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die Ausbreitung des Kalifats: der islamische Staat

von John Schacher

… „Die Welt von „Vice“ ist eine der Drogen, der Körperflüssigkeiten, der Inszenierung von Gewalt und Absurditäten.“ … (FAZ)

Wir brachten gestern die VICE-Reportage in einem Beitrag. Die FAZ (Die Ironie „macht alle gleich“) hat nun heute einen ätzenden Verriß über das VICE-Magazin insgesamt publiziert. Dies soll wohl die Glaubwürdigkeit der überaus mutigen und hervorragenden VICE-Filmreportage aus dem islamischen Kalifat (IS) verringern. Ein Meisterstück der FAZ-Ätzkunst!

Hier nochmals die Filmreihe:


 


 


 


 


 

CIA gibt zu, Guantanamo-Häftlinge „umgedreht“ zu haben

Guantanamo - Bild: Wikipedia
Guantanamo – Bild: Wikipedia

erschienen bei voltairenet

Während vier Jahren, von 2003 bis 2006, hat die CIA ein Programm der „Umdrehung“ der Mitglieder der Al-Qaida in Guantánamo geführt. Die Doppel-Agenten wurden in einer geheimen Einheit ausgebildet, ebenfalls auf dem Militärstützpunkt befindlich und unter dem Namen „Penny Lane“ bekannt.

Laut den Offizieren, die das enthüllt haben, erlaubte dieses Programm genügend Terroristen umzudrehen, um aus ihnen Spitzel zu machen, die bei der Verhaftung oder Hinrichtung der Al-Qaida-Führer von unschätzbarem Wert waren.

Diese Darstellung der Dinge blendet aber die Realität aus: die Mehrheit der Guantánamo-Gefangenen hat nie der Al-Qaida angehört. Das Guantánamo-Folterzentrum war nicht dazu da, um Geständnisse zu sammeln, sondern sie zu fabrizieren. Jene wenigen Elemente, deren Formatierung sich als nachhaltig erwies, wurden dann als Doppelagenten eingesetzt.

Quelle: voltairenet

al-Qaida-Luftwaffe immer noch auf Stand-by

saumilchbauererschienen bei Asia Times Online

von Pepe Escobar

Übersetzung John Schacher

Es war heute vor 12 Jahren. Historiker werden registrieren, dass nach der offiziellen Erzählung 19 einer transnationalen Terror-AG verpflichtete Araber mit Teppichmessern und minimalen Flugkünsten Jets in Raketen verwandelten, um das US-Mutterland anzugreifen und dabei die aufwändigsten Abwehrsysteme der Erde täuschten.

Schneller Vorlauf bis 2013. Hier ist eine 15-Sekunden-Version der Rede des Präsidenten der Vereinigten Staaten (POTUS) bezüglich Syrien, einen Tag vor dem 12. Jahrestag von 9/11:

„Unsere Ideale und Prinzipien, sowie unsere nationale Sicherheit stehen auf dem Spiel. Die Vereinigten Staaten sind „der Anker der globalen Sicherheit „. Obwohl das Militär der Vereinigten Staaten“ keine Nadelstiche durchführt“, tragen wir immer noch die Verantwortung dafür, Regimes, welche sich über die lange befolgten Konventionen zum Verbot der Verwendung von biologischen, chemischen und nuklearen Waffen hinwegsetzen, zu bestrafen.

Deshalb habe ich beschlossen, einen unbegrenzten, gezielten Militärschlag gegen Washington DC zu führen.“

Für unzählige Weltbürger klingt diese alternative Version vorhersehbar so weit hergeholt, wie die offizielle Version der Geschehnisse vor 12 Jahren. Der Nebel des Krieges verdeckt auf mysteriöse Weise. Aber es bleibt eine Tatsache, dass der derzeitige, „sich sträubende“ (Farce) Kaiser fortfährt, seine „Glaubwürdigkeit“ – und die seiner Nation – mit einer „begrenzten“, „kinetischen“ Operation hinsichtlich seiner selbst definierten „roten Linie“ gegen chemische Waffen abstützen zu wollen.

Gesichtsverlust

In der Theorie funktioniert der russische Plan, dass Damaskus sein chemisches Waffenarsenal überstellt, aufgrund seiner eingebauten chinesischen Weisheit. Niemand verliert sein Gesicht – von Obama und dem US-Kongress über die Europäische Union zur UNO und der noch farcigeren „Arabischen“ Liga, die im Wesentlichen eine saudi-arabische Kolonie ist.

