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ein Krieg kann einen anderen verschweigen

siria 61erschienen bei voltairenet

Danke an Žaliasis

von Thierry Meyssan

Der Appetit kommt mit dem Essen“ heißt das Sprichwort. Nach der Wiederkolonisier- ung der Elfenbeinküste und von Libyen, nach dem Versuch, sich Syriens zu bemächtigen, liebäugelt Frankreich wieder mit Mali, um Algerien im Rücken zu fassen.

 

Während des Libyen-Angriffs machten die Franzosen und Briten umfangreiche Verwendung von Islamisten gegen die Macht von Tripolis, da die Separatisten von Kyrenaika, Bengasi einmal unabhängig, nicht mehr daran interessiert waren, Muammar el-Gaddafi zu stürzen. Beim Sturz der Dschamahirija, hatte ich persönlich den Empfang der AQIM Führer durch die Mitglieder des Nationalrates des Übergangs im Corinthia Hotel erlebt, welches durch eine britische, ausdrücklich vom Irak herangeholte Spezial-Gruppe gesichert wurde. Es war klar, dass das nächste Ziel des westlichen Kolonialismus Algerien wäre und dass AQIM eine Rolle spielen würde, aber ich konnte nicht sehen, welcher Konflikt verwendet werden konnte, um eine internationale Einmischung zu rechtfertigen.

Paris hat ein Szenario ausgearbeitet, in dem der Krieg über Mali in Algerien eindringt.

Kurz vor der Eroberung von Tripolis durch die NATO gelang es den Franzosen, Tuareg-Gruppen zu bestechen und sie umzukrempeln. Sie hatten Zeit sie ausgiebig zu finanzieren und zu bewaffnen, aber es war schon zu spät für sie vor Ort eine Rolle zu spielen. Nach Beendigung des Krieges kehrten sie in die Wüste zurück.

Die Tuareg sind ein Nomadenvolk, das in der zentralen Sahara und an den Grenzen der Sahelzone lebt, ein großer Raum, der sich über Libyen und Algerien, Mali und Niger verteilt. Wenn sie auch Schutz der ersten beiden Staaten erhielten, wurden sie stattdessen von den letzten beiden vernachlässigt. Infolgedessen haben sie seit den 1960er Jahren die Souveränität von Mali und Niger auf ihr Land bestritten. Gut logisch beschlossen die von Frankreich bewaffneten Gruppen, ihre Waffen zu benützen, um ihre Ansprüche in Mali geltend zu machen. Die nationale Bewegung für die Befreiung der Azawad (MNLA) übernimmt die Macht in fast allen Teilen des nördlichen Mali, wo sie lebt. Eine kleine Gruppe von Tuareg-Islamisten, Ansar Dine, allerdings mit AQIM verbunden, benützt die Möglichkeit, die Scharia in einigen Orten zu verhängen.

Am 21. März 2012 wird ein seltsamer Staatsstreich in Mali verübt. Ein geheimnisvolles „Komitee für die Wiederherstellung der Demokratie und die Wiederherstellung des Staates“ (CNRDRE) stürzt den Präsidenten Amadou Toumani Touré und sagt, die Wiederherstellung der malischen Autorität im Norden des Landes zu wollen. Das Ergebnis ist viel Verwirrung, da die Putschisten nicht erklären können, wie ihre Tat die Situation verbessern wird. Der Sturz des Präsidenten ist umso eigenartiger, weil eine Präsidentschaftswahl fünf Wochen später geplant war, und dass der scheidende Präsident nicht Kandidat war. Das CNRDRE besteht aus Offizieren, die in den Vereinigten Staaten ausgebildet wurden. Das Komitee CNRDRE verhindert den Betrieb der Wahl und überträgt die Macht einem der Kandidaten, in diesem Fall dem frankophilen Dioncounda Traore. Dieser Taschenspielertrick wird von der ECOWAS legalisiert, dessen Präsident niemand anderer als Alassane Ouattara ist, der vor einem Jahr in der Elfenbeinküste von der französischen Armee auf den Thron gehisst wurde.

