Schlagwort-Archive: Syrien-Konflikt 2012

Wochenschau Nahost

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Es gibt ein interessantes russisches Projekt, das in wöchentlichem Rhythmus Nachrichten aus Nahost und Zentralasien in einer Art Zusammenfassung herausgibt. Diese Nachrichten werden auf eine gewisse zugängliche Art aufbereitet und liefern interessante Hintergründe und Analysen, und das auf allgemeinverständlichem Niveau. Das Projekt nennt sich „Umgestaltung der Welt“ (russ. „Mirowoj peredel“, englische Übersetzungen haben „Redivision of the world“) und meint damit die Prozesse, die dokumentiert werden.

Hier soll auf experimenteller Basis einmal das von Kollege Halfdralf erstellte deutsche Voice-Over der aktuellen, erst gestern erschienenen Folge gebracht werden, darunter der Text zum Nachlesen, der zu diesem Behufe auch mit einigen weiterführenden Links versehen wurde.


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Syrien: Regierung und die Armee erobern ihre Souveränität zurück und befreien Zivilisten im ganzen Land

erschienen bei einartysken

von Dr. Christof Lehmann

Nach monatelangen vergeblichen syrischen, russischen und chinesischen diplomatischen Initiativen, die massive finanzielle und militärische Unterstützung für anti-syrische, vom Westen unterstützte Terroristen-Organisationen, die euphemistisch als „Freie Syrische Armee“ oder als „Al Qaida Terroristen“ bezeichnet werden, zu stoppen, haben die syrische Regierung und die Armee ihre Verantwortung geschultert, die nationale Souveränität, die Sicherheit der Zivilisten und die Herrschaft des Rechts in den Gebieten wiederherzustellen, die von dem westfinanzierten Terror-Konsortium gehalten wurden.

Die westlichen Medien schreien Zeter und Mordio und berichten von einer massive Militäroperation. Tatsächlich ist die syrische Konteraufstands-Strategie nicht nur effektiv, sondern ist gleichzeitig eine Deeskalations-Strategie und humaner, als sie irgendeine internationale Rechtsorganisation empfehlen könnte.

Die Offensive scheint auf einer Deeskalations-Strategie zu beruhen, die Opfer vermeidet

Am Freitag begann die syrische Armee eine sorgfältig geplante Offensive. Entgegen westlichen Mainstream-Medien-Berichten tut die syrische Armee ihr Äußerstes, zivile Opfer zu vermeiden und die Infrastruktur und ziviles Eigentum zu schützen.
Die militärischen Operationen gegen Aufständische in städtischen Gebieten werden immer nach einer sorgfältig geplanten Strategie vollzogen, dem internationalen Recht entsprechend und noch wichtiger, mit größtmöglicher Rücksicht auf Zivilisten. Die Strategie scheint auf einem Deeskalations-Modell zu beruhen, dass den Aufständischen es ermöglicht, die Kampfzone zusammen mit der zivilen Bevölkerung zu verlassen, wenn sie ihre Waffen zurücklassen.
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Operationen in Damaskus und Umgebung
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Die Stadt Damaskus ist relativ ruhig, nachdem die Armee das al-Hajar al Haswad-Viertel von Aufständischen gesäubert hat. Auch hier wurde den Aufständischen angeboten, das Gebiet vor dem Angriff zusammen mit den Zivilisten zu verlassen. Aber eine große Anzahl Aufständische wurde getötet, weil sie sich weigerten, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Waffenlager wurden in al-Qtaifeh, Daraya und Yabous beschlagnahmt.

In al-Qtaifeh, einem ländlichen Gebiet bei Damaskus, beschlagnahmten die Behörden einen Volkswagen, der auf einem LKW transportiert wurde, weil er nach Harasta zur Reparatur gebracht werden sollte. Der VW war beladen mit Waffen, automatischen Gewehren, RPG-Werfern, einem DshK-MG, Scharfschützengewehren und einer großen Menge Munition und Kameras.

Eine offizielle syrische Quelle informierte einen SANA-Reporter, dass Armee-Ingenieurs-Einheiten 8 Sprengsätze mit je 20 kg Sprengstoff entschärft hätten. Diese waren nahe der al-Rahman Moschee in dem al-Hajar as-Aswad Viertel platziert worden.
Bei den Konteraufstands-Operationen in Damaskus wurden zwei Italiener befreit, die von Aufständischen gekidnappt und als Geiseln festgehalten wurden. Die Italiener waren laut einer Quelle der Elektroministeriums Experten, die für das Deir Ali Stromwerk arbeiteten.

