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Putin: Russland wird Syrien im Falle eines Militärschlags helfen

Bild: © RIA Novosti Alexey Nikolskiy
Bild: © RIA Novosti Alexey Nikolskiy

erschienen bei Stimme Russlands & Ria Novosti

Russland werde Syrien im Falle eines externen Militärangriffs auf dieses Land helfen, erklärte der russische Präsident Putin.

„Ob wir Syrien helfen werden? Das tun wir“, sagte er am Freitag auf einer Pressekonferenz nach dem G20-Gipfel auf eine Journalistenfrage eingehend.

„Wir helfen derzeit, wir liefern Waffen und arbeiten wirtschaftlich zusammen. Ich hoffe auf größere Zusammenarbeit im humanitären Bereich“, fügte der Präsident hinzu.

Laut Putin würden sich die USA und andere Länder durch die Entfesselung einer Militäroperation in Syrien nicht in den Schranken des Gesetzes halten, weil solche Aktionen nur mit Genehmigung des UN-Sicherheitsrates möglich seien.

Der US-Senat stimmt am 11. September – am 12. Jahrestag des schwersten Terroranschlags auf New York – über die Militäroperation in Syrien ab, berichtet die Zeitung „Politico“ am Freitag.

Zuvor war der Resolutionsentwurf, der die US-Administration zu einem Militärschlag gegen Syrien genehmigt, vom Auswärtigen Ausschuss des Senats gebilligt worden. Die Resolution tritt in Kraft, nachdem sie auch vom Repräsentantenhaus des Kongresses gebilligt worden ist. Das Repräsentantenhaus bereitet zur Abstimmung mindestens zwei alternative Resolutionen vor.

Das vom Senat erstellte Dokument sieht eine 90-tägige Operation der US-Kräfte in Syrien vor. Das Ziel der Operation besteht darin, Syriens Präsident Baschar al-Assad um die Möglichkeit weiterer Kampfstoffeinsätze in der Zukunft zu bringen.

syrien klopapierDas US-Außenministerium rechnet damit, dass der Kongress der geplanten Militäroperation der US-Kräfte gegen Syrien grünes Licht gibt.

Das teilte Ministeriumssprecherin Marie Harf am Freitag auf einer Pressekonferenz in Washington mit. „Wir glauben nicht daran, dass der Kongress die Pläne nicht billigt und (Syriens Präsident Baschar al-)Assad damit stützt. Wenn der Kongress die Operation ablehnt, könnten die syrischen Behörden zum Schluss gelangen, dass sie Kampfstoffe auch künftig unbestraft werden einsetzen dürfen“, sagte sie.

Kongressabgeordnete von der republikanischen Mehrheit im Repräsentantenhaus sprechen davon, dass ihre Wähler kategorisch gegen einen Militärschlag gegen Syrien sind. Soziologischen Umfragen zufolge ist auch die überwiegende Mehrheit der US-Bürger gegen die bewaffnete Einmischung ihres Landes in Syrien.

Quellen: Stimme Russlands, Ria Novosti

Syrien: Provokation gegen Russland wird vorbereitet

syria frauerschienen bei Stimme Russlands

Danke an Freddy

Gegen Bashar al-Assad werde erneut ein Informationskrieg geführt. Und gegen Russland werde eine weitere Provokation vorbereitet. So kommentierten Experten die Meldungen über die Werbung slawisch aussehender Soldaten durch westliche und nahöstliche Geheimdienste.

Die Soldaten sollen als russische „Söldner“ dargestellt werden, die angeblich an der Seite von Bashar al-Assad gekämpft haben und von den Untergrundkämpfern der syrischen Opposition gefangengenommen worden sind.

Nach den „Schauspielern“ wird in Russland, Weißrussland und in der Ukraine gesucht. Dies teilte eine anonyme Quelle mit, die den Zugang zu vertraulichen Informationen hat. Von den Söldnern wird verlangt, einen Begriff vom Militärdienst zu haben, mit Waffen umgehen zu können und zu wissen, was Flugabwehr ist. Danach sollen diese sogenannten Soldaten vor einer Kamera eingestehen, von den russischen Geheimdiensten geworben worden zu sein, um der Armee von Bashar al-Assad zu helfen. Nach Syrien seien sie angeblich auf Militärschiffen gebracht worden. Dieselbe Quelle teilte auch eine weitere Einzelheit mit. Demzufolge sollen die Aufnahmen in der Türkei oder in Jordanien erfolgen. Dort werden angeblich große Bühnenbilder zerstörter syrischer Städte schon lange eingesetzt, um falsche Informationen zu verbreiten. Auf ähnliche Weise wurden einst simulierte lybische Städte in Katar und Saudi Arabien errichtet, um das Regime von Muammar al-Gaddafi schlecht zu machen. Sergej Demidenko vom Institut für strategische Einschätzungen und Analyse, meint dazu Folgendes:

Goebbels sagte: „Je größer und unwahrscheinlich er die Lüge – desto eher wird sie geglaubt“. Die Provokation ist vor allem für die Weltgemeinschaft bestimmt. Dabei geht es darum, das syrische Regime als dämonenhaft und tückisch darzustellen, das sich nur auf die Hilfe Russlands und des Iran stütze. Ohne diese Unterstützung wäre das Regime schon längst gestürzt worden.

