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Hensel´s Sonntagsmatinee: Manager des Elends

von H.-P. Schröder

Essay für eine harmonische  Welt

 

„Das Falsche lässt sich nur mit Propaganda beleuchten,
das Wahre leuchtet aus sich selbst.“

Der Eremit des Inneren


Netzbetreiber

Es endet bei uns zuhause, es sitzt hinter der Tapete, in den Wänden, die Spitzen warten in Steckdosen und Lampenfassungen und im Kinderzimmer. 150 Jahre hat man daran gebaut, Schnüre gezogen, Masten errichtet, hat Verbíndungen geschaffen. Kreuz und quer, hinauf und hinunter. Es wurde dichter, rückte näher, sponn uns ein. Jetzt ist es fertig. Seine Sturmtruppen marschieren. Wir sind von ihm abhängig. Wir drücken einen Knopf, das Radio plärrt. Wir sind angeschlossen. Das Netz hat uns in der Hand. Irgendwo befindet sich ein Hauptschalter. Er schaltet aus. Wir sind gelähmt. Er schaltet ein, wir setzen uns in Bewegung. Wir sind Netzbewohner, in Klassen geteilt, in dünne Drähte, in Verteiler, in Gleichrichter, in schwere Ampèreschleudern, über alle bestimmt der Hauptschalter. Immer gibt es irgendwo einen Hauptschalter. Er legt um.
Sie glauben, das wäre ein Ding, der Hauptschalter, ein funktionaler Gegenstand? Er ist eine Person. Er aktiviert Netzwerke, das kann kein Ding. Durch Druck setzt er  in Betrieb. Und dann marschiert es los, das Netz. 1000 kleine Netzknoten geben weiter. Und wissen nichts von sich selbst. Das ist seine Masche.

Die Waffen nieder! – Just brave men save the world  

Bericht von morgen: „Die düsteren Zeiten sind besser geworden, bald werden sie überwunden sein. Seit Krankenschwestern und Mütter mit intaktem Instinkt in den Wohltätigkeitsorganisationen den Kurs bestimmen, seit würdige Nachkommen von Bertha von Suttner, Henri Dunant und Florence Nightingale, praktische, natürliche  Menschen ohne verdeckte Absicht, mit gesundem Menschenverstand, die zupacken, in den Wanten arbeiten, rudern und den Kurs berechnen, um auf den Schlachtfeldern die Wirkung tätiger Nächstenliebe zu beweisen, gibt es weniger Schlachtfelder.

Als die Blender in den Vorständen, die Smarties mit Heckler&Koch-Portfolio in den Ehrenämtern, die Schönschreiber, Krummredner und Dummlüger in den Kampagnenfabriken und die hauptberuflichen Elendsvermarkter ihrer Enttarnung entgegensahen, setzte eine Massenflucht ein. Einige gutgepolsterte Poserbastionen stehen seitdem leer. Niemand will darin wohnen. ……….“

Worum es geht: Um Abzocke

Es geht um Tarnorganisationen, um Wölfe im Schafspelz, die das Schaftum predigen, um sich ungestört der Wolfszucht widmen zu können. Es geht um „double standards“, und um „double speech“. Es geht um die Lauen und um die Bösen. Es geht um die Stellungslosen, um die, die keine Stellung beziehen. Es geht um das Geschäft mit dem Elend. Nicht um die Beendigung des Elends. Es geht um Heuchelei und Bereicherung. Es geht um Perversion. Es geht um den abscheulichen Ablaßhandel, darum, wie das Elend der Welt von denselben, die es mit verursachen, benutzt wird, um Mitgefühl  auszubeuten, um den Menschen Geld abzunehmen, dessen Verwendung diese ihrerseits niemals kontrollieren können. Es geht um Organisationen, die sich selbst kontrollieren, ausgebuffte Zertifikatehändler, denen es exakt an dem Mitgefühl mangelt, an das sie mittels ausgeklügelt 100%ig auskalkulierter Werbestrategien, die weder Wirklichkeit noch Wahrhaftigkeit reflektieren und die Millionen kosten, appellieren. Ein bescheidenes  Zubrot für befreundete „& friends“ und Geheimdienste. Choreographiertes Elend eignet sich hevorragend zur Manipulation. Wenn man weiß, wie Menschen „funktionieren“ ist es höchst einfach. Man benötigt dann nur noch eine Organisationsstruktur.
Es geht um Feudalismus, Unterwanderung, Verfolgung, Repression, Hunger, Krieg und Tod und um Schamlosigkeit. Es geht um Vampirnetzwerke. Es geht uns alle an.

