Kategorie-Archiv: Yvonne´s gesunde Küche

Yvonne veröffentlicht hier immer wieder topaktuell Rezepte aus der Klosterküche sowie Tipps & Tricks rund um Küche und Leben. Jedermann willkommen.

Buch fertig: erprobte Kochrezepte – aus der Klosterküche

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von jo

Liebe Leserinnen und Leser,

mit ein wenig Stolz können Yvonne und ich vermelden, daß unser deutsches Ernährungshandbuch nun erhältlich ist. Rechtzeitig für Weihnachten! Welches Investment in Lebensqualität kann langfristig nachhaltiger sein als gesundes, köstliches Essen?

„Erprobte Kochrezepte – aus der Klosterküche“ ist nach der kostenlosen Veröffentlichung auf dem Julius-Hensel-Blog ab sofort als Paperback (24,90) oder Hardcover/Schutzumschlag (34,90) zzgl. Versand erhältlich. Eine Vorschau gibt es hier (unter dem Buchbild). Lieferzeiten von 2-3 Wochen bitte beim Bestelltermin berücksichtigen.

„Erprobte Kochrezepte – aus der Klosterküche“ überzeugt als überaus reichhaltiges, nahezu jede um 1900 im Deutschen Reich essbare Substanz behandelndes Leib- und Magenwerk, – und ist zudem noch frei von Fertigprodukten, die es damals erst sehr eingeschränkt gab.

Das 512-Seiten- Werk im gerade noch handlichen Format ist übersichtlich nach Nahrungsgruppen gegliedert. Von der einfachen Leckerei bis hin zum anspruchsvollen Edel-Diner wird das Gewünschte dank verständlicher und einfacher Arbeitanweisungen voraussichtlich gelingen.

Küchensitten wie Gedeck und Benimm sowie Hilfen zur Organisation größerer Festmahle finden zusätzlich noch eigene Kapitel.

Die bewundernswerten barmherzigen Schwestern von Untermarchtal haben uns auch einen speziellen Teil zur Pflege und Aufpäppelung von Kranken hinterlassen. Schonkost. Vegetarier. Sogar Diabetikern wird mit ihrem über Jahrhunderte im Reichskloster überliefertem Wissen und der ärztl. Kunst von 1900 eine heilsame Erweiterung ihres Nahrungsuniversums angeboten.

Daß jedes der Rezepte mit ein wenig Liebe zum lukullisch erfüllenden Erlebnis werden kann, wird ausdrücklich garantiert.

Wer also sich oder seine Lieben in Zeiten der Gratis-Internetrezepturen eine klassische, energieunabhängige Überlebensanleitung auf kulinarisch hohem Niveau gönnen will, möge seinen Geldbeutel öffnen und zur Bestellung schreiten. Als Geschenk hat das Buch einen bleibenden Charakter.

Yvonne erledigt den Vertrieb für Schweiz & Österreich.

In Deutschland arbeiten wir mit dem e-ratgeberverlag wie im Falle Dr. Hensel zusammen. Hier möchte ich Verleger Eduard Wingerter mal ganz ausserordentlich für seine seit Jahren gute Arbeit danken und kann ihn als „ehrlich“ empfehlen. Selten in diesem Geschäft.

Für Amerika/Übersee sind alle Bücher über www.lulu.com (Link oben) sowie amazon & Barnes&Noble (jeweils nur Paperbacks) erhältlich.

Guten Appetit!

serviettenknödel wiki

Nostradamus-Rezept: der „Jugendtee“ aus Kopfsalat

408px-Nostradamus_by_Lemudohne Quellenangabe

Und schließlich der berühmt gewordene „Jugendtee“, der auch heute noch in Südfrankreich getrunken wird:

»Man gibt einen kleinen Kopfsalat (nur die gesunden, frischen Blätter) ganz in ausreichend Wasser und fügt ein paar Krautblätter hinzu. Das wird auf kleiner Flamme und nur kurz gekocht. Von diesem „Tee“ trinkt man jeden Abend vor dem Schlafengehen ein Glas voll, lauwarm…«

Der Salat ist nicht nur eine vorzügliche Vitaminquelle. Er besitzt neben Kupfer, Eisen und anderen Metallen und Mineralien, je nach der Beschaffenheit des Bodens, eine ganze Reihe sehr wichtiger Heil- und Wirkstoffe. Vor allem eine Beruhigungsdroge, die schon den alten Griechen bekannt war. Sie macht nicht abhängig. In vielen Hustensäften ist dieses Beruhigungsmittel aus dem ganz gewöhnlichen Kopfsalat enthalten.