Den Drehbuchautoren und Regisseuren der Videoaufnahmen über die russischen „Söldner“ in Syrien gehe es darum, einen guten Ruf derjenigen zu behalten, die die syrische Opposition aus dem Ausland finanzieren, meint Semjon Bagdassarow vom Zentrum für analytische Studien.

An der Seite der syrischen Opposition – der Freien Syrischen Armee und sonstiger Militärgruppierungen – kämpfen meist Bürger anderer Länder, wie Libyen, Afghanistan, der Türkei und Saudi Arabien. Das liegt klar auf der Hand. Ich glaube, dass das Ziel der Schauaktion ist, Russland schlecht zu machen und zu zeigen, dass angeblich auch die Russen an den Kampfhandlungen in Syrien teilnehmen. Es handelt sich um einen Informationskrieg, der von den USA, der Türkei und anderen Ländern vorbereitet wird.

Die vertraulichen Informationen über die Vorbereitung der Provokation gegenüber Russland und Syrien sind am Freitag erschienen, d.h. am Tag der Verhandlungen zwischen den Diplomaten Russlands, der USA und dem UN-Sonderbeauftr agten Lakhdar Brahimi, die bezüglich Syriens in Genf stattfinden. Am Vortag hatte Moskau seine Bereitschaft bestätigt, gemeinsam mit den westlichen und nahöstlichen Partnern zur Beilegung der syrischen Krise effektiv beizutragen. Falsche Informationen über die sogenannten Söldner aus Russland begünstigen das offenbar nicht.

Quelle: Stimme Russlands

Hier soll es der FSA gelungen sein, einen syrischen Heli abzuschiessen. Man erkennt aber nicht, ob es der Hubschrauber war, der die Rauchwolken erzeugt hat oder das von ihm angestrebte Ziel:


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Den Videokommentaren ist zu entnehmen, dass Assad´s Luftwaffe diesen Terroristen unmittelbar nach diesen Aufnahmen den Garaus gemacht hat. Das Video soll deswegen geschnitten worden sein:


syrisches Tagebuch – Rückblick auf 7 Monate Berichterstattung

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Der russische Sender Rossija-24 veröffentlichte vor 3 Tagen einen Rückblick auf die 7 Monate Berichterstattung, in denen das Team von Anastasia Popowa vor Ort in Syrien war. Diese Zeit geht auch an hartgesottenen Journalisten nicht spurlos vorüber; sie haben vor Ort viele Freunde gefunden und durch den Terror auch einen Teil von ihnen wieder verloren. Der Film ist denn auch insgesamt den Opfern des Terrors in Syrien sowie speziell Amir Abu Dschafar gewidmet. Der tauchte erstmals in einem Videobericht aus Homs auf und wurde später von FSA-Banden entführt und bestialisch ermordet.

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Dieser Film ist im Original etwa 44 Minuten lang (die deutsche Fassung ist um ein-zwei Minuten kürzer, es sind ein paar Passagen mit „ääääh“ und „hmmm“ entfernt worden, die sich schlecht von einer Übersetzung untermalen lassen) und soll auf rein emotionaler Ebene greifen – ohne irgendwelche taktischen oder gar strategischen Implikationen.
Das Team von Anastasia Popowa wurde in Russland mit der eigentlich Militärs vorbehaltenen Tapferkeitsmedaille geehrt. Nicht sehr verwunderlich: sie sprinten zusammen mit den Soldaten durch Kugelhagel und riskieren wirklich etwas, um authentisch zu sein. Im Sinne dessen, dass Kriege heutzutage offenbar überwiegend in den Medien ausgefochten werden, ist das also richtig. Und diese Linie ist damit von russischer Seite auch offiziell gewollt und unterstützt – siehe auch die Definition des Personenkreises, der für eine solche Auszeichnung in Frage kommt: „in Ausnahmefällen an Zivilisten für persönliche Tapferkeit bei der Verteidigung des Vaterlandes.“

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