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Libyen: Jalil bittet NATO an Land

von John Schacher

Am 10. Januar 2012 soll illegitime Regierung von Libyen eine illegale Absprache mit den Vereinten Nationen unterzeichnet haben, welche die Einreise von ausländischen Truppen auf libysches Territorium autorisiert. Alle Libyer, Freunde oder Feinde, die jede ausländische Intervention in die Angelegenheiten von Libyen ablehnen, sollten ihre Stimmen zum Protest vereinen. Die Regierung, die die Libyer nicht gewählt haben, unterzeichnete diese Vereinbarung in großer Hast, denn ohne ausländisches Eingreifen, wäre sie nicht in der Lage das Land zu regieren. Unter dem Vorwand der Abrüstung und Entwaffnung in Libyen können jetzt ausländischen Truppen freie Libyer festnehmen und töten. Dieses Übereinkommen wurde „in aller Stille“ unterzeichnet, ohne jede Diskussion mit den Vertretern der Stämme. Die Regierung hat heute Details hierzu veröffentlicht, um den Einzug der Besatzungstruppen zu decken.

Hierzu kursieren Meldungen, dass 12.000 US-Kampftruppen aus dem Irak gerade in Malta auf ihren Marschbefehl nach Libyen warten und in Benghazi oder Tripolis erwartet werden.
Die Stadt Mizdah ist  in die Hände des Grünen Widerstandes übergegangen. Die dortigen Rebellen-Chefs haben dringendst Verstärkung aus Tripolis angefordert, die sich auch auf den Weg gemacht haben soll. Es werden aber noch heftige Zusammenstösse mit den Rest-Rebellen gemeldet. Auch ein Waffenlager der NATO/NTC-Seite wurde in Mizdah vom Grünen Widerstand in Besitz genommen, es ist von einer Menge erbeuteter Waffen und 14 Kampf-PickUp´s die Rede. Bravo!
Aus Misrata werden große Ausbrüche von Gewalt an den dortigen Kriegs-Häftlingen gemeldet. Es sollen am laufenden Band unvorstellbare Greuel stattfinden. Misrata sei derzeit ein Sammelbecken für Söldner aus aller Welt, Huren, Alkohol – und eben den daraus folgenden Exzessen… Ein Autor auf LibyaSOS drückt es schön aus: er verstehe nicht, wie die Alten und die reife Generation in Misrata so versagen konnten und Ihre Söhne und Enkel nach Quadhafis Tod nicht von ihrem Weg des Genozids an schwarzen Mitbürgern sowie den anderen Schlächtereien und Unmenschlichkeiten abbringen und in den Frieden überleiten konnten.

Libyen: Hala Misrati – (k)ein Einzelschicksal

von John Schacher

Heute erschien nun endlich der erste glaubhafte Bildbericht über das Schicksal von Hala Misrati. Die bekannte TV-Moderatorin war Quadhafi-treu und rief bis zuletzt beim staatlichen Fernsehen für eine starke Verteidigung gegen die NATO-Rebellen auf. Über ihr Schicksal war seit dem Fall von Tripolis nur bekannt, dass sie in ihrem Appartement von Rebellen gekidnappt wurde und unverzüglich 17-fach vergewaltigt worden sei. Es wurde auch berichtet, man habe ihre Haare geschoren, was nach den Bildern des Films aber Quatsch ist. Hala Misrati soll sich in Tripolis im „Sijn Jdida“-Gefängnis befinden. Weder Anklage noch Urteil sind bekannt.

