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US-Kriegsminister verkaufte Nordkorea die Atom-Technik

Übersetzung John Schacher

Der US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld war einer der Direktoren von ABB, während das Unternehmen Atomwaffen-Technologie an Nordkorea verkauft hat.

Die Schweizer Nachrichtenagentur swissinfo hat entdeckt, dass Rumsfeld beteiligt war, als das in der Schweiz ansässige Unternehmen (ABB) die nordkoreanische Regierung mit zwei Kernreaktoren versorgte. Als einer der größten Aktionäre profitierte Rumsfeld, als sein Unternehmen den Schurkenstaat mit der Fähigkeit, selbst Nuklearwaffen herzustellen ausstattete. Persönlich verdiente er damit ein riesiges Vermögen.

„Donald Rumsfeld, der US-Verteidigungsminister, war im Vorstand des Technologie-Giganten ABB, als dieser eine Ausschreibung über die Lieferung von zwei Kernkraftwerken nach Nordkorea gewann. „[1]

Herr Rumsfeld wurde im Board of Directors am 18. März 1999 wiedergewählt; zum ersten Jahresbericht der ABB-Hauptversammlung, nachdem das neue Unternehmen durch eine Fusion entstanden war. [2] ABB gab am 20. Januar 2000 bekannt, dass der Vertrag mit Nordkorea deren nuklearen Fähigkeiten unterstützt [3]. Rumsfelds Rücktritt wurde am 20. März 2001 angekündigt. [4] Ein ABB-Sprecher teilte gegenüber swissinfo mit, dass Rumsfeld „an fast allen Vorstandssitzungen“ während seiner zehn Jahre im Board of Directors teilgenommen hat.

Die westlichen Medien spielen den neuesten Rumsfeld-Skandal herunter, um den Eindruck zu erwecken, dass Rumsfelds Reaktoren für nichts gefährlicher als eine radioaktive oder „schmutzigen“ Bombe geeignet waren. In der Tat die US-Regierung war so erschrocken, dass Rumsfelds Reaktoren „missbraucht“ werden könnten, um waffenfähiges Plutonium zu produzieren, dass sie dem nordkoreanischen Diktator $ 95 Millionen Dollar zahlte (Steuerzahler-Geld), um sie zu ersetzen. Der US-Präsident Bush selbst behauptet, dass das Entfernen von Rumsfelds Reaktoren „lebenswichtig für die nationalen Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten“ sei. [5]

Jugendliche trainieren auf dem Kim-Il-sung-Platz für einen Fackelmarsch. Im Hintergrund der Chuch’e-Turm. – Foto: Wikipedia

Die US-Regierungen haben eine lange Geschichte der Außenpolitik, welche den Frieden und die Sicherheit der Welt gefährdet. Die US-Regierung unterstützte Osama bin Laden vor dem 11. September, die Finanzierung seiner Organisation in Afghanistan mit $ 300 Milliarden Dollar kam vom amerikanischen Steuerzahler; und das amerikanische Volk bezahlt einen viel größeren Preis als die Terroristen angriffen. [6] Die US-Regierung umfasst neben dem Irak auch Nordkorea in der „Achse des Bösen“, wiewohl Rumsfeld persönlich Saddam Hussein mit Massenvernichtungswaffen versorgt hat. [7]

Die Reaktoren, die Rumsfelds Unternehmen nach Nordkorea verkauft, sind bekanntermaßen in der Lage, Mengen von angereichertem Plutonium verwendet, mit denen man nukleare Sprengköpfe bauen kann. Deshalb hat die UNO IAEO-Atomwaffen-Inspektoren in der Atomanlage Pjöngjang eingesetzt:

„Jared S. Dreicer, ein technischer Mitarbeiter im Los Alamos National Laboratory, nennt eine Obergrenze von 5.8kg Plutonium, schätzt jedoch 4,0 kg als realistischere Zahl für die maximale Menge an Plutonium, das Nordkorea aus den in den Reaktoren abgebrannten Brennelementen im Laufe der Jahre extrahiert haben könnte.“ [8]

Der Rumsfeld-Reaktoren-Skandal stellt nur ein Beispiel der laufenden US-Politik zur Unterstützung, Finanzierung und Bewaffnung gefährliche Regimes und terroristischer Netzwerke dar. Danach zwingt man das amerikanische Volk, das Chaos aufzuräumen. Haben die Amerikaner zu viel Vertrauen ihre Führer?