Der Staatsstreich betont die ethnische Teilung des Landes. Die malischen Eliteeinheiten der Armee (in den USA gegründet) mit einem tuareg‘schen Befehlskommando schloss sich der Rebellion mit Waffen und Gepäck an.

Am 10. Januar griff Ansar Dine – unterstützt durch andere Islamisten Gruppen – die Stadt Konna an. Daher verließ sie das Gebiet der Tuareg, um das islamische Recht auf den Süden von Mali zu erweitern. Der Übergangs-Präsident Dioncounda Traore verhängt den Ausnahmezustand und ruft Frankreich zu Hilfe. Paris engagiert sich in den darauf folgenden Stunden, um die Einnahme der Hauptstadt Bamako zu verhindern. Mit Vorausplanung hatte der Elysee in Mali Männer des 1. Fallschirmjäger-Regiments der Marine Infanterie („die koloniale“) und des 13. Fallschirm Dragonerregiments, Hubschrauber vom COS, 3drei Mirage 2000D, zwei Mirage F-1, drei C135, eine Hercules C130 und einen Transall C160 vorpositioniert.

In der Tat, es ist sehr unwahrscheinlich, dass Ansar Dine eine reale Bedrohung dargestellt hätte, da die eigentliche Kampftruppe, nicht die Islamisten sind, sondern die Tuareg-Nationalisten, die keine Ambitionen im Süden von Mali haben.

Um seine militärische Intervention voranzutreiben, fordert Frankreich Hilfe von vielen Staaten, darunter Algerien. Algier ist in der Falle: mit der ehemaligen Kolonialmacht zusammenarbeiten oder die Gefahr eines Rückflusses der Islamisten auf seinen Boden laufen. Nach Zögern stimmte es zu, seinen Luftraum dem französischen Durchflug zu öffnen. Aber letztendlich greift eine nicht identifizierte islamische Gruppe einen British Petroleum Gas-Standort im südlichen Algerien an, und wirft Algier Komplizenschaft mit Paris in dem malischen Fall vor. Hundert Menschen wurden Geiseln, aber nicht nur Algerier und Franzosen. Das Ziel ist klar, den Konflikt durch Erweiterung auf Algerien zu internationalisieren.

Die Technik der französischen Einmischung ist eine Kopie von der Bush-Administration: islamistische Gruppen verwenden, um Konflikte zu kreieren und dann an Ort und Stelle eingreifen, unter dem Vorwand die Konflikte zu lösen. Deshalb wiederholt die Rhetorik von François Hollande den „Krieg gegen den Terrorismus“, obwohl er von Washington fallen gelassen wurde. Man findet in diesem Spiel die üblichen Protagonisten: das Katar nahm Aktien in großen französischen Unternehmen in Mali und der Emir von Ansar Dine steht Saudi-Arabien nahe.

Der Brandstifter-Feuerwehrmann ist auch ein Zauberlehrling. Frankreich hat beschlossen, seine Anti-Terror-Maßnahmen, den Vigipirate-Plan zu stärken. Paris fürchtet keine Aktion der malischen Islamisten auf französischem Boden, aber den Rückfluss von Dschihadisten aus Syrien. In der Tat hat die DCRI während zwei Jahren die Rekrutierung von jungen französischen Muslimen gefördert, um mit der FSA gegen den syrischen Staat zu kämpfen. Aufgrund der Auflösung der FSA kommen derzeit die Dschihadisten in die Heimat zurück, wo sie aus Solidarität mit Ansar Dine Lust haben könnten, diese in Syrien gelernten terroristischen Techniken anzuwenden.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Al-Watan (Syrien)

 

arabische Welt: Neues von der Schurkenliga

emir von katar

erschienen bei My-Metropolis

Neues und wie immer Kriminelles vom „Emir von Katar“ und seinen Saufkumpanen. Der feiste Schwerverbrecher, der schon im Libyenkrieg sämtliches Völkerrecht, ja sogar diese Perversion einer UNO-Resoution, ad absurdum geführt und gebrochen hatte – unter anderem durch Waffenlieferungen an die NATO-NTC-Schlächterbanden und durch die Entsendung von Bodentruppen nach Libyen – wird nun erneut schwer belastet – von seinen eigenen Leuten.

