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MAKROBIOTIK

MAKROBIOTIK – unsere Krankheiten und unsere Heilmittel (Ersterscheinung 1882)

Als ein Edelstein von besonderem Wert, nicht nur für Laien, wie der Titel „für gebildete Leute“ vermuten lässt, sondern auch für praktische Ärzte entpuppt sich dieses Buch von Julius Hensel.

Wenn jemand wie der Verfasser erst als reifer Mann, gewappnet mit reichen chemischen Kenntnissen – ohne die Scheuklappen des Autoritätsglaubens – an das Studium der Medizin tritt, einzig und allein getrieben durch den unwiderstehlichen Drang die Wahrheit zu ergründen, so ist es nicht zu verwundern, wenn es ihm gelingt, sich zu einer Klarheit der Naturanschauungen und Erkenntnis der intimsten Lebensvorgänge durchzuringen, die weit über der Sphäre des Alltäglichen liegen.

Die Begründung umwälzender Anschauungen wird auf jeden denkenden Leser nicht ohne Eindruck bleiben, so dass es ihm schwer sein wird, unter der Fülle der auf jeder Seite mächtig auf ihn einwirkenden neuen Eindrücke die fesselnde Schrift beiseite zu legen, ohne sich zu den in ihr enthaltenen grossen und einfachen Wahrheiten zu bekennen.

„MAKROBIOTIK“ aktuell überarbeitet und neu verlegt
durch John Schacher bei lulu.com,
Hardcover, ISNB 978-1-4457-7900-3, Deutsch, 208 Seiten, Euro 29,50

Paperback, 245 Seiten: Euro 16,90

e-book: Euro 9,90

Bei nachgewiesener Bedürfigkeit möchten wir die betreffenden Kaufinteressenten mit einem preisreduzierten Autorenexemplar versorgen. (Kontaktformular benutzen)

Dieses Buch war vornehmlich Ärzten gewidmet. Auch Apotheker werden ihre helle Freude haben, alte Rezepte wiederzufinden. Durch seine hohe Verständlichkeit und Genialität ist es in heutiger Zeit auch dem Laien von Herzen zu empfehlen.

INHALTS-VERZEICHNIS

Einleitung

I. Anatomischer Teil oder vom Bau unserer Leibessubstanz 7

  • Vom Ei 16
  • Vom Gliederbau 24

II. Physiologischer Teil oder von dem Verhalten des gesunden Körpers 40

  • Von der Körpertätigkeit im wachen Zustande 48
  • Von der Ruhe und vom Schlaf 49
  • Von den Gemütsbewegungen 54
  • Von der Ernährung 61
  • Von unserem Perpetuum mobile 65

III. Pathologischer Teil oder von den Störungen der Gesundheit

  • A. Allgemeines 69
  • B. Spezielles 87
  • Klimatische Fieber 89
  • Von den Blattern oder Menschenpocken 101
  • Von der Lungenschwindsucht 104
  • Von den Krampfzuständen 113

IV. Therapeutischer Teil oder von der heilenden Behandlung 117

  • Zusammenfassung der Krankheitsursachen 196
  • Zusammenfassung der wirksamsten Hilfsmittel 197

