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Gehirn: Molekül aktiviert den Alterungsprozess

brainCN9902 (2)erschienen bei web.de

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Forscher konnten anhand von Tierversuchen an Mäusen erstmals belegen, dass ein Molekül im Gehirn den Alterungsprozess auslöst. Indem die Wissenschaftler dessen Aktivierung verzögerten, konnten sie das Leben der Tiere um bis zu 20 Prozent verlängern. Experten sind zuversichtlich, dass durch die Ergebnisse der Studie auch alters- bedingte Krankheiten beim Menschen besser behandelt werden können.

Der Alterungsprozess des Körpers beginnt in einem bestimmten Gebiet des Gehirns, dem Hypothalamus. Dies fand erstmals ein Forscherteam um den Hauptautoren der Studie, Dongsheng Cai, vom Albert Einstein College of Medicine in New York in den USA heraus. Die Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Wissenschaftsmagazin „Nature“. Bisher war bekannt, dass der Hypothalamus für wichtige, körperliche Funktionen wie Wachstum, Fortpflanzung oder Stoffwechsel zuständig ist. Nun kommt mit dem Alterungsprozess eine weitere Funktion hinzu.

„Wir haben den wissenschaftlichen Beweis für dafür geliefert, dass systematisches Altern durch ein bestimmtes Gewebe im Körper beeinflusst wird“, sagt Dongsheng Cai. Experten wie der Molekularbiologe Davis Sinclair von der Harvard Medical School in Boston, Massachussetts sehen in den Ergebnissen der Studie einen „bedeutenden Durchbruch“. Auch der Pathologe Richard Miller von der University of Michigan in Ann Arbor ist begeistert: Die Erforschung altersbedingter Krankheiten wie Diabetes, Alzheimer oder Arthritis würde dadurch einen enormen Schub bekommen.

Julius Hensel über Diabetes

aus: „Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst“, ab Seite 108

Diabetes mellitus (Zuckerharnruhr). — Unser Bluteiweiß besteht aus Zucker nebst oxidiertem Zucker in Verbindung mit Ammoniak und Mineralstoffen. Die Mineralstoffe schützen das Bluteiweiß gegen ungebührlichen Zerfall. Bei ungenügendem Gehalt der Nährmittel an Eisen, Kalkerde, Natron, Schwefel und Kieselsäure können nicht genug rote Blutscheiben zum Ersatz für die veratmeten neugebildet werden. Daraus folgt, dass nicht genug von dem geatmeten Sauerstoff zur Wirkung kommen kann, denn die roten Blutscheiben sind die Träger desselben. Daraus folgt weiter, dass die Leberarterie nicht genug sauerstoffreiches Blut mit sich bringt, um die 4 Nervensysteme, die in der Leberdrüse zusammentreffen. (Vagus, Phrenicus, magnus Sympathicus und Splanchnicus) normal funktionieren zu lassen, auch nicht genug Sauerstoff zum gesamten Blut, um die Grundlage desselben, den Zucker, zu kohlensaurem Gas zu oxidieren und dadurch Kraft zu entwickeln.

— Resultat? —

Es entsteht ein Gärungsprozess in dem Sinne vom chemischen Auseinanderfallen des Eiweißmoleküls zu Zucker und Harnstoff und anderen Zerspaltungsprodukten. Genau so wie bei der Zuckergärung entwickeln sich neben Alkohol und Kohlensäure noch andere nicht so glatte Spaltprodukte wie z. B. Milchsäure, Essigsäure, Bernsteinsäure, Glyzerin, letztere drei als Additionsprodukte von Wasserstoff (HH) und Sauerstoff (OO), die hervorgehen aus dem chemischen Zerfall von Wasser, welches in den Gärungsprozess mit hineingerissen wird, ebenso geht bei der Diabetiker-Gärung, wenn ich mich so ausdrücken darf, außer Zucker auch Aceton als ein sozusagen schiefes Zerspaltungsprodukt des Zuckers hervor. Aceton ist Alkohol, an welchem noch ein Atom Kohlenstoff festhängt. Die Ergänzung dazu bilden Kohlensäure und wasserhaltige Essigsäure, welche letztere, weil sie nicht flüchtig ist wie Aceton (das wesentlich im Hauch der Ausatmung bemerkbar ist) im Blute verbleibt, während die Kohlensäure, ohne das weitere Notiz davon genommen zu werden pflegt, ausgeatmet wird. (Hensel, Zuckerharnruhr und Lepra, Seite 16).

