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was getan werden muß – ein geöffneter Brief

Zumthor Kapelle

H.-P. Schröder

Der Erde und den Menschen

 

Sehr geehrter Herr Grass,

als Mitreisender in ebenfalls brennender Sorge möchte ich Ihnen meine Dankbarkeit für Ihre öffentlich gemachte Positionsbestimmung zur Kenntnis bringen. Bis zu welchem Grad Sie meinen Überlegungen beipflichten würden, werde ich wahrscheinlich nicht erfahren………

Trotz heftigen Versuchens konnte ich nie eine Sinnhaftigkeit in politischer Parteinahme nachweisen, was in dem Vers:

„Ob Rechts, ob Links,

ob g`radeaus,

Sie wanken stets

um`s selbe Haus.“

seine Verdichtung fand. Die Gefahren übersteigen den Nutzen. Wie relativ, relativ bedeutungslos, Parteinahme ist, zeigt sich an der Tatsache, daß rechts nur von links aus rechts ist. Die brauchen einander zum Überleben. Ein freier Mensch benötigt kein weder – noch und auch kein wedernoch.

Es müsste eigentlich Ruine statt Haus heißen, aber das hätte die Begriffigkeit des Reimes gestört. Man macht eben Konzessionen, auch in jungen Jahren. Leider. Der Formen zuliebe. Bei kleinen Dingen. Bei den Großen können Konzessionen Völkermord verursachen oder vertuschen, oder beides gleichzeitig.

Vielleicht besteht unsere Klientel, denen wir Benehmen beibringen sollen, aus schlichten Feiglingen oder es sind ungezogene, größenwahnsinnige Kinder, sie, die Trickser, Fälscher, Täuscher, mit denen wir es zu tun haben und die es schwerlich jemals zur Augenhöhe bringen werden. Sonst hätten sie bereits Wachstumssymptome gezeigt, aber leider – nichts bisher, trotz Hormonzugaben.

Stets wollen sie diktieren, anstatt zu diskutieren; klappt das nicht, werden sie rüpelfrech. Und rufen die Winkeladvokaten der gleichgeschalteten Presse per Monopolyfunk zu Hilfe: „ Jetzt kommt mein Papi und verhaut dich!“

Na, du du du du, da sind wir aber erschrocken, Donnerlüttchen!

Gleichgültig wie viele akademische Positionen sie besetzen, mit dieser Mentalität bringt man nichts voran. Auswendiglernen und apportieren kann jeder; bei allerschönstem Büchsenlicht den Anstand nutzen, um keinen Schuss abzugeben, das bringen nur reife Persönlichkeiten zustande.

Wir werden von Verbrechern bedrängt, von Tieren aus den dunklen Abgründen, von dort, wo es einzig um das Haben geht. Sich denen entgegen stellen, die zu bessern, das muß getan werden.

Sind 300 000 verbrannte Japaner Völkermord? Oder NUR ein Kriegsverbrechen? Sind das Einpflanzen eines Bedrohungssyndroms in die Jugend Israels und eines Schuldkomplexes in die deutsche Jugend Völkermord oder NUR Verbrechen am unentwickelten Geist?

Herr Grass, Sie bezeichnen das Verbrennen zweier japanischer Städte als amerikanisches Kriegsverbrechen. Völlig zu recht. Niemals wurde diese Schuld beglichen, niemals als der Aufarbeitung notwendig erachtet, niemals ein Dollar Wiedergutmachung gezahlt. Im Gegenteil, die Besatzer treiben sich im Jahre 2012 immer noch auf Okinawa herum; unter Tarnnetzen haben sie sich festgesaugt, obwohl Japaner sie hinwünschen, wo sie hingehören: zum Teufel.

