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Syrien fordert Untersuchung des Chemiewaffenangriffs

siria - otanerschienen bei „Hinter der Fichte

Der NATO läuft die Zeit davon. Die Syrer auf beiden Seiten sind kriegsmüde.

 

Wie wir gestern berichteten, werden von den NATO-Staaten verschiedene Versuche unternommen doch noch einen Krieg auf den Weg zu bringen. Jüngste Provokation war der false-flag-Chemiewaffenangriff von Aleppo.

Syrien fordert Untersuchung

Die syrische Regierung hat nun die UN aufgefordert, eine unabhängige Experten-Kommission zu bilden, die den Einsatz chemischer Waffen in Khan al-Asal bei Aleppo untersucht. Wie auf HdF berichtet hatte Syrien bereits im Dezember auf eine solche bevorstehende Provokation der Feinde Syriens hingewiesen um auf diesem Wege die false-flag-Aktion zu verhindern. Am Dienstag nun, nach dem Giftgasanschlag, benachrichtigte Syrien den UN-Generalsekretär über die Einzelheiten. Syrien fordert von der internationalen Gemeinschaft vorbeugende Schritte gegen die bewaffneten Gruppen und ihre Unterstützer. Syrien habe die Verpflichtung seine Bevölkerung zu schützen und halte an den Regeln und Prinzipien des internationalen Rechts fest.

another BRICS in the Wall

Die NATO ist auch deshalb in Eile: Am 26. März findet in Südafrika der BRICS-Gipfel (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) statt. Die Staatschefs werden den Syrien-Konflikt beraten. Ihre Länder vertreten gemeinsam die Position des Völkerrechts, dass es keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten – schon gar keine kriegerische Intervention oder Waffenlieferungen – geben darf und die internationale Gemeinschaft sich daran zu halten hat.

der irre Zwerg lügt

Der Standpunkt der BRICS kann nicht oft genug wiederholt werden, in einer Zeit in der der NATO – mit einer unfassbaren Arroganz – so tut, als sei die NATO-Aggressions-Politik „humanitär“ und der Wille einer imaginären „internationalen Gemeinschaft“ und „Völkerrecht“. Zu dieser Lüge gehört übrigens auch die von der NATO entwickelte verdeckte Okkupationsstrategie „Responsibility to protect R2P“, die bei uns vor allem von den Grünen propagiert wird, die sich spätestens seit Fischer und Cohn-Bendit als Kriegs-Türöffner geoutet haben.
Der Westen und seine Konzern- und Staatsmedien erwecken täglich und gezielt den Eindruck, die Obamas, Hollandes und Merkels bestimmen den Gang der Geschichte und Krieg sei Frieden. Im Gegensatz zu dieser NATO (880 Mio.), vertreten die BRICS-Staaten mit rund drei Milliarden Einwohnern fast die Hälfte der Weltbevölkerung und sind gar sechsmal größer als die EU. Ihr Wirtschaftswachstum ist etwa dreimal so hoch als das der NATO-Staaten.
Das behalte ich im Hinterkopf, wenn jetzt NATO-Führer Rasmussen oder seine Konsorten die NATO „internationale Gemeinschaft“ nennen und damit ihre Kriege rechtfertigen wollen.

Quelle: Hinter der Fichte

Syrien: Lage Anfang März 2013

Orange - Kontrolle durch die Regierung Grün - Kontrolle durch die Rebellen Gelb - kurdische Autonomien Grün gestreift - FSA-alliierte Kurden Blau - okkupiertes Gebiet Rot - intensive Zusammenstöße
Orange – Kontrolle durch die Regierung
Grün – Kontrolle durch die Rebellen
Gelb – kurdische Autonomien
Grün gestreift – FSA-alliierte Kurden
Blau – okkupiertes Gebiet
Rot – intensive Zusammenstöße

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

In den vergangenen 3-5 Tagen kommen immer wieder Meldungen über schwere Kämpfe in Aleppo. Die Rebellenbanden haben allem Anschein nach eine massive Verstärkung von bis zu 5.000 Mann bekommen, die aus der Türkei eingesickert sind. Es gibt viele, neue Waffen. Gekämpft wird überwiegend in den südlichen Stadtgebieten.
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Diese Informationen sehen halbwegs glaubwürdig aus, da sie von Leuten direkt aus Aleppo generell bestätigt werden.
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In Syrien kann man derzeit 3 “Haupt”-Regionen mit intensiven Kampfhandlungen abgrenzen:
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Es werden verstärkt Armeeeinheiten aus dem Umkreis von Damaskus nach Norden verlegt, was offenbar dazu führt, dass sich das Vorankommen der Regierungstruppen in den Damaszener Vororten verlangsamt. Momentan ist es schwer zu sagen, ob das Kommando zu dem Schluß gekommen ist, dass die verbleibenden Kräfte für die Neutralisierung der übrigen Banden genügen, oder ob die Verlagerung nach Homs und Aleppo mit einer Verkomplizierung der Lage dort zusammenhängt. Das Vorgehen der bewaffneten Internationale strebt offenbar einerseits wieder ein Szenario an, bei welchem sie an vollkommen verschiedenen Orten zuschlagen und die Armee so der Möglichkeit berauben, sich in einer Richtung zu konzentrieren und sie damit der Länge und Breite nach auf dem syrischen Gebiet “breitziehen”, oder – vielleicht weniger wahrscheinlich, aber möglich – geht es wirklich um bevorstehende Verhandlungen, in deren Vorfeld die Rebellenbanden ihre Positionen mit möglichst viel Territorialgewinn untermauern wollen. Allein der Umstand, dass die syrische Regierung vor kurzem erst eine Verhandlungsgruppe zusammengestellt hat, spräche dafür, dass es auch in dieser Richtung Bewegung gibt.
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Syrien: direkte Militärintervention oder ‚Wendepunkt‘?

