Schlagwort-Archive: Autor Michael Winkler

damals…

Bild: 40kings.de
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erschienen bei Michael Winkler

Vor zehn Jahren ist der erste Pranger erschienen, damals, 2004. In der Rückschau wird es schon schwierig, das zuzuordnen, was in diesem Jahr geschehen ist. Bei Johannes Rau habe ich schon nachdenken müssen. War der noch Bundespräsident? Als der Pranger erschienen ist, war er es nicht mehr. Der Mann hatte das Amt bekommen, damit er endlich aufhört, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen zu bleiben. Das höchste Staatsamt war zum Trostpflaster verkommen, und entsprechend blaß war derjenige aufgetreten, der sich dieses Amt erschachert hatte. Aber so im Nachhinein läßt sich durchaus Positives über Johannes Rau sagen: Er hat seine volle Amtszeit durchgehalten, und er hat den Anstatt besessen, genau wie Karl Carstens bald nach seiner Amtszeit zu sterben. An diese großartigen Vorbilder wollen sich Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Horst Köhler und Christian Wulff einfach nicht halten.

Bundeskanzler war damals Gerhard Schröder. Der „Basta“-Mann, der seinen Parteifreunden schon mal sagte: „Euch mach ich fettich!“ Immerhin, der Mann hat vorgesorgt, sich zahlreiche Pöstchen nach dem Ende seiner Amtszeit gesichert. 2004 hat er noch nicht gewußt, wie bald das sein würde, da hat er noch damit gerechnet, bis 2006 durchzuhalten. Unter Schröder wurde der Euro als Bargeld eingeführt und als Währung verwässert. Schröder überschritt die Defizit-Grenzen des Maastricht-Vertrags, unter ihm wurde die BRD zum „kranken Mann“ Europas. Schröder schaffte Rekorde in der Verschuldung und der Arbeitslosigkeit. Aber er führte Reformen durch, an die sich seine Nachfolgerin nicht gewagt hatte, erwarb sich Lorbeeren, auf die sich Merkel später ausruhen konnte.

Wir hatten damals den besten Außenminister seit Klaus Kinkel, „Joschka“ den Steinewerfer Fischer. Das Idol der Partei der Lehrer und Besserverdiener hat bewiesen, daß in der BRD ein systemtreu arrangierter Politiker ganz ohne Schul- oder Berufsabschluß bis in die höchsten Ämter aufsteigen konnte. Fischer hat für seine ach so pazifistischen Grüninnen den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr herbeigeführt. Schröder, nicht Fischer, hat die Bundeswehr aus dem Irak herausgehalten, doch beide waren zu Afghanistan bereit. Immerhin, Ende Oktober ahnte noch niemand etwas von der Tsunami-Katastrophe, die Ende des Jahres über den Indischen Ozean hereinbrechen sollte. Dabei hatte Fischer seinen größten Auftritt, als er im Ganzkörper-Kondom durch das verwüstete Gebiet stolperte, um seine persönliche Neugier zu befriedigen. Er ließ sich in diesen geplagten Ländern als Staatsgast hofieren und behinderte durch sein dümmliches Herumstehen die Aufräumarbeiten. Wobei – heute würde Merkel da stören. damals… weiterlesen

Jubeljahr 2014

gold münzeerschienen bei Michael Winkler

Danke an Armeeverkauf

Werfen wir einen Blick in die Bibel, ins Alte Testament. Ja, ich weiß, das ist eine Zumutung, handelt es sich doch um eines der blutrünstigsten Werke der Weltliteratur, in dem die Israeliten einen Völkermord nach dem anderen begehen, natürlich niemals wegen eigener seelischer Veranlagung zur Grausamkeit, sondern immer im Auftrag eines launenhaften, bösartigen Gottes.

Zum Glück handelt es sich dabei eher um Gewaltphantasien eines kranken Geistes als um geschichtliche Wahrheit, denn sonst müßten die Juden der halben Welt Wiedergutmachung leisten.