Millionen von Menschen wurden getötet, da nichts und niemand den Bestien Einhalt gebot. Bis jetzt. „Sie wanken stets um`s selbe Haus.“

Politische Meinungen sind völlig überholt, mit einer Meinung ist kein Fortschritt zu erzielen. Kein Weiterkommen. Selbst mehrere Meinungen helfen da nicht weiter. Es ist nur bedingt sinnvoll, sich einer Fraktion anzuschliessen. Fraktionen erfüllen die Funktion von Wanderrattenhorden unter Fremdkommando. Welcher gebildete Geist könnte da mitmachen, zumal wenn er am eigenen Leibe die Wanderbewegungen erlebt und aktiv an Wanderwettbewerben teilgenommen hat, obwohl er stets behauptete über eigene Sinne, einen Kompaß und eine aktuelle Karte zu verfügen.

Vergessen wir die Parteien, politische Richtungen und Denkschulen alter Prägung, – sie sind Sammelbecken für Entmündigte, – dort wird eingefärbt ohne Sinn für Schönheit, indoktriniert ohne Rücksicht auf die Person, subtil zusammengekettet oder gegeneinander gehetzt , „stets um`s selbe Haus.“

Die Sucht nach Gemeinschaft treibt uns in wesensfremde Arme. Und die verhindern, daß aus der Ruine ein Haus wird, in dem wir eines Tages am gemeinsamen Tisch zusammenfinden.

Vergeßen Sie die SPD, Brecht ging in eine ähnliche Falle, richtete sich letztendlich allerdings nach einer besseren Karte. Endete unverstanden. Sein Nachruhm wächst und gedeiht. Gut so.

Lieber Herr Grass, ihr Fazit kam verfrüht, war ein schlichter Zwischenbericht, wie sich jetzt erweist, da der Druck steigt und das Atmen immer schwerer fällt. Wurden Sie überrrascht?

Ich bin froh, daß unter der Haut von gestern eine ganze, frische Zwiebel an das Tageslicht gekommen ist. Sie wirkt robust und ist keimfähig.

Der Aufstand auf den Feldern des Gewissens läuft bereits seit Jahrzehnten. Wurde er von Ihnen bemerkt? Oder registrierten Sie nur die Symptome anhand der Methoden, mit denen die Unterdrücker versuchen, ihn zu dämpfen: Lügen, Propaganda, Diffamierung, Bestrafung und darf ich ergänzen, Mord. Wir haben zugelassen, daß der Abschaum den Rahm abschöpft und uns verarscht.

Entschuldigen Sie bitte den Ausdruck, es ist so. Gewalttätig martialisch auftretende Primitivlinge, Meinungsvertreter, a propos Vertreter: Sind Dr. Mathias Döpfner und die kleinen grauen Männer Vertreter einer eigenen Meinung?

Zumindest im Fall Döpfner muß man das in zweifacher Beziehung bezweifeln. Herr Döpfner wäre nicht, wo er sich glaubt zu befinden, wenn er so wäre, wie er sich gibt. Der Mann tut schlecht, was er besser täte, wenn er sollen müßte. Er vesteckt sich im Gassenjargon, direkt gegenüber von „Unten Kindergarten, oben Puff“. Selbstverständlich kann er auch, wenn er muß, umgekehrt auftreten, als „Unten Puff, oben Kindergarten“.

Jeder bettet sich, so wie er lügt. Herrn Döpfners Kommentar „Der braune Kern der Zwiebel“ liest sich wie eine Anklageschrift gegen die Döpfnerbande und das, wofür sie steht, wenn man den Kommentar ein ganz klein wenig von oben betrachtet.

Plakativer Wortsalat aus dem Begriffemixer, vermatscht mit süßlicher Anbiederei, Gegenwartsgeschichtsverfälschung, markigen Anschuldigungen, auf die Person, nicht auf die Sache gezielt, denn da reagiert er feige, wie alle seine Spießgesellen, tägliche Versuche mittels Blendgranaten wackere Kämpfer vorzutäuschen, die sich heimlich hinter Nebelwänden gegenseitig die Siegesmeldungen erfundener Schlachten diktieren.

