vom Pferde

aus dem Kunstmuseum Hamburg

Vor dir steht ein Pferd. Das Tier gefällt dir? — Das will ich gerne glauben. Es ist auch nicht irgendein beliebiges Pferd. Es ist ein besonders schönes, ein besonders edles und rassiges Tier. Es gehört zu der Rasse der Lipizzaner, die ihren Stammbaum bis in das klassische Altertum zurückführt.

Warum gefällt dir dieses Tier eigentlich so besonders gut? Warum bist du glücklich, daß es dir begegnete? Warum tut sein Anblick dir in der Seele wohl? — Seltsame Fragen, wirst du denken; da braucht man doch nicht nach dem Warum zu fragen, wenn einem so ein Pferd gefällt, so ein herrliches Geschöpf. Warum es mir gefällt? — Nun, einfach, weil es schön ist; weil es so ebenmäßig im Wuchs ist; weil alles bei ihm so gut zueinander stimmt, Rumpf, Kopf und Beine; weil sein Fell so glatt ist, seine Farbe so vornehm, seine Bewegung so geschmeidig, seine Haltung so stolz ist. Das ist alles ganz richtig, aber ich will noch etwas ganz anderes von dir hören, nicht die Gründe für dein Wohlgefallen, die beim Pferde liegen, sondern diejenigen Gründe, die bei dir selbst liegen. Was befähigt dich, die Schönheit eines Pferdes zu empfinden? Welche Eigenschaften in dir machen dir das möglich? Ich weiß, daß dir auch diese Antwort nicht schwerfallen kann. — Du sagst, es sei dein Schönheitssinn, dein Instinkt? Richtig, aber noch treffender? — Also, dein Gefühl für Rasse!

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