Archiv der Kategorie: Ressort Kultur

Deutsches in Wort und Werk präsentiert von Silvio

die Waffen des Kriegsflugzeuges – Bomben

aus dem Kunstmuseum Hamburg

In der Frühzeit seiner Entwicklung bildete das Kriegsflugzeug mit seiner Bewaffnung noch keine vollkommene Einheit. Das Flugzeug war zuerst entstanden mit dem einzigen Zweck, sich im Luftraum bewegen zu können, und erst später hatte es, nachdem seine militärische Bedeutung feststand, Waffen als erwünschte Beigabe erhalten.

Heute bilden das Kriegsflugzeug und seine Waffen eine unlösbare Einheit. Bauform des Flugzeuges und Bewaffnung sind aufeinander abgestimmt; das Wichtigste sind die Waffen, das Flugzeug selbst ist nur das Mittel, um sie an den Feind zu bringen. Grundsätzlich sind zu unterscheiden: Bordwaffen und Abwurfwaffen. Erstere sind Schußwaffen, die der Bekämpfung von Luft- und Erdzielen dienen; zu den letzteren zählen in der Hauptsache die Bomben mit den dazugehörigen Abwurfeinrichtungen.

Bomben.

Ihrer Zweckbestimmung nach gibt es verschiedene Arten von Bomben. Die wichtigsten sind: die Sprengbombe und die Brandbombe; von untergeordneter Bedeutung, weil nur ein Hilfsmittel beim Bombenwurf, ist die Leuchtbombe.

An Sprengbomben verwendet jede Luftwaffe im allgemeinen verschiedene Arten und Kaliber. Bei der deutschen Luftwaffe wird außerdem noch unterschieden zwischen Splitterbomben und Minenbomben.

Die Splitterbombe, gewöhnlich im Gewicht von 10 kg, wird gegen lebende Ziele eingesetzt. Bei verhältnismäßig großer Wandstärke enthält sie nur eine kleine Sprengstoffmenge, zerlegt sich aber in sehr viele kleine Splitter.

Die größeren Bombenarten, die bei der deutschen Luftwaffe im Gewicht von 50 kg, 250 kg, 500 kg und mehr üblich sind, zählen zu den Minenbomben. Bei diesen beträgt der Anteil des Sprengstoffs am Gesamtgewicht etwa die Hälfte; der Mantel ist nur so stark bemessen, daß er beim Eindringen der Bombe in die Erde der Beanspruchung standhält. Minenbomben werden gegen tote Ziele eingesetzt und wirken in der Hauptsache durch den von der hohen Sprengladung erzeugten starken Druck. Schwere Bomben sind imstande, auch größte Bauwerke, Befestigungsanlagen, gepanzerte Fahrzeuge und Schiffe zu vernichten.

Brandbomben sind fast durchwegs verhältnismäßig kleine Abwurfkörper von etwa 1 bis 10 kg. Beim Aufschlag auf den Boden zerspringen sie nicht, sondern verbrennen einige Minuten lang unter Entwicklung seßr großer Hitze. Vielfach findet als Brandsatz für Brandbomben Thermit Verwendung, das nicht mit Wasser, sondern nur mit Sand gelöscht werden kann. In der Regel werden Brandbomben in größeren Mengen zugleich abgeworfen, um möglichst viele Brandherde entstehen zu lassen. Leuchtbomben dienen nicht der Zerstörung, sondern der Erhellung des Erdbodens, damit der Kampfflieger bei Nacht sein Ziel finden und zum Bombenwurf anfliegen kann. Eine Leuchtbombe besteht im allgemeinen aus einem zylindrischen Blechkörper mit einem Leuchtsatz, der unter starker Lichterscheinung abbrennt. Damit die Leuchtbombe nur langsam zu Boden schwebt und möglichst lange ihr Licht verbreitet, hängt sie an einem Fallschirm, der sich nach dem Abwurf entfaltet.

