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das Wort zum Sonntag: die Stimme vom Olymp

von H.-P. Schröder

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Entsetzlich, rassistisch, geschmacklos – „Zentralrat erwägt Anzeige“ – Aber denken Sie selbst !

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Das Original

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… Daher auch der grimmige Haß des typisch kapitalistisch veranlagten ……… gegen eine Organisation, in der nicht Geld identisch ist mit Stellung, Würde oder gar Ehre, sondern Leistung und in der überhaupt die Ehre, zu Menschen einer bestimmten Leistung zu gehören, größer geschätzt wird, als Vermögen und Reichtum zu besitzen. Eine Auffassung die dem ….. ebenso fremd wie gefährlich erscheint, und die, wenn sie erst Allgemeingut eines Volkes sein würde, einen immunen Schutz gegen jede weitere …….. Gefahr bedeuten würde. Würde z.B. in der Armee eine Offiziersstelle zu kaufen sein, so wäre dies dem …….. verständlich. Unverständlich, ja unheimlich ist ihm eine Organisation, die einen Mann mit Ehre umgibt, der entweder überhaupt kein Vermögen besitzt, oder dessen Einkommen nur ein Bruchteil eines anderen ist, der gerade in dieser Organisation gar nicht geehrt oder geschätzt wird. … Sowie es Mode wurde, daß einzelne Offiziere, besonders adeliger Abstammung, sich ausgerechnet mit Warenhaus…….. paarten, stieg für das alte Heer eine Gefahr auf, die sich bei fortschreitender gleicher Entwicklung eines Tages übel ausgewachsen hätte. … … sind dann die Folgen, die allerdings am Beginn nicht selten eingeleitet werden durch eine sogenannte Ausländerei, in Wirklichkeit also ein Minderschätzen eigener kultureller Werte gegenüber denen fremder Völker. … Es wird zerrissen, unsicher in seiner Beurteilung des Weltbildes und seiner Äußerungen, verliert die Erkenntnis und das Gefühl für eigene Zweckmäßigkeiten, um an Stelle dessen im Wirrwarr internationaler Vorstellungen, Auffassungen und dem daraus entsprossenen Kulturdurcheinander zu versinken. Dann kann der …. in jeder Form seinen Einzug halten, und dieser Meister der internationalen Giftmischerei und Rassenverderbnis wird dann nicht eher ruhen, als bis er ein solches Volk restlos entwurzelt und damit verdorben hat. … … wenn nicht die zunächst schlummernden Energien und Talente eines Volkes ihre Erwecker finden. … Jede Tat eines Volkes, sie mag liegen auf was immer für einem Gebiete, ist das Ergebnis des schöpferischen Wirkens einer Persönlichkeit. Es gibt keine Not, die ihre Behebung findet allein durch den Wunsch der von ihr Betroffenen, solange nicht dieser allgemeine Wunsch seine Erlösung findet im Handeln des für diese Aufgabe aus einem Volk erkorenen Menschen. Niemals haben Majoritäten schöpferische Leistungen vollbracht. Niemals Mehrheiten Erfindungen der Menschheit gegeben. Immer ist die einzelne Person Begründer des menschlichen Fortschritts gewesen. … Indem ich den inneren rassischen Wert eines Volkes erwähne, taxiere ich ihn aus der Summe der mir vor Augen liegenden Leistungen und bestätige damit zugleich das Vorhandensein der jeweiligen Persönlichkeitswerte, die als Repräsentanten des Rassenwertes eines Volkes handelten und das Kulturbild schufen. So sehr also an sich Rassenwert und Persönlichkeitswert miteinander verknüpft erscheinen, … so sehr kann aber dennoch ein Volk durch die Art der formalen Konstruktion seines Organismus, der Volksgemeinschaft oder des Staates das Auswirken seiner Persönlichkeitswerte fördern oder wenigstens erleichtern oder aber sogar verhindern.

Sowie ein Volk die Majorität zum Regenten seines Lebens einsetzt, also die Demokratie heutiger westlicher Auffassung einführt, wird es der Bedeutung des Persönlichkeitsgedankens nicht nur Abbruch tun, sondern der Wirksamkeit der Persönlichkeitswerte einen Riegel vorschieben. Es verhindert durch eine formale Konstruktion seines Lebens die Entstehung und die Arbeit einzelner schöpferischer Personen.