Schlachtfeldtouristen ohne Schlachtfeld

Die syrische Regierung verweigert der „Wohltätigkeitsorganisation“ Save the Children den Zutritt nach Syrien. Der syrische Botschafter Al Jaafari hatte  bereits vor der UNO deutliche Worte über  diejenigen geäussert, die mit der Not syrischer Flüchtlinge Geschäfte machen, anstatt dafür zu sorgen, daß die ausländische Unterstützung der für die Massenmorde an der syrischen Bevölkerung verantwortlichen Terroristen, eingestellt wird. Was kontrolliert die „Flüchtlingslager“? Antwort: Angst. Und was sind die Informationen wert, die von dort aus verbreitet werden? Ich welchen Beziehungsrahmen sind sie einzuordnen? Wie zu bewerten?

Am 25. September aktiviert der „Save the children hopp mach mal Hauptschalter“ seine Netzwerke, das Orchester setzt schlagartig (fast) alles ein, was zur Verfügung steht, seine Pauken und Trompetenbataillone eröffnen die Nothilfeschlacht um Syrien mit zweitägigem medialem Sperrfeuer. Regel 1 Werbung: Die Organisation ist in der Titelzeile zu nennen.

Save The Children war und ist nicht in Syrien anwesend, es hat keinen Zugang, keine Einblicke, es verbreitet Hörensagen aus Flüchtlingslagern aus den umliegenden Ländern, von denen einige unter der Kontrolle der FSA stehen.

Auswahl aus dem Verteilerkreis des Netzwerkes 25. September – 26. September

Focus online: “Save the Children“ – Bericht über Leid der Kinder in Syrien – “Menschenteile wurden von Hunden gefressen“
Stern: „Save the Children“-Report: Das endlose Leid der syrischen Kinder
ARD Tagesschau: Immer mehr Gewalt gegen Kinder in Syrien
www.focus.de: “Save the Children“-Bericht: So leiden die Kinder im Bürgerkriegsland
www.stern.de: Bericht von „Save the Children“ zu Syrien: Menschenrechtler prangern….
www.bild.de: Die Albträume der syrischen Kriegskinder
www.sueddeutsche.de: Bericht von „Save the Children“ Syrische Kinder sind Opfer gezielter Gewalt
forum.spiegel.de: Syrien-Bericht von „Save the Children“: Das unsägliche Leid der Kinder
politikexpress.de: Save the Children fordert sofortigen Zugang für humanitäre Hilfsorganisationen nach Syrien
blogspan.net: Save the Children veröffentlicht den Zeugenbericht – Unbeschreibliche Grausamkeiten…. Folterungen und Tötungen an Kindern in Syrien
finanznachrichten.de: „Das Morden in Syrien muss sofort gestoppt werden, damit nicht noch mehr Kinder leiden müssen“, so Kathrin Wieland, Geschäftsführerin von Safe the Children

„Die armen, armen Kinderchen…“

Schauen wir uns doch einmal die Besetzungsliste der „plötzlich in aller Munde“ Organisation etwas näher an. Zusammengefasst: Da versammelt sich Hochkarätiges, beste Schule, solide Herkunft, glatter Lebensweg. Herr und Frau Saubermann unter sich. Man hat sich vielleicht einmal beim Bleistiftspitzen den Nagellack abgeschüft, aber das war`s dann schon. Die Besetzungsliste ist ebenso durchsichtig, wie die Stilmittel der Kampagnen primitiv sind: http://www.savethechildren.de/

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Bildbeschreibung

Babykopf mit Kulleraugen
was schaust du mich so traurig an,
ist aber keine böse Wunde
an dem Kullerköpfchen d`ran.