Aleppo

Am Freitag stieß die syrische Armee mit bewaffneten Aufständischen zusammen, die aus dem Daet Azzeh-Gebiet auf das Land zogen, und fügte ihnen schwere Verluste zu. Die Operation wurde auf Grund von Informationen örtlicher Bewohner durchgeführt, die der Armee Hinweise über die Bewegungen der Aufständischen gaben. Die Armee zerstörte fünf Pickups mit montierten schweren Mgs und einer hatte auch Sprengsätze geladen.
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„Democracy Now“ und die „progressiven“ alternativen Medien: geschätzte Cheerleaders für Imperialismus und Krieg

erschienen bei einartysken

Kommentar: Finian Cunningham schreibt hier einen sehr guten Artikel zu Syrien, in dem er mit Recht den Medien vorwirft, unbewiesene Berichte als Tatsachen zu verbreiten. Und dann macht er sich genau dieses Verhaltens selbst schuldig, indem er Hosni Mubarak und Muammar Gaddafi in einen Topf wirft. Merkwürdig. Doch diesem Phänomen begegnet man auf Schritt und Tritt. Da hat einer einen Zipfel der Wahrheit gefunden und zerrt ihn mit einem Sack Unwahrheiten ans Licht. Er zeigt all die Lügen der Mainstream-Medien auf und glaubt andererseits die Lügen über Gaddafi. Man kann einfach nicht wachsam genug sein:

von Finian Cunningham

Die großen westlichen Mainstream-Medien haben eine „shock and awe“ (Schock & Staunen) Propagandaoffensive gegen die syrische Regierung von Präsident Bashar Al Assad seit beinahe 16 Monaten betrieben. Die Falschinformation ist unerbittlich, monolithisch, unbewiesen, einseitig und, offen gesagt, zunehmend absurder.

Wegen der Unterdrückung der sich häufenden Fakten, dass die westlichen Regierungen einen geheimen Aggressionskrieg in Syrien führen, ist die westliche Öffentlichkeit im Recht, wenn sie die üblichen westlichen Medien mit Skepsis und direkter Verachtung ansieht. Derlei Medien werden als „politisiert“ und „unzuverlässig“ angesehen, die der nackten imperialistischen Tagesordnung für Regimewechsel folgen. In einem Wort, es sind schadhafte Waren.

Und da tritt ein Teil der sogenannten alternativen Medien auf den Plan, indem sie eine wertvolle Propaganda-Funktion für die Westmächte übernehmen. Weil von diesen Medien angenommen wird, dass sie unabhängig, kritisch und nicht von Multis abhängig sind, betrachtet das Publikum sie als objektiv und unparteiisch. Ein solch „alternativer“ Nachrichtendienst ist „Democracy Now“, ausgerichtet von Amy Goodman. Goodman wird als kritische Journalisten angesehen, die den Scheinwerfer der Wahrheit auf die Plünderungen der US-Regierung, der Multis und des Pentagon richtet. Aber bei näherer Betrachtung dessen, was Goodmans „Democracy Now“ über Syrien berichtet, zeigt sich, dass die scheinbar kritische Berichterstatterin zu einem Trichter für westliche Regierungspropaganda geworden ist. Während die Funktion der westlichen Mainstream-Medien für die informierte Öffentlichkeit offensichtlich ist, spielt Goodmans „Democracy Now“ eine mehr subtile Rolle. Unter dem Deckmantel der Insignien eines kritischen, unabhängigen Journalismus, dient „Democracy Now“ dazu, die robuste Saat der Falschinformation auf eine Weise zu säen, die „kompromittierten“ Medien nicht erlaubt ist.

Die Fehlinformation von „Democracy Now“ ist wertvoll für die herrschende Elite, weil viele ihrer Hörer/Leser sie nicht als Fehlinformation erkennen. Sie scheint der Antikriegs- und antii-imperialistischen Front zuzugehören und ist daher so wertvoll für Washington und Wallstreet, weil ihre Sendungen dazu dienen, das Publikum zu desorientieren und zu unterminieren, das normalerweise gegen westliche Kriegstreiberei und Imperialismus ist. Viele ihrer Abonnenten durchschauen vielleicht ihre falschen Informationen. Doch viele können das nicht und werden daher in die imperialistische Agenda hineingezogen. Die Tatsache, dass Democracy Nows Beliebtheit unverändert ist, bedeutet, dass eine Menge ihrer Anhänger den heimtückischen Effekt der Falschinformationen nicht wahrnehmen. Als solche ist „Democracy Now für die Herrschenden wertvoller als, sagen wir, die New York Times“ oder die „Financial Times. „Democracy Now“ stellt sicher, dass die Agenda der Mächtigen in Bereiche sickert, die normalerweise gegen diese Agenda ist.

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Breaking News: neuer Resolutionsentwurf Russlands zu Syrien online

von Hans-Peter Schröder

Mr. Matthew Lee at work

 

INNER CITY PRESS veröffentlicht soeben exklusiv den Entwurf Russlands für eine neue Resulution im UNO Sicherheitsrat.