Denn dies ist der doppelte Fluch des heute herrschenden demokratisch-parlamentarischen Systems: Es ist nicht nur selbst unfähig, wirklich schöpferische Leistungen zu vollbringen, sondern es verhindert auch das Emporkommen und damit die Arbeit solcher Männer, die über das Niveau des Durchschnitts irgendwie bedrohlich hinausragen. Denn der Majorität schien zu allen Zeiten am bedrohlichsten der Mensch, dessen Größe über dem Durchschnittsmaß der allgemeinen Dummheit, Unzulänglichkeit, Feigheit, aber auch Überheblichkeit liegt. Hinzu kommt noch, daß durch die Demokratie auf nahezu gesetzmäßigem Wege minderwertige Personen Führer werden müssen, so daß dieses System, auf irgendeine Institution konsequent angewendet, die gesamte Führermasse, soweit man dabei von einer solchen überhaupt noch reden kann, entwertet. Dies beruht auf der im Wesen der Demokratie liegenden Verantwortungslosigkeit. … Die von ihnen aufgestellten Führer sind in Wahrheit nur Vollzugsvollstrecker des Willens der Majoritäten. Ihre Aufgabe ist es daher weniger, geniale Pläne oder Ideen zu produzieren, um sie dann gestützt auf einen vorhandenen Verwaltungsapparat durchzusetzen, als vielmehr die jeweiligen Majoritäten zusammenzubringen, die für die Durchführung bestimmter Absichten notwendig sind. Dabei richten sich aber weniger die Majoritäten nach den Absichten, als vielmehr die Absichten nach den Majoritäten. Ganz gleich, wie aber das Resultat eines solchen Handelns sein mag, es gibt keinen irgendwie faßbar dafür Verantwortlichen. Dies um so mehr, als ohnehin jede wirklich getroffene Entscheidung das Resultat zahlreicher Kompromisse ist, die sie dann auch in ihrem Wesen und Inhalt zeigen wird. Wen will man aber dann dafür verantwortlich machen ? …

Die Armseligkeit des deutschen Volkes an wirklich großen führenden Köpfen findet ihre einfachste Erklärung in der wüsten Zersetzung, die wir durch das demokratisch-parlamentarische System, das unser ganzes öffentliches Leben langsam anfrißt, vor uns sehen. …

Volk und Staat sind zwei verschiedene Begriffe geworden. Es wird die Aufgabe der ………………….. Bewegung sein, für Deutschland hier einen grundsätzlichen Wandel herbeizuführen.“

das Wort zum Sonntag: „Jeanne d`Arcs Tod, eine ewige Lehre“

von H.-P. Schröder

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Entsetzlich, rassistisch, geschmacklos – „Zentralrat erwägt Anzeige“ – Aber denken Sie selbst !

Jeanne  Jedermann

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Beim Abendessen sprach …… B. auf Bücher an, die er von ihm zur Durchsicht erhalten hatte. Insbesondere hätten ihn die Zitatzusammenstellungen aus Friedrich des Großen „Briefe über die Religion“ und seinen „Theologischen Streitschriften“ interessiert. Es sei eine wirklich wertvolle Tat, wenn man diese Schriften allen Deutschen – insbesondere aber allen führenden Leuten, voran Admiralen, Generälen usw. – zugänglich mache. Denn aus ihnen ergebe sich, daß er – …… – nicht mit „ketzerischen“ Gedanken allein dastehe, sondern sich in der besten Gesellschaft eines der größten deutschen Männer befände.

Es sei bedauerlich, beim Studium von Büchern über das Thema Staat/Kirche immer wieder feststellen zu müssen, daß eine Staatsführung die wahren Interessen des Volkes sehr, sehr leicht zugunsten irgendwelcher Ideologien oder Interessenklüngel preisgebe. Nur so sei es verständlich, daß eine Freiheitsheldin wie die Jeanne d`Arc – Shaw habe das noch viel klarer herausgearbeitet als Schiller – von ihren einflußreichen französischen Zeitgenossen verraten worden sei und als Zauberin habe verbrannt werden können.

