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RSS, Feeds und der Julius-Hensel-Blog

rss_512RSS oder Feed – Leitfaden und Feedadressen für den
Julius-Hensel-Blog

Nicht wenige unserer Leser nutzen täglich die Möglichkeit, via RSS alle Nachrichten des Hensel-Blogs aufs Wesentliche reduziert zu konsumieren, und dann der persönlichen Reflektion zuzuführen.

Für all jene, deren Münder nun ein „hä?“ oder höflicher „wie bitte“ formen, folgt nun eine kleine Sammlung von geeigneten Quellen und Kurzinformationen.

 

Vorab:

Die generellen Adressen um via Feed den Nachrichten des Hensel-Blogs zu folgen lauten:
http://julius-hensel.ch/feed/ (RSS 2.0 Format)
http://julius-hensel.ch/feed/rss2/ (RSS 2.0 Format)
http://julius-hensel.ch/feed/atom/ (Atom Format)
http://julius-hensel.ch/feed/rdf/ (RDF/RSS 1.0 Format)

Möchte man stattdessen vielleicht nur den Kommentaren folgen:
http://julius-hensel.ch/comments/feed/

Sollte jemand sich voll in die Materie einarbeiten wollen, oder reicht demselben diese Kurzinfo nicht aus, so sei Ihm der Codex-Beitrag in der englischsprachigen WordPress-Seite ans Herz gelegt:
https://codex.wordpress.org/WordPress_Feeds

Eine wirklich eingehende Einführung und Erklärung zu RSS, also mehr oder weniger ein „was ist das, was macht das, was kann das“ findet man hier:
http://www.freshnews.de/RSS-Einfuehrung-18061.html

Sollte damit jemand nicht glücklich geworden sein gibt es auch noch den offiziellen Wikipedia Beitrag zu RSS: https://de.wikipedia.org/wiki/RSS

Abschließend sei noch ein Link angefügt, unter welchem eine recht umfangreiche Liste von Feedreadern (RSS-Readern) angelegt wurde (recht aktuell ist sie allerdings nicht mehr). Eine klare Empfehlung sprechen wir hier bewusst nicht aus. Jeder sollte den für seine Bedürfnisse passenden Reader ohne Voreingenommenheit selbst auswählen.
Liste von bekannten RSS- bzw. Feedreadern

Gerne rufen wir aber dazu auf, via Kommentar den von euch präferierten Reader, seine Vorteile und seine Schwächen aus eurer Sicht vorzustellen und damit Neulingen einen leichteren Einstieg ins Thema News-Feeds zu ermöglichen.

– bringer –

 

 

Hensel wandert aus

 

Nachtrag vom 01. September 2015 03:39 Uhr

Vorab, ich bin gelernter Kfz-Mechatroniker habe irgendwann mal ein wenig mit „Internet Blogs und Foren“ zu tun gehabt, zwischendurch mein Abi nachgemacht, studiere Jura und administriere nebenher noch den Henselblog für meinen werten Bruder – da bleiben Wartezeiten und Unfälle nicht aus, aber letztlich gibt/gab es dann doch eine Lösung.

Mit dem heutigen Tag ist der Umzug abgeschlossen, die volle Funktionalität ist hergestellt. Immer noch nicht ganz glücklich sind wir mit dem Aussehen der Seite – da wird wohl noch einiges geschehen, doch überstürzen werden wir das nicht.

Funktionalitäten wie RSS, Autocomplete, Galerien etc. folgen in den kommenden Tagen sporadisch. Wundert euch also nicht, denn Entwicklung ist wie schon in der Natur ein langsamer, schrittweiser Prozess und wir werden keinesfalls versuchen Gott zu spielen 😉

In diesem Sinne, viel Spaß mit dem neuen, schnelleren und moderneren Julius-Hensel-Blog

– bringer –

 

Nachtrag vom 30. August 2015 00:55 Uhr

Leider gab es seit dem Umzug ein Problem mit der Kommentarfunktion.
Da wir für diese seit dem Umzug die WordPress-App Jetpack verwenden, diese aber immer noch auf julius-hensel.ch eingeschossen war, liefen bislang alle Kommentare in auf der .com-Adresse üblichen 503 Meldungen aus und verschwanden im Nirvana. Diesen Fehler haben wir nun behoben – dem Kommentieren steht nun in deutlich „modernerer“ Form nichts mehr im Wege.