Zur Entzündung werden Bomben durch Aufschlagzünder gebracht, deren Eigenart darin besteht, daß sie vor dem Abwurf vollkommene Sicherheit bieten; dies ist notwendig, weil die Bomben beim Abflug oder gegebenenfalls auch bei einer Landung starken Stößen und Erschütterungen ausgesetzt sind. Von einem guten Bombenzünder muß daher verlangt werden, daß er erst dann scharf wird, wenn die Bombe das Flugzeug verlassen hat. Bei der deutschen Luftwaffe sind elektrische Zünder im Gebrauch. Ihre Wirkungsweise beruht darauf, daß beim Abwurf ein Speicherkondensator im Zünder aus der Bordbatterie elektrisch aufgeladen wird; wenn die Bombe bereits das Flugzeug verlassen hat, fließt von diesem Speicherkondensator ein elektrischer Strom im Verlaufe einiger Sekunden zu dem eigentlichen Zündkondensator, der dann beim Auftreffen auf den Boden die Zündung auslöst.

Damit ist jede Möglichkeit einer verfrühten Zündung ausgeschaltet. Je nach Bedarf können Bombenzünder vor dem Abwurf so eingestellt werden, daß die Entzündung des Sprengstoffes mit oder ohne Verzögerung erfolgt. Die Einstellung mit Verzögerung wird gewählt, wenn eine Bombe zur Vergrößerung ihrer Minenwirkung vor dem Zerspringen tief in das Erdreich eindringen soll, oder bei Tiefangriffen, damit das Flugzeug nicht mehr von den Sprengstücken der Bombe getroffen wird. Als Besonderheit sind ferner die sogenannten Langzeitzünder zu erwähnen, die die Zündung der Bombe erst nach Stunden oder gegebenenfalls erst nach Tagen auslösen.

Die Unterbringung von Bomben im Flugzeug kann auf verschiedene Art und Weise erfolgen. Kleinere Bomben können in Magazinen gelagert werden, die sich im Rumpfinneren befinden und mehrere Bomben zugleich aufnehmen. Größere Bomben werden vielfach einzeln im Rumpf an Aufhängegeschirren befestigt, und sehr große Bomben werden gegebenenfalls unter dem Rumpf aufgehängt. Auch unter dem Flügel ist bei manchen Flugzeugmustern die Befestigung von Bomben möglich.

Die Bomben-Aufhängevorrichtung muß eine sichere Befestigung und Auslösung ermöglichen. Bei neuzeitlichen Flugzeugen lassen sich die Bomben einzeln oder in regelmäßigen kurzen Abständen hintereinander (Reihenwurf) auslösen. Zur Ausführung von Reihenwürfen gibt es besondere Abwurfgeräte, die sogenannten Reihenabwurfautomaten, die selbsttätig eine Bombe nach der anderen in Bruchteilen einer Sekunde zum Abwurf bringen.

Die beim Bombenwurf verwendeten Zielgeräte, die früher von einfachen mechanischen Visieren gebildet wurden, sind heute zu sehr leistungsfähigen optischen Geräten weiterentwickelt worden. Diese unter der Bezeichnung Bombenfernrohre oder „Lotfernrohre“ bekannten Zielgeräte arbeiten weitgehend selbsttätig. Sie bestimmen, wenn sie einmal auf den Zielpunkt eingestellt sind, von selbst den notwendigen Vorhaltewinkel und lösen gegebenenfalls auch selbsttätig den Bombenabwurf aus. Die mit derartigen Bombenzielgeräten erreichte Treffgenauigkeit ist außerordentlich hoch.

Siehe auch:
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Starre Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Bewegliche Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Anordnung der Bordwaffen
Die Waffen des Kriegsflugzeuges-Abwurfwaffen
Alarm im Feldflughafen
Fliegerprüfung auf „Herz und Nieren“
BV 138 : Das neue Flugboot für Seeaufklärung
Flak sinkt in die Erde
Deutsche Kriegsflugzeuge
Die Notzeit der deutschen Luftfahrt

Nordisches Erbe im süddeutschen Bauerntum

aus dem Kunstmuseum Hamburg

„Die Hauptsache ist, daß die Rasse rein bleibe! Rein und sich selber gleich, wie schon Tacitus sie einst rühmte. So nur werden wir ein Volk! So nur werden wir eine Einheit! So nur werden wir Offenbarungen und Betätigungen der Geisteswelt und fähig, das Grundelement des Urvolkes der Germanen zu erhalten und zu steigern, ohne das Große und Gute aller Zeiten und Völker von uns wegzuweisen.“

Johann Wolfgang Goethe.