Was in solchen Fällen von dem rechtlichen Denken der Gerichte zu halten sei, zeige Ernst Hauggs Abhandlung über das „Deutschlandlied“. Nach ihr haben es deutsche Gerichte sogar fertiggebracht, die Freiheitslieder eines so bedeutenden Deutschen wie Hoffmann von Fallersleben als „staatsabgewandt“ zu bezeichnen. Diese Richter hätten hinter den kleinen Belangen der in ihrem Staat herrschenden Dynastie die großen Belange des deutschen Gesamtvolkes einfach nicht gesehen.

Wenn man das wisse, müsse man es der habsburgischen Monarchie hoch anrechnen, daß sie den deutschen Gedanken auch in der Zeit, in der sich das Reich in Einzelstaaten aufgelöst habe und von dynastischen Interessen förmlich auseinandergerissen worden sei, hochgehalten habe.“

völlig losgelöst, schwerelooooos – das Raumschiff der Großen Koalition

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Fußabtreter der Nation

erschienen bei Rationalgalerie

von Ulrich Gellermann

Zwei Papiere schlagen gleichzeitig auf die Köpfe der Deutschen ein. In dem einen berichtet das Statistische Bundesamt mit nüchterner Brutalität über Armut in einem reichen Land: Sie wächst und verfestigt sich. In dem anderen erzählt ein aus CDU und SPD gemischtes Doppel über die wunderbare Zukunft der nächsten vier Jahre.

Im ersten Papier wird vom flexiblen Arbeitsmarkt geredet, jenem Fleischmarkt, an dem sich die Abgehängten immer wieder für Hungerlöhne anbieten müssen. In dem anderen Papier versprechen die Koalitionäre den Mindestlohn. Für das ferne Jahr 2017. Aus dem einen quellen die Bilder der Bettler vor den Supermärkten, den Flaschensammlern an den Müllboxen, den frierenden Obdachlosen. Aus dem anderen strahlt die ferne Macht der schwarzen Anzüge und Kostüme, überwältigen die Phalanxen der Polithändler, ist das satte Brummen dunkler Dienstwagen zu hören. Dazwischen: Nichts. Eine Gesellschaft im Wartestand auf Lösung. Da wollen welche eine Regierung des Weiter-So bilden. In einem Raumschiff der Ignoranz, der sozialen Blindheit und der Gewohnheiten fliehen sie vor einer Verantwortung, die ihnen angetragen wurde, in eine Welt, die für jene auf dem Boden nicht mehr erreichbar ist.

Jahre liegen hinter uns. Jahre, in denen eine dünne, fette Schicht sich schamlos weiter bereichern konnte. In denen eine Mehrheit auf der Stelle tritt und eine wachsende Minderheit das Fürchten gelernt hat. Es gab dann, vor den letzten Wahlen einen Moment der Wahrheit: Einige wollten so etwas wie Gerechtigkeit. Wenigstens ein wenig sollte die kleine Fettschicht abgeben. So viel, dass es für ordentliche Löhne für die Vielen gereicht hätte. So viel, dass an einem Bildungssystem der sozialen Durchlässigkeit hätte gebaut werden können. So viel, dass kaputte Straßen, verdreckte öffentliche Schulen und unzureichende Eisenbahnen hätten zügig repariert werden, dass Arbeit hätte Arbeit schaffen können. Doch Steuererhöhungen für die Reichen sind im System nicht vorgesehen. Statt dessen: Die Maut. Eine weitere Steuer für fast alle. Vor dem Steuergesetz, so spreizen sich die Maut-Koalitionäre, sind alle gleich. Ob ihre Karre rostet oder ihr Daimler blinkt. Und dann schreiben sie in den Vertrag: „Unser Land braucht eine `Neue Gründerzeit´. Wir wollen Unternehmertum und Gründungsgeist stärken und zu mehr gesellschaftlicher Anerkennung verhelfen.“ Oben, aus dem Cockpit des Raumschiffs, kommt der Funkspruch: Du hast eine Hartz-Chance, nutze sie, Erdling.