erschienen bei einartysken

von Einar Schlereth

Ich habe hier zwei längere Artikel zu Syrien vor mir liegen, die ziemlich entgegengesetzte Auffassungen vertreten. Der erste ist vom 28. Februar 2013 unter dem Titel ‚Washingtons strategisch politische Wende zu Syrien: Näher an einer direkten Militärintervention?‚ von Ben Schreiner und der zweite lautet ‚Der oft vorhergesagte syrische ‚Wendepunkt‘ ist gekommen‚ von Franklin Lamb vom 1. März 2013.

Beide sind renommierte Journalisten und beide Artikel wurden auf sehr bekannten alternativen Seiten publiziert. Ben Schreiner ist ein Freelance-Journalist in den USA, dessen Artikel auf Global Research veröffentlicht wurde, und Franklin Lamb ist altgedienter Journalist, der direkt vor Ort recherchiert (schon in Libyen war er bis zum Ende und seiner Verwundung dabei) und sein Artikel wurde von Counterpunch publiziert.

Was berichten die beiden? Ben Schreiner, mit dem Ohr näher an Washington, meint zu sehen, dass Obama sich einer offenen Konfrontation, resp. Intervention nähert – nachdem er im vergangenen Jahr jeden Gedanken daran verworfen hatte. Er erwäge, die ‚Rebellen‘ mit schußsicheren Westen, gepanzerten Fahrzeugen und militärischer Ausbildung zu versehen, was eine Ausweitung der bisherigen Hilfe mit ’nichttödlicher Ausrüstung‘ bedeuten würde.

Club der Kriegsverbrecher

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Dazu berichtete RIA Novosti direkt am 1. März in einem Artikel ‚Die Freunde Syriens‘ ermuntern die Extremisten‚, dass man zwar nicht die Art der Ausrüstung verändert habe, aber dass Kerry, der neue US-Außenminister diese Hilfe auf 60 Mill. $ erhöht habe und sich gleichzeitig über die ständigen Waffenlieferungen aus Drittländern beklagte.

Welch eine Unverschämtheit! Damit meinte er natürlich Russland, Iran etc. Außenminister Lawrow hingegen betonte erneut, dass Russland nur die Verträge erfülle, die vor dem Aufstand geschlossen wurden.
Kerry hingegen, der laut Ben Schreiner zu Unrecht als ‚Taube‘ angesehen wird, nachdem er alle Kriege der USA gegen Jugoslawien, Afghanistan, Libyen, Jemen, Somalia, Mali etc. abgesegnet hat, verschweigt natürlich die US-Waffenlieferungen, die z.B. ihre ultrareaktionären saudischen Waffenbrüder in Kroation eingekauft und nach Jordanien transportiert haben, wo sie von US-Spezialeinheiten an die kriminellen Terroristen weitergereicht werden (siehe meinen Artikel vom 21. Februar 2013 hier), was auch von der New York Times bestätigt worden ist.

Es handelte sich um schwere Angriffswaffen in großen Mengen, denen es zu verdanken ist, dass die Terroristen im Süden bei Daraa und im Norden bei Idlib einige taktische Erfolge erringen konnten. Wie Ben Schreiner zu Recht schreibt, ist es in Anbetracht der engen amerikanischen Beziehungen zum faschistischen kroatischen Regime undenkbar, dass diese Lieferungen ohne Wissen Washingtons vor sich gegangen sind.

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syrisches Tagebuch – Rückblick auf 7 Monate Berichterstattung

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Der russische Sender Rossija-24 veröffentlichte vor 3 Tagen einen Rückblick auf die 7 Monate Berichterstattung, in denen das Team von Anastasia Popowa vor Ort in Syrien war. Diese Zeit geht auch an hartgesottenen Journalisten nicht spurlos vorüber; sie haben vor Ort viele Freunde gefunden und durch den Terror auch einen Teil von ihnen wieder verloren. Der Film ist denn auch insgesamt den Opfern des Terrors in Syrien sowie speziell Amir Abu Dschafar gewidmet. Der tauchte erstmals in einem Videobericht aus Homs auf und wurde später von FSA-Banden entführt und bestialisch ermordet.

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Dieser Film ist im Original etwa 44 Minuten lang (die deutsche Fassung ist um ein-zwei Minuten kürzer, es sind ein paar Passagen mit „ääääh“ und „hmmm“ entfernt worden, die sich schlecht von einer Übersetzung untermalen lassen) und soll auf rein emotionaler Ebene greifen – ohne irgendwelche taktischen oder gar strategischen Implikationen.
Das Team von Anastasia Popowa wurde in Russland mit der eigentlich Militärs vorbehaltenen Tapferkeitsmedaille geehrt. Nicht sehr verwunderlich: sie sprinten zusammen mit den Soldaten durch Kugelhagel und riskieren wirklich etwas, um authentisch zu sein. Im Sinne dessen, dass Kriege heutzutage offenbar überwiegend in den Medien ausgefochten werden, ist das also richtig. Und diese Linie ist damit von russischer Seite auch offiziell gewollt und unterstützt – siehe auch die Definition des Personenkreises, der für eine solche Auszeichnung in Frage kommt: „in Ausnahmefällen an Zivilisten für persönliche Tapferkeit bei der Verteidigung des Vaterlandes.“

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