Gewalt gab und gibt es im Unheiligen Land genug, doch in all diesem Greuelgeschichten gibt es hin und wieder auch weniger Grausames. Da gibt es zum Beispiel Jubeljahre. Jedes siebte Jahr ist ein Sabbatjahr, und das Jahr nach dem siebten Sabbatjahr ist ein Jubeljahr. Luther hat das mit „Halljahr“ übersetzt, meint aber das gleiche. „Alle Jubeljahre“ bedeutet also: alle 50 Jahre. So ein Jubeljahr hat es in sich, denn da werden den Juden alle Schulden erlassen und alle versklavten Juden werden freigelassen. Die Sklaverei war damals übrigens Schuldsklaverei, wer seine Schulden nicht bezahlen konnte, wurde Eigentum seines Gläubigers, bis eben zum Jubeljahr.

Eines muß man dem guten Moses lassen, er hatte das Geldsystem besser verstanden als beispielsweise ein Theo Waigel, der voller Überzeugung verkündet, den Euro würde es selbst in 400 Jahren noch geben. Vielleicht hat er an den Maria-Theresia-Taler gedacht, der heute immer noch geprägt wird, doch dabei handelt es sich um eine formschöne Silbermünze, die mit dem billigen Blech eines Euros wirklich nicht zu vergleichen ist.

Aus dem jüdischen Teil der Bibel entnehmen wir die mosaische Erkenntnis, daß nach 50 Jahren des Aufschuldens eine Währung Gefahr läuft zusammenzubrechen. Alle Schuldverhältnisse gehen auf Null, der Staat ist bankrott und nach einer Zeit des Mordens und Totschlagens beginnt der Zyklus von vorne. Das Jubeljahr setzt die Schuldverhältnisse auf Null, vermeidet den Staatsbankrott und sorgt dafür, daß Mord und Totschlag weiterhin nur im Auftrag Jahwes an fremden Völkern verübt werden.

Jubeljahre sind nicht so gut für das längerfristige Bankgeschäft, doch da nur Juden unter dem mosaischen Gesetz stehen, braucht man Nichtjuden keine Schulden zu erlassen. Da trifft es sich gut, wenn man seine Niederlassungen unter Nichtjuden eröffnet, die von einem Jubeljahr nicht profitieren. Man könnte also behaupten, Moses hätte die Juden aus dem Unheiligen Land getrieben, damit deren Bankgeschäfte unterbrechungsfrei fortgesetzt werden können.

Damit genug der Bibel, wenden wir uns der Gegenwart zu. Die Gegenwart hat uns den Euro mit seinen Krisen beschert und in Zypern ganz neue Zukunftsperspektiven eröffnet. Deshalb dürfen wir uns 2014 auf ein echtes Jubeljahr freuen.

Warum 2014? Frankreich hat die Wahlen hinter sich und bis zur Revolution dürfte es noch eine Weile dauern. Deutschland hat die Wahlen noch vor sich, doch bis Ende 2013 ist das erledigt. Bis dahin hat Italien ebenfalls zwei bis drei Wahlen abgehalten und hat dann entweder Berlusconi zurück, oder es wird von Peer Steinbrück im Clownskostüm regiert. Wie auch immer, 2014 sind die Wahlen gelaufen und es wird so getan, als wolle man regieren. Jedenfalls ist der Boden für ein Jubeljahr bereitet.

Da wir die Juden nicht als Minderheit diskriminieren wollen, bekommen nicht sie, sondern alle Banken ihre Schulden erlassen. Damit ist die Euro-Krise auf einen Schlag vorbei und alle Banken sind gerettet, da ab sofort schuldenfrei. Das ist mosaisch, das ist salomonisch, das ist der Stein der Weisen!

