Schlagwort-Archive: Kurdistan

Syrien: Kurden kämpfen gegen „Halsabschneider“

gesehen bei politaia

Die USA und Großbritannien haben angekündigt, ihre nicht-tödliche Unterstützung, sprich Waffenlieferungen, für die Aufständischen in Syrien einzustellen, nachdem das Hauptquartier der oppositionellen Freien Syrischen Armee von islamistischen Gruppen überrannt worden ist. Über deren Terror in den nicht mehr von der syrischen Regierungsarmee kontrollierten Gebieten des Landes ist kaum etwas bekannt. Doktor Nikolaus Brauns vom Kurdistan-Solidaritätskommittee in Berlin hat die kurdischen Gebiete mehrfach besucht, zuletzt war er Ende Oktober in Rojava im Norden Syriens, wie das Gebiet der Kurden genannt wird. Rüdiger Göbel sprach mit dem Experten.

 

Auch wenn er hier die Schlagzeilen nicht mehr dominiert, dauert der Krieg in Syrien  unvermindert an. In der vergangenen Woche sind an einem Tag 170 Kurden im Norden des Landes von islamistischen Kämpfern gekidnappt worden. Seit Anfang November insgesamt 300. Können Sie etwas zum Verbleib der Entführten sagen?

Nach unsere Informationen sind ungefähr 30 der Entführten zum Glück inzwischen wieder frei gekommen. Wie weit dabei Lösegelder gezahlt wurden, ist mir nicht bekannt. Die anderen sind in Dörfern gefangen, die vollständig unter der Kontrolle von Al-Qaida-nahen Gruppen stehen. Die Befreiten haben erzählt, dass diese Gefangenen dort auch Foltern ausgesetzt sind. Ich habe selber in Rojava mit einer ganzen Reihe von Leuten gesprochen, die eine Zeitlang Geiseln der Islamisten gewesen sind, die erzählten alle von Misshandlungen und davon, dass vor allem verschleppte Frauen dort zu einer Art religiös verbrämten Form der Vergewaltigung gezwungen werden. Sie werden dann von einem dschihadistischen Kämpfer zum nächsten weiter gereicht, für eine Nacht geheiratet und dann wieder verstoßen.

welches Ziel verfolgen die Entführer?

Zum einen geht es tatsächlich, ich sage mal, um normale kriminelle Machenschaften. Sie wollen zu Geld kommen. Es läuft also ganz viel darüber, dass Geiseln genommen werden, um dann die Familien zu erpressen. Das passiert sehr oft auch bei christlichen Familien. Das andere ist, dass dort dann die kurdischen Familien, oder auch arabische Familien, es gibt ja auch viele arabische Geiseln, so unter Druck gesetzt werden sollen, dass sie eben nicht mit der kurdisch dominierten Volksrätebewegung und mit den vor allem kurdischen Selbstverteidigungseinheiten zusammenarbeiten. Ein drittes Ziel ist wohl inzwischen, dass sich die Islamisten auch absichern gegenüber den eher pro-westlichen Teilen der sogenannten syrischen Opposition, also der Freien Syrischen Armee, dass sie also von deren Seite jetzt keine Übergriffe zu befürchten haben.

WEITERLESEN bei Stimme Russlands

syrische Kurden gründen kommissarische Regierung

Flag_of_Kurdistanerschienen bei Ria Novosti

Die im Nordosten Syriens ansässigen Kurden haben Medienberichten zufolge die Bildung einer unabhängigen kommissarischen Regierung bekannt gegeben.

Zuvor hätten die Kurden den Dschihadisten beachtliche Territorien abgerungen, wie die Nachrichtenagentur AFP meldete. Eine kommissarische Regierung war am Dienstag in Istanbul auch vom nationalen Oppositionsbündnis gebildet worden.

Die Kurden machen mit 2,3 Millionen rund zehn Prozent der syrischen Bevölkerung aus. Die meisten von ihnen leben in nordöstlichen an die Türkei angrenzenden Regionen Syriens, wo die meisten Ölreserven des Landes lagern.

Seit Jahren werfen die Kurden Damaskus eine diskriminierende Politik und die Unterdrückung der kurdischen Befreiungsbewegung vor. Dem gegenwärtigen Konflikt, der seit März 2011 andauert, bleiben die Kurden fern. Die syrische Armee hatte kurdische Gebiete im Nordosten bis auf zwei Großstädte Hassake und Kamisli verlassen. In allen anderen Städten und Siedlungen der Region hatten die Kurden bereits örtliche Selbstverwaltungen ins Leben gerufen.

Quelle: Ria Novosti

kurdische Truppen nehmen Kontrollposten an syrisch-irakischer Grenze ein

Flag_of_Kurdistanerschienen bei Ria Novosti

Kurdische Freischärler haben einen von Islamisten kontrollierten strategischen Grenzposten an der syrisch-irakischen Grenze erobert, meldet AFP am Samstag.

Laut der Agentur handelt es sich um den Posten in Al-Jarubia, der seit März 2013 unter der Kontrolle von Extremisten gestanden hatte. Der gleichnamige Grenzort ist seit dem Frühjahr Schauplatz erbitterter Kämpfe.

Wie AFP berichtet, hatten Islamisten der Al-Qaida-nahen Al-Nusra-Front und der Gruppierung „Islamischer Staat Irak und Levante“ über den Grenzübergang Waffen und Söldner nach Syrien geschleust.

Die syrischen Regierungstruppen erlitten nach AFP-Angaben bei der jüngsten Offensive eine Niederlage gegen ihre gut ausgerüsteten Gegner. Danach begannen auch Truppen der kurdischen Freischärler, den Extremisten Widerstand zu leisten.

Der Nachrichtenagentur zufolge übernahmen die kurdischen Formierungen den Grenzposten in den Morgenstunden. Die Präsenz der Islamisten in der Region bleibe aufrecht, hieß es.

Quelle: Ria Novosti

Konvoi der türkischen Streitkräfte dringt kurzzeitig in die syrische Stadt Jarablos vor

türkische Armeekräfte nahe der syrischen Grenze – Bild: press.tv

erschienen bei press.tv

Übersetzung Dr. Steffen Seidel

Türkische Streitkräfte haben vor kurzem die Grenze zur kurdischen Region Syriens mit der Unterstützung von gepanzerten Fahrzeugen und Hubschraubern überquert.

Mehr als 100 türkische Soldaten bewaffnet mit thermischen Raketen und hochentwickelten Waffen sind am Dienstag in die Stadt Cerablos in der kurdischen Region des Kobani vorgedrungen.

Das Kontingent von türkischen Soldaten verließ Berichten zufolge ihre Basen vor einer Stunde.

Mittlerweile berichten türkische Medien, dass etwa 40 türkische Soldaten in Syrien festgenommen worden sind.

Ein Sprecher der kurdischen Milizen in den Grenzstädten Kobani und Efrin beschuldigte die türkischen Streitkräfte der Lieferung von Waffen und Munition an Rebellen, die gegen die Regierung des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad kämpfen.

Das türkische Außenministerium hat Berichte über den grenzüberschreitenden Einfall in Syrien bestritten.

Kommentar Dr. Seidel: Ob sie vor kurzem eingefallen sind oder nur für kurze Zeit da waren ist etwas widersprüchlich und vielleicht Folge einer unkorrekten Übersetzung vom arabischen ins englische.
Das es bestritten wird – solange wie möglich – sollte keinen verwundern außer denen, welchen der Lügen-Mainstream heilig ist.

Quelle: press.tv