Quelle: „Das Wichtigste von der ganzen Heilkunst“, Seite 108

Prostatakrebs durch BPA, dem Gen-Gift mit Bestands-Schutz

Die synthetische Chemikalie BPA – die man in allem findet, von Plastikflaschen bis zu Kassenzetteln – ist eine hochwirksame, die Wirkung von Östrogenen nachahmende chemische Verbindung. In einem Interview mit Yale Environment 360 kritisiert der Biologe Frederick vom Saal US-Firmen und die US-Regierung auf das Heftigste, weil sie viele mit BPA verbundene Gesundheitsrisiken vertuschen oder ignorieren.

Die Chemikalie Bisphenol A, oder BPA, war die letzte Zeit sehr oft in den Nachrichten. BPA ist Grundbaustein für Polycarbonat-Kunststoff – ein harter, klarer Kunststoff, aus dem häufig Wasserflaschen hergestellt werden – und man findet es in allem, von der Innenbeschichtung von Konservendosen, über Thermopapier für Registrierkassen, bis zum Zahnfüllmaterial, mit dem man die Zähne von Kindern behandelt. Diese Chemikalie ahmt die Wirkung von Östrogen nach und Studien mit Labortieren haben eine Belastung mit BPA, selbst in sehr geringen Dosen, mit einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen in Zusammenhang gebracht, vom erhöhten Risiko für Prostata-Krebs, über Herzerkrankungen, bis zur Schädigung des Fortpflanzungssystems.

In einem Interview mit Elizabeth Kolbert, einer Mitarbeiterin von Yale Environment 360, ließ vom Saal an der US-amerikanischen Chemieindustrie kein gutes Haar, da sie versucht, die Forschung, die Gefahren von BPA aufzeigt, zu unterdrücken und ihn und andere Forscher bedroht. Den Regulierern der US-Umweltschutzbehörde steht vom Saal genau so kritisch gegenüber, von denen sagt er, dass sie sich auf veraltete Studien stützten, die oft von der Industrie finanziert wurden, um die Behauptungen aufrecht zu erhalten, dass BPA sicher sei.

Frederick vom Saal, ein Biologe aus der Forschungsgruppe Endokrine Disruptoren an der Universität von Missouri, ist einer der weltweit führenden Forscher, die sich mit den die Gesundheit beeinträchtigenden Auswirkungen von BPA auf Menschen und Tiere befassen. Darüber hinaus ist er einer der erklärtesten Kritiker von US-Wirtschaft und Behörden, welche die sich verschlimmernden Hauptfolgen der BPA-Belastung für die menschliche Gesundheit herunterspielen und verschleiern. Vom Saal ist wütend, denn obwohl BPA einem anderen synthetischen Hormon sehr ähnelt, nämlich DES oder Diethylstilbestrol, das in den 40′er und 50′er Jahren bei tausenden von Frauen eine Unzahl von Gesundheitsproblemen verursachte, fangen die für die Regulierung zuständigen Bundesbehörden erst jetzt an, die von BPA ausgehende Gefahr ernst zu nehmen.

Vom Saal ist felsenfest davon überzeugt, dass BPA so bald wie möglich aus allen Produkten entfernt werden sollte, so wie es in Japan vor einem Jahrzehnt getan wurde. Obgleich die amerikanische Aufsichtsbehörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) bereits zu einem früheren Zeitpunkt diesen Jahres bekannt gab, dass die gesundheitlichen Folgen von BPA “Anlass zu vielen Sorgen” geben, bleibt diese Chemikalien weiterhin unreguliert. Vom Saal beharrt darauf, dass das Regulierungssystem versagt hat, die amerikanischen Verbraucher zu schützen und fügt hinzu, “Es ist eine Lüge. Es ist Betrug. Es ist absolut nicht hinnehmbar, dass diese Angelegenheit immer so weiter geht.”

