Schlagwort-Archive: Abriß palästinensischer Häuser

Palästina: Tag des Bodens gegen Israels Siedlungspolitik

danke an Yvonne

Am Tag des Bodens, an dem der verlorenen Heimat gedacht wird, wurden friedliche palästinensische Demonstranten wieder einmal brutal von israelischen Sicherheitskräften mit Tränengas, Blendgranaten (Link lohnt sich) und Gummigeschossen angegriffen, die Grenzen ihrer Gebiete gesperrt und sonstiges Schindluder getrieben.

Mustafa Barghouti, ein unabhängiger Palästinensischer Rechtsgelehrter berichtet, von Gas-Kanistern an Kopf und Rücken getroffen worden zu sein, als er und eine Gruppe friedlicher Demonstranten auf ihrem Weg zum Qalandia-Checkpoint waren Er liegt nun im Hospital von Ramallah – zusammen mit 16 anderen Verletzten. Die Sprecherin der israelischen Armee, Lt. Col. Avital Leibovich, behauptet hierzu, er sei im Flüchtlingslager Qalandia von eigenen (!) Leuten verletzt worden, als er zum Demonstrieren aufrief.

In Gaza wurde 1 Mann getötet und 37 verletzt, 2 davon sind in kritischem Zustand. Medizinische Quellen in Gaza berichten, dass eine ganze Gruppe von Palästinensern an der Erez-Kreuzung nahe der Stadt Beit Hanoun durch israelische Schüsse verwundet wurde, zumeist in der unteren Körperhälfte. Eine israelische Sprecherin sagte dazu, die Truppen feuerten bewußt nur auf die Beine der Demonstranten, die am Sperrzaun auftauchten und dort Reifen verbrannten.

Ein anderer palästinensischer Demonstrant wurde in Bethlehem von einer Gasgranate am Kopf getroffen und wurde in kritischem Zustand nach Hebron ins Krankenhaus evakuiert, erklärt der Koordinator des Volkskomitees Mahmoud Zawahreh.



Obama-Neusprech:


 

Israel läßt Bulldozer-Tod von Friedenaktivistin ungesühnt!

Jerusalem – Heute am Donnerstag, versteckt hinter einer Wand aus Holz und Plastik sagte der israelische Soldat, der mit einer Planierraupe 2003 eine amerikanische Friedensaktivistin zu Tode zerquetschte, erstmals öffentlich aus.
Rachel Corrie wurde schon vor sieben Jahren getötet. Aber die Identität des Fahrers wurde geheimgehalten. Auch ging er unbeschadet aus einer einmonatigen israelischen Untersuchung hervor (die feststellte, dass kein israelischer Soldat schuldig war).
Die Eltern haben nach Antworten für die Tötung ihrer Tochter gesucht. War es absichtlich? Wer war verantwortlich? Am Donnerstag erfuhren sie schließlich vom dem verantwortlichen Mann.
Dieser gab zu, die Planierraupe gesteuert zu haben, so Stacy Sullivan, Sprecherin der Corrie-Familie, die in Haifa im Gerichtssaal war. Er sagte, dass ihm bewusst gewesen war, dass es Protestierende auf dem Areal gab – deshalb war ihm befohlen worden, besonders vorsichtig zu arbeiten.
Er sagte immer wieder, dass er Rachel Corrie nicht sah, bevor er sie niederwalzte; dort sei ein Stapel von Trümmern gewesen, der seine Sicht behinderte.
Er zeigte keinerlei Gewissensbisse, sagte Sullivan.
Der Soldat, der in der Sowjetunion geboren war und 1995 in Israel ankam, sagte in einem Zivilprozess aus, der von den Eltern Corrie´s gegen das israelische Verteidigungsministerium angestrengt wurde. Corrie´s Eltern können nicht ihn selbst vor Gericht bringen, weil das israelische Oberste Gericht seine Entscheidung, ihn zu decken, nicht revidieren will.
„Wir fühlen uns tief enttäuscht, dass der Staat Israels irgendwie findet, das es eine Bedrohung für die Soldaten darstellt, wenn wir die Gesichter dieser Leute und ihre Körpersprache sehen könnten„,  sagte Rachel´s Mutter, Cindy Corrie.
Im März 2003 arbeitete Rachel Corrie mit der Palästinenser-geführten Internationalen Solidaritätsbewegung. Sie war unter Protestierenden, die versuchten, das israelische Militär davon abzuhalten, palästinensische Häuser niederzureißen, als sie getötet wurde.
Das Verteidigungsministerium sagte am Donnerstag, dass es den Tod Corrie´s bedauert. „Aber sie war in einem bekannten Kampfgebiet, so hatten die israelischen Verteidigungskräfte keine Verantwortung „, sagte ein Sprecher zu CNN. „Der Fall ist bei Gericht und sie werden ihre Entscheidung treffen.“ (meine Frage hier: WER AUSSER Streitkräften ist in einem Kampfgebiet verantwortlich??)
Craig Corrie sagte, dass er den Fahrer nicht notwendigerweise in ein Gefängnis gehen sehen will.
Je mehr wir herausfanden, desto wahrscheinlicher wurde es, dass die Tötung absichtlich erfolgte, oder mindestens unglaublich rücksichtslos war,“ sagte er, „als ehemaliger Soldat in Vietnam trug ich zufällig ebenfalls die Verantwortung für Planierraupen… die Fahrer sind verantwortlich zu wissen, was vor ihrer Klinge ist und ich glaube, dass sie das taten.“
Craig Corrie sagte, dass die Soldaten auch Opfer sind. Er sieht sie nicht mit Verachtung an.
„Ich bin nicht voll von Hass gegen diese Person, aber es war eine schreckliche Tat meine Tochter zu töten und ich hoffe, dass er das versteht.“
Quelle: cnn
Fazit: Man stelle sich vor, eine iraelische Staatbürgerin wäre bei einer Demo gewalzt worden – da wäre wohl ein Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Staates fällig…