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Justizskandal: Quo Vadis Justitia – Geldschöpfung unbekannt

Danke an Frank

Der Film „Quo Vadis Justitia – Geldschöpfung unbekannt“ entlarvt peinlich genau, wie Geld wirklich entsteht. Er enthüllt aber auch, warum die Justiz in Deutschland keine Kenntnis von der Geldschöpfung der Geschäftsbanken hat, weshalb die Quote der Fehlurteile in Deutschland u. a. so hoch ist. Ein Skandal für die Justiz, der peinlich genau entlarvt, welche Folgen die Unkenntnis von der Geldschöpfung (wie Geld entsteht) hat.

„Quo Vadis Justitia – Geldschöpfung unbekannt“ verdeutlicht das mit der Petition an den Deutschen Bundestag verbundene Anliegen „Geldschöpfung im Strafrecht berücksichtigen“ (§§ 263, 265b StGB), kurz: Petition Geldschöpfung Strafrecht.

Gegenwärtig geht die deutsche Justiz irrtümlich noch davon aus, dass Banken GELD von Sparern oder von anderen Banken geliehenes Geld als Kredite weitergeben. Das ist jedoch falsch, weshalb dieser Justizirrtum eigentlich ein Justizskandal ist!


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Entgegen der irrtümlichen Annahme der Justiz geben Banken nie das GELD von Sparern oder von anderen Banken als Kredite weiter! Das Geld für Kredite wird in der Realität durch Bilanzverlängerung geschöpft, wie dieser Film enthüllt. Das GELD entsteht also nur durch die Buchung einer Forderung und einer Verbindlichkeit gegen den selben Kreditnehmer. Dieses Geld nennt man Giralgeld oder Buchgeld, welches durch diesen Vorgang der Geldschöpfung quasi aus dem Nichts geschöpft wird (Giral-Geldschöpfung). Dieser Justizirrtum ist durch den Film von Bernhard-Albrecht Roth und Carlos A. Gebauer nun entlarvt!!

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Spanien plündert Pensionsfonds für Käufe von Staatsanleihen

spanien flaggeerschienen bei Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Mindestens 90 Prozent des gesamten Vermögens des staatlichen spanischen Pensions-Fonds steckt in Spanien-Bonds. In Not geratene Staaten spekulieren gerne mit dem Geld ihrer Rentner – und riskieren damit mehr als nur deren Erspartes.

Seit Monaten versucht Spaniens Premier Rajoy, den Antrag eines Rettungspaketes für sein Land hinauszuzögern und dafür setzte die spanische Regierung auch ungewöhnliche Mittel ein. Um die Zinssätze für spanische Anleihen niedrig zu halten, nutzte die Regierung den Pensionsfonds, um spanische Bonds zu kaufen. Und so hat der Fonds nach offiziellen Angaben bisher etwa 90 Prozent seines Vermögens in Höhe von 65 Milliarden Euro in riskante spanische Schuldtitel investiert, berichtet das WSJ. Ein Weg, den auch der amerikanische Finanzminister Geithner angesichts der Finanzschwierigkeiten der USA einschlagen will (hier).

Angelegt, um zukünftige Rentenzahlungen zu garantieren, erhöht der immense Kauf der Anleihen nun das Risiko, dass der Staat bald  nicht mehr ausreichend Geld hat, um Pensionen zu bezahlen. Nicht nur, dass die Investition in die spanischen Bonds riskant ist, immerhin haben sie kein Top-Rating mehr, sondern die Finanzen des Fonds sind auch deutlich eingeschränkt, weil die spanische Regierung bereits zweimal Geld direkt aus dem Fonds angezapft hat. Im November nahm die Regierung vier Milliarden Euro aus dem Fonds, um Renten zahlen zu können. Im September waren es drei Milliarden Euro, um den eigenen Finanzbedarf zu decken. Zusammen hätten diese Abhebungen eigentlich schon die rechtliche, jährliche Obergrenze überschritten, aber die Regierung setzte die Grenze kurzerhand nach oben.

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New York: Milliarden in Inhaberschuldverschreibungen wegen Hurricane Sandy verloren?

von Michael Gartland – Danke an Christoph

Übersetzung John Schacher

Es ist das größte Rätsel an der Wall Street.

