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Dissidenten-Europäer ohne Vaterland

von H.-P. Schröder

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amnesty wer sonst aa

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Cher Monsieur Dieudonné, J’ai demandé à un de mes amis Français de vous transmettre cette lettre et de la publier pour moi. Je ne peux pas le faire moi-même car je suis prisonnier politique dans la République Fédérale d’Allemagne, juste à cause d’un discours totalement non-violent. Uniquement pour avoir usé de la liberté d’expression, je suis emprisonné depuis désormais trois ans. Quelle hypocrisie : d’une part ils scandent « Je suis Charlie » en louant la liberté d’expression la plus totale et en prétendant combattre le terrorisme ; et d’une autre part ils se font eux-mêmes terroristes contre la liberté d’expression ! En 2012, après m’être exilé sept ans dans différents pays, j’étais arrêté au Portugal et extradé en RFA pour avoir exprimé mes pensées [contre la guerre en Irak, dénonçant le gouvernement des États-Unis et le génocide amérindien]* en 2002 et 2003.

Évidemment, j’étais fautif car je n’ai pas usé de la bonne liberté d’expression, celle dans le seul but d’humilier les religions et de heurter plusieurs millions de personnes par des dessins du prophète Mohamed ; j’ai usé de la mauvaise liberté d’expression, celle qui concerne la critique des histoires d’Holocauste. Des histoires mises en œuvre par un très puissant et très influent lobby organisé, tenant un business et faisant pression sur les politiques et la Finance.

J’ai donc appris que la démocratie permettait de heurter les sensibilités religieuses de plusieurs millions de personnes à travers le monde mais ne permettait pas de déranger le business d’un certain groupe d’individus par des questions gênantes. Qui a besoin d’une « démocratie » comme celle-là, à part ces mêmes individus ? J’ai toujours cru que la démocratie défendait les intérêts du peuple, pas d’un petit mais très influent groupe d’hommes d’affaires et de maître chanteurs apatrides.

Ma peine s’est terminée en octobre 2014 mais je n’ai pas été libéré de prison. Je dois rester ici en attendant un autre procès pour « négation de crimes contre l’humanité » qu’ils ont ouvert contre moi. Je suis accusé d’avoir « nié l’Holocauste » dans des lettres privées, écrites lorsque j’étais en prison au Portugal alors que j’attendais mon extradition. Le sujet de mes lettres n’était pas d’aborder la question de « l’Holocauste » en détail, mais juste de demander pourquoi la liberté d’expression n’est pas effective pour cette période de l’Histoire.

Le procureur d’État a dit que poser cette question constituait en soi un délit car mes intentions étaient de nier « l’Holocauste ». La Cour a dit que je devais attendre mon procès en prison car j’allais encore y passer un long moment pour mon terrible crime.

Peut-être que vous et vos lecteurs pourriez demander à l’Ambassade d’Allemagne en France comment la RFA peut s’exclamer « Je suis Charlie » et louer la liberté d’expression, en intimant l’ordre de respecter cette liberté d’expression à la Chine et la Russie – pendant que des personnes comme moi sont enfermées en tant que prisonniers politiques, tels des grands criminels, juste à cause d’un discours non-violent.
Cher Monsieur Dieudonné, j’apprécie beaucoup vote travail et votre état d’esprit. Je vous assure de mon soutien et de ma sympathie.
Bien cordialement,

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http://www.phi-europe.org/un-prisonnier-politique-allemand-ecrit-a-dieudonne/#sthash.DKHwz9GJ.0kRoe3m6.dpbs

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Sehr geehrter Herr Dieudonné,

ich bat einen meiner französischen Freunde, Ihnen diesen Brief zu senden und ihn für mich zu veröffentlichen. Ich kann es nicht, weil ich ein politischer Gefangener in der Bundesrepublik Deutschland bin, nur wegen einer völlig gewaltfreien Rede. Nur weil ich das Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe, bin ich jetzt seit drei Jahren inhaftiert. Welche Heuchelei: Auf der einen Seite rufen sie „Ich bin Charlie“, loben die Meinungsfreiheit und äußern die Behauptung, den Terrorismus zu bekämpfen und auf der anderen Seite sind sie selbst die Terroristen gegen die Meinungsfreiheit ! Im Jahr 2012, nachdem ich sieben Jahre im Exil in verschiedenen Ländern verbracht hatte, wurde ich in Portugal festgenommen und an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert, wegen der Äusserung einiger meiner Gedanken in den Jahren 2002 und 2003 (gegen den Krieg im Irak, Beschuldigungen der Regierung der Vereinigten Staaten und des Völkermordes an den Indianern).

Offensichtlich war ich schuldig, weil ich nicht die richtige Meinungsfreiheit benutzte, jene, deren einziger Zweck darin besteht Religionen zu demütigen und mehrere Millionen Menschen mit Zeichnungen des Propheten Mohammed zu verletzen. Ich habe die falsche Form der freien Meinungsäußerung genutzt, jene die für Kritik an den Holocaust-Geschichten sorgt. An jenen Geschichten, die von einer sehr mächtigen und einflussreichen Lobby implementiert, ein Unternehmen darstellen und Nachdruck erhalten (Lobbyarbeit) durch Politik und Finanzen.