Geländegewinne existieren einzig in Dr. Döpfners Einbildung. Die haben keine Ahnung von Poesie, behaupten aber dicht zu sein. Trotz Scheiterns fordern die Damen und Herren noch mehr Opfer im Namen ihres Herrn. Sie können besser, entscheiden sich jedoch für Primitivität. Was ist davon zu halten?

Dr. Döpfner möchte gerne sein Produkt subjektiver Kurzsichtigkeit dem paralysierten Bildleser als gerechtes Ergebnis einer moralisch überlegenen Instanz andrehen. So wie man es an ihm tat. Er verarscht den Leser, so wie man ihn verarscht. Zwiefach. Wir wissen, was der Konzern in den 60ern und 70ern uns antat, wie gehetzt wurde, bis Blut floß. Heute ist derselbe Ungeist am Werk, Dreckschleudern sind Steinewerfer im Schafspelz.

In Herrn Graumann liegt der Fall etwas anders. Einzigartigkeit verfertigt Recht.

Historische Betrachtung geht von Fixpunkten aus, von denen aus, je nach Zeitgeschmack, fix ein Klassifizierungssystem errichtet wird. Manche sind ganz niedlich, andere na ja… Lustig wird es, sobald man berücksichtigt, daß wir gar nicht ermessen können, was Zeit ist. Ihr Wesen erschliesst sich uns nicht. Und doch wird sie benutzt, um Geschehenes zu katalogisieren. Einen Punkt herauszugreifen scheint mir temporäre Wilkür. Morgen werden die Helden abgesetzt und Verbrecher zu Helden erklärt.

Wir müssen uns überlegteren Standpunkten öffnen. Offen, jedoch unbarmherzig neutral, unverhaftet dem Augenblick. Unbeugsam. Wir müssen uns von Bevormundung freimachen. Wir benötigen weder Sprachrohre noch Denkmaschinen, wir besitzen eigene Werkzeugkästen. Von Natur aus.

An der Stelle des Interviews, an der Sie, sehr geehrter Herr Grass, den Verblender Guttenberg als Geburtshelfer der deutschen Söldnerarmee bezeichnen, würde ich Konsequenzen ziehen und beginnen, weiter zu zeigen:

  1. Die Parallelen zur Spätphase des römischen Reiches + Konsequenzen
  2. Die Bundeswehr als Handlanger des amerikanischen Imperiums und die fatalen Folgen für das deutsche Volk. Unterkapitel: Ausrichtung der deutschen Industrieproduktion auf die Bedürfnisse des Imperiums. Innen- und Aussenpolitik nach Anweisungen derBesatzer. Unterwanderung der Intelligenz und Korruption
  3. Der Nachfolger Guttenbergs heißt de Maiziere, wie Wulff und Guttenberg Zögling der USA, Absolvent des Young Leaders Programms, Zögling des Einkreises, der verantwortlich zeichnet für Verbrechen an der Spezies Mensch.

