Dr. Wolfgang Gedeon

von H.-P. Schröder

Zusammenfassung

Von außen ist die AfD derzeit nicht zu stoppen. Ihre Umfragewerte werden weiter steigen, nicht weil sie selbst so gut ist, sondern weil die anderen so schlecht sind. Deshalb versucht das politische System die AfD vor allem von innen her zu schwächen und aus ihr eine maßgeschneiderte Opposition zu machen. Personell werden systemkonforme Schönredner „kritisch“ hochgelobt und systemkritische, vor allem strategische Köpfe ins politische Abseits gehetzt.

Ein überradikaler Antiislamismus soll eine „unterradikal“ domestizierte Position in der US-NATOFrage überspielen und die völlige Tabuisierung des Antisemitismus-Zionismus-Problems verbergen. Es besteht die Gefahr, dass die AfD, wie die FPÖ teilweise und die holländische PVV schon vollständig, zu einer ausgesprochen zionistischen Partei geformt wird – ganz im Sinn des PVV-Chefs Geert Wilders: „Wir sprechen Jerusalem, wir träumen Jerusalem. Einfach, weil die Werte des alten Israels zu den Werten des Westens geworden sind. Wir alle sind Israel, und Israel ist in uns allen. Israel mit all seinem Ruhm und Glanz ist einzigartig und findet in der Geschichte nicht seinesgleichen.“ (zitiert in Der grüne Kommunismus, Seite 383f.)

Ein zionistisches Glaubensbekenntnis als Grundlage alternativer Politik? So eine Alternative ist keine! Sie ist identisch mit Merkels prozionistischer „Staatsräson“ und ein Kotau vor dem westlichen System! An der Antisemitismus-Zionismus-Frage wird sich weisen, aus welchem Holz die AfD geschnitzt ist! Deshalb dürfen wir dieses Kernthema nicht unter den Teppich kehren, sondern müssen es, wenn wir unserer historischen Aufgabe gerecht werden wollen, als entscheidende Herausforderung unserer Politik begreifen – nicht irgendwann, sondern jetzt.

http://www.wolfgang-gedeon.de/2017/01/afd-eine-zionistische-partei/

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.