Jedenfalls sind die ehemals bemerkenswert schönen Züge von Hala Misrati (Bild) in wenigen Monaten in eine Elendsfratze gequält worden, dass muss man leider sagen. Die Nase sieht aus, als wäre sie schwerstens zertrümmert worden. Sie ist zutiefst verängstigt. Die Schwangerschaft (nach der es aussieht – die Vollpension wars sicher nicht) wäre das i-Tüpfelchen auf dem NTC-Demokratieverständnis. Im Falle des Phalles wäre sie ungefähr im 5.ten Schwangerschaftsmonat – hoffen wir, dass sie der Situation schon schwanger begegnete…

Vor wenigen Wochen kam dann am 17. September in die Sache Hala Misrati erstmals Bewegung, als berichtet wurde, ihr sei die Flucht nach Tunesien gelungen und sie wäre in Sicherheit. Der NTC sei der Urheber dieser Verlautbarung gewesen, um im Gewirr der (Falsch-)meldungen die Realität ihrer Gefangenschaft zu überstrahlen. Eine etwas dürftige Verteidigungshaltung, aber sei´s drum…

Der Film als solcher ist ganz offensichtlich als höhnischer Affront und tödlich ernste Warnung gegenüber der libyschen Bevölkerung zu sehen. Wer aufmuckt, wird halbtotge….., soviel zu den neuen Frauenrechten. Der NTC machts möglich! Ein Motiv dieses krassen NTC-Schuldeingeständnisses in Sachen Menschenrechtsverletzung könnte auch eine Lösegeldprovokation in Richtung Grüner Armee sein, da diese gerade halb Libyen mit den lebensnotwendigsten Gütern versorgt und finanziell bestens im Futter steht. Unter anderem wurde schiffsladungsweise Kokosmilch geliefert, um das durch die NATO-Bomben (bewußt) vergiftete Süsswassernetz zu umgehen. Es wäre den NATO-Teufeln auch zuzutrauen, dass die aktuellen Vergiftungen erst nach der Machtübernahme implementiert wurden, um den eisernen Griff zu schliessen.

Quelle: libyaagainstsuperpowermedia


Ebenfalls von heute ist die Meldung, dass der Grüne Widerstand das „Al-Jadida“-Gefängnis in Tripolis angegriffen hat. Auch in den Stadtteilen Abu Slim und El Hadaba werden heftige Zusammenstösse gemeldet. Das NTC-Hauptquartier in Sabha wurde zerstört.


Ebenfalls von Algeria ISP ist folgendes Video von Mutassim al Billah Al-Quadhafi kurz vor seiner Ermordung in Sirte veröffentlicht. Mutassim trägt beige Uniform, die grüne Flagge um den Kopf und ein Sturmgewehr. Gedenken wir dieser tapferen Helden. Sie opferten sich für Libyen, weil sie noch echte Männer waren!


Libyen: in Bani Walid macht sich Empörung breit

erschienen bei Mathaba

Übersetzung John Schacher

Neben der Tatsache, dass die NATO und ihre Rebellen-Anhängsel den Sieg wieder und wieder deklariert haben, ist der Krieg in Libyen weit davon entfernt, vorbei zu sein. In Bani Walid erklärten Bürger ihren Ärger über Gewalttätigkeiten und Plünderungen der NATO-Rebellen und stimmten für eine Fortführung des Kampfes ihres historischen Führers Muammar Al-Quadhafi und der freien demokratischen Jamahiriya-Regierung.

Voller Zorn über die Racheakte seitens der NATO-Rebellen erzählen die Stammeskrieger, dass ihre Kameraden sich derzeit schon wieder zusammen gruppieren, um eine neue Aufstands-Bewegung in und um die strategisch wichtige Wüstenstadt im Süden der Hauptstadt Tripolis auf die Beine zu stellen.

„Der Warfalla-Stamm kocht innerlich. Sie können es nicht erwarten, etwas zu unternehmen,“ sagt Abu Abdurakhman, ein Anwohner, während einer Tour durch sein Haus, das von NATO-Rebellen-Truppen zerstört wurde.

„Die Warfalla-Leute aus Tripolis und anderswo schicken Textbotschaften herum, welche sagen:  ‚Wir müssen uns versammeln und etwas tun. Lasst uns versammeln! Lasst uns versammeln!'“

Bani Walid, die Heimatstadt von Libyens größtem Stamm, den mächtigen Warfalla, welche bis zu einer Million von Libyens sechs Millionen Gesamtbevölkerung zählen, mit Stammeskriegern überall im Land verstreut, ist voll mit Waffen, während die ganze Umgebung mit Grafittis übersät ist, die ausdrücken, dass man sich nicht von der NATO und ihren Rebellen versklaven lassen will.