Was getan werden muß

Erste Schritte: Wieder laufen lernen…

  • Die amerikanischen Truppen verlassen sofort den deutschen Boden, Gebäude und Ländereien sind in ordnungsgemäßem Zustand auszuhändigen, über Terminierungen entscheidet das deutsche Volk nach objektiver Aufklärung. Über die Höhe zu leistender Reparationen und in welcher Form diese zu leisten sind, entscheidet das deutsche Volk. Die USA wird aufgefordert die NATO umgehend zu verlassen.
  • Sollte sich die USA weigern, den Forderungen nachzukommen, erfolgt der sofortige Austritt Deutschlands. Truppenteile sind zu entflechten, die Generalität ist von nicht den Interessen des deutschen Volkes dienlichen Verpflichtungen zu entbinden.
  • Beeinflussungsagenten in fremdem Sold sind anhand ihrer Vita zu enttarnen, Höflinge aus Redaktionen, von öffentlichen Bühnen und aus politischen Zirkeln zu entfernen.
  • Dem Internet kommt eine wichtige Rolle in den einzuleitenden Aufklärung- und Entscheidungsprozessen zu. Das deutsche Internet muss gegen Sabotage abgesichert werden.
  • Die Abwehrbereitschaft Deutschlands ist auf eigene Füsse zu stellen, internationale „Verpflichtungen“ sind unter den Aspekten des Eigeninteresses zu überprüfen und gegebenenfalls aufzukündigen.
  • Zahlungen an das Ausland, die ohne erkennbare Gegenleistungen erfolgen, werden ohne Übergangsfrist eingestellt und nur nach sorgfältiger Bedürfnis-. bzw. Bedarfsprüfung, falls überhaupt, wieder aufgenommen. Die Höhe der jeweiligen Zahlungen ist einer Kosten-Nutzenanalyse auf breitest möglicher Basis zu unterziehen.
  • Das kreative Potential des deutschen Volkes ist ohne Wenn und Aber und ohne Ansehen der Person zu fördern. Jede Idee und jeder Vorschlag sind einer Prüfung zu unterziehen. Wir können es uns nicht leisten, einen Impuls zu verwerfen, nur weil der Impulsgeber kein „Experte“ ist oder einem Konkurrenten im Weg steht, oder dem „falschen“ Verein angehört.
  • Sollten diese zur Selbstwerterhaltung notwendigen Schritte nicht den Beifall und die Unterstützung der in der EU tätigen Restalliierten finden, erfolgt der Austritt Deutschlands aus der EU.
  • Die Absicherung der Aussengrenzen wird verstärkt, die Bürger zur Wachsamkeit aufgerufen..
  • Gesetze und Verwaltungsvorschriften, die ausländische Urheber haben, werden für null und nichtig erklärt, um einen unbelasteten Neuanfang zu ermöglichen.
  • Um einseitiger Waffenüberproduktion, Markenwahn und Ressourcenverschleuderung zu entkommen, sind Industrie, Universitäten und privatwissenschaftliche und militärische Forschungseinrichtungen, deren Steuerung durch sogenannte marktwirtschaftliche Kräfte hiermit aufgehoben ist, aufgefordert, die zurückgehaltenen und weggeschlossenen oder nur speziellen Gruppen zugänglichen Technologien und technologischen Durchbrüche, der Menschheit zur Verfügung zu stellen. Diese Anordnung erstreckt sich auch auf alle Fragen und Antworten, die mit der Bekannmachung eines wirklichkeitskonformeren Weltbildes in Zusammenhang stehen. Die Anordnung betrifft im Besonderen, aber nicht nur, die Ethnologie, die Geographie, die Archäologie, hier explizit Altorientalistik und Präinkaische Kulturen, die Astronomie, die Meereskunde und die Raumfahrt. Die vorurteilsfreie Aufdeckung bereits bekannter Fakten ist Grundbedingung. Bereits jetzt zeichen sich Veränderungen ab, die zu völlig neuen Schlüssen einladen.
  • Alle Menschen guten Willens, unabhägig von Herkunft, Status und Bildung sind eingeladen, ihre Begabungen einzubringen.

Was getan werden muß

Hinsehen, hinhören, Farbe bekennen, aussprechen, enttarnen, Bindungen erkennen, Verbindungen aufdecken, Zivilcourage fordern, Täter nennen, Mittäterschaft verweigern, Opfer heilen. Beispiel sein. Dem Leben ein lebenswertes Leben aufzeigen.

Sehr geehrter Herr Grass, ihre Kritiker sind uns nicht gewachsen, uns, den ebenfalls Besorgten, die den Alarmruf bereits schon lange jeden Tag vernehmen und aus deren Mitte sich jeden Tag Stimmen erheben, um Hinweise zu schenken.

In einer Angelegenheit, die mindestens die Hälfte der Menschheit, wenn nicht gar uns alle angeht, kann es keinen „falschen“ Beifall geben. Jeder Beifall ist wichtig. Noch wichtiger wären aufrichtige Diskussionspartner, die dazu beitragen, Synthesen zu erabeiten, die aufbauen. Die fehlen.

