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Die Entdeckung Amerikas durch die Nordgermanen

Buchübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der 400jährige Gedenktag der Entdeckung Amerikas hat allerorten diesseits und jenseits des Oceans Schriften hervorgerufen, in denen die Heldenthat des Kolumbus und die Bedeutung der neuen Welt für die Kulturentwicklung der alten gefeiert wird. Bei solcher Gelegenheit wird auch zugleich mit ein Blick auf die vorkolumbische Entdeckung Amerikas geworfen, denn dass die Nordgermanen schon Jahrhunderte vor den Spaniern ihre Schiffe an Amerikas Küste getummelt haben, ist anerkannte Thatsache, an der heute kein Verständiger mehr zweifelt. Ja, es sind Schriften entstanden, es sind Reden gehalten worden, die ausschliesslich diesem Thema galten. Noch jüngst veröffentlichte eine solche Monographie E. Gelcich in der Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin, in der der Verfasser wohl berechtigte Zweifel an die Berichte der alten Nordländer knüpft, da eine unbefangene Beurteilung der Quellen auf zu grosse nautische Unwahrscheinlichkeiten stosse. Und doch haben diese nur ihren Grund in einer falschen Auffassung der Quellen; man fusst immer noch auf dem ungesichteten Material, wie es in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts Rafn, Finnur Magnüsson und andere zusammen getragen haben, ohne die neueren Forschungen von G. Storni zu berücksichtigen, die allein einen Lichtstrahl in das Dunkel verwirrender Berichte werfen.

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Wikileaks gewinnt gegen Visa in Island

wikileakserschienen bei Alles Schall und Rauch

Danke an Yvonne

Das oberste Gericht von Island hat beschlossen, dass Valitor (ehemalig Visa Island) an Wikileaks 204.900 Dollar pro Monat oder 2.494.604 Dollar pro Jahr Entschädigung zahlen muss, wenn sie weiter die Spendenmöglichkeit für die Wistleblower-Webseite blockieren. Das Gericht hat das Urteil eines untergeordneten Gericht bestätigt, Valitor hat den Vertrag widerrechtlich gekündigt. Ein Rekurs ist nicht mehr möglich.

„Wir danken den Menschen in Island dafür, dass sie sich nicht durch mächtige von Washington gestützte Finanzdienstleister wie Visa einschüchtern lassen. Und wir senden eine Warnung an die anderen Firmen die uns blockieren: Ihr seid die nächsten,“

schrieb Julian Assange auf Twitter als Reaktion auf das Gerichtsurteil. Zur Erinnerung, nach Veröffentlichung der 250.000 Depeschen zwischen den US-Botschaften und dem Aussenministerium in Washington 2010 (Cablegate), hat die US-Regierung Wikileaks und seinem Gründer den Krieg erklärt. Eine Reihe von US-Firmen kündigten daraufhin über Nacht ihre Dienste für Wikileaks, wie Visa, MasterCard, Paypal und Amazon.

Die Webseite traf speziell die Blockade der Spendenmöglichkeit sehr hart, was die ganze Absicht hinter der Kündigung war, um die Whistleblower durch Abschneiden der Finanzen zum Schweigen zu bringen.

Wieder zeigt sich das kleine Island als ein mutiges Land mit Rückgrat, im Gegensatz zu den EU-Ländern und den anderen Feiglingen, die kriechende Lakaien Washingtons sind und von freien Zugang zu Information und Meinungsfreiheit nichts halten.

Ein Sprecher von Wikileaks twitterte dazu: „Es wird interessant sein zu sehen ob Visa $204T pro Monat zahlt statt die Blockade generell zu beenden. So oder so gewinnen wir.

Quelle: Alles Schall und Rauch