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geschichtlicher Überblick über die Preussischen Königsschlösser

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Große Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1640—1688), der die Mark aus den Trümmern des Dreißigjährigen Krieges neuaufgebaut und durch seine Politik den Grund zur Macht der brandenburgisch-preußischen Monarchie legte, schuf auch die Grundlagen für die neuere Entwicklung der Schlösser seines Hauses.

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Das Deutsche Rathaus der Renaissance – Beschreibung der einzelnen Rathäuser Süddeutschland

Textübersetzung aus dem Kunstmuseum Hamburg

Oberrhein.

Ensisheim.

1535-1547.

Woltmann, Gesch. der Kunst i. Elsaß, S. 299 f. Kraus, Kunst u. Altert, i. Els.-Lothr., II, 78 f. Hausman und Polaczek, Denkmäler der Baukunst im Elsaß, S. 102 ff. (Hier die Vermutung, daß das von 1506 an erneuerte Rathaus von Basel vorbildlich gewirkt hat.) Stiehl, S. 75 f. Lambert und Stahl XXXI. Taf. 20, 21. — 1637 und 1735 restauriert.

Material: Gelber Sandstein aus Rufach.

Das zweistöckige, ein Walmdach tragende Gebäude besteht aus zwei rechtwinklig aneinanderstoßenden Flügeln, deren Innenseiten eine Ecke des Kirchplatzes bilden. An der Außenseite des freiliegenden Flügels führt die Hauptstraße des Ortes entlang.

Dieser reichere Teil des Gebäudes, der den großen Saal enthält, besteht im Erdgeschosse aus einer Halle, die sich in weiten Spitzbogentoren, zweien auf der Stirnseite, je dreien auf den Langseiten, öffnet. Ihr reiches, mit farbigen Rosetten besetztes Sterngewölbe wird von zwei freistehenden Pfeilern — der eine umgeben von sechs mehrfach eingeschnürten und ornamentierten Säulen—und von glatten an die Außenpfeiler sich anlehnenden Säulen getragen. An der Fassade liegen den breiten, starken Pfeilern Pilaster vor mit reich profilierten Gebälkköpfen, über denen sich das durchlaufende Gesims der Saalfenster weit vorkröpft Außerdem gliedert die Mauer über den Toren ein Gesims, das einen oblongen rechtwinkligen Rahmen um die Pilasterköpfe bildet. An dem oberen leichteren Geschoß tragen die Pilaster Faltwerk. Ein dünner über die Pilaster fortgeführter Gurt grenzt einen Mauerstreifen zwischen Fenstern und Dachgesims ab, der möglicherweise bemalt war. An der Stirnseite des Saalbaues werden außerdem die Felder über- und unterhalb des Gurtes noch einmal durch schlanke, vielfach gegliederte Kandelaberhalbsäulen halbiert. Die zu dreien zusammengenommenen rechteckigen Fenster, von denen das mittlere jedesmal erhöht ist, nehmen an der Stirnseite die Breite der Felder ein; die Fenster der übrigen Seiten sind z. T. von verschiedener Zusammensetzung und sitzen unregelmäßig in den breiteren Feldern. — An der Straßenfront kragt sich ein kleiner polygoner, vom Saal aus zugänglicher Balkon auf spätgotischer Konsole vor.

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