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Academi (Ex-Blackwater) von Monsanto aufgekauft?

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dementiert am 7.8.13

erschienen bei voltairenet

Danke an Gerald

Academi (Ex-Blackwater), die mächtigste Armee der Welt, meldet verkauft worden zu sein, ohne weder den Namen des Käufers noch den Verkaufsbetrag anzugeben.

Laut SouthWeb.org ist es der multinationale Biotechnologiekonzern Monsanto, der der glückliche Empfänger ist [1].

 

Im Jahre 1901 gegründet, begann Monsanto mit der Synthese vom Süßstoff Saccharin, der von Coca-Cola verwendet wird. Während des zweiten Weltkriegs liefert es Uran für das Manhattan-Projekt, dann während des Vietnamkrieges das Agent Orange, ein leistungsfähiges Herbizid, um den Dschungel zu entlauben. Seit 30 Jahren ist Monsanto der Weltmarktführer von gentechnisch veränderten Organismen geworden. Mit einem Jahresumsatz von $ 13,5 Milliarden ist es der 206.-größte multinationale US-Konzern.

Academi wurde 1997 von Erik Prince unter dem Namen Blackwater Worldwide gegründet. Das Unternehmen, von dem einige Spitzen-Manager mit evangelischen Kirchen verbunden sind die vom Pentagon finanziert werden, spielte in Afghanistan und im Irak die gleiche Rolle wie der Malteser Orden während des Krieges in Nicaragua. Es steht unter dem Vorsitz von Billy Joe (Red) McCombs (347tes Vermögen der USA), John Ashcroft (ehemaliger Attorney General der Vereinigten Staaten) und Admiral Bobby R. Inman (ehemaliger Direktor der National Security Agency und stellvertretender Direktor der CIA). Academi, das vor allem für die US-Regierung arbeitet, nahm an der Schlacht von Tripolis (Libyen) teil und heuert jetzt Kämpfer für den Dschihad in Syrien an.

Blackwaters Wachstum verdankt viel dem Privatisierungsprojekt des US-Militärs, das von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vorangetrieben wurde. Jedoch war diese Politik ein Reinfall und Academi wird seit den US-Haushaltsbeschränkungen von Washington nur noch als Wachmann oder Eskorte in den Kriegsoperationen und in verdeckten Operationen angestellt. Sein Ruf hat ihm erlaubt, Aufträge für Söldneraktivitäten kleiner Staaten zu erhalten, besonders in dem Persischen Golf.

Nach SouthWeb entspricht der Verkauf von Academi dem Eintritt der Bill und Melinda Gates-Stiftung ins Kapital von Monsanto. Von dem Gründer von Microsoft und dem Spekulanten Warren Buffet aufgebaut (die beiden größten Vermögen der Vereinigten Staaten), ist sie die wichtigste „philanthropische“ Stiftung der Welt. Sie lancierte zusammen mit der Rockefeller-Stiftung die Allianz für eine grüne Revolution in Afrika (AGRA), die die Nutzung von Monsanto-Saatgut auf dem schwarzen Kontinent fördern soll.

Übersetzung: Horst Frohlich

Quelle: voltairenet

Vereinigte Emirate: privatisierter Krieg

erschienen bei „Hinter der Fichte“

Keine Muslime: Fast 900 ehemalige Soldaten der kolumbianischen Armee haben Verträge mit der Armee der Vereinigten Arabischen Emirate unterschrieben. Sie bekommen bis zu 18.000 US$ monatlich. Zu welchem Zweck?
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Seit den Skandalen um die Privatarmee Blackwater-Xe stutzen wir, wenn wir über Söldner in Nahost hören.
Heute entsteht in den Vereinigten Emiraten, die die meisten – so landläufig wie falsch – mit Dubai gleichsetzen, eine auf den ersten Blick merkwürdige Truppe. Die Armee der muslimischen Emirate stellt, versteckt in der Wüste, lateinamerikanische Bataillone auf.
Viele der Besten verlassen die kolumbianische Armee. Darunter besonders erfahrene Militärs aus Spezialeinheiten. Motiv und Auswirkungen sind in Kolumbien umstritten. Die Gründe seien finanzieller Natur.
 „Aber man kann nicht viel tun, weil es nichts Illegales ist.“
zitiert die kolumbianische Zeitung „Semana“ vom 30. Juni 2012  einen General.
Kolumbianische Söldner sind im Nahen und Mittleren Osten keine Seltenheit. Sie wurden schon im Irak eingesetzt. Die Aktion fiel im Jahr 2006 nur deshalb auf, weil viele von dem privaten Söldnerunternehmen „ID-Systems“ um ihren Sold betrogen wurden.
Soldaten oder Söldner
In den Emiraten liegt die Sache anders. Die kolumbianischen Soldaten schließen ihre Verträge direkt mit der Regierung der VAE und gelten demnach nicht als Söldner, sondern als reguläre Soldaten der VAE. Aus emiratischer Sicht gar nicht so abwegig, setzt doch das Land mit seinem 85%igem (!) Ausländeranteil viele Ausländer aus  Asien und Europa für Hoheitsaufgaben, auch im Sicherheitsapparat, ein. Der kolumbianische Soldatenhandel wird durch die einheimische Firma „Reflex Responses Management Consultancy LLC (R2)“, die vor genau zwei Jahren einen Vertrag mit dem Herrscherhaus Al Nayan schloß, vermittelt. Seit Mai 2011 sind angeblich (nur) knapp 850 Kolumbianer angeheuert worden. Insider schätzen „Hinter der Fichte“ gegenüber die Zahl höher. Auch die deutsche Webseite „Hallo Dubai“ meint:

„Zudem bleibt anzumerken, dass auch uns aufgefallen ist, dass es tatsächlich immer mehr Kolumbianer gibt im Land.“  

Zehnfacher Sold
Die VAE zahlen den Kolumbianern fünf-bis zehnmal mehr als Kolumbien. Bei den Angeheuerten handelt es sich nicht nur um einfache Infanteristen. Die VAE stellen eine komplette Special Forces-Einheit in Brigadestärke inklusive aller Offiziere und ziviler technischer Experten auf. Ein aktiver Soldat hat in Kolumbien rund 530 US$ Gehalt, in den Emiraten 2.800 US$. Ein Leutnant der zu Hause 780 US$ bekommt, erhält in Abu Dhabi 3.600 US$. Ein Oberst kommt statt 3.000 auf 18.000 US$ in den Emiraten.
„Ich sparte 53 Millionen Pesos pro Jahr, genug zum Kauf eines Hauses. Dazu wäre ich nach zehn Jahren in der Armee nicht in der Lage.“
wird ein Offizier zitiert. Stattliche Summen. Für Soldaten, die bisher auch für Bruchteile dieser Summe in einem der gefährlichsten Länder der Welt dienten. Kolumbien rangiert mit 45 Gewalttoten pro 100.000 Einwohner auf Platz 5 der internationalen Statistik, noch weit vor Guatemala, Südafrika, Sudan, Kongo oder Somalia. Was sonst wäre ein Motiv, ihnen bis zum Fünffachen zu zahlen, wenn die Mission in Nahost nicht gefährlicher wäre?
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Libyen: Meldungs-Splitter 28.10.2011

von John Schacher

Söldner von Blackwater kämpfen in Libyen – zusammen mit den Kräften der NATO und der USA. Sie hatten speziell das Ziel, den libyschen Führer zu töten. Fünf Patrioten wurden im Tripolis-Stadtteil El Nasr City von ihnen getötet, ein Patriot der Familie Margani, die anderen sind von der Boussif-Familie. Ihre Leichen wurden von der US-Sicherheitsfirma Blackwater abtransportiert. Dieselbe Quelle bittet mit einem Notruf um Verstärkung. Die Widerstandskämpfer widerstehen zwar nach Kräften, haben aber unglücklicherweise fast keine Munition mehr. Sie bitten deshalb Leute mit Nachschub in die Distrikte von Abu Slim, El Nasr City und El Fateh. Sie stehen direkt Söldnern der Blackwater-Agentur gegenüber.

Die neueste Erklärung von Saif al-Islam findet man heute und ausführlich bei Hinter der Fichte.

In Sabha wurden britische SAS-Trupps gesichtet (800 km südlich von Tripolis). Im Schutze der Nacht versuchten sie Saif al-Islam aufzuspüren.
Zwischen 150 und 180 Rebellen-Ratten starben im Westteil des Hafens von Trípolis. In der Hauptstadt werden zur Zeit etwa 7.000 Bürger in behelfsmässigen Gefängnissen festgehalten.
Es wird bestätigt, dass britische und französische Kräfte in Sirte eindrangen, irrtümlicherweise Majid Ali al Andalus, den berühmten Doppelgänger des libyschen Führers festnahmen und ihn anschliessend den Rebellen übergaben.
Keine Meldungen bezüglich der durch die NATO in Libyen verursachten Zerstörungen und Morde. Journalisten? Seid ihr wirklich Journalisten?
Die Libyer wurden gebeten, sich bis nach der UN-Abstimmung ruhig zu verhalten.
Qatar bestätigt nun offiziell, das UN-Mandat gebrochen zu haben – ebenso wie Frankreich, Grossbritannien, USA, Deutschland, Italien und andere. Jetzt zeigen sie uns frech, dass dieses Mandat auf Lügen gebaut war.
Ägyptische Söldner im Dienst des NTC wurden von der NATO bombardiert, weil diese sie irrtümlich für Jamahiriya-Kräfte hielten. Es waren aber nur eine Bande von Autodieben. Die Fälle von Raub durch ausländische Söldner häufen sich. Dies zeigt, dass wir uns nicht vor einem Bürgerkrieg befinden, sondern es mit einer agressiven Invasion zu tun haben.
Die NATO hat Quatar offiziell ersucht, mehr Kräfte nach Libyen zu bringen, um „den Frieden zu erhalten“. Dies geschieht, weil es nun immer schwieriger wird, die weissen Söldner passend auszustaffieren und zu schminken.
Quellen: resistencialibia, leonorenlibia, LibyaSOS