Im Zusammenhang mit Russland Initiative scheinen die seit einigen Tagen in und ausserhalb der UNO umlaufenden Gerüchte zu stehen, daß die UNSMIS- Mission in Syrien, die demnächst ausläuft, drastisch zurückgefahren werden soll. Anstatt die Mission der 300 aufzustocken, ist eine Reduzierung um 50–75 % geplant, wie Inner City Press ebenfalls berichtete. Parallelen zum Abbruch der Mission der Arabischen Liga wegen objektiver Berichterstattung, sind in diesem Zusammenhang nicht als zufällig anzusehen.
General Moods unbestechliche, unparteiische Haltung und seine mehrfach öffentlich geäusserten Forderungen nach der Beendigung des Blutvergießens und nach einer Beendigung des Waffenschmuggels scheint einigen westlichen Strippenhinterziehern nicht zu schmecken. Die Dauerstipendiatin Rice hat wieder Kampfstiefel angezogen und marschiert schon mal los, mit humanitärer Empörung, Richtung „Freiheit and Democracy“. Sie bezeichnete den russischen Entwurf Herrn Matthew Lee gegenüber als „insufficent“, also als mangelhaft bis untauglich.

Exclusive Credit: Matthew Lee, Inner City Press http://www.innercitypress.com/syria2drrus071012.html

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July 10, 2012 – V.0
DRAFT RESOLUTION
(UNSMIS MANDATE RENEWAL)
The Security Council,
Recalling its resolutions 2042 (2012) and 2043 (2012), as well as its presidential statements of 3 August 2011, 21 March 2012 and 5 April 2012, and also recalling all relevant resolutions of the General Assembly,
Reaffirming its support to the Joint Special Envoy of the United Nations and the League of Arab States, Kofi Annan, and his six-point proposal approved by the relevant SC resolutions,
Welcoming the Final Communiqué adopted at the Action Group for Syria ministerial meeting in Geneva on 30 June 2012 (annexed to this resolution) and urging the member states and all Syrian parties to fully comply with its provisions and to implement them in their entirety,
Condemning the widespread violations of human rights by the Syrian authorities, as well as any human rights abuses by armed groups, recalling that those responsible shall be held accountable, and expressing its profound regret at the death of many thousands of people in Syria,
Expressing concern over ongoing violence, and noting the lack of progress in implementation of the Envoy’s six-point peace plan by the Syrian parties,
Commending the role and efforts of the United Nations Supervision Mission in Syria (UNSMIS), expressing the readiness to extend its mandate and taking note of the Secretary-General’s report on the implementation of Resolution 2043 (2012), and observations contained therein to this end (S/2012/523),
Expressing also its appreciation of the humanitarian assistance that has been provided to Syria by other states,
Reaffirming its strong commitment to the sovereignty, independence, unity and territorial integrity of Syria, and to the purposes and principles of the Charter,
1. Decides to extend the mandate of UNSMIS for a period of three months taking into account the Secretary-General’s recommendations contained in paragraphs 67-71 of his report, and stresses the need for UNSMIS to have a military observer capability to conduct effective verification and fact-finding tasks.
2. Calls upon all Syrian parties to guarantee the safety of UNSMIS personnel without prejudice to its freedom of movement and access, and stresses that the primary responsibility in this regard lies with the Syrian authorities;
3. Strongly urges all parties in Syria to cease immediately all armed violence in all its forms;
4. Reaffirms its support for and calls for the urgent, comprehensive and immediate implementation of all elements of the Envoy’s six-point proposal as annexed to resolution 2042 (2012) and the Final Communiqué adopted at the Action Group ministerial meeting in Geneva on 30 June, 2012;
5. Urges the Government of Syria and opposition groups to immediately commence the implementation of the provisions of the Final Communiqué, including the principles and guidelines on a Syrian-led transition, stressing that it is for the Syrian people to find a political solution and that the Syrian parties must be prepared to put forward effective and mutually acceptable interlocutors to work with the Joint Special Envoy towards a Syrian-led settlement;
6. Urges all member states to work in the spirit of the Final Communiqué and cooperate in good faith with the Joint Special Envoy in his efforts to facilitate a Syrian-led political process;
7. Expresses its concern over the deteriorating humanitarian situation in Syria, including the growing numbers of the refugees and internally displaced persons in the country and in bordering states, and welcomes in this regard the tireless efforts by the international humanitarian agencies to address the basic needs of the population affected by the crisis;
8. Urges all Syrian parties to grant a full and unimpeded humanitarian access of the humanitarian personnel to those in need and reiterates its call for them to observe the necessary humanitarian pause to ensure the evacuation of civilians from fighting-affected areas;
9. Requests the Secretary-General to report immediately to the Security Council any obstructions to the effective operation of UNSMIS by any party;
10. Expresses its intention to assess the implementation of this resolution and to consider further steps as appropriate;
11. Decides to remain seized of the matter.

Hintergründe und mehr:
http://www.innercitypress.com/syria1ladcut071012.html
In Syria, UN Military To Be Cut 50%, Ladsous Tells TCCs, Before UNSC
By Matthew Russell Lee, Partial exclusive
http://www.innercitypress.com/syria1drrus071012.html
On Syria, Russia Circulates Resolution, 3 More Months, Rice Tells ICP It’s Insufficient
By Matthew Russell Lee, Partial Exclusive