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Michael Winkler: Expedition – Folge 6

deutsche-flugscheibe-haunebu-iiimit freundlicher Genehmigung von Michael Winkler

„Colonel Brown meldet sich zur Stelle, Sir!“

Vice-Admiral Henry Morgenthau III. musterte die abgerissene Gestalt, die seine Patrouille aufgegriffen hatte. „Laut meinen Unterlagen sind Sie Gunnery Sergeant George Brown. Wer hat Sie befördert?“

„Brigadier General Lucius S. Grant, Potomac-Armee, Sir!“

Der Admiral tippte etwas auf seiner Computer-Tastatur. „Major Grant, so. so. Nun ja, wenn Sie sich bei meiner Operation bewähren, werde ich Ihre Beförderungen bestätigen. Rühren! Nehmen Sie Platz.“

Brown atmete erleichtert auf. Der Admiral hatte sich nicht selbst befördert, obwohl er dazu durchaus die Befugnis gehabt hätte. Vor der Katastrophe war er der Kommandant der Marine-Akademie Annapolis gewesen, als höchster überlebender Offizier war er heute Militärgouverneur der Vereinigten Staaten von Amerika, mit allen Machtbefugnissen des Präsidenten ausgestattet, bis die Zeiten es erlaubten, einen neuen Präsidenten zu wählen.

„Sie hatten Kontakt mit den Deutschen?“

„Ay, Sir! Wir haben die Deutschen dabei überrascht, wie sie das Smithsonian ausgeraubt haben.“

„Ausgeraubt? Was haben die dort gestohlen?“

„Alte Nazi-Akten, Sir. Ich habe mich selbst davon überzeugt, daß dieses Altpapier in Deutsch beschriftet ist und Hakenkreuzstempel trägt. Die wollten das in ein eigenes Museum legen.“

Der Admiral überlegte einige Sekunden. „Haben die Ihnen gesagt, was sie da für Akten holen?“

Brown nickte. „Ja, Sir, ich habe es sogar gesehen. Pläne für die V2 und die Me 262.“

„WAS???“ Der Admiral knurrte: „Ob nun Colonel oder Sergeant, Sie sind ein Esel! Wissen Sie, was Sie den verdammten Krauts überlassen haben?“

„Sir, das Zeug war mindestens 80 Jahre alt! Sonst wäre es doch kaum in einem Museum gelagert worden!“

Morgenthau schüttelte den Kopf. „Für diese Papiere hat die beste Generation, die jemals in Amerika gelebt hat, ihr Blut geopfert! Die Deutschen können damit die primitiven Raketen und Flugzeuge nachbauen, mit denen sie fast den Krieg gewonnen hätten. Vor zehn Jahren, ja, da wäre das Zeug lächerlich gewesen, aber heute, wo alles in Trümmern liegt, ist solche simple Technologie der Schlüssel zum Wiederaufbau, wenn nicht gar zur Weltmacht! Ihre Enkel werden unter dem Hakenkreuz aufwachsen und deutsche Kinderlieder singen, weil SIE zu dumm waren, um zu begreifen, was diese Deutschen Ihnen da geraubt haben.“

Brown nahm seinen ganzen Mut zusammen. „Herr Admiral, Sir, die Deutschen brauchen das gar nicht! Die haben UFOs, ich habe sie selbst gesehen. Für die ist das wirklich altes Zeug.“

„UFOs? Na großartig!“ Der Admiral atmete durch. „Dann wäre es zumindest für UNS der Schlüssel zum Wiederaufstieg gewesen, den Sie sich haben rauben lassen! Sind die Deutschen immer noch in Washington?“

„Nein, Sir, sie sind vorgestern abgezogen.“

„Wissen Sie wohin?“ Michael Winkler: Expedition – Folge 6 weiterlesen

Michael Winkler: Expedition – Folge 5

deutsche-flugscheibe-haunebu-iiimit freundlicher Genehmigung von Michael Winkler

Leutnant Werner Voß wurde zur SMS FRIEDENSTAUBE zurückbeordert. Die T2-06 sollte wieder auf Luftaufnahmen umgerüstet werden. Kapitän Ritscher hörte sich den Bericht des Leutnants schweigend an, erst am Schluß kommentierte er gereizt: „Was fällt diesem Wohlthat ein, Waffen an diesen angeblichen Nordstaaten-Oberst zu verschenken?“

„Es sind doch nur G36, Herr Kapitän“, schränkte Voß ein.

