Archiv der Kategorie: Deutsche Fragen

Fragen und Antworten zur Deutschen Kultur, Geschichte, Art. Anregungen zum „Überdenken“.

Pia Findeiß demnächst vor dem Zwickauer Amtsgericht

von H.-P. Schröder

Der mdr (mitteldeutscher Rotfunk) stellt das Ganze so dar:

Prozess um Verleumdung von Zwickauer Oberbürgermeisterin“

Am Amtsgericht Zwickau hat am Mittwoch der Prozess um die Verleumdung der Zwickauer Oberbürgermeisterin Pia Findeiß begonnen. Angeklagt sind drei Männer aus der Stadt im Alter von 41, 49 und 53 Jahren. Sie sollen laut Staatsanwaltschaft der Rathaus-Chefin unterstellt haben, in ihrem Haus zwei Terroristen* zu beherbergen.

Zu dem Vorfall kam es laut Anklage im August 2016 bei einem als Bürgergespräch gedachten Stadtspaziergang der Oberbürgermeisterin durch Zwickau-Planitz und -Cainsdorf. Zwei der Angeklagten sollen den Rundgang gestört und zu großen Teilen gefilmt haben. Aufnahmen davon tauchten später auf Youtube auf. ….

Die Beschuldigten, die sich vor Gericht selbst verteidigen, bedrängten die Zeugen mit spitzfindigen Fragen*. So wollten sie haargenau wissen, wann und wo während des Spaziergangs welche Worte gefallen sein sollen und ob es sich denn tatsächlich um eine Aussage gehandelt habe oder nur um eine Frage. Zwei der drei Zeugen – darunter Bürgerrechtler und ehemaliger Chef der Chemnitzer Stasiunterlagenbehörde Martin Böttger**– erklärten vor Gericht, der Vorwurf, OB Findeiß beherberge zwei IS-Kommandeure, sei von den Angeklagten als Aussage getätigt worden. …

Zu Beginn der Verhandlung hatte eine Anweisung des Gerichts für Proteste gesorgt. Der Richter hatte die Handys der Prozesszuschauer einsammeln lassen – mit Ausnahme von Journalisten. Grund: Unter den Beobachtern waren offenbar zahlreiche Sympathisanten der Angeklagten.*** Ein Zuschauer musste zudem wegen mehrfacher Zwischenrufe vom Richter des Saals verwiesen werden.

Weiterhin forderte einer der Angeklagten einen Pflichtverteidiger. Zur Begründung sagte er, er könne sich nicht selbst verteidigen, da er einen Hirninfarkt erlitten habe. Der Richter das lehnte das ab. Der Angeklagte wertete das als Verfahrensfehler. …“

Weiter bei http://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/prozess-verleumdung-zwickauer-ob-findeiss-100.html

Fiktiver Kommentar von Pia Findeiß (Dr. Handball, ehemals SED, jetzt SPD, ist ja nur EIN kleiner Buchstabe, Pifi): „Nein, ich hatte und habe nie Kontakte zum Verfassungsschutz ja, nein, doch, bei uns lebten die drei mörderischen Killernazis in der Frühlingsstrasse, nein nie hab` ich einen Terroristen oder zwei bei mir zuhause gehabt, der war auch nicht meine lover und nein, ja, nein dafür gibt es keine Fördermittel.“

* hier versäumt der mitteldeutsche Rotfunk uns einige Beispiele zu geben, stattdessen wird blabla gewertet-„spitzfindige“

** wenn schon, dann „beherbergt zu haben“ die wurden mittlerweile entfernt. Ausserdem lautete die Frage: „Frau Findeiß beherbergen sie etc. …?“

*** Martin Böttger, (ehemals?, jetzt „die Grünen“), ehemaliger Chef der Chemnitzer Stasiunterlagenbehörde, Spitzname „Martin das Ohr“

**** Die alte Masche, – damit soll garantiert werden, daß die Deutungshoheit beim System Pifi bleibt.

Siehe Anmerkung *

auf einer kleinen Bank vor einer großen Bank

Danke an Gerald

Worauf mag die Gabe des Fleißes,
die der Deutsche besitzt, beruhn?
Deutsch sein heißt (der Deutsche weiß es)
Dinge um ihrer selbst willen tun.
Wenn er spart, dann nicht deswegen,
dass er später davon was hat.
Nein, ach nein! Geld hinterlegen
findet ohne Absicht statt.
Uns erfreut das bloße Sparen.
Geld persönlich macht nicht froh.
Regelmäßig nach paar Jahren
klaut ihr’s uns ja sowieso.
Nehmt denn hin, was wir ersparten!
Und verludert’s dann und wann!
Und erfindet noch paar Arten,
wie man pleite gehen kann!
Wieder ist es Euch gelungen.
Wieder sind wir auf dem Hund.
Unser Geld hat ausgerungen.
Ihr seid hoffentlich gesund.
Heiter stehn wir vor den Banken.
Armut ist der Mühe Lohn.
Bitte, bitte, nichts zu danken!
Keine Angst, wir gehen schon.
Und empfindet keine Reue!
Leider wurdet Ihr ertappt.
Doch wir halten Euch die Treue.
Und dann sparen wir aufs neue,
bis es wieder mal so klappt.

Erich Kästner 1931

Quelle: https://www.deutschelyrik.de/index.php/kaestner.html