Hurricane Sandy überschwemmte eine 10.000-Quadratfuss große unterirdische Gewölbeanlage der Innenstadt und weichte dadurch 1,3 Millionen Renten- und Aktienzertifikate ein – einschließlich Inhaberschuldverschreibungen, die Bargeld-Funktion haben – es besteht die Gefahr, dass alles als Brei endet.

Ein Vertrags-Unternehmer der Tresor-Eigentümer, der Depository Trust and Clearing Corp. arbeitet fieberhaft, um die Papiere wieder herzustellen.

Aber der wahre Wert der bedrohten Dokumente unter 55 Water St. bleibt für alle unbekannt, nur der innerste Kreis der Wall-Street-Banker weiß Bescheid.

Eine Quelle berichtete, 70 Milliarden Dollar auf den Inhaber lautende Anleihen seien in Gefahr.

DTCC – ein von den größten Finanzunternehmen an der Wall Street kontrolliertes Depot – wird nicht genau erklären, was in ihren Gewölben war, wie viel Geld es wert ist oder wer was besitzt.

Die meisten DTCC -Mitgliedsfirmen, darunter die Deutsche Bank, JP Morgan Chase, Bank of America, UBS und Citi beantworteten unsere Anrufe nicht.

Die Ausnahme war Goldman Sachs: deren Sprecher Michael DuVally bestätigte der NewYorkPost schon am Freitag, dass seine Firma Inhaberschuldverschreibungen in den DTCC-Depots gelagert habe. Er räumte ein, sie wären – wenn zerstört – fast unmöglich einzulösen.

Gestern Morgen führte DuVally aus und bezifferte den Wert der Goldman-Anleihen mit „weniger als $ 1 Million.“ Eine Stunde später rief er zurück, um zu berichtigen: „Der Marktwert der potenziell betroffenen Inhaberschuldverschreibungen ist geringer als $ 10.000.“

DTCC-Sprecherin Judy Inosanto sagte nur, dass „eine Vielzahl von Aktien und Anleihen“ beschädigt wurden. „Ich kann nicht ins Detail gehen. Wir geben aus Sicherheitsgründen keine Werte an. „

Auch ein Unternehmer, der auf der Aufräum- und Restaurations-Job bietet (die Papiere wurden mit diesel- und Abwasser-gefärbten Wasser durchnässt, welche die drei Kellergeschosse der 55 Water Street gefüllt hatten) schweigt strikt, wenn man ihn zu Schäden um Auskunft bittet.

„Es geht niemanden etwas an“, sagte er. „Die Öffentlichkeit braucht nicht zu wissen, was in dem Gewölbe ist. Das ist eine Sache zwischen der DTCC und ihren Kunden. „

Was bekannt ist, ist, dass das Gewölbe seit Jahrzehnten Millionen von Inhaberschuldverschreibungen untergebracht – mit einem vielfachen Wert in Dollar. Im Jahr 1990 waren zwei Drittel der 32 Millionen Wertpapiere im Tresor Inhaberschuldverschreibungen, zeigten DTCC-Datensätze. Selbst als Inhaberschuldverschreibungen veralteten und die Papiere vom Markt entfernt wurden, enthielt das Gewölbe noch 5,4 Mio. auf den Inhaber lautende Anleihen (2003).

Experten sagen, die einzige Hoffnung für die Rettung der Stapel von Anleihen wäre eine Gefriertrocknung in einer kalten Vakuumkammer. Wenn der Luftdruck in der Kammer reduziert und die Wärme erhöht wird, würde die Feuchtigkeit in den Dokumenten verdampfen.

Eine enge Sicherheits-Kette zur Überwachung während des Verfahrenswäre notwendig. Der gesamte Prozess könnte mehr als 2 Millionen Euro kosten.

Belfor, ein in Texas beheimatetes Restaurations-Unternehmen, welches Gerüchten zufolge den Job hat, hatte gestern außerhalb 55 Water St. einen Anhänger geparkt. Zum Vertrag mit Goldman zur Restauration von 70 Milliarden Dollar in Inhaberschuldverschreibungen gefragt, sagte Belfor-Sprecherin Alex Gort: „Wir arbeiten unter sehr strenger Vertraulichkeit.“

Belfor-Arbeiter auf der Baustelle gestern beschrieben einen „vollständigen Wiederherstellung-Job“ unter „sehr hohen Sicherheitsbedingungen“, behauptete aber nichts über die Anleihen zu wissen.