Die Selbsternannten mit Turboellenbogen und dem ewigen Heißhunger und deren Beiwagenfahrer und -innen, mit ihrem eingebauten Stolz auf Eigenbluttransfusionsleitungen, sucht man im Ring des Lebens vergebens.

Die zocken lieber auf den Ausgang und verbringen ihre Zeit mit Versuchen, den Schiedsrichter zu bestechen, diese Inzüchtigen.

Wir lernen sie immer besser kennen und tun das Notwendige mit Humor. In diesem Sinne weiterhin Frohes Schaffen!

H.-P. Schröder

sehr geehrter Herr Grass, „die Lage spitzt sich zu“

von H.-P.-Schröder



 

Wichtiger als ein Gedicht ist dessen Interpretation, die seine Wirkung begründet. Gewirkt hat er, der Altmeister. Manche meinen, der so lange aufgebaute Druck habe sich leider in einem Aufruf Bahn gebrochen, der mit zu verdünnter Tinte geschrieben sei. Mag sein. Wir sind Herrn Grass dankbar.

In zwei Interviews hat Günter Grass seine eigene Interpretation und seinen Text in einen breiteren und höheren Rahmen gestellt und mehr Hintergrund geliefert. Seine Kollegen schweigen.

Viele Stimmen  versuchen fortwährend, sich zum Thema Gehör zu verschaffen. Zensur des Andersdenkenden ist Alltag in Deutschland und die Gleichschaltung der veröffentlichten Meinung eine Tatsache. Eine Gleichschaltung, die ohne das Mitwirken zahlreicher dienstbarer Geister nicht durchführbar ist. Die eigentlichen Drahtzieher, die Verführer und Druckausüber, das sind zwei Handvoll, nicht mehr. Und die sind bekannt.

Wahrscheinlich weiß Herr Grass dies nicht, wahrscheinlich ahnt er es, wahrscheinlich scheut er vor dem Bild zurück. Sich der im ersten Augenblick erschreckenden Erkenntnis der mafiösen Verhältnisse zu stellen, die im zum absoluten Ideal verklärten, ausgehöhlten Demokratiekörper ihr Ratten- und Schattendasein führen, würde Herrn Grass die Energien zuführen, die notwendig sind, um das Unpräzise des Textes, die Reibefläche an der die Umdeuter herumkratzen, in pointierte Eindeutigkeit zu verwandeln, in klarer Sprache eindeutig formulierte und deutlich ausgesprochene Ursachen- und Wirkungsanalyse.

Seit Wochen sitze ich an einem Text über die Weltkultur, über die faszinierende Vielfalt, die die Kultur unseres Planeten ausmacht. Die letzte Änderung am Text erfolgte am 2. April. Das Kapitel „Deutschland-Licht von Mitternacht“ handelt vom Versagen der Künstler. Eine Passage daraus:

„Intellektuelle und Künstler, die im öffentlichen Raum herumhopsen, haben versagt. Grass schweigt, Walser schweigt, Wallraff schweigt, Staeck schweigt. Ihr Schweigen klingt derart subtil, sie könnten bereits tot sein, niemand würde es bemerken, niemand würde sich daran stören.

Sie repetieren Verlangtes über die Vergangenheit, fliehen im Inneren des trojanischen Pferdes über Hinhaltestöckchen, flüstern an hohen Feiertagen per Grabenfunk unerhörte Botschaften zur Gegenwart mit einem kessen Hauch Sozialromantik, – wenn es hoch kommt – hören Sie `was ? – , und ihre Ansichten über Zukünfte orientieren sie an ihrem Schweigen zur Gegenwart. Sie besitzen Talent, beherrschen ihr Handwerk, hätten Einfluss und haben nichts zu sagen. Ist das nicht tragisch ? Das Schweigen aus dem Walde. Das Imperium tötet Millionen, der Vater der Lüge hat auf dem Thron Platz genommen und der Butt weiß nichts davon? Ist das nicht traurig?

