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Die deutsche Presse … auf Jamaikaniveau. Über Davos, Mali, nützliche Terroristen und tote Journalisten

PIC1081683992erschienen bei „Der Nachrichtenspiegel“

von Eifelphilosoph

Mittwoch, 30.Januar 2013. Eifel. Gute Meldungen aus Davos: wir können die Berichterstattung über wirtschaftliche Verwerfungen endlich einstellen. Das freut mich sehr – beunruhigt mich doch die Entwicklung der Wirtschaft sehr: ohne Essen und Trinken hält auch die Demokratie nicht lange durch. Die Süddeutsche jubelt geradezu: deutsche Konzerne machen gute Gewinne, die Krise ist vorbei, Spanien, Portugal, Griechenland geht es super, alle haben Optimismus und vor allem: das Vertrauen hat sich dramatisch verbessert.

Was man in dem Artikel vergeblich sucht, ist die Information darüber, wer denn jetzt wem mehr vertraut als vorher. Es gibt Hinweise darauf, das vielleicht Politik und EZB die Sache so richtig im Griff  haben sollen … schaue ich auf die wachsenden Staatsverschuldung, so kann ich in erster Linie nur eins feststellen: die Banker können jederzeit darauf vertrauen, das das ganze Volk hinter ihnen steht, wenn es gilt, ihre Spielschulden zu bezahlen.

Das ist Presse in Deutschland.  In der Schweiz selbst sieht es schon anders aus. Dort zitiert die Handelszeitung den Herrn Stiglitz, Träger des Nobelpreises für Wirtschaft, der die Schweizer schon mal darauf vorbereitet, das der deutsche Jubel von kurzer Dauer sein wird, weil eigentlich noch überhaupt kein Problem gelöst ist.

Wir Deutschen konnten jahrelang unsere Autos gut an Griechen, Spanier und Portugiesen verkaufen, haben mit unseren Produkten die einheimischen Industrien kaputt gemacht und jetzt das Problem, das wir ineffektive Volkswirtschaften in der Eurozone haben: das ganze Europrojekt entpuppt sich als Riesensubvention für deutsche Konzerne (die sich hauptsächlich in ausländischen Händen befinden – was wir hier mal gegen allen Jubel nicht unerwähnt lassen wollen).  Mit dem auf diesem Wege abgegriffenem Geld machen die Raubritter der Moderne in Deutschland vor allem eins: sie machen uns die Mietpreise kaputt, was zu extremen Verzerrungen und Verwerfungen auf den Märkten führt, siehe Handelsblatt:

Deutschland erlebt einen sagenhaften Boom, einen Immobilienboom. Wobei „Boom“ nur eine freundliche Umschreibung dafür ist, dass die Preise und Mieten steigen. In Wahrheit herrscht in deutschen Großstädten ein Verdrängungswettbewerb. Wer sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten kann, muss wegziehen, an den Rand der Stadt. Und wer schon am Rand wohnt, hat ein Problem. Dort kann eine Mieterhöhung von 5,50 Euro auf sechs Euro pro Quadratmeter zur existenziellen Frage werden.

Wer von Opa ein Mietshaus geerbt hat, ist der König – und bleibt es auch. Wer sich neu eine Existenz ohne Opa aufbauen muss, ist der Verlierer. Viele erfolgreiche Systembüttel können dank Zugriff auf die Staatsfinanzen alles zahlen, was die Mietgeier fordern – und die haben viel Phantasie. Wer einen normalen Job hat und nicht an der Vernichtung außerdeutscher Volkswirtschaften verdient oder Millionen mit Spekulationen einfährt, für deren Risiken (und Verluste) der Steuerzahler aufkommt, der gehört zu den neuen Vertriebenen.

WEITERLESEN bei „Der Nachrichtenspiegel“

von den USA schon 2007 geschaffen: die Extremisten, die Syrien verwüsten

erschienen bei einartysken

von Tony Cartalucci
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Ein Artikel des weltberühmten Journalisten Seymour Hersh im ‚New Yorker‘ enthüllte 2007 einen Plan der Bush-Verwaltung, eine regionale Armee aus Sunni-Terroristen zu organisieren, zu bewaffnen, zu trainieren und einzusetzen, viele mit direkten Verbindungen zu Al Qaida, um sowohl Syrien als auch Iran zu destabilisieren und die Regime zu stürzen. Der Plan hatte die Unterstützung der USA und Israels, wurde aber insgeheim von den Saudi-Marionetten abgewickelt, um Washingtons und Tel Avivs Rolle bei dem Aufbau einer Sunni-Extremsiten-Front zu verbergen.

Laut dem Artikel von Seymour Hersh von 2007 „The Redirection: Is the Administration’s New Policy benefiting our ennemies in the war on terrorism?“ hat Saudiarabien, ein glaubwürdigerer Kandidat für die Verbindung zu den Militanten, bei Treffen in Washington offen zugegeben, dass es gefährlich war, aber es hat „dies geschaffen“ und könnte daher „es kontrollieren“. Der Plan erforderte nicht nur die Schaffung von Enklaven in den benachbarten Ländern Syriens, wie Libanon, Jordanien und im US-besetzten Irak, sondern auch den Aufbau der Moslem-Bruderschaft sowohl innerhalb Syriens und darüberhinaus, auch in Ägypten.

Die Arbeit von Hersh erhält jetzt neue Relevanz nach den Enthüllungen, dass in der Tat Sunni-extremistische Elemente hinter der Gewalt in Syrien stecken, wie etwa dem schrecklichen Bombenanschlag in Damaskus, bei dem Dutzende getötet und hunderte verwundet wurden. Dass diese Sunni-Elemente von Saudi-arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wurden mit Kämpfern und Waffen, die über Libanon, Jordanien und Irak hereinkommen, wie 2007 geplant, zeigt deutlich, dass der US-Israeli-Saudi-Plan perfekt abgewickelt wird.

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