Archiv der Kategorie: Ressort Kultur

Deutsches in Wort und Werk präsentiert von Silvio

die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung

aus dem Kunstmuseum Hamburg

„möge unsere Arbeit Freude machen und gute Früchte bringen.“

Speicher, Silos, Bunker / Industrieanlagen / Eisenbahnbrücken, Straßenbrücken, Fußgängerbrücken / Industrieanlagen / Hallenbauten / Gasbehälter, Flugzeug- und Luftschiffhallen, Kühltürme / Leuchttürme / Wasserwirtschaft / Eiserne Kräne, Verladebrücken und dergleichen / Alte Krane / Wind- und Wassermühlen / Baukörper /

Die wirtschaftliche Lage zwingt uns dazu, die deutschen Bodenschätze und Wasserkräfte so weit wie möglich auszunutzen. Es ist daher schon in nächster Zukunft damit zu rechnen, daß zahlreiche und bedeutungsvolle technische Anlagen, insbesondere wasserwirtschaftlicher Art, geplant und ausgeführt werden.

Weitgehende Eingriffe in Landschafts- und Städtebilder werden sich da und dort als nötig erweisen; dann gilt es zu erreichen, daß durch die neu entstehenden Werke das deutsche Land nicht nur wirtschaftlich gefördert, sondern auch reicher an lebendiger, ausdrucksvoller Schönheit wird. Das ist möglich bei aller gebotenen Sparsamkeit und Sachlichkeit; vielleicht gelingt’ s gerade, weil Sparsamkeit und Sachlichkeit geboten sind.

Von gut geglückten Werken können in solchen Zeiten bedeutungsvolle Anregungen ausgehen, nicht etwa nur für die Schaffenden, nicht weniger für Parlamente, Behörden, Verbände, welche die Mittel für die Ausführung beschaffen, und für noch viel breitere Volkskreise, die sich ein Urteil über solche Angelegenheiten bilden möchten und sollten. Um in solcher Richtung zu wirken, haben der Deutsche Bund Heimatschutz und der Deutsche Werkbund um die vorige Jahreswende eine umfassende Sammlung von vorbildlichen Ingenieurbauten aller Zeiten eingeleitet. Unterzeichner des Aufrufs, der zu Anfang hinausgegeben wurde, waren als Repräsentanten der Fachwelt: Geheimer Baurat Dr. Ing. Oskar von Miller, München, Ministerialrat Schaper, a. o. Mitglied der Akademie des Bauwesens, Berlin, Professor Dr. Ing. Blum, Hannover, Professor Franzius, Hannover, Professor Dr. Ing. Gehler, Dresden; ferner für den Deutschen Bund Heimatschutz sein Unterzeichneter Vorsitzender, für den Deutschen Werkbund ebenso und Professor Poelzig, Potsdam, und für die Deutsche Gesellschaft für Bauingenieurwesen, die von vornherein ihre Hilfe als Kritikerin versprach, Geheimer Baurat de Thierry, Berlin.

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Hunderassen aus aller Welt in Bildern

aus dem Kunstmuseum Hamburg

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Frankreichs Kriegsvorbereitungen in Bild und Wort

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Alle, die Frankreichs Geistesleben sympathisch gegenüberstehen und an seine moralische Kraft glauben, werden seit Beginn des großen Krieges durch die Frage verfolgt: wie kommt es, daß eine Nation, deren Stolz, es von jeher war, klares Denken und Erkennen mit Maß und Würde zu vereinen, seit dem Augenblick, da das Schicksal sie in einen furchtbaren Kampf warf, in ihren Äußerungen so ganz die ihr von der übrigen Welt zugeglaubte Natur verleugnet.

Es ist höchst erstaunlich, daß ein intelligentes Volk, wie das französische, dessen Stärke grade psychologische Durchdringung, kühles Prüfen aller Erscheinungen ist, bei der Darstellung der Tatsachen dieses Krieges und seiner Nebenerscheinungen alles Licht – Unschuld, Friedfertigkeit, Tapferkeit, Ritterlichkeit, freie Vaterlandsliebe, Barmherzigkeit auf die eine Seite bringt, der anderen Seite nichts als heimtückischen Kriegswillen, Eroberungsgelüste, unlautere Kampfart, Spionage- und Knechtssinn, Grausamkeit, Mordlust, Raub- und Diebesbenehmen zuschreibt, ein Verfahren, das jeder historischen Erfahrung and jeder Logik widerspricht. Es ist auch nicht anzunehmen, daß ein intelligenter und kultivierter Franzose sich nicht genau bewußt ist, wie gleichmäßig in den europäischen, vom Gesichtspunkt der Zivilisation ungefähr gleichaltrigen Völkern Gutes und Böses verteilt ist, wie überall heroische Taten und Niedrigkeiten zu verzeichnen sind, überall Kriegsparteien und Friedensparteien wirken, überall Grausamkeiten und Werke aufopfernder Nächstenliebe vollbracht werden.

Noch viel erstaunlicher aber berühren den Außenstehenden die Formen, in denen sich diese Anschauungen dokumentieren, die mag es sich um Pressestimmen oder Theateraufführungen, um Broschüren oder wissenschaftliche Aufsätze anerkannter Gelehrter, um Films oder Illustrationen, Witzblätter oder Kunstblätter handeln einen Tiefstand des Kulturniveaus bewiesen, wie er sich zur Zeit in keinem anderen Lande, auch in Frankreich wohl noch nie gefunden hat, selbst in früheren, großen geistigen Krisen und seelischen Epidemien nicht, mag man auch bis zum Mittelalter hinabsteigen.

Erschüttert, in seinem Glauben wankend, fragt man: ist das noch dasselbe Volk eines heldenmütigen, sittlich strengen Racine und Corneille, eines kraftvoll heiteren Rabelais und Moliere, eines frommen, abgrundtiefen Pascal, eines in Gerechtigkeit erglühenden Zola, ist das noch das Volk, das Künstler hervorbrachte, wie Poussin, Watteau, Manet, Cezanne?

Und hören wir heute wirklich die Enkel jener reinen und großen Vorfahren, was treibt sie dazu, sich selbstzcrstörerisch aus der Bewunderung und Liebe ihrer Zeitgenossen herauszureißen, ihre eignen Herzen und Hände zu besudeln, mit mörderischem Aussatz zu bedecken?

Treibt sie ein dunkler Dämon ins Verderben oder der freie Mülle, die Überzeugung von der Zweckmäßigkeit ihres Tuns?

Diktiert der „überlegende Wille“ alle jene Äußerungen eines anormalen geistigen Zustandes, halten also die führenden Geister sie für zweckmäßig oder notwendig, so müssen sie überzeugt sein, daß die Kraft der Waffen Frankreichs und seiner sieben verbündeten Nationen nicht ausreicht, seine Feinde zu bezwingen, und daß es für den guten Ausgang des Kampfes notwendig ist, immer neue Genossen unter den Neutralen zu werben, mit jedem zu Gebot stehenden Mittel, sei es auch moralisch, geschmacklich, künstlerisch noch so niedrig, eigentlich eine Beleidigung für die selbständige Urteilskraft der neutralen Länder. Oder aber – und vielleicht gleichermaßen — sind alle diese Äußerungen Mittel, die geistige Temperatur des französischen Volkes zur Siedehitze zu bringen und sie darin zu erhalten, dann würde das beweisen, wie wenig die geistigen Führer das französische Volk für befähigt halten, die notwendige Kampfes-energie und Ausdauer aus spontaner Tapferkeit, Vateilandsliebe und Pflichttreue, aus der Seele einer mutbeseelten edlen Rasse zu schöpfen.

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