– bringer –

Originalmeldung:

von jo

Liebe Leserinnen und Leser,

wie schon mehrfach angekündigt, zieht der Hensel-Blog um. Mit unserem bisherigen Provider aus Deutschland sind wir aufgrund der unerträglichen technischen Behinderungen in der letzten Zeit nicht mehr zufrieden.

Der neue Anbieter sitzt in der Schweiz und da trifft es sich gut, daß wir auch die Domain „julius-hensel.ch“ unser Eigen nennen… Die Seite wurde heute Abend in Betrieb genommen, die Kommentarebene ist nun geöffnet und mit dem bisherigen Kommentarbestand befüllt, so dass es nahtlos weitergehen kann. Dies alles dank meinem Bruder, der mir in seinen Semesterferien bisher unentgeltlich hilft. Spenden würde ich begrüßen und an ihn weiterleiten…

Neue Kommentare können also nur noch bei „julius-hensel.ch“ veröffentlicht werden.

Die bisherigen Adressen „julius-hensel.ch“ sowie „julius-hensel.de“ werden während der Umzugsphase weiterhin angezeigt, haben jedoch eine deaktivierte Kommentarfunktion. Hensel wandert aus weiterlesen

zum Soldatenkönig und dem Alten Fritz

Der "Alte Fritz" - unser Soldatenkönigvon bringer

 

„Ihr Majestäten, Ihr Kaiser, Zaren, Könige – wie tragt Ihr die hunderttausend Toten?
Ich sehe Euch nicht.

Ich habe immer nur den einen, den einzigen gesehen, den schmächtigen, kleinen, leidenden König, in der von Kugeln zerfetzten Uniform, dem eine Schnupftabakdose in der Brusttasche das Leben rettete, dem zwei Pferde unter dem Leib weggeschossen wurden, der im Schnee schlief und seinen Platz am Feuer den Soldaten überließ, der Euch Majestäten „Lumpen“ nannte.

Er ist jetzt im Unglück, aber ganz Europa spricht nur von ihm, denkt nur an ihn, er verkörpert etwas. Was verkörpert Ihr?
Er ist jetzt schon ein Mythos. Was seid Ihr?

Man mag die Kriege für schrecklich halten – auch die Preußen hielten sie für schrecklich. Man mag sich bekreuzigen – auch das Volk hat sich bekreuzigt. Aber dieser Mensch und seine Kriege, gerade die Kriege haben das Preußentum endgültig besiegelt.

Nach dem Kriege war jeder dritte oder vierte Mann durch das Inferno der Schlachten an der Seite des Königs gegangen. Sie prägten die ganze Bevölkerung endgültig. Ich wage zu sagen, dass erst jetzt, der Preußische Geist ganz da war. Wäre Preußen den Weg weiter gegangen wie unter dem Soldatenkönig, würde Preußen nicht Preußen geworden sein.
Ohne dieses Fegefeuer der Kriege kein Preußentum.
Jetzt, jetzt ist es soweit, den König Friedrich den Großen zu nennen.“

Frei nach Joachim Fernau aus seinem Buch „Sprechen wir über Preußen. Die Geschichte der armen Leute“ aus dem Ullstein-Verlag; 8. Aufl. (1. September 1990) ISBN: 3548223362

Man mag Joachim Fernau aufgrund seiner Vergangenheit nicht besonders gewogen sein. Man mag ihn nicht als „echten“ Historiker anerkennen, da er es vermag „unterhaltsam“ zu schreiben. Aber eines muss man ihm dennoch zusprechen: er vermag es, Geschichte anschaulich und dennoch Faktisch korrekt darzustellen.