Aaron´sche Fälschungen – jüdischer Goldraub

Leseprobe aus Julius Hensel´s MAKROBIOTIK
(siehe Menüpunkt Bücher & Schriften):
……Gemütsbewegungen wirken darum sozusagen ansteckend. Den Beweis dafür liefert die Geschichte der ältesten Zeit bis herab in unsere neuesten Tage. Zwei Beispiele dafür, statt vieler, mögen mir gestattet sein hier als Belege anzuführen.
Als es Aaron nicht gelang, dem König Pharao die Zustimmung abzugewinnen zur allgemeinen Entlassung der jüdischen Bevölkerung aus Ägypten und da auch die Juden selbst nicht besondere Lust verspürten, statt des sicheren Brotes, das sie in Ägypten aßen, sich in eine ungewisse Zukunft zu begeben, da ließ er die Furcht mithelfen, um ihn zu dem Ziele zu führen, dass er das goldene und silberne Geschmeide unterschlug, welches die Jüdinnen den gutmütigen ägyptischen Frauen abgeborgt hatten, unter dem Vorgeben, dass sie zur würdigen Feier ihres Osterfestes so prächtig geschmückt als möglich sein müssten. Aaron erschien nämlich in der Stille der Nacht plötzlich unter den zur Festfeier vereinigten Juden, um ihnen zu berichten, dass Pharao befohlen, sie sollten machen, dass sie fortkämen. (2. Mos. 12, 31). Ob er diesen Bericht mit Übertreibungen würzte und vielleicht hinzufügte, Pharao wolle alle Juden totschlagen, die am nächsten Morgen noch in seinem Lande angetroffen würden, bleibe dahingestellt; aber ich bin geneigt, dies zu glauben. Jedenfalls steht mit dem angeblichen Befehl Pharaos der Inhalt von 2. Mos. 14, 5 in grellem Widerspruch. Dort steht: „Und da es dem Könige in Ägypten ward angesagt, dass das Volk war geflohen“ usw. — Ebenso darf aus der Reue der Juden über ihren Auszug (2. Moses 14, 11-12) geschlossen werden, dass Aaron sie schmählich belog, um sie zur allgemeinen Flucht zu veranlassen. Ganz gewiss hat doch manche der Jüdinnen gefragt: „Was machen wir mit den entliehenen Schmucksachen? Diese müssen wir doch erst zurückgeben“.
Aber gerade um das ägyptische Gold war es dem Aaron zu tun; er wusste bereits, dass er es bei erster Gelegenheit zu einem gemeinsamen Klumpen einschmelzen wollte, von welchem niemand mehr seinen Anteil zurückfordern könnte. Und da mag er wohl den ehrlichen Jüdinnen, die mit ihren ägyptischen Herrschaften auf ganz freundschaftlichem Fuße lebten und ihnen das Geschmeide wieder abliefern wollten, in affektierter Hast geantwortet haben: „Dazu ist jetzt keine Zeit; das wird sich alles finden. Machen wir nur, dass wir fortkommen; denn wer zurückbleibt, ist ein Kind des Todes. Pharao lässt ihn spießen, rädern und am Galgen aufhängen.“
Mitten in der Nacht! — Man denke sich die Unruhe, die Erregung, die Angst und Todesfurcht, die sich der Weiber bemächtigte. Furcht raubt die Überlegung und den klaren Verstand. Und wenn auch nur ein Teil von der Furcht ergriffen ward und mit bebenden Gliedern im Festsaal umherirrte, so war dies hinreichend, um alle Übrigen der klaren Besinnung zu berauben. Aaron hat auf diese Weise seinen Zweck vollkommen erreicht.
Als zweites Beispiel, wie z.B. Furcht vor Krankheit die nüchterne Überlegung raubt, weiß ich nichts Besseres zu erwähnen, als den (Mitte November 1890) florierenden Kultus, den man mit dem Koch´schen Schwindsuchts-Heilverfahren treibt.
Herr Koch, der ja selbst sagt, dass er seinem chemischen Assistenten viel bei der Sache verdanke, besitzt nicht die nötigen Kenntnisse in der organischen Chemie, um mich zu bewegen, seinem Verfahren Vertrauen entgegenbringen zu können……. (MAKROBIOTIK, (Paperback Seite 64/65 – siehe Menüpunkt Bücher & Schriften)

Carl Huter über Julius Hensel

Auszug aus Originaltext von Carl Huter, 1910:

VII. Meine Kämpfe um diese Wahrheit über den Stand der Diagnose und Heilkunde:

Als ich in den Jahren 1889 bis 1892 stark von der Influenza heimgesucht wurde und ein schweres Lungen und Halsleiden davontrug, habe ich viele Ärzte der verschiedensten Richtungen und auch allerlei Heilkundige konsultiert, fand aber nirgends volle Hilfe; meist verschlechterte sich durch die vorgeschriebenen Mittel, sobald sie angewendet wurden, das Leiden.
Die beste Hilfe fand ich bei dem berühmten Halsspezialisten Dr. med. Schäffer in Bremen und eine erhebliche Besserung durch die Methode des damaligen Naturheilkundigen Louis Kuhne in Leipzig.

