Schlagwort-Archive: Diabetes Heilung

Julius Hensel zu Diabetes:

Über diese Affektion habe ich schon in dem Buch „Das Leben“ von S. 433 ab die erforderlichen Aufschlüsse gegeben. Es handelt sich in jedem Falle um ungenügende Eigenelektrizität des Organismus, wobei es dem Blute fast immer an der gebührenden Menge Sauerstoff fehlt. Alles, was neu elektrisierend wirkt: Lebhafte Atmung, Salzwasser, das Kalk und Eisen enthält, Essigabreibung, — alles dies wirkt dem gärenden Zerfall des Bluteiweiß der Leber zu Zucker und Harnstoff entgegen; aber auch die Elektrizität, die dem Erdboden, über den wir hinschreiten, eigentümlich ist und sich auf unseren Körper überträgt, ist von bewunderungswürdiger Heilkraft.
In dieser Hinsicht besitzt Karlsbad einen begründeten Weltruf. Wie nahe dem heißen Sprudel türmt sich dort eine wildromantische Felsengruppe empor, deren zerklüftete Quadern für die vulkanische Gewalt des Erdinnern Zeugnis ablegen, durch welche sie emporgehoben wurden. Wärme und Elektrizität sind gleichwertig. Wo der heiße Sprudel entquillt, ist das Erdinnere in elektrischer Spannung und diese Elektrizität überträgt sich auf den darüber Hinwandelnden nicht nur von außen, sondern auch, indem er das Kalk und Eisen enthaltende elektrisierende Salzwasser trinkt, zugleich von innen her. Die Elektrizität hält eben die Leibessubstanz beisammen, sie gegen vorzeitigen Zerfall behütend.
Darum reguliert Karlsbad alle den Neubildungsprozessen dienenden Körperfunktionen. Alle drüsigen Organe (Leber, Nieren, Milz, Magen, Darm und Uterus) werden zu normalen Verrichtungen von neuem befähigt. Allerdings lässt diese Wirkung nach, sobald man den elektrischen Boden verlässt und deshalb pflegt Karlsbad alle Jahr die nämlichen Patienten wiederkehren zu sehen. Liegt es da nicht nahe, den lebendig sprudelnden Born von Elektrizität in unser eigenes Blut zu verlegen? —
Ich verwende gegen Zuckerruhr Nervensalz und Hämatineisen. Das Nervensalz erzeugt in der Leber aktives Nervenfett (Lecithin) und wirkt zugleich elektrisch spannend auf sämtliche Verzweigungen des Unterleibs-Nervensystems. Auf diese Weise üben diese Nerven auf das Blut anziehende Gewalt aus, falls dasselbe über genug anziehbare Substanz (eisenhaltiges Hämoglobin) verfügt. Letzterem Zweck dient das Hämatineisen.
Vom Hämatineisen lasse ich unmittelbar vor dem Mittagessen circa 0,5 Gramm in Oblate oder in einer Gelatinekapsel nehmen; vom Nervensalz vormittags gegen 10 Uhr und nachmittags gegen 5 Uhr einen halben Teelöffel in einem Weinglas Wasser aufgelöst.
Ein geheilter Diabetiker schrieb mir folgendes:
Berlin, 20. Juli 1891
„Vor mehreren Jahren hatte ich das Vergnügen, im Handwerkerverein vor dem Halle´schen Tore von Ihnen einen lehrreichen Vortrag zu hören, dessen Inhalt in einer kleinen Broschüre erschien, die ich mir verschaffte. Das nach dieser Broschüre zu bereitende schwache Salzwasser trank ich mit bestem Erfolg, wurde aber nachlässig und stellte es wieder ein. Heute aber weiß ich, dass dies ein großer Fehler war. Als ich fühlte, dass ich sehr schwach wurde, erinnerte ich mich der in der Broschüre erwähnten Zuckerkrankheit, Ich fragte mich: Solltest du wohl Zucker haben? Und wirklich wurde durch die Analyse vom 4. Juni in der Alexandrinen-Apotheke 3 % Zucker bei 1,025 spez. Gewicht festgestellt. Nun ließ ich mir das in der Broschüre empfohlene Nervensalz und Hämatineisen schicken. Nach vorschriftsmäßigem Gebrauch lautete schon die Analyse vom 29. Juni:
  1. Physikalische Beschaffenheit: hellgelb, klar,
  2. Reaktion: sauer
  3. Spez. Gewicht: 1,016
  4. Eiweiß: fehlt
  5. Zucker: fehlt
  6. Gallenfarbstoffe: fehlen
Nicht nur, dass ich den Zucker verloren, bin ich auch ein ganz anderer Mensch geworden, habe meine alte Kraft wieder erlangt, und Frohsinn und ruhiges Denken ist wieder bei mir eingekehrt. Vordem war ich müde nach einstündigem Laufen, und jetzt habe ich beinahe 14 Tage in der sächsischen Schweiz täglich 10 Stunden marschiert, ohne Müdigkeit zu verspüren.
Geehrter Herr! Als Mann von 40 Jahren, der noch für seine Familie schaffen muss, kann ich Gott nicht genug danken, dass es gegen diese tückische Krankheit so wirksame Mittel gibt und wünschte nur, dass dieselben weit und breit bekannt würden. Usw.
E. A.