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Wunder von München geplant?

Satire von H.-P. Schröder

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Können diese Augen lügen

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Unbestätigten und völlig grundlosen Gerüchten zufolge soll Herr Marx, der im unwirklichen Leben einen Bischofsdarsteller mimt, Frau Zschäpe zu einem privaten Treffen in seinem Palast empfangen haben. Wie künstlich platzierte Kreise mitteilten, nahm er ihr die Beichte und das Versprechen ab, zukünftig alles zu gestehen, was den jeweiligen Umständen angepasst und notwendig ist, damit er, Marx, und seine Kumpels aus Politik und Wohlfahrtsindustrie weitermachen können wie bisher. Rassistische Morde sind unverzichtbar für die Caritas, bestätigte er.

Marx überreichte Frau Zschäpe zum Abschied der 18-minütigen Audienz ein Exemplar der Großen „Enzyklopädie der erfundenen Todsünden ad maiorem Dei gloriam“ und ein in Haut gebundenes und mit Biernägeln verziertes Singbuch.

Wie sein Pressesprecher – in einer Pressekonferenz à oh la la Kretschmann, von der die Presse ausgeschlossen blieb – bestätigte, ist es ein Herzensanliegen von Marx, den Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen zu pflegen. Um garantiert ausbleibende (r) Kritik (vor) zu beugen, wies der Sprecher darauf hin, daß die Neonazis einen soliden gesellschaftlich relevanten Machtfaktor bilden, dessen Potential und Einflußmöglichkeiten, auch von den christlichen Kirchen, nicht vernachlässigt werden darf. Da ist noch einiges d´rin, zitierte der Sprecher Bischof Marx.

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