Nur angedeutet zeigen, nur ein Quentchen Qual
die Vorstellung davon genügt,
zuviel Wirklichkeit den Beutel schließt,
die Hölle gibt es schmaldosiert verbal,
Drücker meiden Masseneinzelfall.

Ob das Ringlein seinen Test bestand?
Wie die Testperson den Ohrring fand?
Ein Mädchen, „Ach wie süß“!
Ein bischen Schmutz
gehört zum Stil.
Und wie man leicht einsieht:
Das zieht.
Das zieht zusätzlich Geld an Land,
Wir sagen euch nicht wer und wo
uns das Mädchen in die Hände fiel.
Es geht um das Gefühl,
das befiehlt:
Mach` das arme Kindlein glücklich,
mach` es gestaffelt froh,
schick` 25, 50, 75 Eurohoho.
Mach` mit einer Mehrfachspende,
der Gewissensnot ein Ende
mach` Es glücklich,
gut gekleidet und genährt,
mach Es mit deinem Geld dann so:

 

Lebenstationen aus den Vitae der Besatzung oder: Warum es so nicht funktionieren kann

Neunzehn Personen verteilen sich in der deutschen Sektion auf Vorstand, Beirat und Geschäftsführung. Die Namen sind leicht der Homepage zu entnehmen. Beispielhaft sei aus der Biographie des Vorstandvorsitzenden, des Werbemannes, Volljuristen und derzeitigen Berliner Senators für Justiz und Verbraucherschutz(!) Thomas Heilmann zitiert.
Aus wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas Heilmann

„Thomas Heilmann (*16. Juli 1964 in Dortmund) ist ein deutscher Unternehmer und Politiker (CDU). Er ist seit Januar 2012 Berliner Senator für Justiz und Verbraucherschutz.

Ausbildung und Beruf

Der Volljurist Heilmann arbeitete während seines von der Studienstiftung des Deutschen Volkes geförderten Jurastudiums (1985–1989) in Bonn und während seines juristischen Referendariats in München (1990–1993) als freier Journalist, unter anderem für die FAZ und die Tagesthemen. Praktikumsstationen waren die Unternehmensberatung McKinsey in München und die Marketingabteilung der Lufthansa in New York. 1990 gründete er mit Sebastian Turner und Olaf Schumann die Werbeagentur Delta-Design, die 1991 in Scholz & Friends aufging. Er studierte auch in Harvard und 1993 legte er sein 2. Staatsexamen ab.

Über zehn Jahre lang war er geschäftsführender Gesellschafter der Berliner Niederlassung von Scholz & Friends; von 2001 bis 2008 war er gemeinsam mit dem langjährigen kreativen Kopf der Agentur, Sebastian Turner, Vorstandsvorsitzender der gesamten europäischen Agenturgruppe. Von April 2008 bis September 2010 gehörte er dem Aufsichtsrat Commarco, der Holding von Scholz & Friends, an.[1]

Daneben wirkt er in vier weiteren Unternehmensgruppen in den Bereichen Medien, Unternehmensbeteiligungen, Internet und Immobilien als Gesellschafter und Aufsichtsrat. Er hat seit 1991 zahlreiche Unternehmen in verschiedenen Branchen mitgegründet oder deren Aufbau mit finanziert. Dazu gehören XING, MyToys.de, Pixelpark und der Energiebroker Ampere AG. Zudem war er bis Ende 2010 Gesellschafter von Facebook[2]. Seine Anteile verkaufte er, nachdem sich der Wert verzehnfacht hatte, mit großem Gewinn und gilt nun als wohlhabend.