„Halb so alt wie unsere G3, und bei den ersten Schüssen sogar einigermaßen treffsicher“, knurrte der Kapitän. „Wie auch immer, pacta sunt servanda, aber sagen Sie dem Doktor unter vier Augen, daß er das nie wieder machen soll! Ich werde ihn mir deshalb noch persönlich zur Brust nehmen!“

„Jawoll, Herr Kaptein!“

Ritscher grinste über diese Antwort. „Immerhin, die Räuberbande wird dadurch hoffentlich die Verladearbeiten nicht stören. Herr Leutnant, Sie werden morgen zwölf Mann zu Oberleutnant Skorzeny bringen, damit der schneller vorankommt.“

„Herr Kapitän, mit einer solchen Zuladung…“

„Ich kenne zufällig das Handbuch, Sie können diese Männer transportieren“, unterbrach ihn Ritscher.

„Ja, aber ich bin dann nicht mehr luftkampffähig“, schränkte Voß ein.

„Dann müssen Sie für die 20 Minuten dieses Transports eben auf Luftkämpfe verzichten“, riet ihm der Kapitän. „In Washington nehmen Sie Ihre komplette Mannschaft an Bord. Fliegen Sie anschließend nach Annapolis, ich will davon Aufnahmen.“

„Annapolis? Darf ich fragen, warum?“

„In Annapolis befand sich die Marineakademie der Vereinigten Staaten“, erklärte der Kapitän. „Ich war dort mal auf einem Lehrgang. Annapolis hat Zugang zur See, liegt aber zugleich geschützt im Landesinneren. Wenn eine militärische Einrichtung die Katastrophe überstanden hat, dann Annapolis. Privat interessiert mich, was da stehen geblieben ist.

Ihr zweites Ziel ist Norfolk, das war mal die größte Marinebasis der Welt, außerdem liegt da gleich Langley Airfield daneben. Die Russen haben da eine Ladung draufgeworfen, aber vielleicht hat da etwas überlebt. Wir müssen sicher gehen.

Ihr drittes Ziel ist diese famose Potomac-Armee. Wenn dieser Brown nicht nur geblufft hat, muß es da Lager geben, vielleicht sogar die eine oder andere Kaserne. Gibt es diese Armee wirklich, gibt es vielleicht sogar irgendwo eine Regierung. Und wenn es eine Regierung gibt, ist die unter Umständen wenig begeistert, daß wir ihre Schatzkammern ausräumen. Ich wünsche jedoch keine Kontaktaufnahme! Bringen Sie mir Bilder, deren Stellungen, deren Ausrüstung, mehr nicht.

Wenn Sie tatsächlich die Potomac-Armee aufspüren, haben Sie am Nachmittag ein viertes Ziel: Suchen Sie nach der Virginia-Armee!“

„Bitte?“, wunderte sich Voß. „Sie glauben, dort gibt es eine zweite amerikanische Armee?“

„Geschichte, Herr Leutnant“, rügte Ritscher mit einer leichten Andeutung. „Die Potomac-Armee war im amerikanischen Bürgerkrieg die Hauptstreitmacht der Nordstaaten. Ihr Gegenspieler war die Virginia-Armee unter Robert E. Lee. Wenn es eine Nordstaaten-Armee gibt, finden wir womöglich auch eine Südstaaten-Armee. Gehen Sie eine Stunde in die Bordbibliothek und stöbern Sie im Lexikon, damit Sie für morgen vorbereitet sind.“

„Zu Befehl, Herr Kapitän.“

Ritscher schüttelte den Kopf. „Voß, wenn Sie das als Befehl auffassen, dann müssen Sie noch einiges mehr lernen als den richtigen Umgang mit Ihrem Steuerknüppel. Das ist der Ratschlag eines Mannes, der vom Alter her Ihr Vater sein könnte, an einen jungen Mann, jede Gelegenheit zu nutzen, etwas für seine Bildung zu tun.“

„Danke, Herr Kapitän.“

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