Obwohl Obama mittels eines Medien-Blitzkriegs den Ruhm für ihn einheimst, wurde es Asia Times Online bestätigt, dass der Plan letzte Woche von Damaskus, Teheran und Moskau ausgearbeitet wurde – nach einem Damaskus-Besuch durch den Leiter des nationalen Sicherheits-Ausschusses des iranischen Majlis (Parlaments), Alaeddin Boroujerdi. US-Außenminister John Kerrys inzwischen berühmter „Ausrutscher“ sorgte dann für die Eröffnung.

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Mali: Frankreich wirft Bomben und heuchelt Frieden

erschienen bei einartysken

von Einar Schlereth

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„Hurrah, ein neuer Krieg!“ schreit Frankreichs Präsident nicht – das denkt er nur, während Frankreichs ‚Force de frappe‘ (wörtlich Schlagkraft, aber die Luftwaffe ist gemeint) schon wieder in Afrika Bomben wirft. Und wo? Naja, hier und dort ein bisschen. In Somalia und kürzlich noch in der Elfenbeinküste und jetzt richtig schwere Angriffe in Mali.

Warum? Na weil man wieder mal sehr stark bedroht wird, hat der französische „sozialistische“ Ministerpräsident Hollande gesagt. Von den paar Millionen Menschen eines furchtbar armen Landes? Na ja, nicht direkt von denen. Sondern von den Al Qaida-Terroristen! Die Frankreich indirekt erst nach Mali gebracht hat. Im vergangenen Jahr nämlich waren diese Terroristen und die Franzosen noch enge Waffenbrüder und haben gemeinsam den „Diktator Gadddafi“ gestürzt – der im übrigen genau vor dem jetzt eingetretenen Fall gewarnt hat.

Französisches Kanonenfutter

 

Nachdem die Terroristen in Libyen alles kurz und klein geschlagen und den Weg für die Big Oil Gesellschaften frei geschaufelt haben, hat man einen Teil dieser Banden nach Syrien geschickt, um Assad zu stürzen (auch so ein großer, schlimmer Diktator), und andere Teile der al-Qaida, die sich im Maghreb AQIM nennt und mit der libyschen Al Qaida LIFG verschmolzen ist, wurden im Süden über die Grenze nach Algerien abgedrängt, wo sie von den Algerien umgehend rausgefeutelt wurden und nach Mali abmarschierten. Dort hängten sie sich an eine Tuareg-Befreiungsfront, die seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat kämpft, die man aber nach der Eroberung von halb Mali fallen ließ, weil sie nicht den ganz, ganz richtigen ultra-extremistischen Glauben hatten.

In dem nördlichen „befreiten“ Teil riefen die Terroristen gleich mal einen unabhängigen Staat aus mit der Shia als Grundgesetz und zertrümmerten auch gleich eine Reihe von Denkmälern, die auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes stehen.

Dies schien den Franzosen nicht in den Kram zu passen, denn Mali betrachten sie immer noch als ihr angestammtes Kolonialerbe, in dem man obendrein riesige Öllagerstätten gefunden hat. Und die hätte man doch gerne für sich allein. Also muss man eine „humanitäre Intervention“ veranstalten, mit dem Segen der UNO, der AFRICOM und der korrupten AU (Afrikanischen Union). Der Hintergedanke ist, die AQIM/LIFG aus Mali raus und nach Algerien rein zu bugsieren. Denn Algerien steht auch schon längst auf der Liste der AFRICOM, d.h. der US/NATO-Imperialisten. Da wäre es doch wirklich das Beste, wenn Al Qaida es nochmals versucht und sich in Algerien austobt und das Land ebenso destabilisiert wie zuvor Libyen und jetzt Syrien.

Doch von diesen banalen Dingen spricht man nicht. Man wirft sich lieber in die Brust und erklärt, dass man den Frieden wiederherstellen will, den rechtmäßig gewählten (Marionetten) Präsidenten schützen und die Demokratie retten will. Das hört sich doch viel besser an.

Siehe hierzu auch den sehr guten Artikel von  Toni Cartalucci.

Quelle: einartysken