Kategorie-Archiv: Ressort Kultur

Deutsches in Wort und Werk präsentiert von Silvio

die Entwicklung des Fahrrades

aus dem Kunstmuseum Hamburg

dargestellt durch Erzeugnisse der Expreß-Fahrradwerke A.G.

Wenn man die lange Reihe der von den Expreßwerken bzw. deren Vorbesitzern hergestellten Modelle betrachtet, so gewinnt man damit gleichzeitig einen vollkommenen Überblick über die Entwicklung des Fahrrades von dessen ältesten Entstehungsformen an bis zur gegenwärtigen Vervollkommnung.

Die Begrenztheit des an dieser Stelle zur Verfügung stehenden Raumes bedingt eine Beschränkung auf das zweiräderige, einspurige und einsitzige Fahrrad. Dieses hat endgültig den Sieg über die vielfältigen und komplizierten Konstruktionen der Drei- und Vierräder davon getragen und man findet gegenwärtig außer dem Zweirad höchstens noch das Dreirad zum Zweck der Warenbeförderung in größeren Städten.

die Entwicklung des Fahrrades weiterlesen

Galileo Galilei: Der Prozeß

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Vorspiel.

Wegen der Veröffentlichung seines Dialoges wurde Galilei vor die Inquisition geladen. Er sollte sich verantworten, weil er in diesen Ausführungen die 1616 verbotene Lehre des Kopernikus als wahr hingestellt hatte. Allerdings hat Galilei in einer Einleitung versucht, dem Leser vorzutäuschen, daß er das kopernikanische System gar nicht für wahr halte, sondern es nur auseinandersetzen wolle. Diese Einleitung war zwischen ihm und dem Zensor genau besprochen worden. Es läßt sich heute nicht aktenmäßig feststellen, aus welchem Grunde der Papst sich nach der Veröffentlichung des Dialogs so außerordentlich feindselig gegen Galilei verhielt, wie er es wirklich tat. Urban VIII. verlangte, daß der florentinische Hofmathematiker sofort nach Rom kommen solle. Der im 69. Lebensjahr stehende Galilei wies vergebens auf seinen sehr bedenklichen Gesundheitszustand hin. Wenn er nicht freiwillig komme, ließ Urban sagen, so werde er ihn in Ketten legen und in diesem Zustand nach Rom transportieren lassen! Der Papst maßte sich die richterliche Gewalt in geistlichen Dingen in allen katholischen Ländern an — und Florenz war nicht Venedig! Der Großherzog Ferdinand II. wagte gegen den gefürchteten und als sehr energisch bekannten Urban VIII. nicht den geringsten Widerspruch. Er riet selbst zur Abreise. Mitten im Winter wurde der greise Gelehrte durch das von der Pest verseuchte Land in einer Sänfte nach Rom getragen, wo er am 13. Februar 1633 ankam. Unterwegs hatte er eine zehntägige Quarantäne an der Grenze des Kirchenstaates erdulden müssen.

Galileo Galilei: Der Prozeß weiterlesen

der deutsche Bauernkrieg

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Der Beginn der Unruhen. Gründe für ihre Ausdehnung.

Der deutsche Bauernkrieg; Untersuchungen über seine Entstehung und seinen Verlauf.

Die Anfänge der Unruhen liegen in ein gewisses Dunkel gehüllt. So bestimmt man an allen leitenden Stellen im Reiche im Gefolge der religiösen Bewegung, die sich an Luthers Namen knüpfte, Unruhen befürchtete, die, die an den Südabhängen des Schwarzwalds im Gebiete der Abtei von St. Blasien und unter den Bonndorfer Untertanen des Landgrafen von Stühlingen, im Mai resp. im Juni 1524 ausbrachen, hielt man zunächst für zu unbedeutend, um sich eingehender über sie zu unterrichten. In dieser Einschätzung liegt z. T. der Grund, daß eine Reihe von Zeitgenossen und die von diesen abhängigen Schriftsteller die Bewegung im südlichen Schwarzwald während des Jahres 1524 der Erwähnung kaum für wert erachteten. Für sie beginnt der Bauernkrieg erst mit den Unruhen in Oberschwaben, also mit dem Jahre 1525. So mag zu erklären sein, daß die Quellen darüber nur spärlich fließen.1)

der deutsche Bauernkrieg weiterlesen

die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung

aus dem Kunstmuseum Hamburg

„möge unsere Arbeit Freude machen und gute Früchte bringen.“

Speicher, Silos, Bunker / Industrieanlagen / Eisenbahnbrücken, Straßenbrücken, Fußgängerbrücken / Industrieanlagen / Hallenbauten / Gasbehälter, Flugzeug- und Luftschiffhallen, Kühltürme / Leuchttürme / Wasserwirtschaft / Eiserne Kräne, Verladebrücken und dergleichen / Alte Krane / Wind- und Wassermühlen / Baukörper /

Die wirtschaftliche Lage zwingt uns dazu, die deutschen Bodenschätze und Wasserkräfte so weit wie möglich auszunutzen. Es ist daher schon in nächster Zukunft damit zu rechnen, daß zahlreiche und bedeutungsvolle technische Anlagen, insbesondere wasserwirtschaftlicher Art, geplant und ausgeführt werden.

Weitgehende Eingriffe in Landschafts- und Städtebilder werden sich da und dort als nötig erweisen; dann gilt es zu erreichen, daß durch die neu entstehenden Werke das deutsche Land nicht nur wirtschaftlich gefördert, sondern auch reicher an lebendiger, ausdrucksvoller Schönheit wird. Das ist möglich bei aller gebotenen Sparsamkeit und Sachlichkeit; vielleicht gelingt’ s gerade, weil Sparsamkeit und Sachlichkeit geboten sind.

Von gut geglückten Werken können in solchen Zeiten bedeutungsvolle Anregungen ausgehen, nicht etwa nur für die Schaffenden, nicht weniger für Parlamente, Behörden, Verbände, welche die Mittel für die Ausführung beschaffen, und für noch viel breitere Volkskreise, die sich ein Urteil über solche Angelegenheiten bilden möchten und sollten. Um in solcher Richtung zu wirken, haben der Deutsche Bund Heimatschutz und der Deutsche Werkbund um die vorige Jahreswende eine umfassende Sammlung von vorbildlichen Ingenieurbauten aller Zeiten eingeleitet. Unterzeichner des Aufrufs, der zu Anfang hinausgegeben wurde, waren als Repräsentanten der Fachwelt: Geheimer Baurat Dr. Ing. Oskar von Miller, München, Ministerialrat Schaper, a. o. Mitglied der Akademie des Bauwesens, Berlin, Professor Dr. Ing. Blum, Hannover, Professor Franzius, Hannover, Professor Dr. Ing. Gehler, Dresden; ferner für den Deutschen Bund Heimatschutz sein Unterzeichneter Vorsitzender, für den Deutschen Werkbund ebenso und Professor Poelzig, Potsdam, und für die Deutsche Gesellschaft für Bauingenieurwesen, die von vornherein ihre Hilfe als Kritikerin versprach, Geheimer Baurat de Thierry, Berlin.

die Ingenieurbauten in ihrer guten Gestaltung weiterlesen