort mehrere Dutzend Personen aus Homs. Das waren Flüchtlinge. Unter ihnen waren Frauen, Kinder, Männer und Greise. Und alle, selbst die kräftigen Männer rieten mir nachdrücklich ab, mich nach Homs zu begeben, denn es sei zu gefährlich. Das heißt, die Menschen verlassen die Territorien, in denen es Aufständische gibt, weil es gefährlich ist, und fahren nach Damaskus, das von Regierungstruppen kontrolliert wird. Ich hatte Gelegenheit, auch kritische Einschätzungen, an die bestehende Macht adressiert, zu hören. Insbesondere wurde meine Aufmerksamkeit auf das große Problem der Korruption gelenkt. Es gibt Fälle von Einmischung der Vertreter der herrschenden Klasse in das Business. Doch nicht das ist die Ursache für die Ereignisse, die sich jetzt im Lande abspielen. Denn die Situation, die durch die Terroristen herbeigeführt wird, ist für die Menschen bedeutend gefährlicher. In dieser Situation ziehen die meisten Menschen die legitime Macht vor.“

Im Großen und Ganzen spiele sich in den größeren Städten Syriens, die von der bestehenden Macht kontrolliert werden, ein absolut normales Leben ab, fährt Wjatscheslaw Krasjko fort:

„Militärs sieht man in den Straßen keine. Selbst im benachbarten Libanon bekommt man Militärs viel häufiger zu sehen. Das Problem besteht gerade nicht in den Städten, sondern über deren Grenzen hinaus. Das heißt, dass alle Unruhen sich in den Vororten und in kleineren Ortschaften abspielen, in denen sich vorwiegend Sunniten befinden, der Konflikt entwickelt sich auf dem zwischenkonfessionellen Boden. Dort wo Sunniten sind, veranstalten fundamentale Islamisten Unruhen, eben dort besteht das Problem. Dort, wo die Macht ist, ist alles absolut ruhig, spielt sich das gleichmäßige Leben ab, gehen Menschen zur Arbeit, sitzen in Gaststätten, trinken Kaffe, entspannen sich die Jugendlichen.“

Einst ist Syrien eines der Touristikzentren im Nahen Osten gewesen. Die Geschichte der syrischen Zivilisation reicht in das vierte Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung zurück. Die dortigen Sehenswürdigkeiten wurden von Hunderttausenden Touristen besucht. Leider seien jetzt die schönsten Gegenden unzugänglich, sagt Wjatscheslaw Krasjko:

„Zum Beispiel das weltberühmte Palmira. Dorthin zu fahren, ist gefährlich, denn die Straße wird von den Rebellen kontrolliert. Das bekannte Denkmal, Krak de Chevaliers, eine von Kreuzrittern erbaute Festung in der Nähe des nunmehr unrühmlichen Homs, ist heute ein Terroristennest. Das heißt sie kontrollieren die Burg und schießen aus Scharfschützengewehren durch die Schießscharten auf vorbeifahrende Fahrzeuge.“

Wjatscheslaw Krasjko verweist darauf, dass er sich während seiner ganzen Reise in Sicherheit gefühlt habe. Die Haltung der Syrier den Bürgern Russlands gegenüber sei sehr positiv, wenn die Militärs an den Kontrollposten den russischen Pass sahen, grüßten sie freundlich und sagten „Welcome to Syria“. Aber es habe auch eine sehr unangenehme Episode gegeben, erzählt Wjatscheslaw Krasjko:

„Bei der Einfahrt nach Bosra wurde ich von bärtigen Männern in Zivilkleidern mit Maschinenpistolen angehalten. In diesem Augenblick empfand ich das Gefühl einer Gefahr, denn es war nicht klar, ob es die Regierungskräfte oder die Aufständischen waren. Aber sie ließen mich weiter fahren, und so erreichte ich Basra, das Amphitheater aus der Römerzeit, die wichtigste dortige Sehenswürdigkeit. Alles blieb ohne irgendwelche reale Bedrohung. Erst als ich im Amphitheater war, fiel zunächst ein Schuss, Menschen liefen davon, und ich wurde festgenommen.“

Diejenigen, die Wjatscheslaw Krasjko festgenommen hatten, erwiesen sich als Vertreter der regierungstreuen Geheimdienste. Sie erklärten dem russischen Reisenden, dass er von Aufständischen beinahe entführt worden sei. Wenn das geschehen wäre, so könnte der Ausgang auch dramatisch ausfallen: man könnte ihn als Geisel nehmen, aber man könnte ihn auch töten. Das beweise ein weiteres Mal mehr, dass in den Reihen der Oppositionellen regelrechte Banditen tätig seien. Überhaupt dienten die politischen Losungen gegen den bestehenden Präsidenten, Bashar al Assad, die von den Oppositionellen herausgegeben werden, den Worten von Wjatscheslaw Krasjko zufolge lediglich als Deckmantel:

„Ich bin mir dessen sicher, dass die Konfrontation einen religiösen Charakter aufzuweisen hat. Es geht um Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten, Sunniten und Alawiten oder Christen. Eben hier verläuft die Frontlinie, nicht aber in den politischen Aufrufen oder Verletzungen von Rechten und Freiheiten. Ich sage Ihnen sogar mehr: Einfache Menschen meinen, Bashar al Assads Problem sei, dass er nicht hart genug sei. Er sei außerstande, die Macht so zu halten, wie das sein Vater getan hat. Eben deshalb habe er zu viel Demokratie zugelassen, und die Situation sei jetzt ins Wanken geraten. Das Volk unterstützt ihn nicht einfach, sondern vertritt den Standpunkt, dass die einzig mögliche Macht im Nahen Osten nur die harte Macht sein könne, und dass der Weg zur Demokratie evolutionär sein müsse. Deshalb weist das Problem kein politisches Motiv auf, das ist kein Kampf um Freiheit und Demokratie. Das Problem besteht im Schüren des zwischenkonfessionellen Haders.“

Nach Zeugnissen der dortigen Einwohner sind die Aufständischen nicht dazu geneigt, sich auf Verhandlungen einzulassen. So haben Vertreter der so genannten Opposition an der Parlamentswahl, die Mitte Mai stattgefunden hat, nicht teilgenommen. Denn sie sind sich dessen sehr wohl bewusst, dass sie keine Unterstützung der Bevölkerung bekommen werden. Für sie gäbe es nur einen einzigen Weg, an die Macht zu gelangen, der Militärumsturz, stellt Wjatscheslaw Krasjko fest. Wie lange noch der Konflikt, den bereits die offiziellen Behörden als einen Krieg bezeichnen, fortdauern wird, weiß niemand. Aber die Syrier seien verängstigt und befürchten eine negative Entwicklung der Ereignisse.

Quelle: Stimme Russlands