Dieses waren die Gründe, weshalb ich zum Nachdenken über diese Erfolge und Mißerfolge und zum Studium sowohl des Systems der Allopathie und Homöopathie, als auch der Biochemie, Henselkur, Naturheilkunde, Kneipp-, Kuhne- und Schrotkur, sowie der Magnetopathie angeregt wurde.

Ich fand in allen Richtungen Wahrheiten und Irrtümer, die beste Wahrheit aber bei Julius Hensel; denn er stellte das geistige Prinzip des Lebens, das im menschlichen Körper über allen chemischen wirke, als das wertvollste hin. Julius Hensel, deutscher physiologischer Chemiker, war zuerst 20 Jahre Apotheker und studierte erst in reiferen Jahren Medizin. Er vertrat die Ansicht, daß in den Lebenskraft gebundenen Nährsalzen, Erden und Metallen, die den menschlichen Körper aufbauen und an die magnetische Lebenskraft gebunden ist, die Lebens- und Heilmittellehre der medizinischen Wissenschaft ihren Halt finden müsse. Sein ausgezeichnetes Werk „Makrobiotik“ ist vornehmlich den praktischen Ärzten gewidmet.

Eine ähnliche Auffassung fand ich bei Louis Kuhne, der das Prinzip der Lebenskraft vertrat und schließlich kehrte dies Ansicht auch bei den Magnetopathen wieder.
Nur war nach ihrer Meinung der Magnetismus die Lebenskraft. Das ist, wie ich nachgewiesen habe, eine irrige Annahme.

Kurz, Hensel und Kuhne und einige andere sprachen von der Lebenskraft, ohne sie aber wissenschaftlich zu beweisen und erklären zu können…

„Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd“

Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910:

… „zum Schluss wollen wir noch ein Präparat erwähnen, dessen vorzügliche Eigenschaften † Julius Hensel schon vor 30 Jahren erkannt und ausprobiert hat, nämlich das in seinem Buch „Makrobiotik“ verschiedentlich empfohlene Wasserstoffsuperoxyd.

Julius Hensels Wasserstoffsuperoxyd ist ein altbewährtes, völlig ungiftiges Hausmittel. Ganz vorzüglich zur Blutstillung, Reinigung und Heilung frischer sowie alter jauchiger Wunden und Geschwüre. Entfernt üblen Geruch aus Mund, Hals und Nase usw., indem es Fäulniserreger zerstört, katarrhalische Prozesse zum Stillstand bringt und die Zersetzungsprodukte beseitigt. Auch innerlich genommen entwickelt es dieselben Eigenschaften, da es in Berührung mit tierischen Geweben Sauerstoff abgibt und elektrisierend, oxydierend und desinfizierend wirkt.
Wasserstoffsuperoxyd ist infolgedessen auch das beste und wirksamste Präparat für die Zahn- und Mundpflege. Die Zähne erhalten ein blendend weisses Aussehen. Die ganze Mundhöhle wird gründlich desinfiziert und so alle Ansteckungsstoffe schon an der Eingangspforte des Körpers unschädlich gemacht. Ausgedehnte Versuche haben auch die grosse Verwendbarkeit in der Hautpflege dargetan. Die bleichende, oxydierende und desinfizierende Wirkung des bei der Behandlung freiwerdenden Sauerstoffes kommt besonders bei unreinem Teint sehr vorteilhaft zur Geltung …
Bei starker Schweissbildung, insbesondere der Füsse oder Hände, leisten kalte Abwaschungen mit einem Teil Präparat und drei Teilen Wasser, oder aber Fuss- bzw. Handbäder … ganz ausgezeichnete Dienste.
Wasserstoffsuperoxyd hat heute grosse Verwendung in der Technik gefunden und kommt daher in zweierlei Qualität in den Handel. Für alle hier erwähnten Zwecke ist nur das chemisch reinste Präparat verwendbar, wie solches schon seit Jahrzehnten von der Firma Julius Hensel in den Handel gebracht wird …“

Quelle: Prospekt des Engros- und Versandhauses „Hygiea“ in Wien aus der Zeit um 1910
Preis: 1 Flasche mit Patentverschluss (ca. 250 g) = 1,75 Fr. bzw. 2 Kr.