Diejenigen die Partei ergreifen und am Puls der Zeit artikulieren, wandern hinter Gefängnismauern oder in das berufliche Abseits. Auch dazu schweigt unsere intellektuelle Elite.“

Ich wünsche mir sehnlichst, daß viel mehr Schriftsteller, Maler, Musiker, Künstler, Philosophen und Wissenschaftler Position beziehen gegen den Ungeist der Zeit. Wenn wir unter Schuldkuratel bis in das dritte, oder zehnte, oder fünzigste Glied gestellt werden, wenn wir uns unter Schuldverantwortung gestellt sehen, wegen Verbrechen der Väter und dem Schweigen des Volkes, dann ist es logisches Gebot der Stunde, daß wir, daß alle, um einen erneuten Vorwurf dieser Art zu vermeiden, laut, deutlich und klar gegen die Verbrechen der Gegenwart Stellung beziehen und uns jedweden Versuches der Relativierung widersetzen. Die Zukunft der Menschheit könnte davon abhängen. Sehr geehrter Herr Grass, bitte werden Sie deutlicher. Vielen Dank.

woran erkennt man falsche Propheten?

von Richard-Wilhelm von Neutitschein

Zum Beispiel daran, wenn diese wie wohldressierte Papageien auch noch die übelsten Geschichtslügen der großen Weltverbrecher im Namen der Neuen Weltordnung nachbeten und sich dabei ausgerechnet als kritische Aufklärer über die Neue Weltordnung ausgeben.

So ein jetzt mit einem Youtube-Video herumgeisternder Dr. Rath:



Und weil man ja ganz begeistert ist, daß dieser Dr. Rath da unter anderem was sagt, was alle, die Mitdenken, als Binsenweisheit sowieso schon wissen, blendet man völlig aus, was dieser lupenreine Guido-Knoppling gleich ganz am Anfang seines Vortrags bringt – nämlich daß er Deutschland zum Einstieg seiner Ergüsse erstmal die volle Kriegsschuld für den Ersten und Zweiten Weltkrieg anhängt.

Zitat Dr. Rath:

„Zweimal in der Geschichte ließ sich unser Volk vor den Karren von Wirtschaftsinteressen spannen, deren erklärtes Ziel es war, Europa und die Welt mit Gewalt zu erobern. Zweimal in der Geschichte brachten die Menschen Deutschlands, aufgestachelt durch die unersättliche Gier des Chemie- und Pharmakartells und den machtlüsternen Handlangern in der Politik, millionenfaches Leid über Europa und die Welt. Mein Großvater kämpfte im Ersten Weltkrieg in Italien; im ersten Versuch der Welteroberung durch das Chemie- und Pharmakartell. Diese wirtschaftlichen Welteroberungspläne des Kartells wurden geschickt versteckt hinter Kaisergläubigkeit und Deutschtümelei und dem allgegenwärtigen Ruf vom Platz an der Sonne. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte mein Vater in Frankreich, in Rußland und in Nordafrika. Der Kaiser war inzwischen ersetzt durch Adolf Hitler als neue politische Marionette des Kartells. (…) Für mich heute am Erschreckensten jedoch ist die Tatsache, daß beide (sein Vater und sein Großvater) bis zu ihrem Tode keine Chance hatten, zu verstehen, daß sie alle beide mißbraucht worden waren für dieselben wirtschaftlichen Interessen und deren Versuch der militärischen Welteroberung. (…) Wir, die Menschen Deutschlands, haben heute die einzigartige Chance, den Menschen Europas und der Welt zu zeigen, daß wir aus der Geschichte gelernt haben.“