So lernte ich, dass es die Demokratie ermöglicht, die religiösen Gefühle von Millionen von Menschen weltweit zu beleidigen, aber daß es nicht möglich ist, das Geschäft von einer bestimmten Gruppe von Individuen durch unangenehme Fragen zu stören. Wer braucht so eine Art von „Demokratie“ wie diese, abgesehen von jenen Personen? Ich habe immer geglaubt, dass die Demokratie die Interessen aller Menschen verteidigt, nicht (speziell) die Interessen einer kleinen, aber einflussreichen Gruppe von Geschäftsleuten und staatenlosen Meistersängern.
Meine Strafe war im Oktober 2014 beendet, aber ich bin nicht aus dem Gefängnis entlassen worden. Ich muss hier bleiben, bis ein anderer Prozess wegen „Leugnung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, gegen mich eröffnet wird. Mir wird die „Leugnung des Holocaust“ vorgeworfen, geäussert in privaten Briefen, die geschrieben wurden, als ich im Gefängnis in Portugal auf meine Auslieferung wartete. Das Thema meiner Briefe war nicht der „Holocaust“ im Detail, sondern grundsätzlich die Frage, wieso die Meinungsfreiheit nicht (s) gilt, in dieser Periode der Geschichte.

Der Staatsanwalt sagte, dass diese Frage an sich eine Straftat sei, weil es meine Absicht gewesen sei ,“den Holocaust“ zu leugnen. Das Gericht entschied, daß ich die Zeit bis zu meinem nächsten Prozess im Gefängnis verbleiben muß, weil ich eine lange Gefängnisstrafe für meine schrecklichen Verbrechen zu erwarten habe (?).

Vielleicht könnten Sie und Ihre Leser der Deutschen Botschaft in Frankreich die Frage stellen, wie die Bundesrepublik Deutschland (Regierung) ausrufen kann: „Ich bin Charlie“ und, die Deutung des Begriffes Meinungsfreiheit mietend, China und Russland mahnt, das Recht auf freie Meinungsäusserung zu respektieren, während Leute wie ich, wegen einer gewaltfreien Rede, als politische Gefangene, wie Schwerverbrecher behandelt werden.
Sehr geehrter Herr Dieudonné, ich schätze Ihre Arbeit und ihre Geisteshaltung. Ich versichere Sie meiner Unterstützung und meiner Sympathie.
Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Ittner
JVA Nürnberg
Bärenschanzstr. 68
D-90429 Nürnberg

Hensel´s Sonntagsmatinée: Volksaufklärung – ein bischen Nichts als Wahrheit

von H.-P. Schröder

Abteilung II / Ist Amnestie amnestierbar? : Eine Dokumentation in Emails

Re-Visionsbericht

Die Weiterverbreitung von Waffen muß

streng kontrolliert

und, wo notwendig, reguliert werden,

damit der Waffenmarkt stabil bleibt.

Die Forderung nach

weltweiter Einstellung der Waffenproduktion

wäre, angesichts unserer Bedürfnislage,

der falsche Schritt.

Deshalb stimmen wir auch

für mehr Bildung,

verknüpt mit mehr Gegenbildung.

Darin sind wir uns mit allen Beteiligten einig.

Darum:

Spendet, spendet, leert die Taschen,

gebt aus vollen Händen,

Selbstdarstellung heißt das Spiel,

aus dem wir uns´re Pfründe waschen

und das kostet, kostet viel.

Denn mit eu`rem Ablassgelde

da entscheiden wir,

wer trara ! promoted wird.

Darauf bitte noch zwei Bier!

Und ihr,

ihr Massenmörder, Fanatisten

und biederen Regierungsleut`,

und ihr Waffenfetischisten,

Kriegsgewinnler, Spekulanten,

Freischärler (Achtung Konkurrenz!),

ihr Menschenrechtevisagisten,

Aktivisten,

Scharfrichter und Folterknechte

verkauft uns eu`re Jahresproduktion,

doch achtet bitte auf die Qualität,

da nur noch beste Ware geht,

die aus eins a Qual besteht.

Denn die Konkurrenten kämpfen

schamlos unfair extrastark,

mit gepanschter Emotränensäure.

Jener einzigart`ge Saft, der Ungeheu`re,

der die Münze

aus dem Klammerbeutel löst,

während ihr Besitzer schläfrig döst.

So schießt jetzt scharf und fleißig,

hetzt und stecht,

verletzt,

auf daß wir Elend

vorzuweisen haben,

an dem wir das

uns teu`re, gute Werk,

mit Getöse und Geschrei,

– unsere Güte ist ganz hochglanztrunken – ,

– eilt herbei

um zuzusehen!,

– begehen.

 Die Nachtwache der Walküre (2)

Treue: Die Nachtwache der Walküre von Edward Robert Hughes (1851-1914)

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