Schlagwort-Archive: Grüner Widerstand

Libyen: News 27.4.15

Danke an Angelika

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26.04.:  „Libya Media Center Channel“ zeigt ein Video von „Green Resistance News in Libya“: Streitkräfte der Großen Stämme rücken auf die Stadt Gharyan City vor. Sie richten an deren Bewohner die Botschaft: Die Stadt soll befreit werden. Zivilisten werden nicht angegriffen, sondern aufgefordert, für Hoffnung, Libyen und die Dschamahirija aufzustehen.

Herzlich
Angelika Gutsche

Libyen: News 24.4.15

Danke an Angelika

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24.04.  „Libya Media Center Channel“ zeigt ein Video von „Green Resistance News in Libya“: Im Zentrum von Al-Zahra City, eine Stadt südlich von Tripolis, befinden sich Kämpfer der Großen Stämme. Sie bewegen sich weiter auf Tripolis zu.
Der Grüne Widerstand hat die Küstenstraße, die Libyen und Tunesien verbindet, unterbrochen.
Es kommt zu Zusammenstößen nahe der Innenstadt von Zawia City.

Angelika Gutsche

 

Libyen: Totgesagte leben länger – der Grüne Widerstand

freelibyaisgreenlibyavon John Schacher

In Libyen geschehen zur Stunde große Dinge. Die tapferen Kämpfer des Grünen Widerstandes sind – obwohl waffentechnisch derzeit nahezu aussichtslos unterlegen – mutig genug gewesen, einige Landstriche zu übernehmen und demonstrativ sowie von der breiten Mehrheit Bevölkerung getragenen die verbotene Grüne Fahne der Jamahiriya (= libysche Volksmassenrepublik) zu hissen, nachdem die dort örtlichen Machthaber verjagt oder getötet worden waren. Eine Liste der aktuell Grünen Städte finden Sie am Ende des vorhergegangenen Artikels.

Nähere Details der in den vergangenen Tagen – etwa seit 17. Januar – stattgefundenen Gefechte sind leider bislang noch nicht bekannt. Lediglich aus Sabha wurden heftige Kämpfe zwischen Tubu-Leuten und den dort bis vor kurzen regierenden Islamisten bzw. dem Stamm Suleiman bestätigt, welcher während des NATO-Überfalls Gaddafi verraten hatte. Aus Sabha liegen auch Bildberichte über Kampfflieger-Einsätze vor, die Wohngebiete betroffen haben sollen.



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Ein Libyen-Kontakt meldet uns aktuell, daß am gestrigen Montag die Muslimbruderschaft ihre Zusammenarbeit mit der im Ausnahmezustand befindlichen Regierung von Ali Zeidan (der einen deutschen Paß sein eigen nennt) aufgekündigt hat. Das sind breaking-news, die der Mainstream noch nicht hat oder noch nicht bringen wollte! Das betreffende Dokument (Bild) ist in arabischer Sprache verfasst und lässt sich in der uns vorliegenden Form nicht ohne weiteres übersetzen. Über diesbezgl. Hilfe würden wir uns freuen…

muslimbrüder 2014

Eine weitere Neuigkeit ist der Tod eines Führers der Ansar Al Sharia. Abu al-Qasim Dabbashi war Kommandant der berüchtigten Terroristen-Trainings-Camps nahe Sabratha, Libyen – von wo aus in den vergangenen Jahren Massen an Dschihadisten ausgebildet wurden und dann nach Syrien abgingen. Er wurde von Kämpfern des Grünen Widerstandes getötet (aus der Stadt Sabratha und den Stämmen von Al Ojailat). Die Libyer fragen dazu rethorisch: “Ansar Al Sharia wurde offiziell von den USA als Terroristen-Organisation erklärt. Warum unterstützen die USA dann die Libyer nicht in ihrem Kampf gegen diese Radikalen?“

Abu al-Qasim Dabbashi, Kommandeur der Ansar Al Sharia Trainings-Camps
Abu al-Qasim Dabbashi, Kommandeur der Ansar Al Sharia Trainings-Camps

Es steht zu hoffen, daß sich die in die Millionen gehende Zahl der exilierten Libyer nun aufrafft und die Grüne Sache in die Hand nimmt, deren Strukturen stärkt und Libyens Wunden zu heilen beginnen können. Es ist ein langer Weg, doch Schritt nach Schritt kann jedes Ziel erreicht werden! Viva Libya! Viva Jamahiriya!

fortgesetzter Staatszerfall

libye3(23)erschienen bei „junge Welt

Danke an Jörg

von Joachim Guilliard

Libyen zwei Jahre nach dem Sturz des »Revolutionsführers« Muammar Al-Ghaddafi: Das Land versinkt immer tiefer in Chaos und Gewalt

 

Mit dem Fall der Hauptstadt Tripolis Ende August 2011 war der Krieg der NATO gegen das Libyen Muammar Al-Ghaddafis, des damaligen Oberhaupts des Landes, und der »Dschamahirija«, der Volksherrschaft, faktisch entschieden. Westliche Politiker und Medien feierten den unter dem Vorwand des »Schutzes der libyschen Zivilbevölkerung« gestarteten Angriff auf die legitime Führung eines souveränen Landes als den bis dato gelungensten Fall einer humanitären internationalen Militärintervention. Schätzungen zufolge haben jedoch mindestens 50000 Libyer die Operation »Unified Protector« (Vereinigte Beschützer) nicht überlebt. Das durch den Krieg verwüstete Land am Mittelmeer, das bis dahin den höchsten Lebensstandard Afrikas aufwies, versank nun Monat für Monat immer tiefer in Chaos, Willkür und Gewalt.

Libyen ist seither ohne zentrale Staatsgewalt, ohne funktionierende Regierung, Verwaltung und Polizei. Es fehlt eine nationale Armee, die sich gegen die Milizen und lokalen Militärräte, unter denen die Macht aufgeteilt ist, durchsetzen könnte. Alle Anstrengungen, das Land wieder zu stabilisieren, sind bisher gescheitert. Lege man die gängige Definition zugrunde, so sei Libyen nicht bloß ein schwacher, sondern überhaupt kein Staat mehr, so der renommierte US-Politologe Robert D. Kaplan in einer Analyse für den privaten US-amerikanischen Nachrichtendienst Stratfor. Es stehe knapp zwei Jahre nach dem Sturz Ghaddafis vor dem Zerfall, warnte auch eine NATO-Delegation, die Ende Juni 2013 das Land bereiste.

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