Weitere wichtige Aussagen von Frederick vom Saal:

„Und wir machten einen Versuch und wir begannen mit einer 25.000 fach geringeren Dosis als jemals jemand untersucht hat. Dazu gab es im Wesentlichen eine Studie des NIH [National Institut of Health/US-Gesundheitsbehörde]. Niemand hat jemals eine gründliche Untersuchung über die Belastung während den fötalen und den neonatalen Stadien und der Kindheit durchgeführt, wenn Entwicklungen stattfinden, wenn Östrogene die Programmierung beschädigen, die festlegt, wie ihr Körper für den Rest des Lebens funktionieren wird. Genau das geschah mit den DES-Babys. Mit 20 bekamen sie Krebserkrankungen, die niemand zuvor beobachtet hatte. Das Problem ist, man sieht sie nicht sofort. Nun, wenn man ihren Uterus untersucht, so hat er die Form einer Sanduhr; die Eileiter sind völlig zerstört. Und dann im Alter von 50, haben sie über dreimal häufiger Brustkrebs. Es dauerte 50 Jahre, bis man es sehen konnte. Das ist die Handschrift endokriner Disruption.“

BPA ist eine krebsauslösende Chemikalie. Wenn Föten ihr ausgesetzt werden, wissen wir mittlerweile, dass eine Zunahme des Körpergewichtes damit verbunden ist. Des weiteren Fettleibigkeit, Diabetes, Herzerkrankung, Immunstörungen einschließlich Asthma und Allergie, Schädigung des gesamten Fortpflanzungssystems, einschließlich Gebärmutterfibromen, Eierstockzysten bei Frauen, Brustkrebs.

Bei Männern: geringe Spermiendichte, Prostatakrebs, Missbildungen der Harnwege, deshalb können Männer, wenn sie älter werden, nicht normal urinieren – der häufigste Grund, weshalb Männer einen Arzt aufsuchen. Wir sprechen über Milliarden von Dollar an Behandlungskosten. Und aus neurobiologischer Sicht, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung [AHDS/wird leider oft diagnostiziert, um gesunde Kinder chemisch ruhig zu stellen], manche Lernbehinderung und Störung des sozialen Verhaltens. Es bewirkt, dass das Gehirn junger Tiere wie das einer altersschwachen, erwachsenen, alten Person aussieht und spielt bei Gedächtnisverlust eine Rolle. Viele der weltweiten Epidemien hängen mit diesen Chemikalien zusammen – Diabetes, Fettleibigkeit, neurologische Verhaltensstörungen, Störung der Fortpflanzung, Abnahme der Fruchtbarkeit und vorgezogene Pubertät bei Mädchen.“

„Wir publizierten dies, und die chemische Industrie war hinter uns her, drohte uns. Alle Hersteller riefen uns an, drohten uns.“

Problematisch wird es, wenn man es in heißes Material taucht, legen Sie es in eine Wanne mit einer etwas alkalischen Umgebung, dann brechen die Molekülbindungen auf. Wenn es die Gestalt einer Molekülkette hat, seine polymere Form, dann sind diese Moleküle hormonal nicht aktiv. Wenn man sie aber aus der Kette brechen und sie frei sind, hat man ein Hormon.“

„Im Handel gibt es 100.000 Chemikalien. Davon fällt tatsächlich nur eine kleine Anzahl unter ihre gesetzliche Regulierungsbefugnis, dank des Toxic Substance Control Act [Kontrollgesetz für toxische Substanzen] von 1970, fallen 62.000 Chemikalien, darunter BPA, unter den Bestandsschutz, d.h. sie werden von gesetzlichen Regelungen überhaupt nicht erfasst. Darum gibt es keine Vorschriften für BPA.“

„Und was wir fanden waren Stammzellen – das schlimmste, was passieren kann, denn dies sind jene Zellen, die sich zu erwachsenen Zellen wandeln und zu Krebszellen werden – und sie sind das Ziel von Bisphenol A. Und sie wachsen anormal; die Kanäle sind alle stark missbildet.

Wir verfütterten auch BPA in einer [kleineren] Dosis an eine trächtige Maus, die sich um das Tausendfache von der unterschied, die irgend eine Wirkung hervorrufen kann, und dann nahmen wir ihre männlichen Nachkommen und stellten fest, dass es bei der Entwicklung der Prostata Anomalitäten gab. Eine andere Forschergruppe griff dies auf und behandelte Ratten mit Bisphenol A. Und im Erwachsenenalter entwickelten diese Prostatakrebs im Frühstadium. Und diese Gruppe war in der Lage, dies auf eine Veränderung in der Programmierung jener Gene zurück zu führen, welche bei Menschen, die Prostatakrebs bekommen, eine Rolle spielen.“

„Mit ein paar sehr wenigen Ausnahmen gibt es in den Vereinigten Staat keine Dosenprodukte, die kein BPA enthalten.“

„Es gibt zigtausende von Alternativen zu Babyfläschchen [mit BPA]**, und es gibt längst Alternativen für Konservendosen.“

Das gesamte Interview findet man hier: CSN Blog