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Aaron´sche Fälschungen – jüdischer Goldraub

Leseprobe aus Julius Hensel´s MAKROBIOTIK
(siehe Menüpunkt Bücher & Schriften):
……Gemütsbewegungen wirken darum sozusagen ansteckend. Den Beweis dafür liefert die Geschichte der ältesten Zeit bis herab in unsere neuesten Tage. Zwei Beispiele dafür, statt vieler, mögen mir gestattet sein hier als Belege anzuführen.
Als es Aaron nicht gelang, dem König Pharao die Zustimmung abzugewinnen zur allgemeinen Entlassung der jüdischen Bevölkerung aus Ägypten und da auch die Juden selbst nicht besondere Lust verspürten, statt des sicheren Brotes, das sie in Ägypten aßen, sich in eine ungewisse Zukunft zu begeben, da ließ er die Furcht mithelfen, um ihn zu dem Ziele zu führen, dass er das goldene und silberne Geschmeide unterschlug, welches die Jüdinnen den gutmütigen ägyptischen Frauen abgeborgt hatten, unter dem Vorgeben, dass sie zur würdigen Feier ihres Osterfestes so prächtig geschmückt als möglich sein müssten. Aaron erschien nämlich in der Stille der Nacht plötzlich unter den zur Festfeier vereinigten Juden, um ihnen zu berichten, dass Pharao befohlen, sie sollten machen, dass sie fortkämen. (2. Mos. 12, 31). Ob er diesen Bericht mit Übertreibungen würzte und vielleicht hinzufügte, Pharao wolle alle Juden totschlagen, die am nächsten Morgen noch in seinem Lande angetroffen würden, bleibe dahingestellt; aber ich bin geneigt, dies zu glauben. Jedenfalls steht mit dem angeblichen Befehl Pharaos der Inhalt von 2. Mos. 14, 5 in grellem Widerspruch. Dort steht: „Und da es dem Könige in Ägypten ward angesagt, dass das Volk war geflohen“ usw. — Ebenso darf aus der Reue der Juden über ihren Auszug (2. Moses 14, 11-12) geschlossen werden, dass Aaron sie schmählich belog, um sie zur allgemeinen Flucht zu veranlassen. Ganz gewiss hat doch manche der Jüdinnen gefragt: „Was machen wir mit den entliehenen Schmucksachen? Diese müssen wir doch erst zurückgeben“.
Aber gerade um das ägyptische Gold war es dem Aaron zu tun; er wusste bereits, dass er es bei erster Gelegenheit zu einem gemeinsamen Klumpen einschmelzen wollte, von welchem niemand mehr seinen Anteil zurückfordern könnte. Und da mag er wohl den ehrlichen Jüdinnen, die mit ihren ägyptischen Herrschaften auf ganz freundschaftlichem Fuße lebten und ihnen das Geschmeide wieder abliefern wollten, in affektierter Hast geantwortet haben: „Dazu ist jetzt keine Zeit; das wird sich alles finden. Machen wir nur, dass wir fortkommen; denn wer zurückbleibt, ist ein Kind des Todes. Pharao lässt ihn spießen, rädern und am Galgen aufhängen.“
Mitten in der Nacht! — Man denke sich die Unruhe, die Erregung, die Angst und Todesfurcht, die sich der Weiber bemächtigte. Furcht raubt die Überlegung und den klaren Verstand. Und wenn auch nur ein Teil von der Furcht ergriffen ward und mit bebenden Gliedern im Festsaal umherirrte, so war dies hinreichend, um alle Übrigen der klaren Besinnung zu berauben. Aaron hat auf diese Weise seinen Zweck vollkommen erreicht.
Als zweites Beispiel, wie z.B. Furcht vor Krankheit die nüchterne Überlegung raubt, weiß ich nichts Besseres zu erwähnen, als den (Mitte November 1890) florierenden Kultus, den man mit dem Koch´schen Schwindsuchts-Heilverfahren treibt.
Herr Koch, der ja selbst sagt, dass er seinem chemischen Assistenten viel bei der Sache verdanke, besitzt nicht die nötigen Kenntnisse in der organischen Chemie, um mich zu bewegen, seinem Verfahren Vertrauen entgegenbringen zu können……. (MAKROBIOTIK, (Paperback Seite 64/65 – siehe Menüpunkt Bücher & Schriften)