Im Buch zeichnet er nicht das übliche Bild unserer Geschichte nach Lehrmeinung, welches zuerst nach ’18 und anschließend um’s tausendfache verstärkt nach ’45 in unsere Gehirne indoktriniert wurde. Er hält sich vielmehr so gut es geht fern von allem „Neuen“ des 20-stem Jahrhunderts und beschränkt sich auf einige wenige Andeutungen zu dieser Episode unserer Geschichte. Er zeigt uns die jüngere deutsche Geschichte mit einem Augenzwinkern – manchmal um eine Träne wegzublinzeln, manchmal um einem ein Lächeln aufs Antlitz zu zaubern. Wer Geschichtsschreibung der Siegermächte sucht, der sucht vergebens. In „Sprechen wir über Preußen. Die Geschichte der armen Leute“ erhält man harte Fakten in einem ansprechenden und nie langweiligem Komplettpaket.

Ich bin an sich kein großer Verfechter der preußischen Vergangenheit – dazumal ich in Bayern aufgewachsen bin, also ein gewisser „Bierstolz“ nicht zu leugnen ist, doch Fernaus interessante Schilderung der Geschichte des preußischen Königreiches und dessen bewegter Geschichte hat mir wunderbare Stunden, sowie einige nicht zu unterschätzende Denkanstöße gegeben.

Wie zitiert Fernau gegen Ende seines Buches frei nach Fontane:

Schon zu Lebzeiten war der König eine Legende geworden möchten sie Ihn sehen, wie Fontane einen Zeitgenossen Ihn schildern lässt?
Was Er dem Volke war, dass ließ sich erkennen wenn Er, von der großen Revue kommend, Seiner Schwester, der alten Prinzess Amalie – die Er oft das ganze Jahr nicht sah – Seinen regelmäßigen Herbstbesuch machte:

‚Ich seh‘ Ihn vor mir, wie heut‘, Er trug einen dreieckigen Montierungshut, die weiße Generalsfeder war zerrissen und schmutzig, der Rock alt und bestaubt, die Weste voll Tabak, die schwarzen Sammethosen abgetragen und rot verschossen. Hinter Ihm Generale und Adjutanten.
So ritt Er auf Seinem Schimmel, dem Condé, durch das Hallesche Tor über das Rondell, in die Wilhelmsstraße ein, die gedrückt voller Menschen stand, alle Häupter entblößt, überall das tiefste Schweigen.
Er grüßte fortwährend, vom Tor bis zur Kochstraße wohl zweihundert Mal. Dann bog Er in den Hof des Palais ein und wurde von der alten Prinzessin an den Stufen der Vortreppe empfangen. Er begrüßte sie, bot ihr den Arm, und die großen Flügeltüren schlossen sich wieder.
Alles wie eine Erscheinung.
Nur die Menge stand noch entblößten Hauptes da, die Augen auf das Portal gerichtet.
Und doch war nichts geschehen: keine Pracht, keine Kanonenschüsse, kein Trommeln und Pfeifen; nur ein dreiundsiebzigjähriger Mann, schlecht gekleidet, staubbedeckt, kehrte von seinem mühsamen Tagewerk zurück.
Aber jeder wusste, dass dieses Tagewerk seit fünfundvierzig Jahren keinen Tag versäumt worden war, Bewunderung, Ehrfurcht, Stolz, Vertrauen regte sich in jedes einzelnen Brust, sobald sie dieses Mannes der Pflicht und der Arbeit ansichtig wurden.‘

Und hier sehen wir den viel zitierten „deutschen“ Geist:

Einen Geist, welcher Bewunderung statt Neid empfindet, Stolz auf seine Leistungen ist, Vertrauen in seine Führer hat und Ehrfurcht vor den Werken anderer besitzt.
Einen Geist, welcher Neid empfinden sollte auf das, was ihm genommen wurde.
Einen Geist, welcher für den Stolz auf seine Leistungen gedemütigt wird.
Einen Geist, dessen Vertrauen in seine Vorangänger Tag für Tag enttäuscht wird.

Einen Geist, vor dessen Werken niemand mehr Ehrfurcht besitzt.

„Gegen den Strom der Zeit kann zwar der einzelne nicht schwimmen, aber wer Kraft hat, hält sich und läßt sich von demselben nicht mit fortreißen.“

Johann Gottfried Seume

Wikipedia zu Joachim Fernau: http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Fernau

Sprechen wir über Preußen auf Amazon: http://www.amazon.de/Sprechen-wir-über-Preußen/