Das ist Guido Knopp in Reinkultur, das ist die Gehirnwäsche der Umerziehung pur! Deutschland hat also nach diesem Herrn Dr. Rath zweimal versucht, die Welt mit Gewalt zu erobern und hat dabei millionenfaches Leid über Europa und die Welt gebracht. Und das sagt er wie ein antideutscher ahnungsloser Nestbeschmutzer in der ganzen Prachtentfaltung seiner unglaublichen geschichtlichen Unbedarftheit unbeschwert sabbernd so dahin. Doch das sind eben ganz genau die Lügen, mit denen man unser Volk seit fast sieben Jahrzehnten in den Staub tritt und entrechtet. Und dann kommt  dieser Dr. Rath daher und plappert genau das nach, was auch Guido Knopp sagt und was die 100%ige Linie der antideutschen Umerziehungslügen ist. Er tut das auch noch ausgerechnet mit dem Anspruch, das Deutsche Volk aufklären zu wollen; und verbreitet dann aber die lupenreine Lügenpropaganda von Deutschlands Feinden, mit denen diese das Deutsche Volk bis heute und heute mehr denn je in die Schuldknechtschaft drücken und Seelenmord an ihm betreiben.
Wenn aber der Ansatz der Sicht der Zusammenhänge und Hintergründe der Weltgeschichte so durch und durch falsch ist, wie der von diesem Dr. Rath, dann kann daraus auch nichts Brauchbares erwachsen; auch wenn er dann, was die Binsenweisheiten betrifft, das eine oder andere Richtige sagen sollte. Das ist wertlos, wie alles Aufgesetzte wertlos ist, wenn das Fundament nichts taugt.
Jemand, der behauptet, die Weltkriege wären von Deutschland durch dessen „Militarismus“ und „Welteroberungspläne“ ausgegangen, der kann sich kein bißchen kritisch mit der Geschichte auseinandergesetzt haben. Der plappert wie gesagt eins zu eins das nach, was Guido Knopp und die Siegergeschichtsschreibung ihm vorbeten. Aber dann will Derselbe, der die absurdesten Lügen einer Clique internationaler Gangster über die deutsche Geschichte nicht durchschaut, allen Ernstes die Lügen der gleichen Clique internationaler Gangster über die heutige Weltlage durchschauen. Das ist einfach lächerlich. Wer geschichtlich so unglaublich unbedarft ist, daß er kritiklos wie ein Papagei ohne die Spur auch nur ein bißchen eigenen Nachdenkens die Lügen über eine angebliche deutsche Kriegsschuld nachplappert, der wird auch die anderen Lügen nicht durchschauen, die man ihm auftischt. Einfach deshalb, weil er ganz offensichtlich nicht selbständig kritisch denken kann oder nicht denken will.

Dr Rath ist anzuraten, daß er sich wenigstens einmal anhört, was Gerd Schulze-Rhonhof zum Thema der von ihm ganz wie von einem Herold der offiziellen Lügen-Geschichtsversion hinausposaunten These von der angeblichen „deutschen Kriegsschuld“ zu sagen hat: http://video.google.de/videoplay?docid=319478826869706304 und http://www.youtube.com/watch?v=Uvwb5QPrmc0

Es ist auch interessant, die einleitenden Worte des mit seinem Geschichtsbild voll und ganz die gewünschte Darstellung der „Neuen Weltordnung“ bediendenden Dr. Rath mit dem zu vergleichen, wie Gerd Schulze-Rhonhof seinen Vortrag einleitet:

„Gestern abend und heute vormittag habe ich gespürt, daß Sie Menschen sind, die Deutschland lieben, die sich zu unserem Vaterland bekennen und die unter der Verhunzung unserer Geschichte leiden. Und das verbindet uns.“

Also das genaue Gegenteil von Dr. Rath, der die Verhunzung unserer Geschichte gleich ganz an den Anfang seines Vortrags stellt und der, statt sich zum Vaterland zu bekennen, im Stile von Claudia Roth oder Cem Özdemir wortwörtlich eine „Deutschtümelei“ beklagt, die nach seiner Diktion die „gewaltsame deutsche Welteroberungsabsicht“ begründete, welche zum „millionenfachen Leid in Europa und der Welt“ führte — durch die von Dr. Rath vollumfänglich propagierte „deutsche Kriegsschuld“.

Was soll man dazu sagen?
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