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Sowjetunion-Russen

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Nach dem Zusammenbruch des Gotenreiches im Jahre 375 breiteten sich die slawischen Stämme nach Nordosten aus und erreichten die finno-ugrischen Gebiete. Gehörte die dortige Bevölkerung im Westen zur ostbaltischen Rasse, so zeigte sie weiter östlich einen anderen, zum Teil mongoloiden Einschlag. Dieser ganze Raum stand vom 9. Jahrhundert an unter warädischer Führung. Erst von Holmgardr (Naugard) und dann von Koenugardr (Kiew) strömten slawische Siedler an die Oberwolga nach. So wurde das Land christianisiert und sprachlich überschichtet.

Ein neues Volk, das man heute als russisches bezeichnet, ging aus diesem Slawisierungsprozeß hervor.

Jedoch begann die politische Geschichte des Russentums erst mit Iwan Kalita (1328-1340), der seine Großfürstenwürde dem Mongolenkhan zu verdanken hatte. Von der „Goldenen Horde“ völlig abhängig, übernahm Moskowien gleichfalls in seiner Kultur, Sitte und Tracht mongolische Wesenszüge. Die Oberschicht, „Bojaren“ genannt, verschmolz größtenteils mit regierenden Tatarengeschlechtern zu einem neuen, dem Kremlherrscher gefügigen Dienstadel. Auf diese Weise erlosch auch hier das warägische Bluterbe und Moskau wurde zum Träger desselben Gedankens, der in vielem das Eroberungswerk von Dschingis-Khan geprägt hatte.

Diesem moskowitischen „Drang nach Westen“ erlag zunächst unter Iwan III. (1462-1505) der Volksstaat von Großnaugard. Dann erzwang Iwan IV. „Grosnyj“ genannt (1533-1584) die Auflösung des Livländischen Ordensstaates. Zu gleicher Zeit öffnete sich dem mongolischen Blut durch die Eroberung der Chanate von Kasan (1552) und Astrachan (1556) ein weites Tor zum russischen Volkskörper.

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Ukraine: Rentenalter für Frauen um 5 Jahre erhöht

von John Schacher

Zurück in die möglichst lebenslange Sklaverei heisst es nun auch in der Ex-Sowjetunion. Das bisherige Rentenalter für Frauen wird mit Wirkung vom gestrigen Samstag von 55 auf 60 Jahre erhöht. Die Rentenkassen der Kornkammer Ukraine sind leer, wahrscheinlich ebenso radikal geplündert wie in Deutschland.

Die Aufsicht und der Schutz von Rentnern und sozial Schwachen ist Kern-Verantwortung der jeweiligen Regierung, dortige Amtsträger müssten also exemplarisch hart zur Verantwortung gezogen werden, besonders im Hinblick auf das erhöhte Schutzbedürfnis der Einzel-Individuen in einem sozialistischen Staat, der ja viel weiter in die Belange des Einzelnen hineinregiert als das bei uns der Fall ist.

Das Rentenalter für Frauen wird im Laufe von zehn Jahren jeweils um ein halbes Jahr auf 60 Jahre erhöht. Die Bevölkerung protestiert gegen die neue Pensionsreform. Die Behörden sehen aber keinen anderen Ausweg, weil der Pensionsfonds jetzt schon ein hohes Defizit aufweist. Die Situation wird sich wahrscheinlich noch weiter verschlechtern, wenn man die Altersstruktur der Bevölkerung berücksichtige, verlautet es gleichzeitig aus Kiew.