US-Politiker verkaufen erst Waffen an die Feinde und machen riesige Gewinne, bringen dadurch das amerikanische Volk in Gefahr, um dann mit dieser Begründung als Vorwand anzugreifen und zu erobern.

Warum scheinen normale Amerikaner immer darauf hereinzufallen?

QUELLEN:

[1] SwissInfo, „Rumsfeld was on ABB board during deal with North Korea“, 24 February 2003.
[ http://www.swissinfo.org/sen/swissinfo.html?siteSect=105&sid=1648385 ]

[2] ABB (press release), „ABB AB annual shareholders meeting“, 18 March 1999.
[�http://www.abb.com/global/abbzh/abbzh251.nsf!OpenDatabase&db=/global/abbzh/abbzh250.nsf&v=553E&e=us&c=DB787078E7C6EC0341256738005B4931 ]

[3] ABB (press release), „ABB to deliver systems, equipment to North Korean nuclear plants“, 20 January 2000.
[�http://www.abb.com/global/abbzh/abbzh251.nsf!OpenDatabase&db=/global/abbzh/abbzh250.nsf&v=553E&e=us&c=316DCEEDCA12D32E4125686C00433604 ]

[4] ABB (press release), „ABB announces proposed Board, share split“, 19 February 2001.
[�http://www.abb.com/global/abbzh/abbzh251.nsf!OpenDatabase&db=/global/abbzh/abbzh250.nsf&v=553E&e=us&c=D0E90B053BD5AA65C12569F8002A7CB5 ]

[5] BBC News, „US grants N Korea nuclear funds“, 3 April 2002.
[ http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/asia-pacific/1908571.stm ]

[6] The Insider, „Al-Qaeda: created by the US government“, 23 December 2002.
[ http://www.theinsider.org/mailing/article.asp?id=227 ]

[7] The Insider, „USA sold Iraq weapons of mass destruction“, 1 January 2003.
[ http://www.theinsider.org/mailing/article.asp?id=241 ]

[8] Nuclear Threat Initiative – Research Library, „IRT-2000 Nuclear Research Reactor (IRT-2000)“, 2001.
[ http://www.nti.org/db/profiles/dprk/nuc/fac/reactors/NKN_F_irtrct_GO.html ]

WEITERE INFO:

The Guardian (UK), „The two faces of Rumsfeld“, front page, 9 May 2003.
[ http://www.guardian.co.uk/korea/article/0,2763,952289,00.html ]

  … der derzeitige Verteidigungsminister war Mitglied des Direktorium von 1990 bis 2001, dabei verdiente er jährlich $ 190,000. …

Der Verkauf der Nuklartechnologie war ein High-End-Geschäft. ABB´s damaliger CEO, Goran Lindahl, besuchte Nord-Korea im November 1999, um ABB’s „weitreichende Langzeit-Partnerschaft“ mit dem kommunistischen Regime zu erklären. …

Das Unternehmen eröffnete auch ein Büro in der Landeshauptstadt Pyongyang. Der Vertrag wurde ein Jahr später in 2000 unterzeichnet. …

Ein ABB-Sprecher sagte gestern gegenüber dem Guardian, dass die Mitglieder des Direktoriums über das Projekt informiert gewesen seien, welches die Systeme sowie die Ausrüstung  für Leichtwasser-Reaktoren beinhalte…

„Man könnte den Schluss ziehen, dass wirtschaftliche und persönliche Interessen über das Embargo gewonnen haben“, sagte Steve LaMontagne, ein Analyst aus dem Centre for Arms Control and Non-Proliferation in Washington. …

Viele Mitglieder der Bush-Regierung hatten sich dem Clinton-Plan entgegengestellt und damit argumentiert, dass es möglich sei, aus den von ABB verkauften Leichtwasserreaktoren waffenfähiges Plutonium zu gewinnen. …

Ein namentlich nicht auftretender ABB-Direktor sagte dem Fortune-Magazine, das Mr Rumsfeld in Lobbying seiner Falken-Freunde zum Vorteil von ABB verwickelt ist. …

Mr Bush besteht nun darauf, dass er einen neuen Vertrag mit Pyongyang erst unterzeichnen wird, wenn das Nuklearprogramm stillgelegt wurde. …

„The Debate“ – Iraq
[ http://www.thedebate.org ]

BBC:  http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/1908571.stm

Originalartikel: theinsider