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geschichtlicher Überblick über die Preussischen Königsschlösser

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Große Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640—1688), der die Mark aus den Trümmern des Dreißigjährigen Krieges neuaufgebaut und durch seine Politik den Grund zur Macht der brandenburgisch-preußischen Monarchie legte, schuf auch die Grundlagen für die neuere Entwicklung der Schlösser seines Hauses.

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Preussische Königsschlösser im Bild und Text

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Die zweihundertjährige glanzvolle Geschichte der preußischen Königsschlösser von dem Großen Kurfürsten bis zu Friedrich Wilhelm IV. hat um die Mitte des 19. Jahrhunderts ihren Abschluß erreicht. Schon die letzten Unternehmungen Friedrich Wilhelms IV. stehen unter der Einwirkung des Stilverfalls, der in den vierziger Jahren die schon in ihrer Lebenskraft geschwächte Baukunst allgemein betroffen hat.

Die Könige haben diesem Stilverfall Vorschub geleistet — natürlich unbewußt —, indem sie glaubten, weiter nach dem Vorbilde der absoluten Fürsten der vorangehenden Jahrhunderte repräsentative Bauten schaffen zu müssen, während das Zeitalter bereits andere Gewalten heraufgeführt hatte. Einen tiefgehenden Einschnitt bezeichnet in der Stellung der Fürsten die Revolution des Jahres 1848, die das Volk in weitgehendem Maße an der Regierung des Landes beteiligte. Es kennzeichnet den romantischen Sinn Friedrich Wilhelms IV., daß er nach dieser Revolution die Ausführung seiner Schloß- und Parkideen in Potsdam fortgesetzt hat. Sein Nachfolger, der hochselige Kaiser Wilhelm L, der als Mensch so sehr von dem träumerischen Wesen seines Bruders Friedrich Wilhelm IV. sich unterscheidet, hat kein tieferes Verhältnis zur Kunst besessen. Wo er seinen Kunstsinn betätigen möchte, in seinem Berliner Palais, in Neubabelsberg und in Potsdam: überall springt das in die Augen. Auch Friedrich III. und seine englische Gemahlin Viktoria, die in den sechziger Jahren zuerst im Kronprinzenpalais und im Charlottenburger Schloß im ersten Stock sich einrichteten, haben trotz ihres Interesses für die Kunst sich nicht durch einen feineren Geschmack ausgezeichnet.

aus dem Kunstmuseum Hamburg

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Deutsches Leben im 14. und 15. Jahrhundert

Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg

Eine allen Ansprüchen genügende Darstellung, wie sich das Leben unseres Volkes im XIV. und XV. Jahrhundert gestaltet, zu entwerfen, ist zur Zeit noch unmöglich.

Erst muss in den Städten aus den Archiven zusammengestellt werden, was über das Leben und Treiben der Bürger Auskunft giebt, es müssen die Materialien für einzelne Städte, dann für grössere und kleinere Landstriche gesammelt und veröffentlicht werden. Vor mehr als hundert Jahren hat Samuel Benjamin Klose aus den Breslauer LTrkunden solche Excerpte aneinandergereiht, welche erst 1847 unter dem Titel: „Darstellung der inneren Verhältnisse der Stadt Breslau von den Jahren 1458 bis zum Jahre 1526“ als dritter Band der „Scriptores rerum Silesiacarum“ veröffentlicht worden ist. Leider hat Kloses Beispiel nicht zur Nachahmung angeregt. Xeben diesen wichtigen Urkunden-excerpten sind zumal die Städtechroniken der beiden letzten Jahrhunderte des Mittelalters von Bedeutung, doch auch von diesen Werken ist erst der kleinere Theil gedruckt, nur der geringste in den Musterausgaben der „Deutschen Städtechroniken“ veröffentlicht. Ebenso sind nur vereinzelte Sammlungen der Stadtrechte und Polizeiordnungen bisher bekannt gemacht worden. Auch den Poesien des XIV. und XV. Jahrhunderts hat man noch lange nicht genügende Aufmerksamkeit geschenkt, und viele Gedichte, wie z. B. die für die Sittengeschichte so bedeutenden Werke des Teichners sind noch nicht vollständig herausgegeben worden. Dass auch die deutschen Wörterbücher meist im Stiche lassen, sobald man die Erklärung eines selteneren Ausdrucks, der in den Schriften jener Zeit uns begegnet, in ihnen sucht, ist ja auch nicht in Abrede zu stellen.

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Deutsche Baukunst des Mittelalters und der Renaissance in Bild

Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg

Verzeichnis der 164 Abbildungen unten.


Die deutsche Baukunst des Mittelalters und der Renaissance tritt dem Beschauer auf den fast 200 Bildern dieses Werkes in ihrer Vielseitigkeit und ihrem künstlerischen Reichtum entgegen. Es finden sich jene großen Dombauten der früheren Jahrhunderte, in denen die Architekturgeschichte der Menschheit einen ihrer Gipfel erstiegen hat und von denen das Wort gilt:

„Das Bauen der mittelalterlichen Völker war mehr, als was wir bauen nennen. Es war die stärkste Art gehobenen Ausdrucks, die sich an alle wenden konnte. Bauwerke wuchsen, wo heute Musik geschaffen wird.“

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