Neues von der Schurkenliga – voltairenet.org schreibt nun im jüngsten Artikel: „Der Vorsitz der arabischen Liga versucht den Bericht ihrer Experten zu verheimlichen (1)“:

„Der Qatar nimmt derzeit den Vorsitzt der Liga ein; und zwar nicht weil es an ihm war vorzusitzen, sondern weil er ihn der palästinensischen Autorität abgekauft hat.“

Nun – alleine dieser Satz wirft schon mal ein bezeichnendes Licht auf die Bande, die sich großspurig „Arabische Liga“ nennt. Ein wahrlich tolles System und ein Fanal der Demokratie und Meinungsfreiheit (… wie wir gleich sehen werden), in der man sich den „Vorsitz“ mal einfach so „kaufen“ kann. Jetzt müsste man sich damit nicht weiter beschäftigen, wenn´s nicht um ein äußerst prekäres Thema ginge:

um die Situation in Syrien
Ohne sie jetzt mit Details zu belästigen, kurz zur Vorgeschichte. Diese arabische Liga hatte, wie sie sicherlich wissen, „Beobachter“ nach Syrien entsandt, um die Lage vor Ort zu dokumentieren und um angeblich eben diese Lage zu beruhigen. Natürlich nachdem man Syrien, eigentlich Miglied in den eigenen Reihen, vorher „suspendiert“ hatte (nach dem Vorbid Libyens), was laut den eigenen Statuten so gar nicht geht … aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt gibt es zur Lage in Syrien verschiedenste Sichtweisen – voltairenet:

„Seit dem Anfang der Syrien überschattenden Ereignisse gibt es zwei gegensätzliche Darstellungen: für den Westen und seine Golfalliierten unterdrückt das Regime blutig eine populäre Revolution, während für Syrien und seine BRICS-Verbündeten das Land von aus dem Ausland gekommenen bewaffneten Banden angegriffen wurde.

Um diese Geschehnisse klar zu stellen, hat die arabische Liga eine Untersuchungs-Mission geschaffen, deren Mitglieder aus Personen bestehen, die von jedem Mitgliedsstaat ernannt wurden (mit Ausnahme des Libanon der nicht daran teilnehmen wollte). Diese Verschiedenheit der Experten garantiert die Unmöglichkeit die Resultate zu fälschen, ihre Zahl (mehr als 165) und die Dauer der Mission (1 Monat) erlaubt, ein viel breiteres Bild zu bekommen als alles, was bis zuvor bekannt war. Bis jetzt kann keine andere Institution behaupten, eine so weite und strenge Studie gemacht zu haben, und daher vorgeben, die Lage in Syrien besser zu kennen. „

Nun gibt es einen ersten „Zwischenbericht“:

„Das mit der arabischen Planüberwachung beauftragte Ministerkomitee der arabischen Liga, das aus fünf der 22 Mitgliedsstaaten besteht (Algerien, Ägypten, Oman, Qatar, Sudan), hat den Bericht der Mission mit 4 gegen 1 Stimme (Qatar) für gültig erklärt und hat beschlossen, die Mission der Beobachter einen Monat zu verlängern.“

Aber:

„Das Problem besteht darin, dass der Bericht die Version der syrischen Regierung bestätigt und jene des Westens und der Golfmonarchien entkräftet. Im Besonderen bestätigt er, dass es keine tödliche Repression der pazifistischen Demonstrationen gegeben hat und dass die von Damaskus beschlossenen Engagements skrupellos respektiert wurden. Er bestätigt auch die kapitale Tatsache, dass das Land von bewaffneten Gruppen destabilisiert wird, welche für hunderte von Zivilistentode und einige tausende Soldatentode, sowie für mehrere Hundert Terror- und Sabotageaktionen verantwortlich sind.“

Zusammenfassend und noch kürzer – dieser Bericht bestätigt im Prinzip all das, was wir ihnen von Anfang an bezüglich Syrien erzählt haben – vom Ausland gesponsorte Terrorbanden versuchen das Land zu destabilisieren, die syrische Regierung ist nicht böse, hat nicht auf Demonstranten geschossen und die üblichen Verdächtigen haben die Massenmorde zu verantworten.
Wer sind nun diese „üblichen Verdächtigen“:

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