Heilmann sitzt in verschiedenen Aufsichtsräten, Beiräten und Vorständen, darunter dem Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft im BDI, dem sozialen Internetnetzwerk betterplace.org, dem Medienboard Berlin-Brandenburg und dem Public Relations Software Anbieter Cision.

1998 lehrte er als Gastprofessor an der Universität der Künste Berlin.[3]

1999 gründete Heilmann zusammen mit dem heutigen Vorstand Bernd Hardes, Dirk Buddensiek und Sebastian Turner die als Incubator gestartete Beteiligungsholding ECONA AG.[4]

Parteilaufbahn

In die CDU trat er mit 16 ein. In den 1980er war er Mitglied des Bonner Friedensforums. Im März 2009 wurde Thomas Heilmann zum stellvertretenden Vorsitzenden des Berliner Landesverbandes gewählt.[5]

Öffentliche Ämter

Am 12. Januar 2012 wurde Heilmann zum Nachfolger des 2011 nach elf Tagen zurückgetretenen Berliner Senators für Justiz und Verbraucherschutz, Michael Braun, ernannt und vor dem Abgeordnetenhaus vereidigt (Senat Wowereit IV).[6][7]

Zur Veranschauling der Komplexität des Save-Netzes und zur Veranschaulichung der Laufrichtung seiner Maschen, seien die in den Lebensläufen der neunzehn führenden Personen von Save the Children Deutschland genannten Stationen, in Sachgruppen zusammen gefasst, aufgeführt:

Unternehmensberatung:  2 x Mc Kinsey, 3 x The Boston Consulting Group, Werbung: Scholz & Friends, Universitäten: 2 x Harvard, Cambridge, Berkley, Stanford, University of Pennsylvania, TU Berlin, Heidelberg, Bonn, Karlsruhe, München, Medien: FAZ, ARD, ORF, Premiere, RTL Group, Bertelsmann AG, Wiener, Tempo, Stern, Gruner+Jahr, GALA, Financial Times, Brigitte Group, Spiegel, Internetunternehmen: Pixelpark, XING, Facebook, Ebay, Banken: Deutsche Bank, Deutsche Postbank AG, Deutsche Vermögensberatung AG, Commerzbank AG, Goldman Sachs, Industrie: Dräger Werke, Linde Group, ABB-Daimler Benz, Herlitz (Schreibwaren), Pharma: Hoffman-LaRoche, Handel: AmpereAG, MyToys.de, Stiftungen/Verbände: Kulturkreis der Deutschen Wirtschaft in BDI, Hertie-Stiftung.
Nur neunzehn Personen.

Die armen, armen Kinderchen oder Kuwait 1990

Die Einnahmen der deutschen Sektion beliefen sich 2011 laut eigenen Angaben auf  8,41 Millionen Euro, davon sind 740.000 Euro aus öffentlichen Kassen. Der Posten Allgemeine Verwaltung schlägt mit 493.000 Euro zu Buche, für Werbung und Aufklärung (!) wurden 167.000 Euro ausgegeben und die Abteilung Spendergewinnung & Spenderbetreuung verbrauchte (!!!) 1 Million 215.000 Euro! Das ist beeindruckend.

Nothilfe? Notbremse!

Konkrete Projekte? Sie müssen gut versteckt sein. Das Durchblättern der Online-Präsentation von Save ermüdet, eine Aneinderreihung gestylter Bilder, wie in einem Warenhauskatalog oder einem Werbeprospekt, die Texte spiegeln Unverbindliches. Die Präsentation kommt blitzsauber ursachenforschungsfrei daher. Dazwischen: Wir sind DIE Guten. Der Auftritt trägt das Siegel seiner Macher: