Schlagwort-Archive: Homs

Funde 8.2.14

von John Schacher

Semianti (2)

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Internet-Zensur Türkei: massive Demonstration niedergeknüppelt. Erdogan lässt keine demokratische Meinungsäusserung zu:

Man fragt sich bei so unterschiedlichen Geschichten über das gleiche Ereignis schon, was wirklich los war!

Feuerpause in Homs sehr brüchig – 4 Helfer verwundet

  • 500 Tage … tagesschau.de (Granatwerferbeschuss Altstadt & FaßohneBodenBomben)

„Selbstmord“-Welle der Banker geht weiter

Hardcore! diese CSI. 8-mal mit der Nagelpistole freiwillig. Da kann kein Lebenswille mehr vorhanden gewesen sein…

England erwartet Horrorsturm

Ukraine-Aufsatz bei Politaia – noch eine Sichtweise:

Nach langem Rechtsstreit naht der Zeitpunkt der Entschädigung: die Deutsche Bank muss die mutwillige Untat am solventen Kunden Kirch-Gruppe bei den Kirch-Erben wiedergutmachen. Milliardenschwerer Schaden, von untreuen Bankern verursacht. Tausende Schicksale – keine Haftstrafe.

Bei Bundeswehr fehlen 16.000 Schuss Pistolenmunition und 12.000 Schuss Gewehrmunition verschiedener Kaliber. Die gestohlene Munition sei keine spezielle Bundeswehr-Munition. Sie könne auch mit handelsüblichen Waffen verschossen werden.

Spanien: Königstochter rettet sich mit anwaltlicher Hilfe durch die Situation. Christina war Miteigentümerin der Gesellschaft, mit der ihr Mann Spendengelder veruntreute. Sie selbst gibt sich ahnungslos.

Syrien: Neuigkeiten von der Waffenruhe

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Vesti.ru ist ungeachtet der allgemeinen Auffassung, aus Syrien können keine Journalisten berichten, wieder vor Ort und berichtet vom Verlauf der „Waffenruhe“ im Zusammenhang mit dem islamischen Opferfest. Die Terroranschläge, die es nun fast täglich in Syrien gibt, zeugen trotz ihrer Medienwirksamkeit allerdings davon, dass die Situation im Lande umschlägt. Aus der bisherigen Erfahrung mit dem Krieg in Syrien kann man sagen, dass der Terror immer dann zunahm, wenn die Aggressoren militärisch ins Hintertreffen gerieten.

Sobald die Rebellenbanden kontinuierlich kaltgestellt werden und die Initiative verlieren (so, wie es bereits im April nach der Befreiung von Homs war, welches aufgrund des Waffenstillstands beim Annan-Plan dann doch nicht endgültig bereinigt werden konnte), kommt es zu einer Verschärfung der rein terroristischen Komponente dieses Kriegs.


Es sieht so aus, als beginne wieder eine solche Phase. Ungeachtet dessen, dass aus den Provinzen immer noch Meldungen über Zusammenstöße kommen, ist deutlich erkennbar, dass die syrische Armee langsam, aber sicher Herr der Lage wird. Wie unendlich groß auch immer die Zahl der bewaffneten Rebellen sein mag, sie werden offensichtlich schneller ausgeschaltet, als man neue rekrutieren und ausbilden kann – die syrische Armee arbeitet also ein klein wenig effektiver als die Mobilisierungsmaschinerie der Aggressoren. Die Zahl der bewaffneten Rebellenbanden geht zurück, ihre Handlungen sind immer weniger koordiniert und folgen keinem einheitlichen Plan mehr. Wenn man natürlich die allgemeine Destabilisierung der Lage nicht in Betracht zieht.
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Reportage von Anastasia Popowa / Vesti.ru
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russische Journalistin in Syrien vermisst

erschienen bei Stimme Russlands

© Collage: Stimme Russlands

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Wie die stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses der Solidarität mit Völkern von Libyen und Syrien Darja Mitina mitteilte, lebe die vermisste Journalistin Ankhar Kotschnewa seit etwa einem halben Jahr in diesem Land und sei eine Meinungsmacherin zu Syrien.

Mitina berichtete, dass das Mädchen in der Nähe der Stadt Al-Quseir 20 km von Homs entführt worden sei. Sie bemerkte auch, dass zum letzten Mal die Journalistin vor drei Tagen aus Tartus ausgestrahlt hatte. Mitina zufolge besuche Kotschnewa nicht nur sichere Gebiete, sondern auch Brennpunkte und macht Reportagen vor Ort. „Sie tritt für die legitime Regierung von Syrien ein“, sagte Mitina.

Quelle: Stimme Russlands

Syrien: nach Aleppo ist vor Annan

erschienen bei chartophylakeion tou polemou

Die Anschläge vorgestern in Damaskus, bei denen Unbekannte einen Sprengsatz an einer Bank im Stadtviertel Marja zündeten und daraufhin wild um sich schossen, passen genau in das Schema, das voraussichtlich nach der militärischen Zerschlagung der Rebellenbanden als Szenario eintreten wird.

Dieses Szenario wurde in Syrien bereits vor der „Friedensinitiative“ Kofi Annans angestoßen, als spätestens im April die militärische Niederlage der Rebellen – nach der Befreiung des damaligen Benghazi-Analogons Homs – bereits einmal Wirklichkeit wurde, die Armee sich die strategische Initiative erarbeitet hatte und sie erst durch den „Waffenstillstand“ wieder aus den Händen geben musste. Zu dieser Zeit – in den Monaten März und April – begann genau solch eine Terrorwelle, die sich bis zu dem Moment zog, da die Rebellen erstarkt, neu bewaffnet und umgruppiert waren und anschließend zu neuen Angriffswellen übergingen.
Hier Aufnahmen vom gestrigen Sonntag aus Aleppo, gefilmt und erschienen bei ANNA-News:

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In diesen Tagen kehrt alles wieder zur Situation von ungefähr April 2012 zurück. Die Niederlage in Aleppo macht einen organisierten Krieg gegen die Regierung unmöglich. Sicherlich lösen sich die Rebelleneinheiten nicht einfach in Luft auf – allerdings sind Versuche, bei einer offensichtlichen Niederlage eine einheitliche Kommandostruktur auf der Verliererseite zu etablieren und so einheitlich als organisierte Kraft gegen die Regierung vorzugehen, zum Scheitern verurteilt. Viel zu ernst sind die Differenzen in den Reihen der „Opposition“. Wenn man sich an Libyen erinnert, so hatten die Rebellenbanden selbst nach dem Fall Tripolis‘, als das Schicksal der Dschamahirija bereits besiegelt war, und noch während des Kampfes um Sirte sich bereits gegenseitig befehdet – durchaus bis hin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Brigaden auf Rebellenseite. Unter Bedingungen wie jetzt in Syrien, wo ein theoretischer Sieg Äonen entfernt ist, ist es geradezu unsinnig, von Organisation und einheitlichem Kommando zu sprechen.
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