In der Heimat des Nostradamus preßt man Kopfsalatblätter aus und gewinnt dabei einen Saft, der „Tridace“ genannt wird. Man trinkt ihn tropfenweise gegen Nervosität, Schlaflosigkeit und Krämpfe.

Der berühmte Arzt Galenos (130-201 nach Christus) hat uns mitgeteilt, daß er als Schlafmittel regelmäßig eine Portion Salat verzehrte. Der „schlafende Prophet“ Edgar Cayce empfahl den Salat als hilfreiches Mittel gegen die Übersäuerung des Blutes – somit als Heilmittel für Herz- und Nierenkranke sowie für alle, die zu Gichtanfällen neigen. Voraussetzung für einen gesunden Salat ist allerdings, daß möglichst wenig Essig verwendet wird und wenig Salz, dafür darf er ruhig in Öl schwimmen.

Das Kraut galt durch die Geschichte hindurch als eines der Grundheilmittel überhaupt. Paracelsus, der sich gelegentlich auch als Seher hervorgetan hat, schrieb in einem seiner zahlreichen Medizinbücher, es gäbe überhaupt nur drei wahre Heilmittel – das Wasser, die Luft und das Kraut: »Das Wasser trainiert den Körper und hält ihn wach. Die Luft „dengelt“ die Gesundheit wie der Bauer die Sense. Das Kraut besorgt das Gleichgewicht der Kräfte.« Mit dem Kraut waren aber nicht irgendwelche Heilkräuter ganz allgemein gemeint, sondern der Krautkopf, der Weißkohl, wie man auch sagt. Und es gibt kaum eine Krankheit, die man nicht irgendwann mit Kraut geheilt hätte: Kraut kuriert hartnäckige Wunden, wenn man einen Umschlag aus frischen, sauberen Blättern darüber legt. (Die harten Rippen der Blätter werden zuvor herausgeschnitten.) Kraut lindert und heilt Asthma, bindet man sich nachts zwei, drei frische Blätter auf die Brust. Krautsaft, frisch ausgepreßt, hilft bei Magen- und Darmleiden und bringt selbst hartnäckige Geschwüre zum Verschwinden.

Kraut enthält aber vor allem Magnesium. Es ist das vielleicht einzige Mittel, der Arteriosklerose vorzubeugen. Magnesium ist der Gegenspieler des Kalkes. Wo Magnesium in der Nahrung fehlt wie etwa in Finnland, das geht heute eindeutig aus umfangreichen Statistiken hervor, sind die Herzinfarktraten am höchsten. Dort dagegen, wo an heißen Tagen viel Salat und Kraut gegessen wird, liegen sie am niedrigsten. In Südfrankreich und Italien.

Das rechte Essen kann in der Tat die beste Medizin sein.

 

Rezepte Nó.: 1552-1596 – Rohkost

mit Liebe von Yvonne

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Rohkost.

1552. Gemüsekräuter.

Schnittlauch, Sellerieblättchen, Petersilie, Brennnessel, Sauerampfer, Majoran, Dill und Thymian, zu gleichen Teilen, werden getrocknet und zu Pulver gemahlen. Vor dem Mahlen müssen die Kräuter im Ofen erwärmt werden. Sie dienen zum Würzen von Rohkost, Suppen, gedünsteten Kartoffeln, auf Butterbrot, Pellkartoffeln und Butter, sind außerdem ein wichtiges Nahrungsmittel, weil kalk- und nährsalzreich.

1553. Selleriesalat.

Sellerie wird roh in einen Löffel Wasser, der mit Zitronensaft vermischt ist, gerieben, mit Mayonnaise angemacht.

1554. Ackersalat.

Ackersalat wird mit einer rohen geriebenen roten Rübe, Zitronensaft, Öl und Selleriesalz gut vermengt. Nach Belieben kann saurer Rahm darüber gegeben werden.

1555. Rohkost.

½ Pfund Sauerkraut wird fein geschnitten, 1 Kohlrabi und 1 große Zwiebel gerieben und mit Öl, Zitronensaft und Selleriesalz, Majoran oder Gemüsekräutern gut vermengt. Dieser Salat kann mit Kopfsalat garniert werden.

1556. Rot-Rüben-Salat.

1 große oder 2 kleine rote Rüben werden grob gerieben, sowie 2 Äpfel mit der Schale und mit Zitronensaft, Öl oder Mayonnaise angemacht.

