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Hensel´s Sonntagsmatinée: GEZeichnet – für das Leben!

von H.-P. Schröder

Fußvolk

Gestern habe ich das Autoradio aus dem Armaturenbbrett gerissen. Sowas passiert. Man steht morgens auf und weiß, heute ist es soweit, heute ist der Tag. Heute geschieht es, jetzt ist Schluß. Und dann geschieht es. Und dann macht man es. Und dann ist Schluß. Gestern war das Autoradio d`ran. Das letzte seiner Art. Die anderen Radios schweigen schon seit Jahren. Wir haben vor 20 Jahren den Fernseher formlos verabschiedet: „Verlassen sie sofort meine Wohnung, raus! Und ihn einem polnischen Gastschwarzarbeiter geschenkt, der in einem Verschlag wohnte und für einen Miethai Miet-Kasernen renovierte. Was damals wie ein humanitärer Akt aussah, ist im Nachhinein, nach heutigem Bewusstseinsstand, Beihilfe zur Existenzverkrüppelung gewesen. Das tut uns leid.

Wir zahlen immer noch Gebühren, einzig für das vermaledeite Autoradio. Und hören gar kein Radio, sondern nur Musik- und Bildungscd`s wie „Der brave Soldat Schweijk“ oder die „Dienstanweisung für einen Unterteufel“. Bekömmlicher Stoff, praktisch anwendbar und sehr preiswert.

Oder wir hören gerade Mahler, Grieg, Tschaikowsky, Beethoven und dann knackt es plötzlich im Lautsprecher und eine plärrende, vorlaute Stimme quatscht uns an, eine Stimme die ignoriert, daß Kinder zu schweigen haben, wenn Tschaikowsky spricht und bevor wir sie mit dem Ausknopf abdrehen können, hat sie uns in hastig-hysterisch überschnappenden Dissonanzen irgend etwas von einer Sau, oder einer Umleitung, oder einer Rattenfalle oder so was, in das Auto gespuckt.

Wir stehen unter Schock, lüften, schauen uns an, schauen auf den Fleck, wer war`s? Niemand, das Drecksding stellt sich von alleine an. Wir drücken den Verkehrsfunk aus. Bis zum nächsten Mal. Das alles hat jetzt ein Ende.

Jetzt ist Schluß damit. Ich besorge einen CD-Spieler, die Boxen bleiben hier und das Gesindel draussen.

Als der fernsehfreie Lebensabschnitt begann, haben wir es versucht. Das Radiohören. Ich vor allem, ich gestehe, ich habe Radio gehört. Bis vor 10 Jahren. Keinen Dudelfunk, der von Zwangsjackenträgern künstlich gemacht wird. Nein, ab und zu ein Hörspiel, Konzerte, Krimis, Literatur, Science Fiction, das regt an, bis die Science Fiction Reihe eingestellt wurde, ach nein nicht eingestellt, sondern von 21 Uhr auf 23 Uhr und 30 Minuten verschoben wurde. Wo sich mittlerweile auch der Krimi ausgähnt. Und die Literatur? Wenn nicht klassisch, dann ungenießbar. Was gehen mich fremder Leute Zwangsneurosen an?

Das Echte verschwand Richtung 23 Uhr, eine Zeit in der ehrliche Menschen schlafen sollten. Ausser Schichtarbeitern versteht sich und Krankenschwestern und Feuerwehrleuten und Polizisten. Alles ehrenwerte Berufe Herr Indendant und ihr da, ihr Lümmel vom Rundfunkrat, ihr hättet die alle erlernen können.

Ehrliche Berufe, für die man kein Jurastudium benötigt. Oder ein anders Blendwerk. Aber nein, ihr musstet euch ja unbedingt dazu entschließen in die Absteigerliga einzusteigen. Nichts auf dem Kasten und dieses Nichts dann gewaltsam mittels Kasten der Nation reindrücken wollen. Wenn ich nicht kann, darfst du auch nicht. Kastrierte, die das Kastrationsmesser wärmstens als Allheilmittel gegen alles und jeden empfehlen. Pfui Deibel, wie garstig! Ich habe es versucht. Stichwort Radioprogramm, Stichwort Nachrichten.

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1. Mai 2013: der 4. Brief

von H.-P. Schröder

Herr Olaf Kretschmann wendet sich zum 4. Mal in einem offenen Brief an die für den GEZ-Schwindel verantwortlichen Profiteure

GEZ Schwindel

„Ich bin weder ein Befürworter noch ein Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ich lehne es aber aus Gewissensgründen ab, den öffentlichen-rechtlichen Rundfunk weiterhin finanziell zu unterstützen.“

Olaf Kretschmann

 

Mittwoch, 1. Mai 2013

Vierter offener Brief an die Intendantin des rbb, Frau Dagmar Reim – Widerspruch gegen Gebühren-/Beitragsbescheid

Sehr geehrte Frau Dagmar Reim,

ich schreibe Ihnen diesen vierten offenen Brief, da ich von Ihrer Landesrundfunkanstalt Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am 13. April 2013 einen Gebühren-/Beitragsbescheid erhielt. Es handelt sich bei diesem Schreiben vermutlich um einen technischen Fehler der Landesrundfunkanstalt, der mit hoher Wahrscheinlichkeit durch vollautomatisierte Prozesslogiken ausgelöst wurde, ohne meinen individuellen Fall konkret zu berücksichtigen.

Zur Sicherheit wiederhole ich kurz den Sachverhalt. Ich bat Sie am 31. Dezember 2012, mich kraft Ihrer Befugnisse als Intendantin persönlich vom Rundfunkbeitrag zu befreien. Auf meinen Brief erhielt ich von Ihnen keine persönliche Stellungnahme. Da auch nach meinem zweiten offenen Brief keine verbindliche Antwort Ihrerseits erfolgte, habe ich meine Befreiung vom Rundfunkbeitrag proklamiert.

Zusätzlich appellierte ich an Ihr Herz und Ihr Gewissen, die durch Ihre eigene Gesetzgebung geschaffene Möglichkeit zu nutzen, auf die Veranlassung von Zahlungsbescheiden, Bußgeldbescheiden wegen Ordnungswidrigkeit bzw. mir gegenüber ausgesprochenen Vollstreckungsmaßnahmen zu verzichten……….
(weiter informieren bei http://rundfunkbeitrag.blogspot.de/)

Glotzglotz A (2)