„Es gibt drei Keller-Gewölbe,“ sagte ein Bauarbeiter vor dem Gebäude. „Ich war nicht in der Gruft, wo die Inhaberschuldverschreibungen lagern. Die Sicherheit ist sehr hoch da unten. Ich weiß aber, dass alles unter Wasser war. Ein Milliarden-Wert von Dollar, völlig durchnässt. Ich weiß, sie versuchen, sie zusammen zu packen. „

Inhaberschuldverschreibungen sind Papier-Zertifikate, in der Regel ausgestellt von Regierungen, die nach einem vorgegebenen Zeitrahmen eingelöst werden können. Der Besitzer erhält einen angehängten Coupon zum Erhalt von Zahlung. Da diese Papiere in der Regel nicht registriert sind und wie Bargeld eingesetzt werden können, wurden sie häufig dazu verwendet, sich zu verstecken und keine Steuern auf Vermögenswerte zu zahlen. Sie wurden im Jahr 1982 verboten.

Doch solche, die noch nicht vollständig eingelöst wurden, bleiben im Umlauf.

Andrew Kintzinger ein Wertpapier-Anwalt sagte,  wenn eine Wall-Street-Firma solche Anleihen als Depotbank für Investoren hielte, würden die elektronischen Aufzeichnungen Zahlungen dokumentieren, mit denen der Nachweis des Eigentums für die Anleger erbracht werden könnte.

Wenn jedoch Goldman oder die anderen Banken selbst im Besitz der beschädigten Anleihen waren,  könnte die Einlösung zu „einem Problem werden“, sagte er.

Zusätzliche Berichterstattung von Mark DeCambre und Kevin Fasick.

Quelle: New York Post

Die sichersten gefährlichsten Banken der Welt

Bild: wikipedia

erschienen bei investorenwissen24 am 8.11.11

Was Sie hier links sehen, sind die Zwillingstürme der Deutschen Bank in Frankfurt a.M., volkstümlich auch „Soll und Haben“ genannt (fotografiert und digital bearbeitet von Jürgen Matern).

Unter dem reißerischen Titel Die gefährlichsten Banken der Welt ist gestern unter Handelsblatt.com bzw. heute bei wiwo.de ein Artikel erschienen, zu dem es einleitend heißt:

„29 Banken weltweit gelten als systemrelevant: Die Aufseher haben diese Liste zusammengestellt, die von den G20-Ländern abgesegnet wurde. Sie zeigt, welche Institute nun schärfer reguliert werden müssen.

Die Politik zieht ihre Lehren aus der Lehman-Pleite: Die weltweit stärksten Banken sollen so umgebaut werden, dass Steuerzahler nicht mehr für Verluste aufkommen müssen. Das beschlossen die führenden Volkswirtschaften zum Abschluss des G20-Gipfels im französischen Cannes (Foto). Insgesamt stehen 29 sogenannte systemrelevante Banken auf der Liste“, als da wären:

 

  1. Deutsche Bank
  2. BNP Paribas
  3. HSBC
  4. Mitsubishi UFJ (in Japan MUFG)
  5. JP Morgan Chase
  6. Barclays
  7. Bank of America
  8. Royal Bank of Scotland (RBS)
  9. Crédit Agricole
  10. Citigroup
  11. Mizuho Financial Group
  12. ING
  13. Banco Santander
  14. Bank of China
  15. UBS
  16. Sumitomo Mitsui
  17. Société Générale
  18. Lloyds
  19. Banque Populaire CdE
  20. Wells Fargo
  21. Unicredit
  22. Credit Suisse
  23. Commerzbank
  24. Nordea
  25. Goldman Sachs
  26. Morgan Stanley
  27. Dexia
  28. Bank of New York Mellon
  29. State Street

 

Das Wörtchen ‚systemrelevant‘ müssen Sie sich einmal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen: Was hier so geschickt als Warnung verpackt wird, besagt im Klartext nichts anderes, als dass wir es bei diesen Banken mit einer speziellen Auswahl zu tun haben, nämlich all denjenigen Geldinstituten, die sich die Insider ausgeguckt und entschieden haben, dass sie sie in keinem Fall pleite gehen lassen werden.

Und das zu wissen kann nur von Vorteil sein.

Bleiben Sie wachsam!

Quelle: investorenwissen24.de