1557. Rote-Rüben-Salat.

Die roten Rüben werden eine halbe Stunde gekocht, dann geschält, gerieben oder gehobelt, geriebener Meerrettich, Zitronensaft, Öl, Selleriesalz und Kümmel gut darunter gemengt und nach dem Ziehen mit grünem Salat verziert.

1558. Rohkost.

Zwei Kohlrabis werden, geschält, gerieben und mit geriebenem Meerrettich, Selleriesalz, Zitronensaft, Öl, Gemüsekräutern oder Majoran oder Schnittlauch gut vermengt. Nach dem Ziehen wird mit grünem Salat verziert.

1559. Kopfsalat und Kresse.

Kresse wird fein geschnitten, 10 g Radieschen gerieben, Schnittlauch, Selleriesalz, Zitronensaft und Öl dazu gegeben, alles mit Kopfsalat vermengt.

1560. Rohkost.

2 Rettiche und 1 Kohlrabi werden geputzt und gerieben. 1 fein geschnittene Zwiebel, Selleriesalz, Öl, Zitronensaft, Schnittlauch oder Gemüsekräuter beigefügt, alles gut vermengt und mit Kopf-, Acker- oder Endiviensalat verziert.

1561. Rohkost.

2 gelbe Rüben, 1 zartes Kohlrabi, 10 Radieschen werden gerieben, mit Schnittlauch, Zitronensaft, Selleriesalz und Öl gut vermengt und mit Kopfsalat verziert.

1562. Falsche Spiegeleier.

Auf ein Plättchen werden geschnittener Spinat, außen herum ein Kränzchen geriebene weiße Rüben und in die Mitte geriebene gelbe Rüben, in der Größe von Spiegeleiern, gegeben, dazu etwas Zwiebel, Knoblauch und Salatsoße. Rezepte Nó.: 1552-1596 – Rohkost weiterlesen

Rezepte Nó.: 1507-1551 – Getränke, Säfte & Liköre

mit Liebe von Yvonne

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Getränke.

1507. Kaffee.

Zutaten: 1 l Wasser, 40 g Kaffee.

Es wird ganz wenig Zichorie mit Wasser gekocht und über den fein gemahlenen Kaffee, in gut verschlossenem Topf, auf der Seite des Herdes gegossen, wo man den Kaffee 10 Minuten ziehen läßt.

1508. Malzkaffee.

Zutaten: 1 l Wasser, etwa 40 g Malzkaffee.

Malzkaffee wird mit Zichorie 5-10 Minuten gekocht, dann auf die Seite des Herdes gestellt, wo durch Zusatz einiger Tropfen kalten Wassers das Setzen beschleunigt werden kann.

1509. Schokolade.

Schokolade wird mit kalter Milch aufs Feuer gebracht. Wenn sie kocht, wird die Milch abgegossen, die Schokolade verrührt, die Milch wieder daran gegossen und alles noch einmal aufgekocht.

1510. Kakao.

Zu einer Tasse Kakao wird 1 Kaffeelöffel Kakaopulver mit lauwarmem Wasser angerührt und in kochender Milch aufgekocht. Als Mittel gegen Durchfall wird Kakao nur mit Wasser bereitet.

1511. Schwarzer Tee.

Der Tee wird mit kochendem Wasser übergossen, gut zugedeckt. Nach 5 Minuten wird er abgegossen und mit ungekochtem Rahm serviert.

1512. Gemischter Kräutertee.

Wird am besten kochend übergossen, nach 15 Minuten abgegossen, nochmals aufgesetzt und 3-5 Minuten gekocht. Die beiden Sude ergeben zusammen Aroma und Heilwerte. Hagebutten und Wurzeln müssen länger gekocht werden.

1513. Frühstücks- und Abendtee.

Brombeerblätter, Erdbeerblätter, Waldmeister (gleiche Teile), 1 Teil Thymian.

1514. Heiltee (siehe Anhang).

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1515. Mandelmilch.

Zutaten: 40 g süße, 2 bittere Mandeln, 20 g Zucker, ½ l frisches Wasser.

Die Mandeln werden einige Augenblicke in kochendes Wasser gehalten, geschält und fein gerieben, währenddessen nach und nach das Wasser zugegeben wird. Nachdem die Masse 2 Stunden gestanden hat, wird sie durch ein Tuch gepresst und der erhaltenen Flüssigkeit Zitronensaft, Rosenwasser oder Orangenblütenwasser hinzugefügt. Rezepte Nó.: 1507-1551 – Getränke, Säfte & Liköre weiterlesen