In den großen Städten werden wie am Fließband neue Luxushäuser gebaut. Immer mehr Kunstgalerien in den besseren Vierteln machen immer mehr Umsätze. Der Aktienmarkt vibriert vor lauter Nachfrage. Doch wann immer sie über die Finanzmärkte schreiben – „Die Finanzmärkte erfüllen eine wichtige Funktion für die Volkswirtschaft“ – und zaghaft über deren Kontrolle rätseln, schreiben sie nicht, wir werden, sie schreiben wir „wollen“. Wir haben irgendwie eine Absicht. Und wo es gilt, die Mieten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, da reden sie über die steuerliche Abschreibung im Mietwohnungsbau, den finanziellen Anreiz, das Kapital steuerlich günstig anzulegen.

„Effektivität – Bestimmt das Handeln. – Man verlässt sich blind – Auf den ander´n.“, singt Major Tom in seinem Raumschifflied aus den 80er Jahren. Blind sein, will die große Koalition natürlich nicht. Man will schon wissen was die Bürger treiben. Deshalb werden deren Daten auch weiter auf Vorrat gespeichert. Doch mächtig bleibt die Blindheit gegenüber der NSA, die im Papier als „Affäre“ gehandelt wird, nicht als Verrat: „Wir drängen auf weitere Aufklärung, wie und in welchem Umfang ausländische Nachrichtendienste die Bürgerinnen und Bürger und die deutsche Regierung ausspähen.“ Man drängt, aber man drängelt nicht.

Gedrängelt wird im militärischen Bereich: „Transatlantische Partnerschaft und NATO stärken“ lautet eine Überschrift. Und: „Wir bekennen uns zur NATO und zu ihrem neuen strategischen Konzept“. Um dann zu folgern: „Die Bundeswehr ist eine Armee im Einsatz.“ Nicht eine Armee, die das Land verteidigen soll. Kein Militär zum Schutz seiner Bürger. Man ist im dauerhaften Einsatz. Gegen wen, warum und wo, das bedarf schon nicht mehr der Begründung in der Koalitionsakte.

Schließlich wird dann doch ein Spannungsgebiet genannt: „Naher Osten und arabische Welt“. Da folgt dann nichts Entspannendes. Sondern die Verschärfung der Lage: „Wir bekennen uns zu der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel als jüdischem und demokratischem Staat und dessen Sicherheit.“ Die Kommandanten des Raumschiffs dekretieren einen Religionsstaat, einen jüdischen, auch wenn sich dort auch andere Religionen befinden. Und schließlich kommt, für alle Fälle, die Kriegsgarantie: „Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels sind für uns nicht verhandelbar.“ Welches Israel? Ein Land, das sich bis heute weigert, seine Grenzen zu definieren, ist hier nicht verhandelbar? Jenes der Gründung, das nach den erfolgreichen Kriegen gegen die Palästinenser, oder das Traumland aus der Bibel, für dessen Existenz nur noch ein paar Millionen Andersgläubige verschwinden müssen?

Irgendwann, weit hinten auf den 170 Seiten eines Vertrages, der noch ratifiziert werden muss, steht dann der erschreckend dürftige Satz: „Konsequenzen aus den Erkenntnissen des NSU- Untersuchungsausschusses: Wir stärken die Zentralstellenfunktion des Bundesamtes für Verfassungsschutz.“ Genau das Amt, dem man die Begünstigung des braunen Terrors zuschreiben muss, soll gestärkt werden. Nicht zerschlagen oder aufgelöst. – „Die Erdanziehungskraft – Ist überwunden. – Alles läuft perfekt, – Schon seit Stunden.“, singt Major Tom und hat das Außerirdische der Koalition vorweggenommen. Es gibt nicht viel Hoffnung, aber vielleicht können jene Mitglieder der SPD, die mit beiden Beinen auf der Erde stehen, denen der schwere Dienstwagen-Traum ihrer Parteispitze nicht den Blick auf die Wirklichkeit vernebelt hat, uns aus dem Elend eines unbeschwerten, gedankenlosen Weitermachens erlösen. Bitte.

Quelle: Rationalgalerie