Wer ein Kunstwerk verstehen und genießen will, der gehe womöglich ohne Begleitung und kaufe sich einen Stuhl, wenn solcher zu haben ist, setze sich in richtiger Distanz und suche, in Schweigen verharrend, wenigstens für eine Viertelstunde sein verehrliches Ich zu vergessen. Geht ihm nichts auf, dann komme er wieder, und ist ihm nach acht Tagen nichts aufgegangen, dann beruhige er sich mit dem Bewußtsein, das Seinige getan zu haben. Fängt aber innerhalb dieser Frist der magnetische Rapport an zu wirken, wird es ihm warm um das Herz und fühlt er, daß seine Seele anfängt, sich über gewisse Alltagsvorstellungen und gewohnte Gedankenreihen zu erheben, dann ist er auf gutem Wege, begreifen zu lernen, was die Kunst ist, und was sie vermag.

Anselm Feuerbach.














Weitere 49 Abbildungen.

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Luftstewardessen in Japan

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Fräulein Kirschblüte ganz auf der Höhe

Fräulein Kirschblüte, eine der anmutigsten Töchter Nippons, ist eine tüchtige Stewardeß bei der japanischen Luftverkehrsgesellschaft. Alle Fluggäste, sei es auf der Expreß-Linie nach Fukuoka oder auf den Strecken nach Korea und Mandschukuo, lassen sich gern die ebenso liebenswürdige wie sachverständige Betreuung des „fliegenden Mädchens“ gefallen, das behende den Tee serviert, einem Passagier eine Zeitschrift in die Hände legt oder einem anderen eine Auskunft gibt, kurzum: für alle Wünsche sorgt, so daß die Reise buchstäblich wie im Fluge vergeht. Fräulein Kirschblüte spielt hier oben zwischen Himmel und Erde die „Dame des Hauses“ und macht die Luftreisen über Land und Meer so angenehm wie nur möglich. In den meisten Expreß-Flugzeugen des japanischen Luftverkehrs begegnen wir solchen Luftstewardessen, die im wahrsten Sinne des Wortes ganz auf der Höhe sein müssen. Ihr Beruf verlangt Takt und Bildung, Zuverlässigkeit und eine widerstandsfähige Gesundheit.

„Einen Becher Tee, mein Herr?“
Fräulein Kirschblüte sorgt dafür, daß jeder ihrer Fluggäste zu seinem Recht kommt. Das ist keine leichte Arbeit, denn die großen Expreß-Flugzeuge Japans nehmen 21 Reisende auf.

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heute Kokon – morgen Fallschirm

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Deutsche Schulen züchten Seidenraupen

Unsere Fallschirmjäger brauchen Fallschirme, und diese Fallschirme bestehen aus Seide. Seide aber, reine, hochwertige Naturseide, ist in Deutschland ein seltener Rohstoff. Deshalb ist es doppelt zu begrüßen, daß jetzt eine Reihe von Schulen dazu übergegangen ist, Seidenraupen zu züchten. Und es versteht sich von selbst, daß unsere Jungen und Mädchen voll Begeisterung die Gelegenheit ergreifen, zur Sicherung der deutschen Rohstoffbasis ihrerseits ein winziges Scherflein beizutragen.

Wer erfolgreich züchten will, muß über die Lebensbedingungen seiner Pfleglinge gut unterrichtet sein. Ein Lehrer erklärt seinen Schülern und Schülerinnen die verschiedenen Entwicklungsstadien von der Raupe bis zum Kokon.

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