Die in der Stadt stationierten Rebellen-Kräfte sagten, dass sie sich des Problems bewusst wären, doch einfachkeitshalber und falscherweise dachten sie, durch die Erklärung von Quadhafis „Tod“ „würden die Feindseligkeiten in Ermangelung eines klaren Zieles enden, noch bevor sie die Bewegung zu einer ernstzunehmenden Bedrohung entwickelt hätte.“

Die Stadt Bani Walid sieht ganz so aus wie eine Geisterstadt, nachdem Tausende infolge der wochenlangen heftigen Kämpfe und wahllosen Bombardierung und Beschießung durch die NATO geflohen sind. Langsam kehren nun einige Familien wieder, vielfach nur um zu entdecken, dass ihre Wohnungen oder Häuser zerstört sind. Es gibt immer noch kein Wasser und keinen Strom.

In einem Viertel, Tlumat, waren am Dienstag Schüsse zu hören, die Anwohner versammelten sich schnell, einige wirkten alarmiert und verhüllten ihre Gesichter mit schwarzen Schals.

In Tlumat sind die bröckenlnden Mauern übersät mit Slogans in der grünen Farbe der Al-Fatah-Revolution, die Libyen von den Fremdmächten befreite, die gerade wieder versuchen das Land neu zu besetzen. Einer davon, garniert mit Kugeleinschlägen, zeigt was die Libyer in Herz und Geist tragen: „Allah, Muammar, Libyen und sonst nichts!“

Anwohner sagten, Rebellen-Einheiten erschienen regelmäßig in ihrer Nachbarschaft – wahrgenommen als „pro-Gaddafi“-Gebiet – und schössen in der vergangenen Woche nachts nach dem Zufallsprinzip in die Luft, um die Menschen zu terrorisieren. Auch beschuldigten die Einheimischen Rebellen-Brigaden aus weit entfernten Orten wie Zawia und Garyan, ihre Häuser angegriffen zu haben.

„Das ist keine Revolution. Diese Rebellen stehlen alles, plündern Häuser, Autos, Privateigentum. Sie stürmen Wohnviertel, schiessen wild herum, um alle Leute einzuschüchtern,“ erzählt Abdulkhakim Maad, 30.

Ein anderer Mann, der Tabakwaren an einer von Schutt und Patronenhülsen übersäten Kreuzung verkauft meint: „Die Rebellen zerstören unsere Häuser. Es gibt auch eine Menge Plünderungen.“

Tabet Awena, 80, ein Stammesältester in Bani Walid, deutet auf ein kürzlich von einem Rebellen-Angriff zerstörtes Haus.

„Die Reaktion hierfür wird sehr stark sein“, sagt er. „Wir werden bis zum Tod kämpfen.“

Abu Abdurakhman, dessen Haus ebenfalls bei einem Rebellen-Angriff vor drei Tagen beschädigt wurde, sagt dass die Menschen so wütend seien, dass sogar die wenigen, die anfänglich für die Rebellen-Streitkräfte waren, sich jetzt gegen diese gewandt hätten.

„Die meisten Plünderunge geschahen in Abwesenheit der Leute. Diese Menschen haben nun gesehen, was die Rebellen machen und sind wütend“, berichtet er.

Der NATO-geführte NTC hat es sich zu seiner „obersten Priorität“ gesetzt, die Herzen und  Gemüter der Bewohner von Bani Walid zu gewinnen – und das schnell, bevor es „zu spät“ ist  – die Fall ist jedoch bereits eingetreten, weil das libysche Volk sonnenklar gemacht hat, dass es mit Herz und Seele dem demokratischen Jamahiriya-System und seinem symbolischen Führer Muammar Al-Quadhafi anhängt, der in den Herzen von Millionen Libyer(innen) und Menschen aus aller Welt lebt.

Mathaba-Bearbeitung eines Reuters-Artikels.